Der Studiobilder-Thread


Das war Spezial-Spezial. Radio Tirana hatte sowohl Bandmaschinen mit internationaler Schichtlage, als auch Deutscher. Um zu vermeiden, dass man das Band immer vertwisseln muss, hat man die Maschinen (hier: Mechlabor STM-201b) mit internationaler Schichtlage so modifiziert, dass der linke Teller rückwärts lief. Damit konnte man die Bänder auf deutscher Schichtlage gewickelt lassen.
 
Gefällt mir: lg74
Diese Genialität habe ich ja noch nie gehört. Was es es alles gibt/gab.
Als ich damals vor dem Gerät stand dachte ich: WhatTheF**k? Es sah wirklich komisch aus, wie beide Teller gegenläufig drehten, gerade auch beim Punch-In-Editing...

Übrigens, wer sich für den Atombunker mit Studio in Kall interessiert; es werden Führungen mit "Rahmenprogramm" angeboten (Motto: Was wäre passiert, wenn die Bomben auf's Ruhrgebiet gefallen wären); so kann man sich schonmal das Wochenende 06. und 07. Juli 2019 merken, wo wir bei den Eifeler Radiotagen aus dem Studio senden werden und auch Tag der offenen Tür haben (incl. Radiosendung über einen UKW Sender aus dem Jahr 1955)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Foto machte hier ja schonmal die Runde, es ist trotzdem immer wieder schön zu sehen, wie die das mit der Schichtlage gelöst haben ;)

Konnte man das ggf. Umschalten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gab mal eine Zeit, da war Magdeburg richtig sauber auf DVB, schon wieder viele Jahre her. Wirklich richtig sauber. Ohne Klirr, nicht verbogen, volle Dynamik. War wohl ein "Versehen" und wurde nach einiger Zeit wieder kassiert. Irgendwo müsste ich vielleicht noch einen "Beweismitschnitt" haben.
Habe ihn gefunden! Das lief wirklich mal so via DVB. Das Nachrichtenmikro war mies oder mies besprochen, aber sonst machte das richtig Freude.
 

Anhänge

Hahaha, die Kommentare der 1940er Jahrgänge, zu köstlich.
Ich bin 1974er Jahrgang und finde diese Einrichtung zumindest optisch schonmal so krank wie das meiste aus der heutigen Zeit, nicht nur auf den Rundfunk bezogen.

Aber ich muss dort ja auch nicht arbeiten, muss nicht mehrere Überwachungskameras (ja, ich weiß, die Hörer wollen das sehen...) direkt auf mich gerichtet haben und muss mich nicht von draußen angucken lassen wie im Zoo.

Auffällig aber: viel Platz und offenbar viel Geld. Und das ist ein Privatsender. Er leistet sich ein Produktionsstudio, von dem in Deutschland manche Öffi-Popwelle nur träumen kann. Bloß wozu? Ich höre da gerade mal rein und es wimmert und jault der gleiche Musik-Abfall wie im deutschen Vollpfostenradio. Es klingt auch genauso verzerrt und pumpend. Reicht dafür nicht auch ein Headset und ein "Next"-Button aufm Klo?
 
Es sieht so aus wie sich das Programm dann auch anhört.

Was die scheinbare Größe der Studios angeht, die sind mit dem gleichen krassen Weitwinkelobjektiv aufgenommen, mit dem sie auch in den Wohnungsanzeigen aus jedem 4 qm Badezimmer ein olympisches Schwimmbad machen. Sieh mal, wie extrem Gegenstände in den Bildecken in die Breite gezogen werden.
 
Wo wir gerade in Belgien sind - 360-Grad-Ansicht des Studios von VRT Radio 1: https://www.poppr.be/projects/vrt-radio-1/

Anmerkungen: ich höre das Programm gerne, technisch klingt es auch sauber, daher hätte ich nicht so viel Glas erwartet. Generell wirkt der Aufbau auf mich sehr „kühl“, ich würde mich dort nicht wohlfühlen, dem Programm tut es allerdings keinen Abbruch.
Auffällig finde ich die sehr üppigen Gestelle mit reichlich Drawmer Distressor, wohl für die Mikrofonwege (jetzt wohl die üblichen TLM 102, kann man ja durchaus machen), Denon DJ-CD-Player und ner dicken Kommandoanlage mit reichlich Zielen (da kann wohl jeder mit jedem Sprechen...).
Dann versteckt sich da noch ein Midas (?) Analogmischer, ggf geparkt für Studiokonzerte oder ähnlichem.
„Schön“ auch die Ghielmetti-Steckfeldwelt, sieht man in deutschen Studios ja mittlerweile eher selten oder nur noch in den Geräteräumen - in meinem Umfeld war das auch entweder Lemo oder schlicht XLR.
Wie beim WDR mag man reichlich aktive Fostex-Breitbänder, vermutlich für Vorhör- und Kommandozwecke, aufstellen.

Dicker Controller für die VCS-Ablaufsteuerung (heute SciSys), und es gibt sogar noch ein paar Gasplasmaanzeigen.

Ich reiche die Tage auch mal einen Teil meiner Arbeitsplätze nach (immer soweit wir sie auch Besuchergruppen zeigen würden) - zumindest den Audioteil - gehässig könnte man sagen, dass so manche Programmgestaltung einen eigentlichen Radiomann zum Fernsehen brachte...
 
Was mir bei VRT Radio 1 positiv auffällt, ist die unaufgeregte Präsentation der Nachrichten. Ruhige Sprecher, angenehmes Tempo, geringes Dynamikprocessing (was auch erklären mag, warum es trotz viel Glas ordentlich klingt).
 
Die ganze schöne unaufgeregte Weise von VRT Radio 1, wo die Wortstrecken auch mal länger sein dürfen, gefällt mir. In der Regel sehr gut gemacht, wobei das Rohrkrepiererinterview dort natürlich auch nicht ausbleibt.
Wobei sie ja leider nicht ohne Claim und Verkehrsbett auskommen, dafür aber mit recht angenehmen Soundprocessing.
Die Nachrichten dürften aus der Butze kommen:
018D9B58-481A-4956-B99A-B0D674959978.png
Bildschirmarbeitsplatz mit angeschlossenem Mikrofon ;)

Mich stört allerdings auch das Tempo, mit dem die RTBF, also der frankophone öffentlich-rechtliche die Nachrichten manchmal runterrattert, vor allem in den kurzen Blöcken - mag aber auch daran liegen, dass ich kein französischer Muttersprachler bin. Verstehen kann man es, ist trotzdem oft arg schnell.
 
Mich stört allerdings auch das Tempo, mit dem die RTBF, also der frankophone öffentlich-rechtliche die Nachrichten manchmal runterrattert...
Mich stört es genauso. Vor allem dieser alberne 'Wechselgesang' mit zwei Personen in den 'großen' Nachrichten, z.B. morgens um 8 Uhr. Zumal das ganze Hin und Her komplett vom Blatt gelesen wird. Es fehlen einfach die kleinen Pausen, die dann entstehen, wenn jemand beim Sprechen zwischendurch denken muss. Es ist auch gar nicht so sehr die Sprechgeschwindigkeit, als die schnelle Abfolge. Auch die kräftige Komprimierung leistet ihren Beitrag, dass die ganze Sache derart atemlos rüberkommt.

Die Nachrichten von VRT Radio 1 sind übrigens noch angenehmer, wenn man sie über Klara hört. Der Sprecher ist der- oder dieselbe, aber das Gebimmel zwischen den Meldungen ist dezenter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben