Das Kaufhaus - ein Auslaufmodell


count down

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Aber dann sofort auch bei frustrierten Tussis und Kerlen in den Läden, die keinen Bock haben, mich intensiver zu beraten.
"Führen Sie den Artikel XY?" Misslaunige Antwort: "Nur, was Sie da sehen".

Was die Immobilien betrifft, werden - soweit ich das mitbekommen habe - nur die Kaufhäuser erhalten bleiben, die dem Konzern selbst gehören. Bei abnormalen Mieten, die Karstadt bei nicht eigenen Häusern abdrücken muss, sind schwarze Zahlen kaum mehr zu erzielen. Hier müssten die Vermieter gezwungen werden, Mieten zu senken, denn jahrelanger Leerstand kann denen erst recht nicht egal sein.
 

OnkelOtto

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Dein Wort in Gottes Ohr, Counti. Wenn ich sehe, wie ehemalige Kaufhäuser als Spekulationsobjekte teils über Jahrzehnte vergammeln (FFM-Bockenheim z.B), bin ich da gar nicht so hoffnungsfroh.
 

Mannis Fan

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Wer eine Kaufhausimmobilie besitzt (der besitzt in der Regel nicht nur diese eine, sondern noch weitere), kümmert sich weder um das Wohlergehen des Mieters (auf den er nicht angewiesen ist), noch um das Stadtbild und schon gar nicht um die Bedürfnisse irgendwelcher Stadtbewohner. Ihm geht es lediglich um den shareholder value, und den kann er im Zweifel auch mit einer leerstehenden Immobilie als steuerbegünstigtes Verlustabschreibungsobjekt herstellen, in seinen Büchern macht das keinen Pups. In Freiburg haben wir eine Reihe solcher Fälle - bezeichnenderweise handelt es sich hier bei den Immobilienbesitzern um Investoren aus der Schweiz. Denen dürfte die Attraktivität einer deutschen Innenstadt ziemlich schnuppe sein.
 

chapri

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Im Ruhrgebiet wollen die Sanierer die Mieten senken, in Berlin will sich sogar der reg. Bürgermeister
für Mietsenkungen einsetzen und in Bremerhaven müssen sich die Wirtschaftsförderer um wachsende Leerstände kümmern. Die Frankfurter Zeil kann dagegen nach wie vor von einer gewissen Magnetwirkung profitieren, während man sich in München die Sigma-Gruppe vorknöpft und in Nürnberg direkt 3 Eigentümer betroffen sind.
 

LIVE

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Vielleicht liegt`s an (der Zeit) meiner Sozialisation, vielleicht bin ich auch unwissend: Aber warum "Das Kaufhaus" ein Auslaufmodell sein soll - es erschließt sich mir letztlich nicht. Ob ich jetzt einen Kaufhof habe in dem auf drei Etagen allerlei geboten wird, meinetwegen auch z. B. einen Woloworth auf nur einer Etage etc. oder einem neuen Großbau eine Vielzahl von Geschäften mit Spezialisierung ... ich sehe da nicht den krassen Unterschied. Ja, es ist eine neue Generation, das Einkaufsverhalten hat sich geändert usw. ... aber so fern ich Geld habe und einen Bedarf geht es ja auch darum, etwas (sinnvolles) zu erstehen, nicht nur ums Herumstreifen (Shoppen) ... Klar, so ein Kaufhof hat mehr Konkurrenz als einst, aber ich glaube nicht, dass er gar nicht mehr attraktiv ist ... sicher sind aber die Gewinnerwartungen höher (die Mieten auch gestiegen) ... herrje, es reicht nicht mehr Gewinn zu machen, es muss immer höher, schneller, weiter gehen ... (gut, dass nicht überall Gewinn gemacht wird - das mag auch sein).
 

s.matze

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Gerade in den HR-Nachrichten/Infonacht gehört, dass Adler Modemarkt insolvent ist. Noch vor 2 Jahren wurden ganze Busse mit Senioren zu den 170 Adler-Märkten gekarrt.

Wird noch spannend....
 

s.matze

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Tataa, tataa, die nächsten Opfer von Merkels einseitiger Wirtschaftspolitik!
Milliarden für eine tote, klimaschädigende Branche - Tui, Lufthansa und die ausländische Reederei Carnival mit ihrem Ableger Aida - einerseits, während der Mittelstand in den Ruin getrieben wird.
Das hat sich so abgezeichnet. Die Regale in den Filialen waren schon Ende November leer:



Wer ist der nächste? Vielleicht Tschibo/Eduscho/Blume2000 ?

Fatal, wieviele Jobs ausgerechnet eine CDU-Kanzlerin mittlerweile auf dem Gewissen hat.
 
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Musikfreund

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"Tschibo" gehört tatsächlich weg. Das kann man ja kaum angucken. Schlimm genug, dass man mit dieser Eingabe auf der richtigen Seite landet. Ansonsten wieder mal pures populistisches Geschwafel.
 

ricochet

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Die großen Warenhäuser der 70er-, 80er- und frühen 90er-Jahre bescherten den Kunden noch ein ganz besonderes Einkaufserlebnis, das Malls trotz ihrer großen Anziehungskraft nicht ersetzen können. Mit jedem Stockwerk tauchte man in eine neue Welt ein und beschloss seinen Shopping-Bummel zu guter letzt mit einem Besuch im Restaurant, das üblicherweise im Dachgeschoss untergebracht war.

Lange Zeit funktionierte das Konzept der Kaufhausketten hervorragend, doch vor allem im Gefolge der Konzentration von Elektronikmärkten, Einrichtungshäusern, Baumärkten und Gartencentern an neuralgischen Punkten am Stadtrand oder in bis dato verschlafenen Vorortgemeinden wurden die Kundenströme immer mehr an die Peripherie gelenkt, weshalb schon Ende der 90er-Jahre viele Gewerbeimmobilien in Bürogebäude und Lofts umgewandelt wurden.

Aus "Einkaufsparks" mit freistehenden Märkten auf der grünen Wiese wurden aufgrund der hohen Kundenfrequenz überdachte Shopping-Center mit allerlei Annehmlichkeiten und schlussendlich Malls mit Mega-Stores und Freizeitgestaltungsangeboten aller Art, Verweilmöglichkeiten an stadtplatzähnlichen Drehkreuzen mit Bäumen und kreativen Fassaden im italienischen oder französischen Baustil. Die städtische Händlerschaft war de facto gezwungen in der Mall ein zweites Standbein zu errichten und die Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz folgte auf den Fuß.

Große Städte mit viel Pendelverkehr waren nie von Leerständen betroffen, in Stadtlandschaften wie dem Ruhrgebiet sieht das gewiss anders aus. Dennoch hat sich das Gesicht der Innenstädte erheblich verändert: Weil die Einkaufszentren vor den Toren der Stadt mehr und mehr Kaufkraft abzogen, sprossen Gastronomiebetriebe aller Couleur aus dem Boden, florierten Dienstleister, Fachgeschäfte und Boutiquen.

Der letzte Versuch das Kaufhaus zu retten bestand darin, viele dieser Boutiquen und Flagship-Stores nebst Supermarkt im Tiefgeschoss unter einem Dach zu vereinen. Für dieses Mietgeschäft braucht man aber keine Warenhauskette sondern eine schlagkräftige Immobilienholding, die flexibel vor Ort Gewerbefläche bereitstellen kann. Und genau diese Sparte machte am Ende auch das Rennen.

Der Einkauf im "Hertie" in München war bei jedem Besuch der Innenstadt Pflicht, keine Fahrt nach Salzburg war ohne Halt beim "Gerngross" denkbar. Eigentlich schade, dass dies Zeiten vorbei sind.
 

s.matze

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Kaufhof Karstadt bekommt von der deutschen Regierung ein "Darlehen" oder auch "Staatskredit" in Höhe von bis zu 460 Mio. Euro.
So kann man Steuergelder auch verschwenden für ein seit 20 Jahren totes Geschäftsmodell.
Am besten man investiert auch wieder in den Bau von Paternostern und baut wieder Telefonzellen auf.


Ich frage mich wie die das jemals zurückzahlen wollen.
Währenddessen werden ganze Branchen sehenden Auges in den Ruin getrieben (=alles was mit Unterhaltung und Musik/Kultur zu tun hat).
 

Mannis Fan

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Das hier ist jetzt geklaut, passt aber ganz gut:

Was tun wir hierzulande, wenn wir merken, dass wir ein totes Pferd reiten?
  • Wir besorgen uns eine stärkere Peitsche.
  • Wir wechseln die Reiter.
  • Wir sagen: „So haben wir das Pferd schon immer geritten”.
  • Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
  • Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
  • Wir bilden eine Task-Force, um das Pferd wiederzubeleben.
  • Wir kaufen Leute von außerhalb ein, die angeblich tote Pferde reiten können.
  • Wir schieben eine Trainingseinheit ein um besser reiten zu können.
  • Wir erklären, dass unser Pferd besser, schneller und billiger tot ist als andere Pferde.
  • Wir vergrößern den Verantwortungsbereich für tote Pferde.
  • Wir entwickeln ein Motivationsprogramm für tote Pferde.
  • Wir erstellen eine Präsentation in der wir aufzeigen, was das Pferd könnte, wenn es noch leben würde.
  • Wir strukturieren um damit ein anderer Bereich das tote Pferd bekommt.
  • Wir senden jemandem das tote Pferd als Geschenk. Geschenke darf man nicht zurücksenden.
  • Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es bessere oder billigere Pferde gibt.
  • Wir erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, das wir es nicht mehr reiten können.”
  • Wir weisen den Reiter an, sitzen zu bleiben, bis das Pferd wieder aufsteht.
  • Wir stellen dem Reiter eine Beförderung in Aussicht.
  • Wir ordnen Überstunden für Reiter und Pferd an.
  • Wir schließen mit dem Reiter eine Zielvereinbarung über das Reiten toter Pferde.
  • Wir gewähren dem Reiter eine Leistungspämie, um seine Motivation zu erhöhen.
  • Wir schicken den Reiter auf ein Weiterbildungsseminar, damit er besser reiten lernt.
  • Wir organisieren regelmäßige Teamgespräche mit einem externen Supervisor, um die Kommunikation zwischen Reiter und totem Pferd zu verbesseren.
  • Wir schlagen dem Betriebsrat vor, Leistungsanreize für tote Pferde einzuführen.
  • Wir sourcen den Stall für tote Pferde aus, um Futterkosten zu sparen.
  • Wir schreiben die Stelle des Reiters des toten Pferdes bundesweit aus, nachdem sich aus dem eigenen Haus kein qualifizierter Bewerber gefunden hat.
  • Wir verdoppeln die Futterration für das Pferd.
  • Wir wechseln den Pferdelieferanten.
  • Wir wechselnd den Futterlieferanten.
  • Wir wechselnd das Stroh im Stall aus.
  • Wir lassen den Stall renovieren.
  • Wir schließen mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung über den Einsatz toter Pferde im Unternehmen.
  • Wir stellen fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten und erklären dies zum Normalzustand.
  • Wir bringen im Rahmen des Budgets die Produkt- und die Finanzverantwortung des toten Pferdes zur Deckung.
  • Wir starten einen Ideenwettbewerb zum Reiten toter Pferde.
  • Wir beauftragen eine renommierte Beratungsfirma mit einem Gutachten, ob es billigere und leistungsfähigere tote Pferde gibt.
  • Das Gutachten stellt fest, dass das tote Pferd kein Futter benötigt und empfiehlt, nur noch tote Pferde zu verwenden.
  • Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.
  • Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des toten Pferdes zu erhöhen.
  • Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
  • Wir lassen das tote Pferd nach DIN EN ISO 9001 zertifizieren.
  • Wir stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an.
  • Wir ändern die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.
  • Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie gemeinsam schneller werden.
  • Wir erklären: "Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht doch motivieren könnte."
  • Wir beantragen Fördermittel der EU aus dem Landwirtschaftsfond für Pferdehaltung.
  • Wir erklären: "Wenn man das tote Pferd schon nicht reiten kann, dann kann es doch wenigstens eine Kutsche ziehen".
  • Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
  • Wir überarbeiten die Dienstanweisung für das Reiten von Pferden.
  • Wir richten einen unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.
  • Wir erklären: "Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte."
  • Wir tauschen das tote Pferd gegen ein anderes totes Pferd aus, das laut Produktbeschreibung schneller läuft.
  • Wir tauschen das tote Pferd gegen eine tote Kuh aus.
  • Wir erschießen alle lebendigen Pferde, um die Chancen unseres toten Pferdes zu erhöhen.
  • Im Rahmen eines internationalen Artenschutzabkommens verpflichten sich alle Partner, das Aussterben toter Pferde zu verhindern.
  • Wir kündigen nach Anhörung des Betriebsrates dem Pferd fristlos, da es sich um einen klaren Fall von Arbeitsverweigerung handelt.
  • Wir verklagen das Pferd zivilrechtlich auf Schadensersatz wegen Nichterbringung einer zugesicherten Leistung.
  • Wir wenden die Helmut-Kohl-Strategie an: Wir setzen uns hin und warten sechzehn Jahre, ob das Pferd sich nicht einfach nur tot stellt.
  • Wir wenden die Gerhard-Schröder-Strategie an: Wir schnallen dem toten Pferd einen leichteren Sattel um, damit es die Chance hat, sich wieder von selbst zu erholen.
  • Wir wenden die Angela-Merkel-Strategie an: Alle dürfen munter sich widersprechende Vorschläge machen und am Schluss ist der Koalitionspartner schuld, wenn das Pferd sich nicht bewegt.
  • Wir erklären, daß ein totes Pferd von Anfang an unser Ziel war.
  • Wir legen das tote Pferd bei jemand anderem in den Stall und behaupten, es sei seines.
  • Wir leugnen, jemals ein Pferd besessen zu haben.
Und was raten die Dakota-Indianer, wenn sie merken, dass sie ein totes Pferd reiten:


Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.​

 

Tweety

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Ich würde auch davon ausgehen, dass die Häuser von Galeria-Karstadt-Kaufhof systemrelevant sind. Die gibt es in fast jeder Innenstadt. Sollten die jetzt alles aufgeben, hätte man riesige Klötze oder Einkaufszentren meist mit angeschlossenem Parkhaus in bester Innenstadtlage, die dann für lange Zeit leerstehen würden und vielleicht irgendwann zur Bauruine werden. Käufer oder neue Mieter werden sich da kaum mehr finden lassen.
 
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Tweety

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Mir ging es eher um Käufer der Immobilien. Das allgemein die Kauflaune der Leute zurückgeht ist ja unbestritten. Trotzdem werden die Filialen noch frequentiert und ich bin der Meinung die darf man jetzt nicht auch noch sterben lassen. Dann bestehen die Innenstädte bald wirklich nur noch aus Handyshops und 1-EURO-Läden. Das kann und darf doch nicht das Ziel sein. Bitte nicht vergessen, dass der Konzern in vielen Einkaufszentren der Ankermieter ist. Sollte das wegfallen, kann man die meisten dieser Shopping-Malls dann direkt mit zumachen. Das wiederum würde vielen Immobilienfonds den Boden unter den Füßen wegziehen, da dafür oftmals zweistellige Millionenbeträge, finanziert meist über Kredite, investiert wurden.
 
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chapri

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Was tun wir hierzulande, wenn wir zu merken glauben, dass wir ein totes Pferd reiten?
  • Wir polemisieren, dass die Schwarte kracht.
Fettdruck/Hervorhebung = Mein Kommentar.

Es ist ja auch zuuu einfach, Konzerne einfach "dichtzumachen", trotz akzeptabler Erhöhung (! gem. HDE) des Einzelhandelsumsatzes, trotz Trainee-Ausbildung, trotz Umsatz i. H. v. 2 Mio. EUR und rabiat eingespartem Mitarbeiterstamm.

Und obwohl folgende Unternehmen dann auch "mal eben" gefährdet würden:

Le Buffet Restaurant & Café Gesellschaft mbH, Essen
Karstadt Marktplatz GmbH, Essen
Fiege X Log GmbH, Greven
Kisura CS GmbH, Essen
Karstadt Feinkost Verwaltungs GmbH, Köln
Karstadt Feinkost GmbH & Co. KG, Köln
Karstadt Sports GmbH, Essen
German Sports IPCo GmbH, Essen
German Department Store IPCo GmbH, Essen
Hood Media GmbH, Düren
 
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s.matze

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Und die nächsten, obwohl man so clever war und im Dezember noch meinte, man sei keine Parfümerie sondern eine Drogerie, und clever wie man war, verbotenerweise öffnete:
Scholz und Co. verteilen derweil die Millionen ins Ausland (Genting, Carnival).
Bravo, CDU! Danke, Angie! Gut gemacht.

Kennst Du die, die ohne diesen KREDIT arbeitslos würden?

Ich kenne genug, die in der Pyrobranche+Logistik+Spedition alle arbeitslos werden (5000 !) außerdem Messebau, Veranstaltungskaufleute, Kulturschaffende, Musiker usw. alle schon seit über 1 Jahr arbeitslos sind aufgrund von wissenschaftlich nicht gerechtfertigten und nicht begründbaren Berufsverboten!

Halt Dich zurück!

Das werde ich gewiss nicht tun, solange meine Steuergelder für ein totes Geschäftsmodell verschwendet werden! Kaufstadt Galeria ist ein totes Pferd, und das war es bereits seit 10-15 Jahren! Dieses Pferd ist tot! Da kann man jetzt nochsoviel Möhren in den Schlund stopfen, es wird nicht wieder aufstehen, und gewiss kein Rennen mehr gewinnen!

Die anderen Branchen (Feuerwerk, Eventagenturen, Booking, Festivals, Theater, Opern...) waren kerngesund und man hat sie ohne Not, sehenden Auges und willkürlich ganz bewusst zerstört.

Wenn das Geschäftsmodell seit 20 Jahren tot wäre, würde es das schon längst nicht mehr geben.

Du kannst ja mal recherchieren, wieviel Geld vom Staat Karstadt Kaufstadt in den letzten Jahrzehnten erhalten hat, wieviel Häuser bereits geschlossen wurden lange vor dem C.-Wort, wieviel Investoren, Betreiber, Geschäftsführer es gab, die sich da die Klinke in die Hand gegeben haben, wieviel Schulden dieser Konzertn hatte und hat, weshalb Karstadt und Kaufhof-Galeria/Inno überhaupt fusioniert haben...

Ich helfe gern auf die Sprünge:


Davon abgesehen arbeiten bei Karstadt über 12.000 Menschen.

Ich zähle gern mal alle freischaffenden Künstler/Musiker/Schauspieler, Eventagenturbetreiber, Mitarbeiter von Veranstaltungstechnik und Konzerthallen/Opernhäusern/Theatern, das gesamte Schaustellerhandwerk, die Pyrobranche zusammen. Da bin ich bei weit über 45.000 Arbeitslosen.
Karstadt ist deswegen ständig chronisch klamm, weil sie seit Jahren alles falsch gemacht haben, was man nur falsch machen kann. Dafür braucht es keine Pandemie. Das war schon vorher so, wie du der Wirtschaftswoche entnehmen kannst. 2009 war von C. nichts in Sicht. Und das Internet war da schon mit Amazon und Co. auf seiem Höhenflug. Nur wollte man damals bei Karstadt Galeria nichts davon wissen und meinte das geht wieder vorbei.

Karstadt Sports GmbH, Essen

Die haben schon lange vor C. etliche Filialen zugesperrt, Kiel (kam ein Fitnessstudio rein), Lübeck (steht leer)... Warum wohl?
 
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Mannis Fan

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@chapri
Deinen Optimismus teilt zum Beispiel die Tagesschau nicht:
Aus ihrem Bericht sei nur dieser Satz herausgegriffen:
Der Eigentümer, die von Benko gegründete Signa-Gruppe, hat in den letzten Jahren gezeigt, wohin die Reise für die meisten Warenhäuser von Karstadt und Kaufhof führen wird: zur Abrissbirne.

Wenn das dann kein totes Pferd ist, was dann?

Und das Fazit im Tagesschau-Bericht:
Staatshilfen für Karstadt Kaufhof sind sicher dazu geeignet, kurzfristig gefährdete Arbeitsplätze zu retten. Mittelfristig jedoch dürften die meisten der noch existierenden Häuser der Signa-Gruppe vom Markt verschwinden.
 

s.matze

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Etliche sind ja schon unter Arcandor weg, viele wurden im Zuge der Zusammenlegung von Karstadt und Kaufhof/Inno bzw. unter Jennings oder Berggrün zugesperrt.

Am 31.August 2008 hat Solingen zugesperrt.
Am 30.September 2008 hat Mannheim zugesperrt.
Am 2.Dezember 2009 hat Hannover zugesperrt.
Am 31.März 2010 hat Kaiserslautern zugesperrt.
Ende März 2011 hat Karstadt am Dom-M zugesperrt.
Am 30.April 2015 hat Frankfurt/Oder SC zugesperrt
Am 30.Juni 2015 hat HH-Billstedt zugesperrt
Am 30. Juni 2015 hat Stuttgart zugesperrt.
Am 30. Juni 2015 hat K-Ton (Köln + GÖ) zugesperrt
Am 30.Jnuni 2015 hat Paderborn SC zugesperrt.
Im Februar 2016 hat Karstadt in Bottrop zugesperrt.

Siehe u.a. hier

2009:
Am 1. Dezember wird bekannt, dass zehn Karstadt-Standorte mit teils mehreren Häusern nach Angaben der Insolvenzverwaltung geschlossen werden sollen. Etwa 1200 Mitarbeiter sind betroffen.


2012:
Am 16. Juli kündigt Karstadt die Streichung von 2000 Stellen an.

Der Rest (Trier, Frankfurt, Mainz, Gummersbach) war doch nur das I-Tüpfelchen.
Aussagen wie

Wenn das Geschäftsmodell seit 20 Jahren tot wäre, würde es das schon längst nicht mehr geben.

Sind zynisch und verkennen die Realität komplett.

Sieht so ein funktionierendes Geschäftsmodell aus?

Zu Karstadt Sport:

Der Warenhausgigant Galeria Karstadt Kaufhof hatte sich durch die Fusion von Karstadt und Galeria Kaufhof eigentlich positive Effekte erhofft, doch die blieben aus. Im Gegenteil, bereits in 2019 hat Galeria Karstadt Kaufhof ein Verlust in Millionenhöhe erwirtschaftet.
 

Tweety

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Ich halte die Rettung von Karstadt-Kaufhof für wichtiger als z.B. der TUI. Da wurden Milliarden (!!!) Staatshilfe vergeben. Reisen ist aber Luxus und geht in nächster Zeit nicht mehr und wenn dann nur in Deutschland. Außerdem ruiniert man dadurch massiv das Klima. Da finde ich das Geld für Galeria zur Rettung der Innenstädte, zumindest das, was nach Corona überhaupt noch da ist, deutlich sinnvoller angelegt. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Leute nach Corona, wann immer das auch sein wird, wieder gerne in die Innenstädte gehen werden. Man hat jetzt gesehen, dass Online-Shopping auch mal schön ist, aber so richtig in ein Geschäft mit anprobieren, anfassen und ausprobieren, zu gehen, nicht ersetzen kann. Ich kann mir daher schon vorstelllen, dass die (neue) Shopping-Lust nach Corona zu neuen Umsatzrekorden führen wird.
 

Radiokult

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Du kannst ja mal recherchieren, wieviel Geld vom Staat Karstadt Kaufstadt in den letzten Jahrzehnten erhalten hat, wieviel Häuser bereits geschlossen wurden lange vor dem C.-Wort, wieviel Investoren, Betreiber, Geschäftsführer es gab, die sich da die Klinke in die Hand gegeben haben, wieviel Schulden dieser Konzertn hatte und hat, weshalb Karstadt und Kaufhof-Galeria/Inno überhaupt fusioniert haben...
Das alles ändert aber nichts daran, dass da über 12.000 Existenzen dran hängen. Die sind aus deiner Sicht ganz offensichtlich nicht weiter erwähnenswert. Was du da machst ist gegeneinander aufrechnen, spalten und aufhetzen. Und das merkst du ganz offensichtlich noch nicht mal. Was genau können jetzt die 12.000 Leute bei Karstadt dafür, dass das Management und die Geschäftsleitung des Unternehmens es verbockt haben? Erklär mir das mal! Genauso wie alle möglichen Leute in der Unterhaltungsbranche, sind auch die Angestellten von Karstadt in erster Linie Menschen! Und es ist ja nun nicht so, dass es nicht auch in der U-Branche Überbrückungshilfen und Unterstützungen gäbe. Ich kenne einige Leute in der Branche, die diese derzeit in Anspruch nehmen. Ja, nicht genug und ja, da läuft auch manches reichlich extrem daneben. Aber das da gar nichts kommen würde, wäre genauso eine unterschwellige Lüge von dir.
Dein Selbstverständnis und dein schäbiges Menschenbild sind einfach nur noch unerträglich! Wie wird man eigentlich so?
Ich warte immer noch darauf das von dir mal irgendwelche sinnvollen Lösungsansätze kommen, egal welches Thema, oder das mal irgendwas kommt, worüber man auch ernsthaft diskutieren könnte. Tatsächlich kommt fast ausschließlich populistisches Geblubber und Mit-Fingern-auf-andere-Zeigen. Das ist sowas von niveaulos und armeselig.
 
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