Der nächste US-Präsident


Tweety

Benutzer
Anscheinend war das Volk nun auch mit der neuen Regierung unzufrieden und Gründe dafür gibt es wahrlich mehr als genug. Sich in die Behauptung zu versteigen, dass Biden eine Kriegstreiber sei, grenzt ja schon an Rufmord. Biden war ja bereits unter Obama Außenminister und ich kann mich grad nicht so daran erinnern, dass die USA unzählige Kriege vom Zaun gebrochen haben.
Ich möchte nur mal so nebenbei darauf hinweisen, dass unter Trump mehr Amerikaner durch Corona gestorben sind, als US-Soldaten in allen Kriegen seit dem zweiten Weltkrieg zusammen. Außerdem war Trump auch ein Kriegstreiber, aber mehr indirekt. Durch seine ganze Nahostpolitik hat er die Region noch mehr in ein Pulverfass verwandelt. Von Kritik an Erdogan, Putin oder Kim Young Ung mal ganz zu schweigen.
 

Tonband

Benutzer
Sich in die Behauptung zu versteigen, dass Biden eine Kriegstreiber sei, grenzt ja schon an Rufmord.
@Tweety, daß Du mich des (fast-)"Rufmordes" zu bezichtigst deutet darauf hin, daß Du die MONITOR-Recherche ignoriert hast!

Und Deine angehängten Vergleiche zu anderen Machthabern empfinde ich an dieser Stelle als geradezu kindisch. Aber wir sollten ja im Gespräch bleiben. Was sagt @Beyme dazu? 🤔
 
Zuletzt bearbeitet:

Tweety

Benutzer
Kindisch ist das ganz und gar nicht, oder hat man von Trump mal was kritisches über Erdogan, Putin oder Saudi-Arabien gehört? Erst dadurch fühlen sich doch solche Länder erst ermutigt die Grenzen, wie weit sie gehen können, immer weiter auszutesten.
 
Zuletzt bearbeitet:

s.matze

Benutzer
Trump scheint ja nun doch einzulenken, wenn er sagt "Tut, was getan werden muss". Man kann nur hoffen, dass Uncle Joe (oder Poppa Joe)
gesundheitlich seine Amtszeit überhaupt bis zu Ende durchhalten wird.
 

Tonband

Benutzer
@Tweety, es geht hier darum, was wir von Biden zu erwarten haben. Erwartungsgemäß hat er seinen Kriegsbefürworter (siehe Syrien) Tony Blinken zum Aussenminister bestellt. Falls Du Zeit hast, recherchier doch mal dessen Lebenslauf.
So z.B. sieht ein Kriegskabinett aus: Lauter zufriedene Falken (incl. Poppa Joe)


(Quelle: https://www.nytimes.com/2020/01/12/us/politics/joe-biden-iraq-war.html )

Zum Kabinett gehört auch Kamala Harris:
"Sie ist der personifizierte Melting Pot. Ein bisschen schwarz, ein bisschen indisch, ein bisschen jamaikanisch und eine protestantische Baptistin, die als Kind einen Hindu-Tempel und eine schwarze Kirche besucht hat ..." was aber offenbar bedeutsamer ist:
"Harris unterstützt die Zweistaatenlösung und US-Militärhilfe für Israel. Zum Unmut der Linken steht sie dem American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) nahe und besucht deren Konferenzen, ..."
 
Zuletzt bearbeitet:

chapri

Benutzer
Menschen sind lernfähig - und verfolgen als Senatoren schon mal andere Ziele
denn als Regierungschef einer Führungsmacht.
Ich kann nichts Schlimmes an Harris' Israel-Freundlichkeit erkennen.
In der Tat ist die bedeutsam, denn sie hat ihren Grund!
 

rockon

Benutzer
Der gewählte Joe Biden könnte in seiner Verbundenheit mit der Rüstungsindustrie als neuer Kriegspräsident in die Geschichte eingehen. Oder ist er etwa weise geworden?
Jetzt lasst ihn doch mal ein paar Monate regieren, vielleicht ist er
tatsächlich weise geworden. Alt genug dafür ist er.
Und auch Frau Wagenknecht scheint mit den Jahren etwas weiser
geworden zu sein. Bei ihren Ansichten zu Stalinismus und DDR scheint
sie der Vernunft inzwischen mehr Raum zu geben.
 

Mannis Fan

Benutzer
Selbstverständlich werden die USA weiterhin weltweit Kriege anzetteln und in Kriegen mitmischen. Das gehört zu ihrem Geschäftsmodell spätestens seit Präsident Monroe.
 

Tweety

Benutzer
Was Trump da jetzt wieder abzieht ist ja wohl kaum noch zu toppen. Das Telefonat mit Raffelsperger stellt ja wohl alles bisherige nochmal in den Schatten. Sowas kann sich selbst Hollywood nicht ausdenken. Also da wird einem echt ganz anders. Richtig geil ist aber, dass niemand an der Echtheit des Telefonats zweifelt. Bei jedem anderen hätte man vermutet, da hätte sich ein Radio- oder TV-Sender einen Spaß erlaubt.

Bin ich froh, wenn der Mann endlich weg ist.🙄
 
Zuletzt bearbeitet:

Mannis Fan

Benutzer
Eigentlich müsste es in diesem Faden jetzt drunter und drüber gehen. Sind wir schon so abgestumpft? Was da gerade in Washington passiert, ist doch ein Ereignis von historischen Ausmaßen. Wer hätte vor einigen Jahren noch geglaubt, dass es in den USA möglich ist, dass ein amtierender Präsident zum Putsch gegen ein demokratisch zustandegekommenes Wahlergebnis aufruft - und damit einen solchen Erfolg hat. Wenn ihr mich fragt: Das ist erst der Anfang. Da wird es in den nächsten Tagen und Wochen noch weitere "unfassbare" Ereignisse geben.
 
Ich habe in den letzten Monaten einige Zeit damit verbracht konservative Radiotalkshows zu hören (Beck, Hannity, Sexton). Da vergeht einem dann schnell jede Illusion darüber, dass das bald vorbei sein könnte. Das, was wir gestern miterleben durften ist viel größer als Trump. Mag sein, die Lage beruhigt sich ein wenig, wenn Biden erst offiziell im Amt ist. Verlassen würde ich mich darauf aber nicht. Leider macht die deutschsprachige Berichterstattung dazu - jedenfals die die ich mitkriege - auch keine
wirklich gute Figur. Eine typische Frage an Korrespondenten in der letzten Zeit war immer: "Haben die Trump-Fans denn jetzt endlich eingesehen, dass er die Wahl verloren hat?" NEIN, haben sie nicht. Werden die auch nie. Oder: "Wie viel muss noch passieren, damit Trumps Unterstützer sich endlich abwenden." Gegenfrage: Wie viel muss noch passieren, bis deutsche Journalisten endlich kapieren, dass das so nicht laufen wird. Trump-Fans haben ihn vor 4 Jahren schon gewählt, obwohl sie da schon genau wissen mussten wie er drauf ist, und sie haben ihm dann sogar fast die Wiederwahl ermöglicht, obwohl sie ihn im Amt erlebt haben. Jetzt hoffen manche Journalisten wieder, weil einige Republikaner nach den gestrigen "Protesten" nun doch nicht mehr auf Trumps Seite sind. Dabei übersehen sie natürlich wieder komplett, dass Trump und die Republikaner noch nie das gleiche waren, genauso wie diese Bewegung schon lange unabhängig von Trump funktioniert. Der ist grade einfach nur der Spinner den sie sich als Symbol ausgesucht haben, aber das kann morgen schon jemand anderes sein. Und scheinbar haben sie auch immer weniger Probleme damit, Gewalt zu rechtfertigen. Zumindest war die Marschrichtung bei Hannity wie auch bei Sexton gestern schon völlig klar. Ja, in den Kongress einzudringen war natürlich nicht in Ordnung, ABER die überwiegende Mehrheit der Menge sei ja völlig friedlich gewesen und außerdem freuten sich die linken Medien (ernsthaft!) über die jetzigen Zustände am meisten, denn jetzt hätten sie endlich wieder was gegen Trump in der Hand. Einer von denen hat im Herbst tatsächlich behauptet, die Medien und die Demokraten würden die hohen Coronatodeszahlen ja nur deshalb verbreiten, weil sie damit den Präsidenten schädigen wollten (Zitat in etwa: "in Wriklichkeit sind denen die Toten doch egal"). Wenn man dem politischen Gegner erstmal unterstellt, Menschenleben zu instrumentalisieren, nimmt natürlich die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung ab. Und dann wundert sich ernsthaft irgendwer noch über irgendwas???
 

Tweety

Benutzer
Jetzt noch in den USA, bald auch vor Ihrer Haustür. Alles was in den USA so passiert, schwappt, mit einiger Verzögerung auch nach Europa. Haben doch gerade erst vor kurzem Demonstranten auch den Reichstag versucht zu stürmen. Von daher kommt die Entwicklung nicht überraschend. Da die Anzahl der Unzufriedenen und Unbelehrbaren auch in Deutschland immer mehr zunimmt, muss man kein Prophet sein um da pessimistisch in die Zukunft zu blicken.
 

Skywise

Benutzer
Das, was wir gestern miterleben durften ist viel größer als Trump. Mag sein, die Lage beruhigt sich ein wenig, wenn Biden erst offiziell im Amt ist. Verlassen würde ich mich darauf aber nicht.
Dem würde ich mich anschließen. "Nicht mehr im Amt" heißt im Fall von Donald Trump ja nicht automatisch "weg". Und wenn er tatsächlich erwägen sollte, in vier Jahren nochmal anzutreten, wird er weiterhin im Gespräch bleiben wollen.

Leider macht die deutschsprachige Berichterstattung dazu - jedenfals die die ich mitkriege - auch keine
wirklich gute Figur. Eine typische Frage an Korrespondenten in der letzten Zeit war immer: "Haben die Trump-Fans denn jetzt endlich eingesehen, dass er die Wahl verloren hat?" NEIN, haben sie nicht. Werden die auch nie. Oder: "Wie viel muss noch passieren, damit Trumps Unterstützer sich endlich abwenden." Gegenfrage: Wie viel muss noch passieren, bis deutsche Journalisten endlich kapieren, dass das so nicht laufen wird. Trump-Fans haben ihn vor 4 Jahren schon gewählt, obwohl sie da schon genau wissen mussten wie er drauf ist, und sie haben ihm dann sogar fast die Wiederwahl ermöglicht, obwohl sie ihn im Amt erlebt haben.
Oder weil sie ihn im Amt erlebt haben. Immerhin hat Donald Trump in einigen Punkten sogar eine verblüffend gute Figur abgegeben, indem er viele Wahlversprechen eingehalten oder sich doch wenigstens um eine Einhaltung bemüht hat (über die Ursachen und die Konsequenzen der Wahlversprechen brauchen wir uns jetzt nicht unbedingt zu unterhalten, denn die meisten Entscheidungen und Folgen wird man wahrschienlich erst in einigen Jahren wirklich beurteilen können). Und auch wenn er sich international verhalten hat wie die Axt im Walde und bemerkenswert viele Trümmer hinterläßt - daß in Sachen Israel tatsächlich was Positives rausgekommen ist, gestehe ich ihm gerne zu.
Und daß er eine zupackende Art hat, wird man wohl auch nicht in Abrede stellen. Daß er oft genug aber nur zugegriffen hat, um bestimmte Dinge ins Klo zu befördern, sollte man auch mit berücksichtigen. Ich glaube aber nicht, daß das eine Menge seiner Anhänger wirklich stört.

Jetzt hoffen manche Journalisten wieder, weil einige Republikaner nach den gestrigen "Protesten" nun doch nicht mehr auf Trumps Seite sind. Dabei übersehen sie natürlich wieder komplett, dass Trump und die Republikaner noch nie das gleiche waren, genauso wie diese Bewegung schon lange unabhängig von Trump funktioniert. Der ist grade einfach nur der Spinner den sie sich als Symbol ausgesucht haben, aber das kann morgen schon jemand anderes sein.
Wollen wir's doch hoffen. Manko ist aber augenscheinlich, daß sowohl Republikaner als auch Demokraten nicht genügend politisches Profil mitbringen. Die haben nicht viel andere Ideen als "Die Ideen der anderen sind scheiße" und nehmen gegebenenfalls irgendwelche Extrem-Positionen ein. Und das ist nun wieder etwas, bei dem niemand Trump wirklich das Wasser reichen kann. Nur - dieser Entwicklung muß man auch irgendwie beikommen, sonst geht das nicht mehr lange gut. Und in Biden sehe ich darin nicht unbedingt den richtigen Menschen, der eine Rückführung bewirken kann. Allerhöchstens einen Menschen, der im nächsten Wahlkampf eine solche Rückführung ermöglichen kann. Aber dann darf der Gegner halt nicht Trump heißen.

Gruß
Skywise
 

Tweety

Benutzer
Immerhin hat Donald Trump in einigen Punkten sogar eine verblüffend gute Figur abgegeben,
Der Tag muss mir leider entgangen sein.

Die Republikaner sind mit Trump "all in" gegangen und haben sich verzockt. Trump ist abgewählt und auch die Mehrheit im Senat könnte wohl auch futsch sein. Viel zu lange ist man dem großen Führer blind und bedingungslos gefolgt, obwohl sich der Wind in der Bevölkerung längst gedreht hatte. Nun, jetzt hat man die Quittung bekommen. Gut so.
 
Zuletzt bearbeitet:

Skywise

Benutzer
Der Tag muss mir leider entgangen sein.
Nö, ist ja tatsächlich so, daß er bemerkenswert viele seiner Wahlversprechen entweder eingehalten hat oder sich zumindest drum bemüht hat. Dieses "America First" hat er recht konsequent umgesetzt, wenn man darunter versteht "Allen mal kräftig vor den Koffer kacken, die irgendwie wollen, daß wir Rücksicht auf irgendwen oder irgendwas nehmen sollen". Umweltauflagen zum Deubel, Regulatorien der Wirtschaft runtergeschraubt, den einheimischen Markt durch Strafzölle abgeschottet, die durch Obama aufgepäppelte Krankenversicherung in wesentlichen Punkten wieder zergeschlagen ... alles Sachen, die der liebe Onkel Donald versprochen und auch so umgesetzt hat. Aus dem Pariser Abkommen wollte er aussteigen, andere Bündnisse wollte er in Frage stellen - hat er alles gemacht.
Und wer kann schon einem Präsidenten böse sein, der wirklich tut, was er ankündigt?

Abgesehen davon scheint er ja die Menschen irgendwie zu erreichen. Er mag ein Arschloch sein, aber er ist auch ein Showman, der genau weiß, wie er sich in der Öffentlichkeit zu geben hat. Wenn man sich mal seine Reden ungefiltert gibt, dann kann man schon nachvollziehen, wieso so viele Menschen irgendwie an ihn glauben *wollen*.

Daß seine politischen Entscheidungen durch die Bank ein dickes Ende nach sich ziehen werden, das vor allem der Regierung Biden auf die Füße fallen wird, ist klar. Donald Trump hatte in meinen Augen ein fast schon unrealistisch gigantisches Maß an Schwein, daß erstens die Obama-Regierung vor ihm bereits einige kluge Entscheidungen getroffen hat und Iden umsetzen konnte, die die Wirtschaft wieder angekurbelt haben, und zweitens daß die Weltwirtschaft während seiner Regentschaft auch noch anzog und damit einigen seiner eigenen Maßnahmen Rückenwind verschafft hat, die bei stagnierender Weltwirtschaft abgestürzt wären wie ein Zeppelin aus Blei. Biden wird wahrscheinlich schneller die Suppe auslöffeln müssen, die Trump ihm serviert hat, als es ihm lieb ist. Nachhaltig waren die Trump'schen Ideen auf gar keinen Fall, aber dem einfach gestrickten Geist genügt es ja augenscheinlich, wenn man ihm in Aussicht stellt, heute noch etwas auf Kosten der nächsten Generation zu fressen zu bekommen. Die kann sich ja dann bei Biden und seinem Nachfolger darüber beschweren.

Gruß
Skywise
 

Tweety

Benutzer
Nö, ist ja tatsächlich so, daß er bemerkenswert viele seiner Wahlversprechen entweder eingehalten hat oder sich zumindest drum bemüht hat. Dieses "America First" hat er recht konsequent umgesetzt, wenn man darunter versteht "Allen mal kräftig vor den Koffer kacken, die irgendwie wollen, daß wir Rücksicht auf irgendwen oder irgendwas nehmen sollen". Umweltauflagen zum Deubel, Regulatorien der Wirtschaft runtergeschraubt, den einheimischen Markt durch Strafzölle abgeschottet,
Das stimmt, aber ein gute Figur hat er dabei zu keinem Zeitpunkt abgegeben.
 

Mannis Fan

Benutzer
Sobald er offiziell aus dem Amt geschieden ist, werden die Staatsanwälte Trump die Hölle heiß machen. Wenn überhaupt, dann ist er nicht politisch, sondern nur juristisch kleinzukriegen. Das wiederum werden er und seine Anhänger aber nutzen, um die Märtyrerlegende zu stricken, die am Ende weiteres Öl ins Feuer gießt. Dieser Mann ist so brandgefährlich, dass er eigentlich hinter Gitter gehört, und sein ganzer Clan gleich mit ihm.
 

DPITTI

Gesperrter Benutzer
Ich habe gestern Abend diese Heute Spizial Ausgabe gesehen. Das wird nicht nur in den USA knallen wenn das so weiter geht denke ich. Ja der Herr Trump hat auch irgendwie nicht alle Tassen im Schrank, bzw. fehlt die eine oder andere Latte am Zaun. Vor allem die Frau die abgeschossen wurde ist ja leider verstorben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben