Der nächste US-Präsident


Gestern waren ja die Feierlichkeiten zum 75. Gedenktag der Landung der Aliierten in der Normandie. Eine schöne Geste der Versöhnung, dass auch Merkel dabei war und sie hat, wie ich finde, die richtigen Worte gefunden. Allerdings das Trump in der ersten Reihe gesessen hat löst bei mir Brechreiz der übelsten Sorte aus. Einer der sich selbst vor dem Militärdienst gedrückt hat, dem Demokratie suspekt ist und für den das Wort Freiheit wie eine Bedrohung klingt, der ist dort sowas von Fehl am Platze. Alle Werte wofür die hunderttausenden Jungs damals gestorben sind, verachtet dieser Mann. Gleichzeitig möchte er Europa spalten und macht das mit jedem Wort deutlich. Eine absolute Farce. Die Eltern der Söhne die damals ihr Leben gelassen haben, müssten sich im Grabe rumdrehen, wenn sie dieses unwürdige Schauspiel gestern noch miterlebt hätten. Einfach nur WIDERLICH !!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Er ist immerhin der höchste Repräsentant jenes Landes, das die Landung und damit die Befreiung Europas vom Schrecken dre Naziherrschaft erst möglich gemacht hat. Und er ist demokratisch gewählt. Also - so sehr uns das schmeckt oder nicht schmeckt - ist es vollkommen angemessen, dass er in der ersten Reihe sitzt und keineswegs "Fehl am Platz". Ich selbst halte Trump auch für einen der schlechtesten Präsidenten, den die USA je hatten, daneben auch für einen völlig unzivilisierten Rüpel. Das muss ich aber unterscheiden von seiner legitimen Rolle, in die ihn nunmal eine formale Mehrheit des amerikanischen Volkes gewählt hat. Empörungsfuror und Pathossuperlative helfen da nicht weiter.
 
Sehe ich nicht so. Trump gehörte da defintiv nicht hin. Ich hätte ihn ausgeladen, aber das hat man sich die britische Regierung natürlich nicht getraut, aber moralisch war der Mann dort sowas von fehl am Platze. Er hat das Andenken an dem für Europa so wichtigen Tag damit herabgewürdigt und beschmutzt. Um es nochmal ganz klar zu sagen, Trump verachtet genau das, wofür die Soldaten damals gestorben sind. Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten Trump arbeitet ziemlich heftig daran dieses Europa der Freiheit und des Friedens zu zerstören oder zumindest kleinzuhalten. Er möchte das Europa wieder in viele kleine Nationalstaaten zerfällt und damit kein politisches Gewicht mehr hat und sich irgendwann wieder die gegenseitig die "Köppe einkloppt", Das wäre sicherlich Trumps Idealzustand. Das alleine wäre schon ein Grund ihn auszuladen. Trump schert sich auch nicht um diplomatische Etikette. Also kann man es ihm auch mit gleicher Münze mal heimzahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Trump schert sich auch nicht um diplomatische Etikette. Also kann man es ihm auch mit gleicher Münze mal heimzahlen.
Gerade hier bin ich anderer Meinung. Wenn einer ein Rüpel ist, dann sollte sich die anderen, die Manieren haben, nicht vom Rüpel anstecken lassen. Sonst sind irgendwann alle Rüpel und das bisschen Zivilisation, das wir uns mühsam erarbeitet haben, geht völlig den Bach hinunter.
 
Nun ja, aber darf man ihm deshalb alles durchgehen lassen? Man sollte ihm auch mal Grenzen aufzeigen, wenn er reihenweise andere Länder brüskiert, dann kann man getrost auch mal sagen bis hier hin und nicht weiter. Das hat nichts mit Rüpelhaftigkeit zu tun, sondern dass man einfach deutlich macht, dass man nicht alles akzeptiert. Tatsache ist ja eben auch, dass Trump normalen Argumenten nicht zugänglich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist keine unheilvolle nationalistische Clique, sondern das ist das mehrheitliche Amerika. Trump sei Dank zeigt es seit seiner Präsidentschaft ungeschminkt seine Fratze.
 
Das ist keine unheilvolle nationalistische Clique, sondern das ist das mehrheitliche Amerika.
Stellt sich die Frage wodurch das mehrheitliche Amerika geprägt wurde und wird. Das TV ist dort schon lange in der Hand privater Organisatoren. Wenn wir zum Vergleich Adolfs Faschismus heranziehen wundert es mich nicht, wenn die Leute "Heil Hinkel" plärren. Insofern zeigt die ständge Kriegspropaganda der v.g. Clique schon Wirkung. Und John R. Bolton scheint sogar Trump unheimlich zu werden. :eek:
 
Die nächste Tonkin-Lüge? :

Im ntv: "Daraufhin sagte Trump am Dienstag in Washington erneut, der Iran tue derzeit viele "schlimme Dinge" und solle "lieber vorsichtig sein"."
und wie bestellt die FAZ heute: "Iran wollte wohl britischen Tanker kapern"

Plumper geht's nimmer. Interessant zu solchen Meldungen ist wiedel mal die Divergenz in der Darstellung in den Richtmedien:

ARD-Text (S106): "Briten: Iran wollte Tanker stoppen"

ZDF-Text (S120): "Angriff in der Straße von Hormus: London bestätigt Tankervorfall"
Während die ARD die Meldung noch vorsichtig als Anschuldigung der Briten deklariert suggeriert das ZDF bereits die Richtigkeit der Behauptung und dass es nur noch einer Bestätiging bedurft hätte. Kein Wort darüber wer die Behauptung ursprünglich in die Welt gesetzt hat.

Die FAZ wird ausführlicher:
"Die Fernsehsender CNN und Fox News berichteten übereinstimmend unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen aus der amerikanischen Regierung, fünf bewaffnete Boote der iranischen Revolutionsgarden hätten sich dem britischen Tanker am Mittwoch nahe der Straße von Hormus genähert."
Ein plumpes Intrigenspiel, das von den "Leitjournalisten" nicht erkannt wird?

Meine Meinung:
Der Krieg ist "vom Westen" gewollt und es wird alles dafür getan den Iran als Verursacher vorzuführen. Die Propaganda ist nur der Vorbote. Dass das US-Imperium seit Jahrzehnten betrebt ist jedes nicht devote Regime zu stürzen dürfte allseits bekannt sein. Bezüglich Iran drängt sich zudem der Verdacht auf dass "der Schwanz mit dem Hund wedelt". So oder so. Das Trump ist auch nur eine weitere Marionette im globalen Intrigenspiel.

Wie seht ihr das?
 
DLF-Nachrichten: Heute vormittag waren es noch 5 "bedrohliche" Schiffe, jetzt sinds nur noch drei.
Mal sehen, wie sehr die Anzahl weiter reduziert wird.
Was US-Staatsbedienstete behaupten, ist zweitrangig, da die Briten in erster Linie betroffen sind.
Wer dennoch auf die Amis hört, ist selber schuld - so sehe ich das.
Der einzige, der wiederholt von "Krieg" redet, bist allerdings - Du.
 
Die Briten haben den Vorfall natürlich auch provoziert mit der Festsetzung des Tankers vor Gibraltar. Die Engländer waren schon immer die engsten Verbündeten der Amis. Jetzt hat man ja auch den Botschafter abberufen, weil er mit seiner Einschätzung diee Wahrheit über die Trump-Regierung verbreitet hat, was aber eh jeder schon wusste. Offenbar sucht man jetzt den Schulterschluss mit Trump. Mit Europa will man ja nichts mehr zu tun haben.:rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Immerhin werden EU-Sanktionen durchgesetzt - ganz weg von der EU ist man noch lange nicht.
Das kann bald ganz schnell gehen. Wenn erst Jonhnson an der Macht ist, dann wird der den Brexit durchziehen und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Würde mich auch nicht wunder, wenn er sich dann als erstes Trump an den Hals schmeisst. Angeblich sind beide ja ganz dicke Buddies.
 
@chapri: Um welche Anzahl Waffen geht es? Dann könnte man ausrechnen, wie viele erwachsene Amerikaner insgesamt durchschnittlich wie viele Waffen besitzen, Speziell auch wie viele bei den 19 und bei den 50 Prozent.
 
Zuletzt bearbeitet:
@chapri: Um welche Anzahl Waffen geht es? Dann könnte man ausrechnen, wie viele erwachsene Amerikaner insgesamt durchschnittlich wie viele Waffen besitzen, Speziell auch wie viele bei den 19 und bei den 50 Prozent.
Ich versuche es mal mit einem nützlichen Link. Hier steht unter Gun Numbers -> Civilian Guns -> Number of Privately Owned Firearms
The estimated total number of guns (both licit and illicit) held by civilians in the United States is 265,000,000 to 393,347,000
Das heißt, es gibt etwa so viele Waffen wie Einwohner, oder in der Grafik der Süddeutschen Zeitung entspricht ein Mensch-Symbol einem Pistolen-Symbol. Die 19 Prozent besitzen also im Durchschnitt etwa 2-3 Waffen, und die 3 Prozent etwa 15.
 
Oben