Der Studiobilder-Thread


Versenkte Regler bei Monitora? Sachen gab's...
Ich finde Homestories zwar dämlich, aber wenn dabei schon dieses Foto des ex-SWF-3-Pultes abfällt, dann meinetwegen:


(via https://www.stuttgarter-nachrichten...sse.af955e18-dd97-4645-b126-651af4dab3b4.html )

Die Fader stehen alle ganz unten, falls es Probleme mit der optischen Erkennung geben sollte...

Damit die Brötchenkrümel sich ordentlich drin sammeln
Das sind Danner 4301-103V2. Da passt auch gut was rein: https://www.ebay.de/itm/Modul-8-x-Danner-Monitora-4301-103V2-Fader-Studio-Vintage-I71-/392281255542 (runterscrollen, Fotos sind unten).

Die Briten fahren halt nicht nur auf der falschen Straßenseite...
Angeblich wäre mal jemand beim Worldservice versehentlich mit dem Ärmel an einen Regler gekommen und hätte damit was abgefahren, was er nie, nie, nie hätte abfahren dürfen. Und dann hätte man die Regler eben nach unten öffnend eingebaut. Kann aber auch einfach nur Legende sein. Das muss aber schon lange her sein, denn diese Anordnung ist schon alt: http://www.orbem.co.uk/gp/gp1.htm - und schon früher bei den "Straßenbahn"-Reglern war es wohl so: http://www.orbem.co.uk/cons/consb_3.htm
 
Das Grauen wird perfekt, wenn man hinter den Kulissen sieht, was da wie umfangreich klanglich verbogen wird:
"Der Leikermoser-Prozessor"
Ich lache mir nen Ast und setz mich druff!
Ich hoffe ja immer noch, dass die Geschichte mit dem Bandsättigungseffekt ein schlechter Witz war.
Falls nicht:
Man hängt sich da wirklich noch ne extra Kiste in den Signalweg, weil der Selbstfahrer einen unruhigen Finger hat?
Pegelsprünge von 10dB? Wie bekommt man das überhaupt hin bei einer Popwelle, wo Sprache vorkomprimiert wird und die Musik eh schon brachial gemastert ist? Und selbst wenn, regelt der Optimod allein das locker weg, auch wenn ich in einer Sprechpause das Bett volle Kanne in die Kompression jage.
Da wollte wohl jemand nur noch ein weiteres Spielzeug im Rack haben.

Und dann diesen abscheulichen Rotzsound mit der Sicherheit der Flugfunknavigation zu rechtfertigen. :wall:
Die BNetzA gibt genau zwei Werte vor, die es einzuhalten gilt. 75kHz Hub und 0dBr Multiplexleistung (gemittelt über eine Minute).
Und da ist es egal, ob das nun auf 87,80MHz, oder auf 107,70MHz stattfindet. Denn wenn die BNetzA eine Frequenz zuweist, und dabei ist es egal, ob das an der unteren oder oberen Bandgrenze ist, und die beiden Grenzwerte eingehalten werden, dann ist es schlichtweg AUSGESCHLOSSEN, dass andere, benachbarte Dienste dadurch auch nur in irgendeiner Art und Weise beeinträchtigt werden.

Dann noch das extreme Entstellen der Moderatorenstimmen als Alleinstellungsmerkmal zu bezeichnen (gegenüber Lokalprogrammen???) und u.a. damit zu begründen, dass das SM-7 ein dynamisches Mikrofon ist, "wo man halt noch nacharbeiten muss"...

Ich kann das alles kaum glauben und bin mir nicht sicher, ob dieser Techniker tatsächlich glaubt, was er da von sich gibt, denn Ahnung von der Materie scheint er ja durchaus zu haben.

Ich habe mich schon gewundert, wieso hier sonst noch keiner auf diese Videos reagiert hat.
Jetzt weiß ich auch warum. Es schont die Nerven. Ich gehe mich dann jetzt mal wieder beruhigen.
 
Das sind Danner 4301-103V2. Da passt auch gut was rein: https://www.ebay.de/itm/Modul-8-x-Danner-Monitora-4301-103V2-Fader-Studio-Vintage-I71-/392281255542 (runterscrollen, Fotos sind unten).
Ach die aus der Analogzeit ;) ich war gedanklich bei Monitora (später Lawo) Diamond.
Stimmt, in der "Wanne" des Faders kannste ganze Baguettes backen...
Angeblich wäre mal jemand beim Worldservice versehentlich mit dem Ärmel an einen Regler gekommen und hätte damit was abgefahren, was er nie, nie, nie hätte abfahren dürfen. Und dann hätte man die Regler eben nach unten öffnend eingebaut. Kann aber auch einfach nur Legende sein. Das muss aber schon lange her sein, denn diese Anordnung ist schon alt: http://www.orbem.co.uk/gp/gp1.htm - und schon früher bei den "Straßenbahn"-Reglern war es wohl so: http://www.orbem.co.uk/cons/consb_3.htm
Mir ist genau das umgekehrte mal passiert: offenen Regler mit dem Hemdsärmel wieder zugerissen. War auch ein analoges Monitora-Pult, bei Radio Bremen. Bloß in schwarz und ohne versenkte Regler.
Ich finde diese britische Marotte etwas unergonomisch, da klappt das allfällige "vom Körper wegmischen" nicht so gut :cool:
 
In den AM-Bereichen sind das sogar Absolutwerte, also unabhängig von der Sendeleistung. Da darf der Mittelwellensender mit ein paar Hundert kW nicht mehr hochfrequenten Dreck in die Gegend blasen, als einer mit 100 W.

Ist das beim UKW genauso?
 
Bei UKW wird der Wert in dBc angegeben, also bezogen auf die Trägerleistung. Das schwankt dann abhängig der Leistung und des Standortes. Bezüglich Kurzwelle müsste ich nochmal in meine Zuteilung gucken, was drin steht. Bei AM wird aber die Trägerleistung lizenziert, ohne Modulation. Ob du dann 100kW mit 50 80 oder 125prozent modulierst ist egal.
 
... es hat schon Gründe, dass man uns Digital gewaltsam aufdrückt.

Wenn man allein den technischen Aufwand mit Nebenkosten einer 100KW FM-Anlage im Vergleich mit DAB setzt, wird jedem klar sein, dass man Analog bei der heutigen "Smartphone-Generation" dauerhaft nicht am Leben halten kann.

Die Deutsche Welle (oder war es der Deutschlandfunk) reduzierten in Spanien die Sendeleistung um 50%, was monatlich 35.000,-€ Stromkosten einsparte!

Digital steckt in einem 19" Schränkchen drin mit einem kleinen Netzkabelchen dran und gut is....

Tonqualität? Für wen denn, wir paar Oldie's die noch einen Unterschied hören sterben bald aus und das Deutsche Radio begeht ohnehin gerade Selbstmord!

R.

DAB Kanal 29 NDR.jpg

DAB Kanal 29 Hamburg
(dem "Indernäd" entnommen)

und hier der 100KW Mittelwellensender (Lorenz) im bayerischen Ismaning mit gigantischen Energiekosten:

100KW Lorenzsender Ismaning 1938.jpg


(nur mal so am Rande der Diskussionen)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man allein den technischen Aufwand mit Nebenkosten einer 100KW FM-Anlage im Vergleich mit DAB setzt, wird jedem klar sein, dass man Analog bei der heutigen "Smartphone-Generation" dauerhaft nicht am Leben halten kann.
Die "Smartphone-Generation" denkt bei "Kilowatt" an https://www.toonpool.com/cartoons/Kalte Progression_222352# und bei DAB an Bier - wenn überhaupt. Und bei "Radio" denkt die Smartphone-Generation an Streams und nicht an so ein Oma-System, für das man ein extra Gerät braucht.

Der technische Aufwand bei DAB ist höher. Zentrale Multiplexbildung und Synchronisation der Senderstandorte wegen Gleichwellennetz (die Gebiete mit schlechtem Empfang mögen ja bitteschön am besten im Wald sein und am unliebsten entlang der Autobahn) erfordern schon etwas Aufwand.

DAB-Sender haben auch heute noch deutlich geringeren Wirkungsgrad als UKW-Sender. Die extrem hohe Linearität, die da gefordert wird, verbietet effizientere Arbeitspunkte. Um das derzeit mögliche zu erreichen, treibt man schon einigen Aufwand, Stichpunkt Doherty-Verstärker.

Digital steckt in einem 19" Schränkchen drin mit einem kleinen Netzkabelchen dran und gut is....
Wäre mir neu, dass die Maskenfilter mit ins Schränkchen passen. Aber auch UKW passt inzwischen bis auf die Filter in ein recht kleines Rack. Was die Uplink Networks da so installiert für UKW-Signalzuführung / Decoder / Sender / Monitoring ist auch recht kompakt. Das ist Röbel (ohne "n"):


(Quelle: https://www.uplink-network.de/einig...oeglicht-schnelle-umstellung-von-ukw-sendern/ - der Text dazu ist köstlich und offenbar von jemandem der "Generation Smartphone"... der kapitalste Fehler ist im Ursprungstext bei radioszene.de nicht drin )

Das sind 9 UKW-Sender mit ERP-Leistungen zwischen 60 kW und 200 W. Dazu gehören dann Senderausgangsleistungen von ca. 200 W bis vielleicht 6 kW. Alleine im mittleren Rack stecken 5 komplette Sendeanlagen. Rechts daneben sind 2 Anlagen mit Redundanz, vermutlich NDR Kultur und NDR 1. Ganz links steckt vermutlich NDR 2 redundant in 2 Racks. Die silbernen Einschübe sind Endstufenmodule, hot-plug-fähig, jewiels 1 kW pro Einschub.

Mehr Platz braucht das alles nicht mehr. Nicht im Bild sind freilich die Filter und Weichen.

Nö. DVB-T(alt)-Kanal K29. Mit NDR, WDR, hr und MDR. Das Foto stammt von http://thomastepe.de/blog/blog/2006/08/29/503/ (meint Google) und gehört zum Standort Steinkimmen. Die Bildbeschreibung ist darunter, nicht darüber. Nach meiner Liste "ANLAGE_1_-_DVB-T2_Migrationsszenarien_Deutschland_Stand_12.05.2015.xlsx" war das der Mux "ARD reg. (NDS)", wurde demnach wohl am 28.3.2017 abgeschaltet und hat seitdem den DVB-T2-Mux "ARD-NDR HD" laufen.
 
Vor den Peakmeter von RTW & NTP gab es Lichtzeiger.

Die gab es von Siemens, Telefunken, TAB, auch NTP mischten mit:

Lichtzeiger Typen.jpg

U70-01.jpg

Lichtzeiger Skala.jpg

Lichtzeiger Stereo-Brikett.jpg

Telefunken Lichtzeiger.JPG

Telefunken J645 Lichtzeiger 40x190mm.JPG

Über ein Drehspulinstrument wurde anstelle dem Zeiger mit Spiegelchen das gebündelte Licht als Strich von hinten auf die Skala projeziert und war im Studiobetrieb angenehmer gegenüber den "zappelnden Balken".

Man braucht allerding einen Logarythmierverstärker zum Ansteuern wie z.B. den U70, U370 ect.

R.
 
Zuletzt bearbeitet:
... war damals beim Hans Eckmiller schon serienmäßig:

Eckmiller_W85.JPG Eckmiller W85_innen.jpg

mit 122 Kontakten mit jeweils einzelnen Widerständen und versenktem Bedienknopf.

Diese zur Röhrenzeit gehörigen passiven Fader hatten 34dB dämpfung und wurden über einen V72 als Aufholverstärker versorgt - ohne Sendeausfälle wie heute!

R.
 
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