Das Kaufhaus - ein Auslaufmodell


count down

Benutzer
Aber dann sofort auch bei frustrierten Tussis und Kerlen in den Läden, die keinen Bock haben, mich intensiver zu beraten.
"Führen Sie den Artikel XY?" Misslaunige Antwort: "Nur, was Sie da sehen".

Was die Immobilien betrifft, werden - soweit ich das mitbekommen habe - nur die Kaufhäuser erhalten bleiben, die dem Konzern selbst gehören. Bei abnormalen Mieten, die Karstadt bei nicht eigenen Häusern abdrücken muss, sind schwarze Zahlen kaum mehr zu erzielen. Hier müssten die Vermieter gezwungen werden, Mieten zu senken, denn jahrelanger Leerstand kann denen erst recht nicht egal sein.
 

OnkelOtto

Benutzer
Dein Wort in Gottes Ohr, Counti. Wenn ich sehe, wie ehemalige Kaufhäuser als Spekulationsobjekte teils über Jahrzehnte vergammeln (FFM-Bockenheim z.B), bin ich da gar nicht so hoffnungsfroh.
 

Mannis Fan

Benutzer
Wer eine Kaufhausimmobilie besitzt (der besitzt in der Regel nicht nur diese eine, sondern noch weitere), kümmert sich weder um das Wohlergehen des Mieters (auf den er nicht angewiesen ist), noch um das Stadtbild und schon gar nicht um die Bedürfnisse irgendwelcher Stadtbewohner. Ihm geht es lediglich um den shareholder value, und den kann er im Zweifel auch mit einer leerstehenden Immobilie als steuerbegünstigtes Verlustabschreibungsobjekt herstellen, in seinen Büchern macht das keinen Pups. In Freiburg haben wir eine Reihe solcher Fälle - bezeichnenderweise handelt es sich hier bei den Immobilienbesitzern um Investoren aus der Schweiz. Denen dürfte die Attraktivität einer deutschen Innenstadt ziemlich schnuppe sein.
 

chapri

Benutzer
Im Ruhrgebiet wollen die Sanierer die Mieten senken, in Berlin will sich sogar der reg. Bürgermeister
für Mietsenkungen einsetzen und in Bremerhaven müssen sich die Wirtschaftsförderer um wachsende Leerstände kümmern. Die Frankfurter Zeil kann dagegen nach wie vor von einer gewissen Magnetwirkung profitieren, während man sich in München die Sigma-Gruppe vorknöpft und in Nürnberg direkt 3 Eigentümer betroffen sind.
 

LIVE

Benutzer
Vielleicht liegt`s an (der Zeit) meiner Sozialisation, vielleicht bin ich auch unwissend: Aber warum "Das Kaufhaus" ein Auslaufmodell sein soll - es erschließt sich mir letztlich nicht. Ob ich jetzt einen Kaufhof habe in dem auf drei Etagen allerlei geboten wird, meinetwegen auch z. B. einen Woloworth auf nur einer Etage etc. oder einem neuen Großbau eine Vielzahl von Geschäften mit Spezialisierung ... ich sehe da nicht den krassen Unterschied. Ja, es ist eine neue Generation, das Einkaufsverhalten hat sich geändert usw. ... aber so fern ich Geld habe und einen Bedarf geht es ja auch darum, etwas (sinnvolles) zu erstehen, nicht nur ums Herumstreifen (Shoppen) ... Klar, so ein Kaufhof hat mehr Konkurrenz als einst, aber ich glaube nicht, dass er gar nicht mehr attraktiv ist ... sicher sind aber die Gewinnerwartungen höher (die Mieten auch gestiegen) ... herrje, es reicht nicht mehr Gewinn zu machen, es muss immer höher, schneller, weiter gehen ... (gut, dass nicht überall Gewinn gemacht wird - das mag auch sein).
 
Oben