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DAB+ im UPC-Kabel

Dieses Thema im Forum "Radioszene Schweiz" wurde erstellt von FrankSch, 26. November 2016.

Schlagworte:
?

Würdet ihr für Kabel-DAB+ ein separates Radio kaufen?

  1. Ja

  2. Nein

Das Ergebnis kann erst nach Abgabe einer Stimme betrachtet werden.
  1. FrankSch

    FrankSch Benutzer

    http://www.digitalfernsehen.de/Schweizer-Kabelnetzbetreiber-schaltet-UKW-ab.146687.0.html

    Eigentlich klingt das wie ein schlechter Scherz, dass ein Kabelbetreiber versucht einen inkompatiblen DAB-Ableger zu etablieren, der wieder neue Geräte erfordert. Ich vermute dass der Erfolg überschaubar bleiben wird.
     
  2. Fan Gab Radio

    Fan Gab Radio Benutzer

    Warum sendet man denn nicht einfach die teresstrischen Muxxe ins Kabel auf den schon empfangbaren Frequenze. Heisst also mann könnte jedes herkömmliche DAB+ Gerät an einen Kabelanschluss anschliessen und dort digitale Sendervielfalt geniessen
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Dezember 2016
  3. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    Weil im regulären DAB-Frequenzbereich (Band III) im Kabel künftig die Diplexerlücke liegen wird, wenn der Internet-Rückkanalbereich gemäß DOCSIS 3.1 nach oben erweitert wid, wobei auch UKW komplett aufgefressen werden wird.

    Was UPC da macht, ist aufgrund der Frequenzen und auch aufgrund der Bitrate hochgradig unsinnig. Man hat auch DVB-C-Radio im Kabel und sollte dafür brauchbare Empfänger anbieten statt DAB weiter proprietär zu vermurksen.
     
    freiwild, WilliWinzich und DigiAndi gefällt das.
  4. DigiAndi

    DigiAndi Benutzer

    So ist es, es braucht endlich DVB-C-Radios. DAB+ wäre im Kabel auch reine Platzverschwendung, da DVB-C für eine Kabelverbreitung um Welten effektiver ist.
     
  5. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    Der bayerische Hersteller LaSAT/Bemondis hat sogar seit Jahren einen Empfänger im Angebot, der erst als DVB-S und nun ähnlich auch als DVB-C erhältlich ist. Es handelt sich um einen vollständigen DVB-Receiver (inkl. HDTV), der ein 2.1-Soundsystem spendiert bekommen hat und mich ein bissl an ein Bose-Waveradio erinnert:

    [​IMG]

    Die Sat-Version:
    http://www.ebay.de/itm/Vistron-Soundbox-VT8000-Internetradio-Sat-Radio-DVB-S2-HDTV-/172463990637

    Die Kabel-Version:
    http://www.ebay.de/itm/Vistron-VT85...C-Radio-Bluetooth-Internetradio-/182079856417

    Die Receiverplattform basiert auf dem Fujitsu H60-Chipsatz und ist sehr solide, bietet aber keinen Schnickschnack. Die Software bietet schnörkellose Menüs im Stile eines Award BIOS aus den 1990er Jahren und die grundlegende Bedienung ist mit dem 12-stelligen Display ohne TV möglich. Sogar eine Aufnahmetimer-Programmierung ohne TV-Bildschirm ist mit etwas Menükenntnis möglich. Aufgenommen werden kann DVB-Radio/TV auf USB, die Aufnahmen sind am PC auslesbar.

    LaSAT hat inzwischen für UPC Austria und andere Netze in Österreich eine spezielle Radio-Software rausgebracht. TV geht damit nicht, Bildausgabe gibt es nicht, Menüs demnach auch nicht. Die Software liest aus der NIT im Kabelnetz die LCN (Kanalliste) aus und sortiert die Programme gemäß einen vom Benutzer einzugebenden "City Code" . Der Nutzer hat dabei nichts weiter zu tun. Eine Favoritenliste ist damit aber auch nicht mehr möglich, dafür braucht man halt keine MenüsDie Radio-Software ist netzspezifisch. UPC Schweiz könnte sicher auch zugreifen, statt diesen "DAB"-Blödsinn zu verzapfen. Wisi Schweiz bietet auch die Kabel-Version (Vollversiion mit TV) an, also ist prinzipiell ein Export in die Schweiz möglich.

    Solange kein CI+ verlangt wird für den Radioempfang, kann man das Gerät in allen Netzen benutzen.

    Ich empfehle aber generell die Vollversion, sie bietet massiv mehr Wert fürs Geld. Man sollte aber für die Ersteinrichtung und für die Kanallisten-Pflege dringend einen Bildschirm greifbar haben.

    (Ich bin mit der Firma nur insofern verbandelt, als daß ich zwei Receiver dieser Familie (beide ohne Lautsprecher) besitze und seit einigen Jahren im "Firmware-Mecker-Team" von LaSAT bin, denn LaSAT ist cool genug, sich ein Forum zu leisten, in dem Beta-Versionen zum Test bereitgestellt werden.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Dezember 2016
  6. Ferdinand-10

    Ferdinand-10 Benutzer

    Vielen Dank für diese interessante Information. Wer eine kabeltaugliche Kompaktanlage einsetzen möchte, sucht sich - trotz Google - dumm und dämlich.
     
  7. CosmicKaizer

    CosmicKaizer Benutzer

  8. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    Oh, danke für die Info! Der Originalartikel verrät noch ein bißchen mehr: http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/upc-stoppt-digitalisierung-von-kabelradio-1417947

    "Definitiv auf UKW verzichten müssen aber offenbar die Testkunden in Luzern. «UKW wurde bei den oben erwähnten Haushalten nicht wieder aufgeschaltet», sagt Strapp."

    Das ist böse. Wäre ich dort angeschlossen, würde ich schon eine Minderung der monatlichen Kabelmiete einfordern. Vermuten kann ich nur, daß man dieses Netzsegment irgendwie dennoch als Technologieträger verwendet und dabei UKW weg musste. Andererseits steht da auch noch das:

    "Strapp dementiert aber Aussagen von Netzwerktechnikern, wonach die heute von UKW belegten Frequenzen benötigt würde, um im Rahmen der Umstellung auf den Kabelnetz-Standard Docsis 3.1 höhere Internet-Übertragungsraten zu ermöglichen. «Es besteht kein technischer Zusammenhang zwischen DOCSIS und Radio.»"

    und dann ist wirklich unklar, was das ganze Theater eigentlich bezwecken sollte. Aber für DOCSIS 3.1 muß man halt nicht nur einfach UKW abschalten und am CMTS was umkonfigurieren. Es sind in allen Verstärkern andere Diplexer-Filter und andere Rückwegverstärker einzusetzen - im Falle von Hausanschlussverstärkern bedeutet das: Komplett-Tausch. Der Ausbau zu höheren Frequenzen würde dann noch weiteren Verstärkern wegen des bandbegrenzten Vorweges den Garaus machen und allgemein würden Alt-Koax-Netze noch mehr Probleme durch notwendige Schräglagen erfahren. Hat man optische Strecken, müssen auch noch die Umsetzer Opto-Koax getauscht werden.

    Genaugenommen müssten auch noch die Anschlussdosen bei den Kunden getauscht werden gegen welche, die die Auslässe für nicht-Modem-Geräte auf ca. 230 MHz aufwärts begrenzen, um Ingress zu vermeiden. Aber zumindest aus Österreich kenne ich Fälle, bei denen Breitbanddosen auch heute shcon gan zselbstverständlich in 3Play-Netzen verwendet werden. Das Thema ist offenbar dann doch nicht so heiß.
     

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