Der nächste US-Präsident


So einfach ist es ja nun auch nicht. Was haben die Republikaner denn in den 2 Jahren Trump gebacken bekommen? Außer Chaos und dauerhafte Regierungskrise fällt mir jetzt grad nicht sooo viel ein.
 
Trump ist brutal authentisch. Alleine diese Eigenschaft, völlig egal mit welchem wirren, egoistischen, gemeingefährlichen Ausschlag sie auch versehen sein mag, unterscheidet ihn so gravierend von der großen Masse aller Mainstream-Politiker, dass ihm das alleine eine enorme Anhängerschaft garantiert.
Welchen Zulauf hätte erst ein ebenso authentischer, aber halbwegs vernünftiger Politiker?
 
Welchen Zulauf hätte erst ein ebenso authentischer, aber halbwegs vernünftiger Politiker?
Ehrliche Antwort? Gar keinen. Wenn es den Demokraten nicht gelingt ein wirklich guten, und damit meine ich nicht Typ Martin Schulz, Kandidaten ins Rennen 2020 zu schicken, ist die Wahl schon verloren. Offenbar mögen die Amis Leute die polarisieren, anders kann ich mir das nicht erklären. Ansonsten säße Clinton jetzt im Oval Office.
 
Schönes Beispiel dafür sind ja die Engländer. Die haben sich durch ihre Protestwahl aber mal so richtig schön selbst ans Bein gepinkelt und kommen jetzt aus der Nummer nicht mehr raus. Natürlich war es in dem Sinne keine Wahl, sondern nur eine Abstimmung, aber das Ergebnis bleibt gleich.
 
Wo früher Reaktionäre, Dummköpfe und Kriminelle (Nixon, Reagan, George W. & Clinton) hausten, residiert heute ein stinkreaktionärer, brunzdummer, asozialer Triebtäter out of control.
In Europa hingegen sieht es mitnichten besser aus: Kaczynski, Orban, Grybauskaite, Poroschenko, Salvini, Kurz & Strache sind ein Schritt nach vorn und zwei zurück.
In Brasilien hat ein Jair Bolsonaro den Siegeszug gegen die Demokratie angetreten, die eine Schweinerei und ein Saustall ist, den aufzuräumen er sein Volk künftig bewaffnen will.

Vor zehn Jahren waren noch 38 Millionen Menschen auf der Flucht, heute sind es 69 Mill.
Die Zahl der Hungernden ist um 40 Millionen gestiegen, auf sagenhafte 815 Millionen.

Der Norden plündert den Süden und keiner weiß, wie lange das noch funktioniert.
Die Menschen ersticken im Abgas, bauen & subventionieren aber weiterhin 500 PS-Stinker, denn das rettet die Profite, auch genannt Arbeitsplätze.

Die Frage ob dieses Bacchanal des Asozialen unsere Kinder überleben und erst die Enkel daran zugrundegehn, läßt sich nicht beantworten, nur verdrängen.

Nur Trumps Hormonhaushalt hat darauf eine Antwort: "Grab (the life) by the pussy. And you can do anything..."
 
Trumps Fantasien darüber, was alles seine politischen und sonstigen Gegner an heimtückischen Schweinereien unternähmen, um ihm zu schaden, werfen eigentlich nur ein deutliches Licht darauf, wie ers elbst tickt und was er selbst alles so treibt (und demgemäß auch seinen Gegnern zutraut).
 
Gestern gab Kamala Harris ihr Vorhaben bekannt, dass sie als Präsidentschaftskandidatin kandidieren will. Quelle: The Guardian

Das stelle ich mir jetzt schon spannender vor als den Wahlkampf gegen Hillary Clinton. Nur, ob ausgerechnet sie als farbige Frau dem republikanischen Lager Stimmen abtrotzen kann? o_O
 
Zuletzt bearbeitet:
Hannah Arendt fragt: "Wer kann sich noch um Gerechtigkeit kümmern, wenn die Existenz der Welt auf dem Spiel steht?"
Genau so agiert unsere Politik: Sie unterstellt (oder redet herbei) die Gefahr um die Existenz der Welt (gemeint ist natürlich die westliche Welt) und begründet daraus all ihr verlogenes, skrupelloses, betrügerisches und heuchlerisches Agieren. Und wir fallen darauf herein und halten dieses Banditenverhalten für das kleinere Übel.
 
Das stelle ich mir jetzt schon spannender vor als den Wahlkampf gegen Hillary Clinton. Nur, ob ausgerechnet sie als farbige Frau dem republikanischen Lager Stimmen abtrotzen kann? o_O
Also spannend war es ja schon mit Clinton und Trump und am Ende war der Vorsprung ja auch hauchdünn. Sie muss dem republikanischen Lager keine Stimmen abtrotzen. Wichtig ist, dass sie die unzufriedenen auf ihre Seite zieht. Was hat die Hautfarbe damit zu tun? Obama war auch farbig und wurde Präsident. Es wird sicherlich noch mehr Bewerber geben. Bis zur Wahl ist ja auch noch ein bisschen hin.
 
Bevor man sich über die Chancen einzelner demokratischer Bewerber den Kopf zerbricht, sollte man sich der Frage widmen, ob Trump überhaupt bis zum Ende seiner Amtszeit Präsident bleibt. Da mehren sich bei vielen politischen Beobachtern die Zweifel, insbesondere wenn im Februar oder März Sonderermittler Mueller seine Karten auf den Tisch legen muss. Und die Chance, dass Trump sich noch selbst um Kopf und Kragen regiert, steht auch nicht schlecht.
 
... ob Trump überhaupt bis zum Ende seiner Amtszeit Präsident bleibt. Da mehren sich bei vielen politischen Beobachtern die Zweifel, ...
Diese Zweifel mehren sich bei diesen besagten Beobachtern seit dem ersten Tag von Trumps Amtszeit. Das scheint vor allem ein deutsches Phaenomen zu sein. Hier redet kaum einer von Amtsenthebung, ausser vielleicht die New Yorker Version der taz, aka NY Times. Dass Trump eine zweite Amtszeit bekommt, ist fuer mich wahrscheinlicher. Er hat den Praesidentenbonus, einige seiner Projekte koennen durchaus positiv im Sinne der Waehler laufen.
 
Ich glaube auch nicht, dass Trump zurücktritt. Das kommt in seinem Wortschatz nicht vor. Amtsenthebung ist auch eher unwahrscheinlich, weil dafür die Mehrheit fehlt. Also bleibt nur die Wahl im nächsten Jahr, wo man nur hoffen kann, dass die Wähler endlich mal vernünftig abstimmen. Aber hatte man das nicht auch von Italien, Brasilien, England, Ungarn und Polen auch gedacht?
 
Oben