Der nächste US-Präsident


Jetzt, wo die USA aus dem INF-Abrüstungsvertrag ausgeschieden ist, will dessen Regierung "so schnell wie möglich" Mittelstreckenraketen in Asien stationieren. Donald hat es offenbar ziemlich eilig.
 
Der Ausstieg aus der Selbstbeschränkung im Westen hatte aus Sicht der USA von vorneherein nur das Ziel, eine gefühlte Unterlegenheit im Osten (pazifischer Raum/Asien) ausgleichen zu müssen. Dass dies für unser Mitteleuropa die Stationierung neuer und provozierender Kurzstreckensysteme nach sich zieht, ist den USA doch egal. Wenn es kloppt, dann fallen die Dinger sowieso auf die blöden Europäer und nicht auf good old America first!
 
Das ist tatsächlich auch mal ene gute Nachricht in diesem Thread. Offenbar hat selbst einer wie Trump erkannt, dass diese ganzen Sanktionen und "maximaler Druck" auf Länder wie China, Nordkorea, Iran, Venezuela oder Russland am Ende nichts bringen, ausser das man sich eine Sackgasse manövriert hat. Allerdings hält es im Trumpschen Kabinett ja niemand lange aus. Bin mir sicher, dass bis zur Wahl im nächsten Jahr noch so manche ihren Hut nehmen müssen.
 
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Die Trump Politik ist eigentlich nur ein richtungsloser und irritierender Unsinn. Selbst Unruhe schaffen, und selbst eine eigene Lösung zur eigenen Unruhe als "Great Deal" zu verkaufen. Wer glaubt noch diesen Unsinn? Ich frage mich oft nach der geistigen Zurechnungsfähigkeit der Person. Mich erinnert seine Art and jene berufliche Zeit, als ich einen alkoholisierten Vorgesetzten hatte.
 
Die jüngsten Verrenkungen von Trump und seinem Handelsminister in Sachen "Wetterkarte Dorian" sind da symptomatisch. Der Präsident hat immer Recht! Erinnert das irgendjemanden vielleicht an die von der westlichen Welt so wohlgefällig angeprangerten Muster in den von Despoten regierten Bäh-Ländern?
 
Natürlich tut es das. Länder wie USA oder England sind derzeit wirklich dabei sich von einer Demokratie zu verabschieden, aber macht es die Despotenherrschaft in anderen Ländern dadurch besser? Kann das eine Entschuldigung sein? Wenn ich sehe wie Putin gegen friedliche Demonstranten die Staatsmacht das "volle Programm" auffahren lässt oder wie in Hongkong mit brutaler Gewalt gegen die Demokratiebewegung vorgegangen wird, dann gruselt es mich nicht erst zu Halloween. Die Argumentation der amerikanische Präsident ist doof und hat autoritäre Züge, also darf man das daher in anderen Ländern nicht mehr anprangern, ist doch absurd.
 
Unter versteckter Hand macht Union/SPD keine Politik für die Menschen und die Wutbürger suchen verzweifelt nach DER Alternative. Also nicht mit den Fingern auf andere Länder zeigen. Unsere Politik ist kaum besser.
 
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Die Argumentation der amerikanische Präsident ist doof und hat autoritäre Züge, also darf man das daher in anderen Ländern nicht mehr anprangern, ist doch absurd.
So herum argumentiert auch niemand, das ist jetzt Deine Interpretation. Die Schlussfolgerung ist eine andere: Als Hüter bestimmter Werte und Rechte sind die USA ein Totalausfall und so wenig glaubwürdig wie all die Schurkenstaaten, die wir (zu Recht) anprangern. Bevor also der amerikanisch geführte Westen sich zum obersten Moralapostel erhebt, sollte er mal vor der eigenen Haustüre kehren.
 
Interessante These, dass in Asien abgeschossene Raketen den Umweg über Europa machen könnten ...
Passend zu deinem Avatar - ist kein Umweg. Zur Demonstration fliegen wir direkt von Pakistan nach Washington. Der Flug dürfte spätestens in der Nähe von Moskau zu Ende sein, wobei das natürlich nicht sicher ist, denn Mathias Rust hat es 1987 ja auch unbehelligt bis zum Roten Platz geschafft.
 

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Als Hüter bestimmter Werte und Rechte sind die USA ein Totalausfall und so wenig glaubwürdig wie all die Schurkenstaaten, die wir (zu Recht) anprangern. Bevor also der amerikanisch geführte Westen sich zum obersten Moralapostel erhebt, sollte er mal vor der eigenen Haustüre kehren.
Der Westen ist nicht (mehr) amerikanisch geführt. Seit Trump am Ruder ist, hat sich Verhältnis USA / Europa doch merklich abgekühlt und von einer Führungsrolle kann nun wirklich keine Rede mehr sein. Allerdings ist Europa zu schwach um den USA weltpolitisch Paroli bieten zu können. Die Gründe sind allseits bekannt.
 
Der Westen ist nicht (mehr) amerikanisch geführt. Seit Trump am Ruder ist, hat sich Verhältnis USA / Europa doch merklich abgekühlt und von einer Führungsrolle kann nun wirklich keine Rede mehr sein. Allerdings ist Europa zu schwach um den USA weltpolitisch Paroli bieten zu können. Die Gründe sind allseits bekannt.
Aber was ist daran so schlimm? Trump droht nur mit seinem roten Knopf und seiner Atombomben. Über Twitter wohlgemerkt. Ist das die Politik, die du dir wünscht?
 
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Ich auch nicht. Man muss nicht jede Gewalt mitmachen. Ich finde es gut, dass Russland wieder mit der Ukraine nach der Präsidenten-Wahl miteinander redet. An diesem Stammtisch sollte auch Deutschland zurückkehren.

Mit Trump ist es offenbar nicht möglich. Vielleicht aber mit Putin.
 
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Man muss nicht jede Gewalt mitmachen.
Eben genau deshalb wäre ein größerer Einfluss von Europa wichtig, um nicht Leuten wie Trump, Putin oder Jinping das Feld zu überlassen. Gerade Europa hat aufgrund seiner leidvollen Geschichte größtenteils begriffen, dass Gewalt keine Lösung ist und immer nur das allerletzte Mittel sein kann und darf. So wird Europa immer nur als das Anhängsel von Washington begriffen und das ist sicherlich nicht erstrebenswert.
 
Und nun soll Europa die neue Macht in Bomben abwerfen sein....?
Nein, genau das EBEN nicht. Man soll sich als friedlicher Mittler zwischen Ost und West positionieren. Man hat das ja auch schon versucht in der Ukraine, Syrien und beim Atomabkommen mit dem Iran. Leider wenig erfolgreich, aber immerhin hat sich hier in Europa die Erkenntnis durchgesetzt, dass diplomatische Lösungen immer besser sind als militärische. Leider stehen wir da weltpolitisch ziemlich allein da.
 
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