Der nächste US-Präsident


Ich wollte nur Manni verteidigen. Vielleicht bin ich auch nur ein Träumer: Mein Wunsch wäre es, dass sich neben der USA auch Russland, der Iran oder welches Land auch immer sich aus Syrien zurückzieht. Wie lange wird nun schon am Gazastreifen gebombt und was hat es gebracht?

Aber wahrscheinlich brauchen wir einen neuen Weltkrieg, bis alle glücklich sind. (Böse Ironie)
 
Zuletzt bearbeitet:
Selbst ein Rückzug aller Beteiligten würde auch nicht viel bringen. Dann würde eben Assad allein das eigene Volk totbomben und mit "Giftgas"nachhelfen". Von daher sind die Aussichten nicht gut, dass sich in Syrien was irgendwas ändert.
 
Ich habe ehrlich gesagt keine Lust, mich in Diskussionen zu vertiefen, bei denen ich absichtsvoll missverstanden werde, bzw. mich für Zitate rechtfertigen muss, die planvoll aus dem Kontext gerissen und dann ins Gegenteil verdreht werden. Ich kann dazu außerhalb der Ebene eines wissenschaftlich-historischen Kolloquiums nur sagen: Es gibt eine ganze Reihe von Ereignissen in der jüngeren Geschichte des Nahen Ostens, die von einem fremden Aggressor ausgelöst wurden, der dafür noch nie zur Rechenschaft gezogen wurde. Und dann gab es in den auf diese Weise ausgelösten Turbulenzen eine Reihe von regionalen und mittelbar oder unmittelbar betroffenen staatlichen Akteuren aus der Nachbarschaft, die zur Wahrung ihrer Interessen und/oder zum Schutz ihrer Bevölkerung geradezu gezwungen waren, sich einzumischen, bzw. zu reagieren. Dahinter steckt eine völlig andere Legitimation als hinter dem selbstherrlichen Cowboy-Gebaren des eigentlichen Verursachers. Um das alles zu wissen und zu erkennen braucht man kein Geschichtsstudium, man muss nur bereit sein, die Scheuklappen abzulegen.
 
@ Tonband

Komisch, dass die Beweislage die Assad Regierung im einem sehr schlechten Licht darstehen lässt. Natürlich gibt es nicht den ultimativen Beweis, weil das in einem Land welches sich im Krieg befindet schwer bis unmöglich ist. Trotzdem gehe ich davon aus, dass Assad mehrmals Giftgas eingesetzt hat. Natürlich wird man dies niemals zugeben, aber das tut auch nichts mehr zur Sache. Das ist genauso glaubhaft wie, dass der Iran nicht an der Atombombe bastelt.
 
Zitat von Trump:
Baghdadi sei „wie ein Hund“ gestorben, brüstete sich Trump, „heulend und winselnd“. Zwei Frauen und ein Kind seien mit ihm gestorben. „Er erreichte das Ende eines Tunnels, als unsere Hunde ihn erreichten. Er zündete die Weste und tötete dabei sich und seine drei Kinder“, sagte Trump. Die USA hätten keine Verluste erlitten, außer einem Hund.. [Quelle]
Welch' schamlos plumpes Schauspiel. ***** Immer wieder wird der selbe Hase aus dem Hut gezogen. Saddam ... Osama reloaded.

Nun ja, Baghdadis Verbündeter weilt ja auch nicht mehr unter den Lebenden ...
 
Möchte gerne mal wissen, wie heldenhaft Trump sterben würde, wenn eine Kompanie GIs sein Haus umstellt haben, sechs schwerbewaffnete Hubschrauber über seinem Dach kreisen, und er selbst seine Frau(en) und Kinder nur noch entweder in den Kugelhagel schicken oder mit einer Sprengweste in die Luft jagen könnte.
Wie armselig muss es im Kopf eines Regierungschefs aussehen, wenn ihm zu einem solchen Mord ein solcher Kommentar einfällt ...
 
Mal zur Einordnung, um wen es hier geht ein Zitat aus Wikipedia:

Baghdadi was directly involved in atrocities and human rights violations conducted by ISIL. These include genocide of Yazidis in Iraq, extensive sex slavery, organized rape, floggings, and systematic executions. He directed terrorist activities and massacres. He embraced brutality as part of the organization's propaganda efforts, producing videos displaying mass crucifixions, sex slavery and executions via hacking, stoning, and burning.
Natuerlich kann und darf eine Grossmacht wie die USA fuer ihre Handlungen kritisiert werden. Man muss nur immer aufpassen, in was man sich moeglicherweise versteigt (siehe Zitat) und sich damit der Laecherlichkeit preisgibt.
 
Selbstverständlich ist es unmenschlich, einen anderen Menschen zu töten.
Bei Tyrannen, die eben keine Spur einer Menschlichkeit oder Mitgefühl besitzen
und tausendfach selber gemordet haben oder dafür verantwortlich sind,
ist es geboten diesem Treiben ein Ende zu setzen, den Verbrecher vielleicht
auch zu töten. Wäre ein Attentat auf Hitler gelungen, jeder vernünftige
Mensch würde heute dem Attentäter gratulieren.
 
Wenn Bagdadi selbst eine Sprengstoffweste zündet, .... ^^
... im Tunnel. Ja @Beyme, wenn, wenn das alles wirklich so war womit sich dieser Angeber brüstet.

Ja und wenn, wenn man über ein Langzeit-Gedächtnis verfügt, könnte man da nicht irgendwann einmal misstrauisch werden bei diesen Hollywood-Räuberpistolen, die uns immer wieder aufgetischt werden? Hmmm.. Warum sollten sich die Methoden eigentlich ändern? Die obrigkeitsgläubige Akzeptanz funktoniert doch ganz offensichtlich immer wieder!

Natuerlich kann und darf eine Grossmacht wie die USA fuer ihre Handlungen kritisiert werden. Man muss nur immer aufpassen, in was man sich moeglicherweise versteigt (siehe Zitat) und sich damit der Laecherlichkeit preisgibt.
Ich habe oben einen NYT-Artikel von 2014 verlinkt, den anscheinend niemand beachtet hat. Wenn, ja wenn ich vor der Wahl stehe wem ich glauben kann, dann tippe ich nicht sofort auf die bevorzugte Großmacht. Und dann mutet es doch eher lächerlich an, wenn Großmachtslügen unkritisch Glauben geschenkt wird: Tonkin-Lüge, Brutkasten-Lüge u.v.m. Lügen pflastern ihren Weg.

Für mich sieht das ganze Theater inzwischen eher so aus:

US-Fundamentalisten, aka John McCain, missbrauchen in faschistischer Weise unzufriedene Syrer und Kurden für ihre eigenen globalen Großmachtsinteressen. Auch vor der syrischen Regierung geflohene Mörder, aka "Weißhelme", werden ausgerüstet und gut bezahlt um den Regime Change in Syrien zu fördern (siehe Afghanistan, Irak, ..). Begleitet wird diese ganze menschenverachtende Aktion mit unerträglich plumper "Weißwasch"-Propaganda, die von unseren Elfenbeinturm-Journalisten in Kairo ungefiltert über uns ausgelehrt wird. Viele "Rebellen" sind unter den guten Überlebensbedingungen zu IS-Dschihadisten mutiert. Zahlreiche Twitter-Fotos von IS-Angebern haben die enge Verwandschaft zwischen sog. "Weißhelmen" und IS-"Rebellen" belegt. Auch die "Rebellenfotos" mit McCain & Bagdahdi sind so in die Welt gekommen (s. NYT) (Natürlich sollten diese illegalen Treffen geheim gehalten werden.)

Weil der Regime Change wegen Russland bisher nicht geklappt hat, werden die Steigbügelhalter fallen gelassen (Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan ..) und erst mal syrisches Öl geraubt, während die IS-Terroristen aus der türkischen Schutzzone Idlib nun vom türkischen Sultan weiterbenutzt werden (Wes' Brot ich ess, des' Lied ich sing ...).

Und nun braucht der Chaot in Washington ein Weißwaschprogramm gegen die eigene Schmach wie damals Obama-vs-Osama für's angeschlagene Image. Dass Abu Bakr al-Baghdadi (natürlich) angeblich auch "auf hoher See bestattet" wurde gehört wohl zum US-Ritual (aus den Augen, aus dem Sinn > Beweisvernichtung). Auf alle Fälle muss man ihn möglichst schlecht aussehen lassen (wie all die anderen "Feinde der US-Demokratie") um das eigene Ansehen größtmöglich zu erhöhen (wie kolonialistische Großwild-Trophäenjäger).

Offenbar gibt es doch unerwartete Zweifel aus einer Mainstreamnische: "Erstaunlich und rätselhaft ist für internationale Terrorexperten ... " - Ach ja @Beyme , apropopo "Sprengstoffweste" - "Von einem Tunnel ist am Ort des Geschehens nichts zu sehen.", behauptet zumindest der Spon. Tunnel und Erdlöcher, wo der „Hund heulend und winselnd“ am besten noch Frauen und Kinder mit in seinen Tod nimmt, gehören anscheinend auch zum Helden Briefing im großen weißen Haus, von wo aus auch edle Weißhelme-Helden gemacht werden.

Und wenn die US-Heldengeschichte nicht so ganz ausgereift daher kommt, lassen sich die Ungereimtheiten ja leicht und gerne mit der Fantasie des Präsidenten-Darstellers erklären. :D

Nun denn, weiter so im Big Global Business.
(QUELLE)
 
Im Krieg wird grundsätzlich gelogen - Lügen dienen dann schließlich auch als Waffen.
Der/die KriegsberichterstatterInnen, die diese Bezeichnung verdienen UND noch selektieren können,
sind die wahren Helden.
 
Sicher. Das halte ich sogar für glaubwürdig. Was wäre seine Alternative gewesen?
Sich zu ergeben? Diese Moeglichkeit hat wohl bestanden, zumal die Kinder dabei waren. Und wenn man denn in solchen Kategorien denkt, den Mann in Handschellen der Weltoeffentlichkeit und seinen Waehlern vorzufuehren, waere noch um einiges wirkungsvoller gewesen.

Wie man so was macht, darfst du mich nicht fragen, aber auch fuer so was haben wir Deutsche ausgewiesene Experten.
 
Lebenslänglich Guantamo-Bay, hin und wieder ein bisschen foltern, Waterboarding etc., Demütigungen vor der Weltöffentlichkeit, vor den eigenen Clans, vor den eigenen Familien und Kindern, lebenslang als "feigen, winselnden Hund" vorführen, an den Pranger stellen, verhöhnen und zu solche einem Monster erklären, dass die Genfer Konvention für diesen Gefangenen nicht gilt. Ja, unter solchen Umständen ist es für einen Menschen aus jenem Kulturkreis selbstverständlich eine tolle Alternative, "sich zu ergeben".
 
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