Der Musikantenstadl soll verjüngt werden


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#51
Aber immerhn hat man das Ziel erreicht: Die alten Zuschauer wurden erfolgreich vertrieben.
Allerdings wurde das zweite Ziel völlig erwartbar nicht erreicht: Junge Zuschauer sind keine gekommen. (DWDL)
Meine Prognose: Silvester 2016 gibt es endlich mal ein anderes Programm im Erstenbesten.
 
#53
Das war abzusehen. Der Witz ist nur dass die ferngebliebenen jüngeren Semester und all diejenigen, die wie immer wieder über diese Veranstaltung herziehen, nicht mal fünf Minuten in die Sendung reingeguckt haben. Das neue Format hatte nie auch nur den Hauch einer Chance. Eine von Xavi Naidoo und Evi Briegel modererierte Deutsch-Pop-Show zur selben Sendezeit würde vermutlich noch schlimmer in die Hose gehen, aber so was traut sich eh keiner ins Programm zu nehmen.

Man sollte es machen wie in Nordamerika wo jedes Musikgenre in speziellen (überaus erfolgreichen) Fernseh-Spartensendern beheimatet ist und nur herausragende Musikereignisse (Awards, Preisverleihungen) in den traditionellen Massensendern ausgestrahlt werden. Im übrigen gehören zeitgenössische Musikproduktionen ins Radio.

P:S:: Ich habe die Sendung bis dato NICHT gesehen.
 
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#55
Wenn ich mir das so durchlese beschleicht mich der Gedanke dass man diesen disharmonischen Mummenschanz doch besser in die Hände der "Gailtalerin" hätte legen sollen, die hätte die unfreiwillige Komik dann wenigstens mit gezieltem Anarcho-Spott geadelt:


Man sieht den sechs Herren an, dass sie den Auftrag haben, sich ein bisschen wie die Volksmusikausgabe von Metallica zu fühlen. Leider klingen sie mit ihrer Mischung aus Bratgitarre und Akkordeonmampf lediglich wie eine verunglückte Wacken-Ausgabe vom Ballermann.

Naja, Herr Hoff steht halt mehr auf die Kitzbühler Dirndln und den Montanara-Chor, auf beide wartete er vergebens...
 
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#56
Habe gestern kurz vor 22 Uhr auch umgeschalten. Und nach einigen zappen abgeschaltet. Mein Resümee, zwanghaft versucht junges Publikum zu erreichen und älteres Stammpublikum vergrault.

Wer Jung ist und sich diese Musik anhören möchte macht das nicht vor den Fernseher sondern auf die jeweiligen Volks- und Kirwa Festen. Da kann man bei der Musik wenigstens ab feiern. Wer macht das schon gerne alleine vor den Fernsehgerät.

Und das ältere Publikum muss sich wiedermal den Jugendwahn ergeben.

Meine Meinung dazu eine Totgeburt. Ich denke noch 2 Sendungen mit solch einer miesen Quote und es hat dich ausgestadelt.
 
#57
Ganz genau. Du kannst einen Sendeplatz der bis vor kurzem noch fest in der Hand reifer Zuschauer war nicht über Nacht verjüngen und erwarten dass sich Zuschauer zwischen 25 und 55 entgegen ihren Lebensgewohnheiten eine stundelange Musikshow reinziehen, in der zusätzlich zu den progressiven Folx-Rockern jede Menge alte Haudegen nebst Ballermännern auftreten.

Mag ja sein dass viele Titel den Nerv jüngerer Zuschauer treffen, aber dieses Showkonzept funktioniert bei der Jugend nicht.
 
#58
>>DJ Ötzi, das ist der ungekrönte König des Après-Ski mit dem gehäkelten Kaffeewärmer auf der Glatze, demonstrierte mit seiner Version des Cheap-Trick-Hits "I want you to want me" eindrucksvoll, warum es keine gute Idee von der ARD war, die Künstler nach dem Relaunch nur noch live singen zu lassen und nicht mehr playback. DJ Ötzi kann nicht singen.
Man sehnte sich nach dem gleichmäßigen Brummen eines Zahnarztbohrers und atmete erleichtert auf, als Erlösung in Gestalt von Florian Silbereisen nahte...<< :D:D:D

http://www.welt.de/vermischtes/arti...uck-ist-mit-dem-Musikantenstadl-passiert.html


Ab und zu frage ich mich, wie die das früher nur gemacht haben, beim Blauen Bock etc.. Da haben die Leute größtenteils ja auch live gesungen, zumindest in den ersten Jahren. Sind die heutigen TV-Macher wirklich zu doof einen Ton für den Saal und einen fürs TV zu mischen? Das kanns doch nicht sein....
 
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#60
>>DJ Ötzi, das ist der ungekrönte König des Après-Ski mit dem gehäkelten Kaffeewärmer auf der Glatze, demonstrierte mit seiner Version des Cheap-Trick-Hits "I want you to want me" eindrucksvoll, warum es keine gute Idee von der ARD war, die Künstler nach dem Relaunch nur noch live singen zu lassen und nicht mehr playback. DJ Ötzi kann nicht singen.
Es gibt Dinge, die man(n) einfach nicht tun sollte :thumbsdown:
 
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#61
Wenn's um maximale Reichweite geht ist Vollplayback Pflicht, es sei denn es handelt sich um ausgebildete Vokalisten wie Jonas Kaufmann, Elīna Garanča oder José Cura. Schon Andy Borg dürfte mit seinen Gesangseinlagen im alten Stadl mehr Zuschauer vertrieben als zum Verweilen eingeladen haben.

Oder meint ihr in diesem hochkarätigen Showklassiker wäre auch nur ein Pieps live gesungen worden?


Akkuratesse und minutiöse Planung sind im Umgang mit einem Millionenpublikum unerlässlich. Da darf nichts dem Zufall überlassen bleiben, sonst sind die Leute ratzfatz weg.
 
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#63
Wenn's um maximale Reichweite geht ist Vollplayback Pflicht,
Ist es eben nicht! Pflicht ist es, fähige Leute hinter die Mischpulte zu stellen. Das man da genau an der falschen Stelle spart, konnte man nicht nur bei dieser Sendung hören, sondern das hört man auch am Klang so manches Radiosenders. Im übrigen kann Andy Borg besser singen als so mancher Schaumschläger der aktuellen Top50, wobei ich kein Fan des süßlichen Schlagerschmalzes dieses Herrn bin.
 
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#64
Erst habe ich mir gestern Abend Schlag den Raab angesehen. Weil das aber wie gewohnt langatmig und von Werbung verseucht war, habe ich mal zum Stadl gezappt. Wie gruselig war das denn? Jede Kinder-Theatervorführung in einer Schulaula ist da professioneller! Wie kann man so brutal am Stammpublikum vorbeisenden?

Die Zielgruppe, die dort angesprochen werden sollte, existiert (noch) nicht...

Schlussendlich war ich froh, in der Mediathek was passendes gefunden zu haben.
 
#65
Der "ZDF-Fernsegarten" hatte heute zum Thema "Oktoberfest" jede Menge volkstümliche Interpreten eingeladen. Sogaer einige wie Troglauer Buam, Wolfgang Fierek und Marc Pircher, die schon in der "Stadlshow" dabei waren. Viele auch junge Leute im Problikum, die mit der Musikauswahl überhaupt keine Berührungsängste oder gar Probleme hätten. Komplett Vollplaybackeinspielungen und eine gute TV-Tonmischung mit Atmo. Soo muss das klingen, soo kommt die Stimmung und der Spaß 'rüber. Schauen wir morgen mal nach der Quote.
 
#66
Viele auch junge Leute im Problikum, die mit der Musikauswahl überhaupt keine Berührungsängste oder gar Probleme hätten.
...die aber wahrscheinlich nicht speziell wegen dieser Sendung dort rumsaßen. Die Karten für die Sendung sind so beliebt, dass man sich lange vorher darum bemühen muss, um überhaupt welche zu bekommen, und dabei weiß man gar nicht, was einen in der speziellen Sendung erwartet. Für einige dieser jüngeren Zuschauer wird dieses Oktoberfest eher ein Unfall gewesen sein, weil sie die sonst übliche Musik erwartet haben, als sie die Karten kauften und den Bus organisierten.
 
#74
Da hätte man auch noch mit dem Andy die paar Sendungen auch noch weitermachen können. Damit gibt man ja indirekt zu, dass man sich bei der Verjüngung mächtig verkalkuliert hat und die Rechnung nicht aufgeht.
 
#75
[...] Mehr Volkspop-Künstler (davon war im Vorfeld oft die Rede) kann man kaum aufbieten. Muss man auch nicht, denn die nächste Show ist die Silvester-Stadlshow, da kann und muss die musikalische Auswahl anders sein. So empfinde ich diese Show als einmaligen, kaum zu wiederholenden Versuch. Hübsch gemacht und charmant moderiert.
[...]
Meine Meinung: mehr als zwei Shows im Jahr trägt das Konzept nicht. Leider.
Warum ruft mich niemand an?

Das alte Konzept mit Borg hätte noch fünf Jahre akzeptable Quoten gehalten.
 
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