Coronavirus


astereix

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"Welches Ziel...?" Hatte die Aktion eines außer Lust an der Selbstinszenierung?

Insofern verwundert es nicht, wenn lediglich das mittlerweile übliche Rumgeballere in der öffentlichen Wahrnehmung stattfindet. Positive Ausnahme - und das will ich auch gern loswerden - sind die hier entstandenen Beiträge, die erahnen lassen, wie ein respektvoller, kritischer, inhaltlich orientierter und natürlich auch emotionaler Diskurs aussehen könnte. Die, die ihn "Kraft ihres Amtes" führen könnten und müssten, verharren in selbstgefälligen, leeren Statements und Antistatements.

Wer nicht versteht was ich meine, hier ein Beispiel (das oberflächlich betrachtet sogar "auf meiner Seite" zu stehen scheint):

@georgrestle
„Einige Kommentare zu meinen Kommentaren zu #allesdichtmachen sind echt harter Tobak. Da werde ich ‚verloren‘ gegeben oder mir wird unterstellt, ich würde ‚in AfD-Manier den demokratischen Prozess anzweifeln‘. Seriously? Leute, kommt runter - und lasst solch plumpes Lagerdenken.“

Was soll ich damit - übrigens "Tweet des Tages" im heutigen Tagesspiegel-Checkpoint - anfangen??

Ich habe das so satt...😔
 

Grenzwelle

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Ich hoffe innigst, dass die Beteiligten in keiner Rundfunkbeitrags-finanzierten Produktion mehr auftauchen werden, ebensowenig in mit Kulturförderung (teil)finanzierten Filmproduktionen und auch nicht auf Bühnen, die öffentliche Gelder erhalten.
Ganz früher nannte man das wohl 'Entartete Kunst' und deren Urhebern drohte nichts gutes. In deiner geliebten Täterä gab es dafür auch Namen, an die ich mich nicht mehr erinnere.

Persönlich habe ich nur das Video von Liefers gesehen. Der macht im Grunde nichts, als auf ironische Weise kritischen öffentlichen Diskurs einzufordern, das, was in einer Demokratie eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Wenn diese 1:30 ein Grund sind, den Mann aus seiner Krimi-Rolle (deren Qualität hier nicht zur Debatte steht) zu canceln, dann hat diese Gesellschaft eine noch viel schlimmere Pandemie als Covid-19.

Noch ein interessanter Aspekt: Um mir das Video vor schreiben dieses Beitrages nochmal anzusehen, habe ich Google mit 'liefers allesdichtmachen' gefüttert. Interessanterweise kommt dabei nicht als erster Treffer der gesuchte Beitrag, sondern die ersten sechs links sind Videos, die das Thema kommentieren. Nummer zwei, ein Mediathek-Link zu 'dreinachneun' ist schon tot.

Erst Link nummer sieben von Radio SAW (?!) bringt das gesuchte Video mehr indirekt zu Tage.

Was ist passiert? Der google Suchalgorithmus bringt doch jeden Sinn und Unsinn sicher aufs Tablett? Etwas Recherche führt auf die ganz dunkle Seite. Was da wohl passiert ist, riecht nicht mehr nur nach Zensur, sondern ist es.

Dass ich bei diesem Thema zu guten Teilen sogar mit Georg Reste übereinstimme, verwirrt mich ehrlich gesagt.
 

Tweety

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Ist es in Deutschland schon wieder soweit? Darf man jetzt keine andere Meinung mehr haben, als die Regierungsmeinung? Ich bin schockiert wie hier teilweise eine Haltung vertreten wird "wer nicht für uns ist, der ist gegen uns". Sowas hatten wir in Deutschland leider schon mehrmals und es ist uns nicht gut bekommen. Natürlich kann man Kritik an der Aktion üben, aber jetzt direkt Berufsverbote oder ähnliches zu fordern, finde ich einfach unerträglich. Auch einer Demokratie müssen andere Meinungen erlaubt sein. Viele Videos sind eben auch extra überzogen, damit die Leute mal ans Nachdenken kommen und nicht immer nur alles kritiklos schlucken. Die Videos verleugnen nicht Corona, sondern hinterfragen, ob alles was im letzten Jahr so passiert ist, wirklich sinnvoll war und ist und ob es nicht auch andere Möglichkeiten geben kann und ob die Grundrechtseinschränkungen bis hin zu Ausgangssperren wirklich ein Mittel sind, was man zur Pandemieeindämmung taugt. Ich finde das legitim und erst Rech in einer Demokratie.
 

chapri

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Auch einer Demokratie müssen andere Meinungen erlaubt sein. Viele Videos sind eben auch extra überzogen, damit die Leute mal ans Nachdenken kommen und nicht immer nur alles kritiklos schlucken.
Wer sagt denn, dass die angebliche Forderung nach "Berufsverboten" nicht auch extra fürs Nachdenken überzogen war. Bitte keine Schnappatmung nur wegen YouTube!
 

Radiokult

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Das eigentliche Problem ist doch, dass insbesondere Leute wie Liefers einfach mal das Erkennen von Ironie gnadenlos überschätzt haben. Ironie - nichts anderes sollten diese Videos sein. Und das ging gehörig nach hinten los. Ob die Idee an sich nun gut oder schlecht war, ist dabei wieder eine ganz andere Sache. Den kritischen Diskurs mit der Problematik hätte man auch anders inszenieren können. Aber sei es drum. Die Leute deswegen quasi mit Berufsverbot zu belegen, wäre eine eher armselige Konsequenz, zumal die meisten ja durchaus auch eingestanden haben, das man da ein Stück weit übers Ziel hinaus geschossen ist.
Vielleicht sollte man einen Aspekt bei der gesamten Betrachtung nicht zu kurz kommen lassen. Gerade die Kultur bekommt am wenigsten Unterstützung, da wird manches von Staats Wegen nicht als systemrelevant erachtet. Liefers selbst geht es mutmaßlich gut, der dürfte längst ausgesorgt haben. Da waren aber auch etliche Schauspieler an der Aktion beteiligt, die nicht unbedingt den Bekanntheitsgrad von Liefers haben. Da geht so manchem der Arsch auf Grundeis, ums mal so unverblümt zu formulieren. Aus dem Blickwinkel heraus, kann ich für die ganze Geschichte durchaus Akzeptanz entwickeln. Es geht immerhin um zig tausend Existenzen. Gerade im Bereich Unterhaltung sind es ja nicht nur die Schauspieler. Die halten lediglich ihr Gesicht als "Rampensäue" in die Kameras. Das da überall auch noch ein riesiger Rattenschwanz dranhängt, wird von vielen übersehen. Alles was so hinter den Kulissen passiert bis hin zur Gastro - das ist eine riesige Maschinerie. Die sollte man nicht unterschätzen. Und die meisten von denen haben nunmal seit Monaten nichts zu tun und nicht wenige von denen stehen inzwischen quasi vor dem Nichts. Das ist ein Problem das endlich angegangen werden muss.
 
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Tweety

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Ein Berufsverbot für bestimmte Politiker, sollte man gegebenenfalls auch mal diskutieren, ;)
De facto haben ja die meisten Künstler, Schauspieler, Kulturschaffenden und Musiker ja schon ein Berufsverbot und das seit einem Jahr mittlerweile.
 
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lg74

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Ich bleibe dabei und werde das auch nicht ändern: wer sich über mehr als 80.000 durch staatliche Unterlassung und massiven Willen zur Pandemie seitens bestimmter Bevölkerungsgruppen verstorbene Menschen und mehr als 3 Millionen mit unklarer Zukunftsprognose geschädigte Menschen lustig macht, hat sich für mich komplett disqualifiziert.

Das ist der Zynismus einer Geisteshaltung der Eugenik, das ist Gift für eine Zivilgesellschaft mit lebbarer Zukunft. Hier wird Leben zu "unwertem Leben" erklärt. Das ist die ideologische Vorbereitung für Schlimmeres. Wer eine der schwersten Grundgesetzverletzungen (das zehntausendfache Vorenthalten des Rechtes auf Leben und das millionenfache Vorenthalten des Rechts auf körperliche Unversehrtheit, Art. 2 GG) zum Anlass nimmt, darauf abzufeiern, steht für mich beinahe auf einer Stufe mit denen, die darüber abfeiern, dass einst in diesem Land systematische Tötungen durchgeführt wurden. Eigentlich trennt solche Menschen nur eine nicht aktualisierte Rechtsprechung von diesen Tatbeständen. Dass mit einer Biowaffe in Deutschland Krieg gegen die Zivilgesellschaft geführt werden wird, hatte man juristisch halt bislang nie auf dem Schirm.

Ich möchte nicht in einem Land leben müssen, in dem es unter "Meinungsfreiheit" zählt, wenn die Opfer eines mit Biowaffe geführten Kampfes verhöhnt werden und in dem bereits davon ausgegangen werden kann, dass solche Handlungen wie die gezeigten folgenlos bleiben oder sogar zu massiver Unterstützung durch menschen- und lebensverachtende Kreise führen, was ebenfalls wiederum folgenlos bleibt. Eine Gesellschaft, die in solchen Abgründen angekommen ist, steht vor dem Krieg.

De facto haben ja die meisten Künstler, Schauspieler, Kulturschaffenden und Musiker ja schon ein Berufsverbot und das seit einem Jahr mittlerweile.
Dafür mögen sie sich bitte bei den Bevölkerungsteilen bedanken, für die nicht einmal erlassene Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen einen Grund darstellen, mit der Verbreitung der Pandemie aufzuhören. Der anständige Teil der Bevölkerung bräuchte nicht einmal solche Maßnahmen. Der hält sich ganz aus eigenem Interesse an die bekannten Regeln. Ich erlebe das in meinem privaten Umfeld. Regeln wären da völlig überflüssig. Sie dienen nur zum Schutz vor den "anderen" - aber genau die halten sich so oder so nicht daran.

Die Pandemie ist von bestimmten Teilen der Bevölkerung gewollt. Irgendeinen Nutzen ziehen sie daraus, sonst würden sie aufhören, sich so zu verhalten, wie sie sich verhalten.
 

thorr

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Das ist der Zynismus einer Geisteshaltung der Eugenik, das ist Gift für eine Zivilgesellschaft mit lebbarer Zukunft. Hier wird Leben zu "unwertem Leben" erklärt. Das ist die ideologische Vorbereitung für Schlimmeres.
Puh, du kämpfst aber mit ganz schön scharfen Schwertern. Ich möchte dir lieber nicht auf deinem Niveau antworten, der du Andersdenkenden "Eugenik" vorwirfst.

Wer eine der schwersten Grundgesetzverletzungen (das zehntausendfache Vorenthalten des Rechtes auf Leben und das millionenfache Vorenthalten des Rechts auf körperliche Unversehrtheit, Art. 2 GG) zum Anlass nimmt, darauf abzufeiern
"Wer" feiert "was" ab? Werde doch bitte mal konkret! Geh bitte auf Argumente ein, anstatt dich mit deinen Horrorszenarien von "Biowaffenkrieg" zu wiederholen.

Regeln wären da völlig überflüssig. Sie dienen nur zum Schutz vor den "anderen" - aber genau die halten sich so oder so nicht daran.
Eben. Wie ich bereits zuvor in #1400 schrieb.

Was ist passiert? Der google Suchalgorithmus bringt doch jeden Sinn und Unsinn sicher aufs Tablett? Etwas Recherche führt auf die ganz dunkle Seite. Was da wohl passiert ist, riecht nicht mehr nur nach Zensur, sondern ist es.
Wenn mich von der Startseite schon wieder Vera Lengsfeld und Henryk M. Broder anschauen, ärgert mich das schon wieder - aber in der Sache ist es vollkommen richtig: Dieser Vorgang bei YouTube ist wirklich unmöglich. Eine Demokratie lebt davon, auch polarisierende Meinungen auszuhalten.

Dass ich bei diesem Thema zu guten Teilen sogar mit Georg Reste übereinstimme, verwirrt mich ehrlich gesagt.
Sehr guter Kommentar von Georg Restle, der mir aus der Seele spricht.
 
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lg74

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Puh, du kämpfst aber mit ganz schön scharfen Schwertern. Ich möchte dir lieber nicht auf deinem Niveau antworten, der du Andersdenkenden "Eugenik" vorwirfst.
Das Wort "Andersdenkende" ist in diesem Land längst zu einem Begriff geworden, den man als anständiger Mensch, der sich an international anerkannte Regeln guten Zusammenlebens gebunden fühlt, nicht mehr für sich reklamieren kann. Schon seit Jahren nicht mehr.

Es geht bei einer Pandemie auch nicht um "Denken" und also auch nicht um "andersdenken". Es geht um eine naturgesetzliche Tatsache (Pandemie ist Infektionsbioologie plus Mathematik), es geht also um das zur-Kenntnis-Nehmen von Fakten und das Befolgen der sich daraus ergebenden naturgesetzlichen Zwänge.

Da dies nicht von den Regierungen Europas umgesetzt wurde, ist Protest Pflicht. Aber nicht Protest, der zu noch mehr Opfern führen wird, sondern Protest, der zu einer angemessenen Beantwortung der Pandemie führt.

Hier wird jedoch zehntausendfaches Töten zynisch beklatscht. Wer das macht, ist für mich indiskutabel "raus".

Ist es nicht beeindruckend, wie das rechte, das rechtsextreme und das faschistische Lager die Lösung aller (Not)bremsen fordern, die das Sterben wenigstens noch im linearen Bereich halten? Und "der Staat", der sein Machtmonopol längst in die Hände der Pandemietreiber gegeben hat, lässt zu, dass weiterhin täglich mehr als Zehntausend Menschen die "harmlosere" Stufe von Art. 2 GG vorenthalten wird und daraus folgend dann einem Teil dieser Menschen die "finale" Stufe von Art. 2 GG.

Es wird jeden Tag deutlicher: das Virus ist willkommene Biowaffe bei der Vernichtung der Werte des Grundgesetzes.
 

Tweety

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Es geht bei einer Pandemie auch nicht um "Denken" und also auch nicht um "andersdenken".
Genau. Der Bürger hat die Klappe zu halten und einfach nur das zu machen, was die Regierung vorgibt. Ob das sinnvoll oder nicht ist, darf natürlich nicht hinterfragt werden. Sorry, das ist nicht mein Demokratieverständnis. Was unterscheidet uns dann noch von Ländern wie China, Russland oder Nordkorea? Natürlich ist die Pandmie eine absolute Ausnahmesituation und mit nichts, was Deutschland in den letzten 75 Jahren erlebt hat, zu vergleichen. Trotzdem muss es möglich sein, auch andere Meinungen äußern zu dürfen, die vielleicht auch mal unbequem sind. Grundrechte sind auch und gerade in einer Pandemie nicht verhandelbar.
 
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Radiokult

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Ich sehe mich leider gezwungen die Diskussion mal für einen Augenblick zu sprengen.

Es geht um eine naturgesetzliche Tatsache (Pandemie ist Infektionsbioologie plus Mathematik), es geht also um das zur-Kenntnis-Nehmen von Fakten und das Befolgen der sich daraus ergebenden naturgesetzlichen Zwänge.
Es tut mir wirklich leid, aber das hier ist diesbezüglich nicht von der Hand zu weisen.
Das Ausgeführte ist ausdrücklich nur als Denkanstoss für deine Argumentation zu betrachten. Damit will ich dich nicht dort einsortieren!
 

Mannis Fan

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Ich bringe hier mal eine völlig andere Sichtweise ins Spiel. Sie stammt vom Journalisten und Polit-Blogger Jens Berger:

Die desolaten Arbeitsbedingungen in den deutschen Krankenhäusern sind seit mehr als zehn Jahren bekannt. Dass Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern sowohl physisch als auch psychisch an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit und oft darüber arbeiten, ist keine Folge von Corona, sondern der traurige Normalzustand. Die Politik weiß das und auch die Leitartikler und die dauererregte und empörte Twitter-Gemeinde weiß das. Wirklich interessiert hat dies jedoch niemanden. Hin und wieder wird die Pflegekatastrophe zwar mal kritisch zur Kenntnis genommen, doch schon einen Wimpernschlag später muss man ja die nächste Sau durchs virtuelle Dorf treiben. Sorry, liebe Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern – wir sind zwar ganz doll solidarisch, haben aber Wichtigeres zu tun. Aber wir sind in Gedanken bei euch.


Mit den Privatisierungen fing es vor rund 20 Jahren an. Dann wurde die Situation von Jahr zu Jahr schlimmer. Schon vor fünf Jahren sagte mir meine Frau, dass man nun am absoluten Limit arbeite. Früher betreute eine Pflegekraft im Normalbetrieb 10 Patienten, heute sind es 20 und wenn mal wieder eine Kollegin ausfällt, können es auch mal 40 sein. Und die Kolleginnen fallen oft aus. Die psychische und physische Überbelastung fordert natürlich ihren Tribut. Tränen, Verzweiflung und Zusammenbrüche sind an der Tagesordnung. Wer Augen hat zu sehen, der sehe! Doch gerade die, die sich jetzt auf das höchstanzunehmende Ross setzen und von einer Verhöhnung der Pflegekräfte schwadronieren, glänzten eher durch Wegschauen.


Dabei war doch die „arme Krankenschwester“ in den letzten Jahren in der politischen Debatte allgegenwärtig. Kein Wahlkampf, kein Fernsehduell, in denen die Kandidaten nicht die Krankenschwestern – gern mit dem Attribut „alleinerziehend“ verbunden – für ihre Zwecke instrumentalisiert hatten. Passiert ist jedoch nichts. Sobald die Wahlzettel in die Urnen geschmissen wurden, verschwand die „arme Krankenschwester“ wieder in der medialen und politischen Versenkung und auf den Stationen wurde die Situation immer prekärer. Ist diese Instrumentalisierung der Pflegekräfte etwa keine Verhöhnung?


Und dann kam Corona. Plötzlich rückten die Pflegekräfte einmal mehr in den politischen und medialen Fokus. Es ginge darum, einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern; gerade so, als sei der Kollaps nicht längst die Normalität. Es wurde geklatscht und es wurden Maßnahmen verabschiedet, die jedoch nichts mit dem Gesundheitssystem zu tun hatten. Auf die naheliegende Idee, die Krise als Chance zu begreifen und endlich die politischen Weichenstellungen auf den Weg zu bringen, um die Situation in den Krankenhäusern nachhaltig zu verbessern, kam jedoch „erstaunlicherweise“ niemand. Danke für den Applaus. Danke für nichts.


Es gibt wohl keinen anderen Berufsstand, der permanent derart schäbig instrumentalisiert wird. Ausgangssperren, Schulschließungen, der dauerhafte Shutdown von Kultur und Gastronomie? Ja, das tut uns ja auch weh, aber denken Sie doch bitte an die fleißigen Pflegekräfte auf den Intensivstationen, die Überschichten schieben und bis an ihre Grenzen belastet sind. Das, liebe Meinungsmacher, sind sie ohnehin. Auch wenn es Corona nicht gäbe. Und es gäbe doch auch eine naheliegende Antwort auf diesen Notstand. Hat eigentlich irgendeiner dieser Dauerempörten auf Twitter schon mal eine radikale Gesundheitsreform gefordert? Eine Rekommunalisierung der privatisierten Häuser? Einen Pflegeschlüssel, der seinen Namen verdient und dessen Verletzung hart sanktioniert wird? Eine echte Anpassung der Löhne für die „Coronaheld*innen“? Ein nationales Ausbildungsprogramm, um den Personalmangel zu beseitigen? Nein? Warum nicht?


Es ist bigott, eine Berufsgruppe, die einen ansonsten nicht die Bohne interessiert, in dieser Art und Weise zu instrumentalisieren. Es ist heuchlerisch, sich mit seinen eigenen Forderungen nach harten Maßnahmen ausgerechnet hinter dem Pflegepersonal zu verstecken. Und es ist hochgradig schäbig, die prekäre Lage der Krankenhäuser, die eine direkte Folge des neoliberalen Wahnsinns ist, als „Argument“ ins Spiel zu bringen, um Kritiker der Regierungspolitik moralisch zu diskreditieren.


Man glaubt es kaum, auch Krankenschwestern und Ärzte sind allen voran Menschen. Menschen, die Kinder haben. Menschen, die gerne in den Urlaub fahren würden. Menschen, die selbst und gerade wegen ihres stressigen Jobs nach Ablenkung, Kultur und Leben lechzen. Menschen, die genauso wie wir alle unter undifferenzierten, überzogenen und zum Teil widersinnigen Maßnahmen zur Corona-Eindämmung leiden. Also Menschen, die von der Protestaktion der Schauspieler nicht verhöhnt, sondern angesprochen wurden.
 

thorr

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Das Wort "Andersdenkende" ist in diesem Land längst zu einem Begriff geworden, den man als anständiger Mensch, der sich an international anerkannte Regeln guten Zusammenlebens gebunden fühlt, nicht mehr für sich reklamieren kann.
Frei von jeder politischen Dimension waren mit "Andersdenkenden" in meiner Aussage einfach solche gemeint, die – ganz im Wortsinn – anders über ein Thema denken.

Es geht bei einer Pandemie auch nicht um "Denken" und also auch nicht um "andersdenken". Es geht um eine naturgesetzliche Tatsache (Pandemie ist Infektionsbioologie plus Mathematik), es geht also um das zur-Kenntnis-Nehmen von Fakten und das Befolgen der sich daraus ergebenden naturgesetzlichen Zwänge.
Vor jeder Handlung bedarf es aber immer noch einer Abwägung auf Grundlage von gesetzmäßigen Tatsachen, und die Abwägung selbst ist nachwievor ein gesellschaftlich-ethischer Prozess, der keine "Wahrheit" kennt.

Ist es nicht beeindruckend, wie das rechte, das rechtsextreme und das faschistische Lager die Lösung aller (Not)bremsen fordern, die das Sterben wenigstens noch im linearen Bereich halten? Und "der Staat", der sein Machtmonopol längst in die Hände der Pandemietreiber gegeben hat, lässt zu, dass weiterhin täglich mehr als Zehntausend Menschen die "harmlosere" Stufe von Art. 2 GG vorenthalten wird und daraus folgend dann einem Teil dieser Menschen die "finale" Stufe von Art. 2 GG.
Der Staat lässt, seit es ihn gibt, zu, dass Menschen "die 'harmlosere' Stufe von Art. 2 GG vorenthalten wird". Wer das nicht wahrhaben will, verweigert sich der Realität. Ich wundere mich, dass es erst einer Pandemie bedarf, dass man darauf mal wieder aufmerksam wird.

Aber nochmal nach rechts gewendet: Was die Populisten von rechtsaußen derzeit in parlamentarischen Institutionen an Wortmeldungen beizutragen haben, erhält zurecht kaum mediale Resonanz, da ihre Lebensfremde kaum gesellschaftlichen Rückhalt hat. Bist du dir sicher, dass dein Blick da nicht etwas auf das rechte Gesichtsfeld verengt ist? Dass du ihren Einfluss nicht etwas überschätzt und ihnen damit den einzigen Gefallen tust, den man ihnen tun kann?

Ich bin mir nicht sicher, dass deine Klassifizierung von "Pandemietreibern" faktisch haltbar ist. Die Zahlen sind nicht so hoch wegen irgendwelcher Querdenker-Demos. Die Dynamik ist weitaus komplexer, da weiß die Wissenschaft auch schon so einiges zu. Darüber sollte man reden können und im Anschluss vielleicht sogar gezielter handeln. Ich würde die zunächst geplante strikte Ausgangssperre ab 21 Uhr auch als eine Art Wissenschafsverweigerung bezeichnen, wo doch eine Gruppe von Aerosol- und Mobilitätsforschern erst kürzlich festgestellt haben (aus einem RBB-Artikel; Hervorhebungen von mir):
Während Bund und Länder über eine Ausgangssperre diskutieren, machen sich Forscher dafür stark, die Menschen mehr ins Freie zu holen. Dort sei die Ansteckungsgefahr deutlich geringer als in Innenräumen, sagen sie, und fordern einen Kurswechsel der Corona-Politik (aus einem .
[...]
"Wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen wollen, müssen wir die Menschen sensibilisieren, dass drinnen die Gefahr lauert", heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Sars-CoV-2 werde fast ausnahmslos in Innenräumen übertragen. [...] In Wohnungen, Büros, Klassenräumen, Wohnanlagen und Betreuungseinrichtungen müssten Maßnahmen ergriffen werden, fordern sie. In Innenräumen finde auch dann eine Ansteckung statt, wenn man sich nicht direkt mit jemandem treffe, sich aber ein Infektiöser vorher in einem schlecht belüfteten Raum aufgehalten habe, warnen sie.
[...]
Berliner Mobilitätsforscher sehen Nachbesserungsbedarf vor allem in der Arbeitswelt. "Im Bereich Arbeit wird unserer Meinung nach immer noch viel zu wenig gemacht", sagte der Leiter des Fachgebiets Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik der TU Berlin, Kai Nagel, dem rbb.
Ich sehe im Alltag kaum, dass diese Erkenntnisse in Politik und Maßnahmen einfließen. Stattdessen herrscht mancherorts Symbolpolitik vor.

Aus den heutigen Nachrichten vom Deutschlandfunk (Hervorhebung von mir):
Dem Vernehmen nach wird in der Frühjahrsprojektion mit einem Wachstum von 3,5 Prozent gerechnet. Bisher war erwartet worden, dass das Bruttoinlandsprodukt 2021 um 3,0 Prozent zulegt. Dabei zeigt sich ein zweigeteiltes Bild in der deutschen Wirtschaft. Während Branchen wie die Gastronomie weiter von Schließungen belastet sind, ist die Lage in der Industrie vergleichsweise gut.
Das zeigt: Dass wir "vor dem Virus alle gleich sind", trifft eben nicht mehr zu und eine solche Spaltung ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Auch solche Entwicklungen müssen im Fokus aktueller Politik stehen, damit die Post-Corona-Gesellschaft nicht langfristig eine andere ist als wir sie uns wünschen. Denn in dieser werden wir sicher irgendwann einmal leben müssen, wenn die Pandemie eingedämmt ist.
 
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Skywise

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Ich würde die zunächst geplante strikte Ausgangssperre ab 21 Uhr auch als eine Art Wissenschafsverweigerung bezeichnen, wo doch eine Gruppe von Aerosol- und Mobilitätsforschern erst kürzlich festgestellt haben (aus einem RBB-Artikel; Hervorhebungen von mir):
Der - jedenfalls ursprüngliche - Gedankengang dahinter war der, daß man auf diese Weise die Leute dazu bringt, sich nicht oder wenigstens nicht zu lange bei anderen Zeitgenossen herumzutreiben, dem Alkohol zuzusprechen und kleine Hotspots aufzubauen, gegebenenfalls mit einer Menge Kommen-und-Gehen. So bescheuert das klingt, ein "Aufenthaltsverbot" im Freien auszusprechen, um die Zusammenkünfte in Räumlichkeiten möglichst zu unterbinden oder auf ein Minimum zu reduzieren ... es war eigentlich erst mal nichts Anderes als eine Bekräftigung der Einschränkungen von persönlichen Kontakten.

Dennoch -

Ich sehe im Alltag kaum, dass diese Erkenntnisse in Politik und Maßnahmen einfließen. Stattdessen herrscht mancherorts Symbolpolitik vor.
das stimmt.

Gruß
Skywise
 

Tweety

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Ich bringe hier mal eine völlig andere Sichtweise ins Spiel. Sie stammt vom Journalisten und Polit-Blogger Jens Berger:
Das ist nicht von der Hand zu weisen. Vielleicht haben wir in dem Sinne gar keine "Corona-Krise", sondern vor allem eine im Gesundheitswesen. Es sind ja ausreichend Betten und Beatmungsgeräte vorhanden. Wir könnten locker die doppelte Menge an Menschen in den Krankenhäusern behandeln.
Alleine es fehlt am Personal. Zum einen weil Krankenhäuser geschlossen wurden und weil Pflegeberufe uninteressant sind, solange dort solche Arbeitsbedingungen herrschen wie z.B. schlechte Bezahlung, Doppel oder sogar Dreifachschichten, arbeiten an Sonn- und Feiertagen etc. Kein Wunder, dass niemand Bock darauf hat seine Knochen und seine Gesundheit für so einen Hungerlohn am Existenzminimum zu ruinieren. In der Altenpflege sieht es übrigens auch nicht besser aus. Auch da fehlt es an allen Ecken und Kanten an Personal. Hätte man die Milliarden die man jetzt für Wirtschaftshilfen ausgegeben hat und noch ausgeben wird, ins Gesundheitswesen gesteckt, dann wäre das Geld sicherlich langfristig sinnvoller angelegt gewesen und man müsste nicht ständig so streng auf die Inzidenzen achten und wir wären vielleicht schon aus dem Lockdown heraus.
 
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Radiokult

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@Mannis Fan
Bis auf den letzten Satz würde ich das auch so sehen wollen.

Menschen, die von der Protestaktion der Schauspieler nicht verhöhnt, sondern angesprochen wurden.
Dem Autor scheint entgangen zu sein, dass man diese Menschen zwar mit angesprochen hatte, selbige sich aber nicht angesprochen fühlten. Ich kenne aus dem Bereich der Pflege jedenfalls niemanden, der an der Aktion auch nur ein gutes Haar gelassen hat. Den Rest des Textes würde ich wie gesagt genauso sehen.
 
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chapri

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@Mannis Fan Dummerweise sind gerade die mit dem dicken C (und F) im Parteibuch die derzeitigen Meinungsführer, die einst die Privatisierung in Gang gesetzt haben. Was soll jetzt schon Gutes dabei rauskommen? Genau die, lieber @Tweety, sorgen jetzt für anderweitige Wirtschaftshilfen!
 
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Mannis Fan

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Hätte man die Milliarden die man jetzt für Wirtschaftshilfen ausgegeben hat und noch ausgeben wird, ins Gesundheitswesen gesteckt, dann wäre das Geld sicherlich langfristig sinnvoller angelegt gewesen und man müsste nicht ständig so streng auf die Inzidenzen achten und wir wären vielleicht schon aus dem Lockdown heraus

Diese Überlegung treibt mich schon eine ganze Weile um. Faktisch ist es doch so: Wir haben im Gesundheitswesen einen (selbstverursachten) Flaschenhals (Personal und Infrastruktur) und unternehmen nun größtmögliche und milliardenschwere Anstrengungen, damit sich nicht das ganze Corona-Dilemma in und vor diesem Flaschenhals zur Katastrophe anstaut. Es gibt aber keinerlei Plan, den Flaschenhals als solchen zu beseitigen. Unser Gesundheitssystem wird weiter privatwirtschaftlich, gewinnmaximiert und kostenminimiert bleiben, obwohl wir alle jetzt sehen, wie es von den Profiteuren dieser Zustände zuschandengeritten wurde.
 

Ukulele

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Es sind ja ausreichend Betten und Beatmungsgeräte vorhanden.
Das stimmt nicht. Betten sind sicherlich das kleinere Problem. Aber Beatmungsgeräte sind ebenso limitiert wie Personen, die diese sachgerecht bedienen können.

Wie zynisch ist es eigentlich, weiter schön auf die Kacke zu hauen, solange noch irgendwo ein Intensivbett frei ist? Wie populistisch ist es eigentlich, gegen die Instrumentalisierung von Pflegekräften zu wettern, wie in den besseren Passagen des Kommentars geschehen, um daraus dann zu schließen, dass man ja jetzt auch nicht extra auf die Bedürfnisse des medizinischen Personals eingehen müsse, da diese ja seit Jahren mit Füßen getreten worden sind - ohne dies natürlich genau so zu sagen?

Diese Überlegung treibt mich schon eine ganze Weile um. Faktisch ist es doch so: Wir haben im Gesundheitswesen einen (selbstverursachten) Flaschenhals (Personal und Infrastruktur) und unternehmen nun größtmögliche und milliardenschwere Anstrengungen, damit sich nicht das ganze Corona-Dilemma in und vor diesem Flaschenhals zur Katastrophe anstaut.
Das „Corona-Dilemma“* ist also damit aufzulösen, dass man möglichst große Schichten der Bevölkerung erkranken lässt, Tote und schwere Verläufe nicht verhindert, sondern halt die Kapazitäten schafft, um damit fertig zu werden? Das ist zynisch und ekelehaft.


* Bitte über Bedeutung des Wortes Dilemma informieren.
 

Tweety

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Das stimmt nicht. Betten sind sicherlich das kleinere Problem. Aber Beatmungsgeräte sind ebenso limitiert wie Personen, die diese sachgerecht bedienen können.
Beatmungsgeräte könnten sicherlich in ausreichender Menge kurzfristig beschafft werden. Es fehlt eben am Personal, da hast du Recht.


Das „Corona-Dilemma“* ist also damit aufzulösen, dass man möglichst große Schichten der Bevölkerung erkranken lässt, Tote und schwere Verläufe nicht verhindert, sondern halt die Kapazitäten schafft, um damit fertig zu werden?
Genau darum geht es eben NICHT, sondern darum die Erkrankten besser und intensiver behandeln zu können.
Beachte bitte dabei, dass nicht jeder Erkrankte ein Fall für die Intensivstation ist. Zum Glück.
 

Tweety

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Nun, es ist eben so, dass man nicht den goldenen Weg in einer Pandemie finden wird. Hat man zu wenig Klinikpersonal, dann lebt man die meiste Zeit im Lockdown mit massivsten wirtschaftlichen und sozialen Schäden oder aber man hat Reserven im Gesundheitssystem und kann dann eben etwas mehr lockern. Man muss eben auch bedenken, wieviele Leute indirekt an Corona sterben, weil notwendige Operationen oder Behandlungen nicht durchgeführt werden können. Das kann natürlich in der Konsequenz heissen, dass es da auch mehr Tote geben kann. Letztendlich muss man dem aber auch die enormen psychischen Schäden dagegenstellen, die so ein Monate oder gar jahrelanger Lockdown anrichtet. Ich möchte die Entscheidung auch nicht treffen müssen, was besser ist, aber trotzdem würd ich mich wohler fühlen, wenn ich wüsste, dass im Falle des Falles noch Krankenhausreserven vorhanden wären.
 

thorr

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Das ist zynisch und ekelehaft.
Danke für dieses Paradebeispiel für die vergiftete Diskussionskultur, wenn es um Corona geht. Ich halte mal mit ähnlich starken Worten dagegen: Ich finde es ziemlich heuchlerisch, um jeden einzelnen Corona-Toten kollektiv zu trauern, während niemand Anteil an dem Schicksal etlicher Angehöriger nimmt, die von ihren nicht an Corona Verstorbenen im selben Zeitraum nur unter unwürdigen Bedingungen Abschied nehmen konnten. Das finde ich zwar nicht "ekelhaft", aber zynisch schon. Zum Glück hat man das auf staatlicher Ebene in der Zwischenzeit begriffen und bei der zweiten Trauerfeier mit dem Bundespräsidenten auch explizit diesen Menschen gedacht.

Geiles Argument! Das merke ich mir für die nächste Diskussion über ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Man muss halt mehr Platz auf den Friedhöfen schaffen.
Wobei es nochmal einen Unterschied dazwischen gibt, Aerosole auszustoßen oder aufs Gaspedal zu drücken.
 
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Radiokult

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Das eigentliche Problem ist doch ganz einfach und letztlich ein Ergebnis von verfehlter Gesundheitspolitik zu Beginn der 90er Jahre. CDU und FDP mit ihrem fortwährenden Privatisierungswahn systemrelevanter Dinge haben zu dem Zustand geführt, der uns jetzt salopp formuliert um die Ohren fliegt. Nur hören will man davon in der Politik nichts, weil eine Rückkehr des Staates zur Wahrnehmung seiner ureigensten Aufgaben, sofort die auf den Plan rufen, die lauthals Sozialismus und ähnlichen Quark schwadronieren.
Man lese nur diesen Artikel aus dem Ärzteblatt, welcher wohlgemerkt aus dem Jahr 2007 stammt!
Die Probleme die wir hier im Gesundheitssektor haben, sind fast alle hausgemacht. Eine kurzfristige Lösung dafür gibt es auch nicht, denn selbst wenn genug Betten und Beatmungsgeräte da wären, fehlt wie schon richtig angemerkt, immer noch das dazugehörige Personal. Das entsprechend auszubilden kostet Zeit, die aktuell niemand hat. So legt man lieber die halbe Wirtschaft lahm mit allen Konsequenzen und unschönen Nebenerscheinungen, um ja eine Überlastung mit noch schlimmeren Folgen zu vermeiden - ein Teufelskreislauf. Erst wenn man bei CDU und FDP (und übrigens auch bei allen anderen die zwischendurch mal regiert und nichts an diesem Zustand geändert haben) begreifen, das man schlußendlich selbst der Verursacher war bzw. ist, gibt es eine Chance das sich irgendwas ändert. Denn machen wir uns nichts vor, sowas wie die Corona-Pandemie kann jederzeit wieder passieren, denn das war nicht die erste und mit großer Sicherheit auch nicht die letzte Seuche auf diesem Planeten.
 
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