Der nächste US-Präsident


Dass darauf nun einer mit Whataboutism und Verschwoerungsgedoens um die Ecke kommt...
Pardon, wie konnte ich nur am "Verschwoerungsgedoens" deines Präsidenten zweifeln. Du bist ja viel näher dran und kannst seine Glaubwürdigkeit wohl besser beurteilen. Dagegen fallen natürlich alle anderen Thesen hinten runter.
Im Krieg wird grundsätzlich gelogen (..) Der/die KriegsberichterstatterInnen, die diese Bezeichnung verdienen UND noch selektieren können, sind die wahren Helden.
z.B. Vanessa Beeley und Karin Leukefeld. Sonst hat sich keine(r) hingetraut um sich selbst ein Bild zu machen.
 
Zitat von Mayday Rescue:
Die Medien sollten sich von „unnötigen Spekulationen über seinen Tod zurückhalten und abwarten, bis die Untersuchung abgeschlossen“ sei, hieß es in der Erklärung von „Mayday Rescue“
Verschwörungstheoretiker sind schneller als Ermittler, dass ist das Bescheuerte...
 
Das Modell wiederholt sich soeben im Irak: Amerikanische Flugzeuge bombardieren schiitische Milizen im Irak - und -welch eine Überraschung - es werden daraufhin amerikanische Einrichtungen inklusive Botschaft im Irak von aufgebrachten Irakern bedroht und angegriffen. Wer ist schuld? Natürlich der böse Iran.
 
Und jetzt mal eben in einem fremden Land einen General aus der Luft ermordet … Da wundern sich die USA dann noch, warum sie in den Ländern des Nahen Ostens so beliebt sind ...
 
Selbst dem Dümmsten unter Amerikas Falken müsste klar sein, dass mit dieser Ermordung des ranghöchsten iranischen Militärs nicht etwa "tausenden von Amerikanern das Leben gerettet" wurde, sondern dass damit Zehntausende erst so richtig in Gefahr gebracht wurden. Und die Vergeltungsschläge, bei denen dann wiederum amerikanisches Blut fließt, werden nicht auf sich warten lassen. Dann herrscht Krieg und alle Amerikaner versammeln sich loyal hinter ihrem Präsidenten - das zynische Kalkül für den bevorstehenden Trump-Wahlkampf.
 
"Wir bomben uns die Welt
zurecht wie's uns gefällt,
widewidewitt, bum, bum.​
Eine ungeheure Demütigung für den gesamten Iran und den Irak, evtl. auch für die arabische Welt. Und jetzt werden sie dazu von ganz schlauen Demokraten aufgefordert den Schwanz einzuziehen. In einer offenen Konfrontation wären sie unterlegen.

Neben seinem eigenen Wahlkampf-Kalkül könnte es auch Trumps spontanes Neujahrsgeschenk für seinen Freund Bibi sein. Selbst im Pentagon dürften einige Ranghohe die Luft erschrocken anhalten. - Nach seinem selbstgefälligen Rechtfertigungsauftritt gestern ist sich Bibi ganz offensichtlich sicher einen möglichen Atomkrieg gegen den Iran unbeschadet gewinnen zu können. Das gleicht dem Größenwahn von Faschistenführern.

@Mannis Fan, ich wünsche Dir ein gutes Neues Jahr.
 
Ja und? Die USA haben bereits vor einem Jahr erklärt, dass sie sich nicht an den Atomvertrag von 2015 halten werden. Was erwartest Du vom Iran? Dass er sich an einen Vertrag hält, den der wichtigste Vertragspartner einseitig aufgekündigt hat?
 
Man werde stattdessen sein eigenes Programm weiterführen und unbegrenzt Uran anreichern.
... weil die Iraner nun endgültig kapiert haben, dass sie nur als Atommacht respektiert werden. Der Iran hatte den NPT und das Zusatzprozokoll unterzeichnet und wurde trotzdem weiter und weiter provoziert, weil er schon lange auf der Abschussliste des PNAC aufgeführt wurde, siehe: "Rebuilding America's Defenses, Sep.2000". Die Projektbetreiber aus der Neocon-Szene sind gute Bekannte. Nun hat ein plumper Trumpel die bisherige Strategie zum Regime Change im Iran geschreddert, oberpeinlich. Die Europäer werden als "Friedensstifter" schon gar nicht mehr ernst genommen.

Israelischer Historiker Moshe Zimmermann 2010: "Die Angst vor dem Frieden. Das israelische Dilemma."

Iran-Experte Adnan Tabatabai vom Bonner CARPO-Institut:
im Inforadio, 6.1.2020: "Bei aller Kritik für die Revolutionsgarden (...), war die Figura von Soleimani für die Wahrung der Sicherheit im Iran sehr sehr wertvoll",
im Merkur, 3.1.2020: "Israel, das in General Soleimani eine riesige Bedrohung gesehen hat (..)"
"Das ist eine Kriegserklärung der USA (..) Damit haben die Amerikaner ein klares Signal an Teheran gesendet."

Und nun, US-Journalist Max Blumenthal 6.1.2020:
Der irakische Premierminister enthüllt, dass Soleimani sich bei seiner Ermordung auf Friedensmission befand und überführt damit Trumps Aussage von den “bevorstehenden Angriffen” der Lüge. (Übersetzung: Nachdenkseiten gestern)

Ach wie hinterfotzig können "Demokraten" sein. :thumbsdown:
 
Das Weiße Haus will die Veröffentlichung des Buches von Ex-Sicherheitsberater Bolton verbieten (der darin lt. Vorauszug die Impeachment-Vorwürfe eins zu eins bestätigt). Gleichzeitig soll der Zeuge Bolton - wie alle anderen gefährlichen Zeugen - im Impeachment-Prozess verhindert bzw. Zeugenbefragungen generell nicht mehr zugelassen werden. Gleichzeitig wähnt sich der Unschuldsengel Trump als Opfer einer Hexenjagd. Der Dümmste merkt doch, was da gespielt wird. Nur die Republikaner nicht, die halten treu zu ihrem Superman.
 
Jeder in Amerika weiss mittlerweile, dass die Vorwürfe zu 100% berechtigt sind und dass Trump sein Amt missbraucht. DIe Ukraine Affäre ist da doch eh nur die Spitze des Eisberges. Aber erstaunlicherweise schadet es Trump nicht. Im Gegenteil. Die Umfragewerte sind nach wie vor nicht schlechter als vorher.
 
Inzwischen habe ich das Prinzip begriffen: Der "Bad Guy" ist häufig auch in Fernsehserien der heimlich oder offen beliebteste Charakter. Die Menschen mögen charismatische Bösewichte, und ein solcher ist Donald Trump. Vielleicht glaubt er sogar, er spiele in einer Serie … Das würde Vieles erklären.
 
So langsam nimmt die Nominierung der Demokraten Fahrt auf. Nächste Woche der "Super Tuesday", dann wird sich das Feld nochmal lichten. Ich persönlich glaube zwar, dass Joe Biden die größeren Chancen hätte, Trump aus dem Amt zu werfen, als Bernie Sanders, aber gleichzeitig glaube ich auch, dass die USA so jemanden wie Bernie Sanders dringend nötig hätten, um ihre inneren Probleme gründlich zu lösen und ihren weltweiten Größenwahn vielleicht ein wenig zurückzuschrauben.
 
Die Frage ist nur, ob Sanders nicht zu alt ist? Bei der Vereidigung wäre der über 80. Ich vermute auch mal, dass er vielen Wählern der Mitte zu weit links ist. Bloomberg wäre ja auch noch ein Kandidat den man nicht unterschätzen sollte.
 
Die Frage ist nur, ob Sanders nicht zu alt ist? Bei der Vereidigung wäre der über 80.
Der Trend geht aktuell in diese Richtung. Drei der letzten fünf Präsidenten gehörten bei ihrer Vereidigung zu den fünf ältesten; George H. W. Bush (Nr. 41, belegt mit 64 Jahren und 222 Tagen Platz 5), Ronald Reagan (Nr. 40, Platz 2 mit 69 Jahren und 348 Tagen)
Der bei Amtsantritt älteste US-Präsident ist Donald Trump (Nr. 45) im Alter von 70 Jahren und 220 Tagen.
Die Plätze 3 und 4 gehen übrigens an William Henry Harrison (Nr. 9) und James Buchanan (Nr. 15).

Die moderne Medizin macht's möglich. Wobei ich aber zugegebenermaßen nicht glaube, daß Bernie Sanders mehr als eine Amtszeit bestreiten würde ...

Gruß
Skywise
 
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