DAB+: Der zweite Bundesmux kommt


Zu Bundesmux-Zeiten wurde bei Absolut Radio tatsächlich moderiert. Es gab sogar eine interessante Sendung namens Vinyl-Revue. Auch auf Absolut Relax habe ich schon Moderatoren gehört.
 
Also wenn ich per 4G gut versorgt bin spricht einiges dafür, im Auto anstelle von DAB+ direkt auf Internetradio-Empfang zu setzen? Ist das die Mehrheits-Meinung hier?

Was mich irritiert ist, daß der staatliche norwegische Sender NRK ausdrücklich auf das Internet verweist. Bei mir in Norwegen hat DAB+ ja bekanntlich UKW bereits komplett abgelöst.
 
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Was bitteschön ist daran naiv?
Man wirft Geld zum Fenster raus, durch den 1. Bundesmux obwohl es ja bald die kostengünstigere Alternative des 2. Bundesmux gibt. Profit wird halt nunmal groß geschrieben, da ist die Versorgung egal. Sehen wir ja an den Privatmuxen in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, die arbeiten relativ kostenneutral, und das wird auch beim 2. Bundesmux so sein. Und Absolut Relax schwimmt nun nicht gerade im Geld, was die ganzen Festplattendudler erklärt und auch warum man damals das moderierte Absolut Radio eingestellt hat bzw ins Internet abgeschoben hat.
 
Ich habe AUDI gefragt. Die wollen für die Nachrüstung auf DAB+ 1.000 (!) € haben. Das Fahrzeug steht an meinem Kölner Wohnsitz. Fahre ich fast ausschließlich im Rheinland. Der FM-Tuner ist extrem leistungs- und trennscharf. Falls sie ähnlich kompetent bei DAB+ sind - prima...Aber so viel Geld für DAB+...?!
 
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Tut mir Leid, ich habe in meinem schönen alten "Firefox-Browser" die Einblendung von Videos deaktiviert. So sehe ich nur eine große weiße Fläche...
 
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Wenn du wissen willst wie sich 72 kbps anhören, bauchst du dir nur die WDR-Dudelwellen (1LIVE, WDR2, WDR4) auf DAB+ anzuhören (Block 11D), die senden nämlich schon seit einigen Wochen in 72 kbps (vorher 96 kbps).
Kann er doch nicht, da er in Oslo ist...
@Samoth_Andersson bei der Kombination Köln/Oslo kommt mir grad in den Sinn: Kennst Du Reha T. (auch Köln/Oslo...)

Wie sich 72 kbps anhören kann man so pauschal nur anhand der Datenrate auch nicht sagen, es kommt auch auf andere Faktoren an. 72 kann gut brauchbar sein, kann aber, wenn man alles falsch einstellt, auch sehr grottig sein.
 
Also wenn ich per 4G gut versorgt bin spricht einiges dafür, im Auto anstelle von DAB+ direkt auf Internetradio-Empfang zu setzen? Ist das die Mehrheits-Meinung hier?
Nein, ist es nicht! Radio muss immer broadcasting sein und darf nicht in die Verantwortung von Mobilfunkunternehmen gegeben werden. Diverse Punkte sprechen dagegen, aber vor allem die sehr lückenhafte Versorgung in den ländlichen Bereichen, die auch so schlecht bleiben wird. Ich will durchgehend einen guten Empfang, Radio einschalten, ohne auf mein Datenvolumen zu achten etc.
 
Ich hab 18GB Telekom (ca. 10h/Tag 128 Kbit MP3)...massig...viel mehr, als ich im Auto sitze. Ich habe in den letzten Wochen überall G4 getestet. Selten Aussetzer.

Gerade mit einem Technisat 210 rumgelaufen. Gute Kopfhörer. UKW deutlich besser als DAB+ (Referenz: Energy Digital). Ich storniere den Auftrag fürs Auto/erweitere mein AUDI-Radio um Internetradio. Und MEHR Aussetzer (im Kölner Speckgürtel).
 
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Ich hab 18GB Telekom (ca. 10h/Tag 128 Kbit MP3)...massig...viel mehr, als ich im Auto sitze. Ich habe in den letzten Wochen überall G4 getestet. Selten Aussetzer.

Gerade mit einem Technisat 210 rumgelaufen. Gute Kopfhörer. UKW deutlich besser als DAB+ (Referenz: Energy Digital). Ich storniere den Auftrag fürs Auto/erweitere mein AUDI-Radio um Internetradio. Und MEHR Aussetzer (im Kölner Speckgürtel).
Hier im norddeutschen, ländlichen Raum ebenfalls: Deutlich lückenloseres 4G als DAB+. Per Radiostream über Handy bessere Klangqualität und zuverlässiger. Und mit dem MusicPass von "D2" tut es meinem Highspeed-Volumen ebenfalls gut - weil nix verbraucht wird ;). Daher auch eher pro mobiles Internet.
 
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Wie sich 72 kbps anhören kann man so pauschal nur anhand der Datenrate auch nicht sagen, es kommt auch auf andere Faktoren an. 72 kann gut brauchbar sein, kann aber, wenn man alles falsch einstellt, auch sehr grottig sein.
72kbps ist auf DAB+ so individuell wie keine andere Datenrate. Man kann nicht pauschal festlegen, so klingen 72kbps. Es gibt wirklich wunderbare Beispiele mit lupenreinem Klang (egoFM, ENERGY, die NKLs in Hessen, sowie fast alle Privatsender in Berlin und Hamburg...) und es gibt wiederum welche mit extrem schlechten Klang (derzeit alle WDRs sowie ein paar Privaten im Bundesmux, die gesamte FFH Gruppe). Dazwischen liegen Welten. Und bei EgoFM sieht bzw hört man auch dass die in der Regel völlig ausreichend sind. Es braucht halt nur mal kompetentere Leute die das ganze Processing vorm Muxer auch hochwertig genug einstellen. Verbreitungskosten fallen da ja keine an, da die CUs immer noch die gleichen bleiben. Fazit : 72kbps sind richtig gut, das vollständige Potential wird nur oft nicht ausgeschöpft. Da ist bei vielen, sogar ein paar Raten höher (ja MDR ich meine genau dich), noch ganz viel Luft nach oben, ohne überhaupt was an der Bitrate zu ändern.
 
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Aber ist das 1.000,00 € wert? Komme übrigens gerade aus Köln-Ehrenfeld (mit einem Schlenker noch woanders hin). Drei Verkäufer sehe ich beim Betreten. In dem Moment ergriffen sie das Weite. Als ich gegen 17h15 beim Empfang angekommen war, meinte man eine Viertelstunde, es sei kein Verkäufer greifbar. Wann einer frei sei, unklar. Da ich meine Begleitung nicht länger warten lassen wollte, sind wir gegen 17h40 wieder vom Hof gefahren. Die wollten meine insgesamt 1.300 € (inkl. Navi-Update) nicht.

Wenns mir nicht zu doof wäre, würde ich Herbert in Wolfsburg eine Nachricht schicken. So werden die ihre Corona-Autos nicht los.

Übrigens: Auch in Oslo gibt es gute FM-Stationen wie: http://www.radioriksoslo.no/
 
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Gerade mit einem Technisat 210 rumgelaufen. Gute Kopfhörer. UKW deutlich besser als DAB+ (Referenz: Energy Digital). Ich storniere den Auftrag fürs Auto/erweitere mein AUDI-Radio um Internetradio. Und MEHR Aussetzer (im Kölner Speckgürtel).
Aussetzer im Kölner Speckgürtel, wo Colonius und der Kölnturm mit ihren je 10 kW (5C, 11D) fast neben einem stehen, sind wohl kaum auf die Abdeckung zurückzuführen.
 
sind auf die äußerst wirksame Störaustastung bei den DAB+- Empfängern zurückzuführen. Da reicht schon ein Blitzeinschlag mehrere -zig Kilometer (Wetterleuchten) entfernt aus, ein Motor-Ein- bzw. -ausschalten, und Signal wird stummgeschaltet. Dabei kann man anhand der sonst beim analogen Empfang feststellbaren Amplitudenstatistik bzw. Charakteristik des Geräusches nicht mehr auf die Art der Störung rückschließen.
https://www.radiomuseum.org/dsp_audio_clip.cfm?audio_id=2521
Da reicht auch kein noch so hoher Empfangspegel aus. Wird Signal als Störimpuls erkannt, wird es ausgestastet. Alles digital oder was. Entweder alles total einwandfrei oder nichts. Dabei ist gegenüber altem DAB bei DAB+ das Fade out etwas weicher designed.
 
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Dann kommen wir doch einmal auf das Thema zurück.

Angekündigt wurde viel. Am 3. März verkündete Erwin Linnenbach (GF von German National Radio):
"Wir sind gespannt, was der internationale und deutsche Markt will“. Wenn der internationale Markt jetzt der (Privat-)Investor mit dem Classic-Car Programm ist und Joke FM, die ihren Ursprung in Luxembourg haben, dann ist das ja geradezu sensationell. Da hat Linnenbach ja nicht wirklich was beigebracht. Ich hätte da schon mindestens mit Global und Bauer gerechnet. Hätte, hätte...

Auch die Tatsache, dass noch zwei Programmplätze offen sind, spricht eher dafür, dass es schwierig ist, überhaupt Interessenten zu finden. Diese müssen sich nämlich für 10 Jahre vertraglich (und damit wirtschaftlich) binden. Das dürfte in vielen Gesellschafterkreisen für Begeisterung gesorgt haben.

NRJ und RTL schätze ich derzeit so ein, dass sie einen Platzhalter im 2. und letzten nationalen Bundesmux sichern wollten. Wenn sie schlau waren, haben sie sich eine vorzeitige Exit-Klausel zusichern lassen. Auf 10 Jahre im Medienbereich zu planen halte ich für hochgradig spekulativ.

Wer eigentlich für dieses Classic-Car Radio, Joke FM und dieses Handwerkerradio "bürgt" und Garantien für 10 Jahre Miete abgibt, erschließt sich mir nicht. Aber der Burner ist keines der drei Anbieter.

Rockantenne dann letztlich als einziges Zugpferd? Der direkte Wettbewerber Bob ist schon auf dem besser versorgten 1. Bundesmux etabliert. Als Marktzweiter in vielen Gebieten wird das für Rockantenne nicht einfach. Und ABY? Nationaler Anspruch? Für König Markus Söder vielleicht, aber nicht für Reichweitenverlierer Kovac. Braucht man nördlich der Weißwurstgrenze definitiv nicht. Die nationale Reichweitenbeschränkung liegt allein schon im Namen "Bayern". Tippe aber auch hier eher auf einen Platzhalter. Denn am Ende möchte man auf der letzten nationalen Hörfunkmöglichkeit doch dabei sein (gibt es digital übrigens unbegrenzt).

Oschmann ist von DAB+ wie schon immer überzeugt. Media Broadcast als Sendernetzbetreiber der alles auf die Karte DAB setzt (UKW ist ja weg und DVB-T, tja, schauen wir mal...). Insofern muss Antenne Deutschland, hinter denen ja beide stehen, jetzt irgendwas liefern. Ob Oschmann den nationalen Anspruch erfüllen kann, halte ich zumindest für fraglich. Allein um die Marke Absolut oder was auch immer national zu branden wird Unsummen von Geld verschlingen. Dazu wird Oschmann aber nicht bereit sein.

Vermarktungsseitig kann die Koop von Antenne Deutschland und Ströer etwas bewegen, wenn sie es richtig machen. Wenn. In jedem Fall anspruchsvoll. Ob es einen ohnehin rückläufigen Werbemarkt umkrempeln wird, darf bezweifelt werden. Eher stellt sich die Frage, ob der Verteilungskampf sich verstärkt.

Und je nachdem, wie NRJ und Oschmann jetzt agieren, hat dies auch Einfluss auf den 1. Bundesmux.

Denken wir einmal weiter. Der klassische Hörermarkt (siehe letzte MA) und der Hörfunkwerbemarkt schrumpft. Mit dem 2. Bundesmux kommen weitere Interessenten hinzu. Es sitzen mehr hungrige Mäuler am Tisch, doch im Topf ist immer weniger Suppe. Am Ende wird der 2. Bundesmux den Niedergang/Marktbereinigung der Gattung noch beschleunigen. Und ich glaube, dass in zwei bis drei Jahren auch nur noch ein Bundesmux in der Luft ist. Wetten dagegen nehme ich noch an ;).
 
Hinter dem kleinen "Profi Radio" soll laut Gerüchten zufolge die Rewe-Zentralfinanz eG als Gesellschafter und Geldgeber stecken. Das Programm wird seinen richtigen Namen frühestens im September 2020 nennen. Jährlich soll jeder Bundesmux-Kanal rund 1 Mio. Euro allein für die Verbreitung auf bringen, das ist bei Rewe durchaus denkbar das die das können.

Man bedenke das Rewe bereits in Österreich mit Radio Max ein Radiodienstleister und investiert auch dort in DAB+. Mit City23 und Jö Live gibt es bereits zwei solcher Sender die jenseits des Einkaufmarktes.
 
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