Der Musikantenstadl soll verjüngt werden


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#4
Das ist wie beim Radio: Weil "oben" die Zuschauer angeblich unaufhörlich massiv wegsterben, soll unbedingt verjüngt werden. Dabei bleiben die Quoten seit Jahren annähernd gleich. Wozu also die Panik?

Ich bleibe bei meiner Theorie: Quoten sicher erhalten statt mühevolle Verjüngungsanstrengungen vornehmen, die keine jüngeren Quoten bringen. Ein sachter Übergang zu jüngerem Publikum unter Weglassung des Moderators wird m.E. nicht erfolgreich möglich sein. Aber ist die grobe Lösung: komplette Einstellung des Musikanten-Stadtls und eine neue Sendung (bitte nicht mit gleichem Titel!) schon nötig?
 
#7
♪Auf der Schachtelhalmalm, da sitzt ein Tiroler...♪

@count down: Es wird wahrscheinlich noch viel schlimmer kommen: Vorne planen sie die große Revolution und hinten traut sich wieder keiner so richtig. Die mutlose Lösung heißt dann, dass entweder Silbereisen oder Mross noch weitere Einsatzmöglichkeiten bekommen, die Musik etwas schlagerartiger wird, die alten Zuschauer unzufrieden rummaule (ricochet steht bestimmt schon in den Startlöchern) und junge Zuschauer trotzdem nicht zur Sendung finden. Wie soll es bei diesem deutschen bzw. österreichischen Fernsehen eigentlich anders laufen?
 
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#9
Zitat von DWDL:
Ziel sei jedenfalls "eine moderne wie traditionsbewusste, regional verankerte und weltoffene Musikshow", die "unverwechselbare musikalische Unterhaltung auf höchstem Niveau" garantiere, so der ORF.
Ich bin bestimmt kein Verfechter des Mutantenstadl, denn das war in seiner Gesamtheit nie meine Musik. Aber eins steht auch fest. Das was der ORF hier so süffisant versucht zu umschreiben, war der Musikantenstadl schon unter Moik! Denn schon unter Moik fand im Musikantenstadl mitnichten nur Volksmusik statt.
 
#10
Gitarren und Schlagzeug stat Synthesizer und Drummachine! Dieses Land erstickt schon im Plastikmüll und daran ist das Pop-Dödelradio nicht unschuldig.

...die Musik etwas schlagerartiger wird, die alten Zuschauer unzufrieden rummaule (ricochet steht bestimmt schon in den Startlöchern) und junge Zuschauer trotzdem nicht zur Sendung finden.

@dramaking : Für die Alpskis ist man nie zu alt, Büable!
 
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#11
Der beste Musikantenstadl im Radio läuft auf U1 Tirol und im Fernsehen auf Heimatkanal und GoldStar TV. Mehr braucht man nicht.
Hoffentlich kommt ned Hansi Hinterseer als Nachfolger, das blonde Fallbeil aus Kitz.
 
#13
Ja,@Ammerlaender, diese Gewaltigen, sind wirklich zu allem fähig. Karl Moik hat mal gesagt, dass ihm der Musikantenstadl unter Borg so passt. Moik selber wird ja nicht mehr gefragt... Aber: als Moik noch den Stadl führte, war der ein Quotenrenner. Jetzt dümpelt das auch vor sich hin... Zumal man sich nicht einig ist, wie und was man den Stadl neu beleben kann. Selbst die Musikrichtungen sind mittlerweile nicht mehr einigend, manche möchten mehr so Schlager, manche eher mehr diese alpenländische Volksmusik, etc. Hier müsste man ansetzen. Das Konzept vom Stadl ist eigentlich passabel, aber man könnte es von der Musikauswahl her neu beleben. Oftmals ist weniger Fischer und Berg und mehr echte Volksmusik gerade in Abgrenzung vom Silbereisen ein echter Gewinn für den Stadl und würde auch wieder mehr den eigentlichen Charakter herausarbeiten: ein Stadl vom alpenländischen Raum für den restlichen deutschsprachigen Raum. Um ehrlich zu sein, ich sehe den Andy Borg lieber als den Florian Silbereisen...
 
#15
Ja, warum nicht?! Kann mich noch an einen Musikantenstadl aus Salzburg erinnern, das war noch unter Moik, das war cool. Am Schluss hat er eine Stunde Autogramme geschrieben, und hat sehr viele Fanfragen beantwortet. War als 10jähriger damals dabei im Messezentrum in Salzburg. War zwar keine Fernsehaufzeichnung, aber es war sehr schön...
 
#17
Qoutenmäßig sieht's bei Carmen Nebel oft noch schlechter aus als beim Stadl und die Silbereisen-Shows profitieren nur noch vom Spiel- und Rekord-Aktionismus sowie diversen Überraschungseffekten; liefe dort nur Musik sähe es bei den Festen quotentechnisch wahrscheinlich genauso schlecht aus wie bei den beiden anderen Formaten. Alle drei Musikshows sind feste Seniorenhochburgen, daran wird auch eine Runderneuerung des Konzept nichts ändern. Dass die Zuschauerzahlen in den letzten Jahren so stark zurückgegangen sind hängt auch damit zusammen, dass die dritten Programme am Samstagabend ausnahmslos auf Unterhaltung setzen und den reiferen Zuschauern damit echte Alternativen bieten.

Es gibt bei den Unter-60-Jährigen kaum noch Menschen die stundenlange Musikdarbietungen über sich ergehen lassen, das betrifft ausnahmslos alle Sparten, wie das völlige Fehlen von Oldie- oder Popshows mit bekannten Interpreten beweist, die sich nie auch nur ansatzweise gegen fiktionale Formate durchsetzen könnten. Musik ist für die meisten ein Nebenbeivergnügen, das sie sich durchaus etwas kosten lassen, aber stundenlange Musikshows ohne Spannung, Fun- und Actionfaktor sind wohl nur noch was für ausgemachte Fernseh-Traditionalisten (die aber meinetwegen durchaus auch auf ihre Kosten kommen dürfen). Vor allem für ältere Zuschauern, die kaum Wert auf Action legen und sich an Krimis oft schon sattgesehen haben, bedeuten diese geselligen Formate zwei Stunden Kurzweil und Lebensfreude.

Viel erfolgsträchtiger wären (frei zugängliche!) Musik-Spartenkanäle mit Videoclips und Kurzformaten, die zu jeder Zeit beliebig lang eingeschaltet werden könnten und natürlich ein stattliches Radiobouquet mit reichhaltiger Auswahl. Solche Promotionsmöglichkeiten sind in Deutschland (mit Ausnahme des Internets) extrem dünn gesät.
 
#18
Das ganze Publikum der benebelnden, altbackenen Musiksendungen im Fernsehen muss wohl wirklich erst wegsterben, bevor die Verantwortlichen endlich erkennen, was sie da in den letzten Jahren angerichtet haben.

Dann wird es aber auch viel zu spät sein, ein Publikum zu bedienen, das längst andere Richtungen von den Sendern weg eingeschlagen hat. Es wird sogar unmöglich sein.
 
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#20

"Blumen aus den Bergen" schmücken fürderhin leider dein Grab. Mach's gut Karl und danke für deine Pionierarbeit.

Zur Erinnerung (90-minütiges Special):

 
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#21
Mein Beileid seiner Familie und seinen Freunden.

Sie proben nun gerade für die nächste Sendung am Samstag. Mit Gedenkblöcken Harald Juhnke (10. Todestag) und Udo Jürgens. Jetzt müssen sie noch einem weiteren Verstorbenen gedenken, der so eng mit der Sendung verbunden ist.

Mir wird in letzter Zeit zu viel gestorben. Keine schöne Zeit.

Am Rande: wird denn nun Francine Jordi die Nachfolgerin von Andy Borg?
 
#24
Richtig. Nur hat der gute Mann in Deutschland keine Bekanntheit. Das weiß auch der ORF.

Köstlich, wie Andy Borg einer ihren 70. Geburtstag feiernden Besucherin in der Halle gratulierte und meinte, sie wird in Zukunft auf den Stadl verzichten müssen. Siebzig sei einfach zu alt...
 
#25
Richtig. Nur hat der gute Mann in Deutschland keine Bekanntheit. Das weiß auch der ORF.
Pircher hat meines Wissens Ende der 90er-Jahre kurzzeitig mit dem Schlager geflirtet, orientierte sich aber später zwischen VM, Stimmungsdisco und Alpenrock. Er war somit kein gottgegebener Kandidat für die ARD-Schlagerwellen, von denen ja so manche keine mehr ist.
 
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