Der Studiobilder-Thread


Wie läuft der Betrieb dort? Die Einrichtung erinnert mich an die "belgische Methode", Programm vom Techniker gefahren, aber im gleichen Raum wie der Moderator. Ist das hier genauso?
 
Bei Radio10, Radio Veronica, Radio 538, QMusic und den NPO-Radios 3FM und Radio2 fährt der Moderator die Sendung. Gegenüber üblicherweise der Sidekick, an den Seiten dann, je nach Sendung, Redakteur, Hörertelefon, Assistenz und Nachrichtenmann/-frau. Morgens ist immer volle Besetzung, ansonsten abhängig vom Sendungsinhalt mal mehr, mal weniger Leute.
 
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Sehr schön! Ein Studio, das so gemütlich aussieht wie dieser Lagerraum in einer Sporthalle, wo immer die Sprungmatten und die Bockspring-Böcke gelagert werden. Mit direktem Blick ins Kernkraftwerk nebenan, wo Dr. Domboldt gerade einen weltweiten Energieschock initiiert, harharhar. ;)

Ist das hinter Herrn Wecken der Nachrichten-Gong? Wurde der dann sekundengenau locker aus der rechten Schulter nach schräg hinten angeklöppelt - oder wie muss ich mir das vorstellen?

Wilde Zeiten jedenfalls. Aschenbecher und Füllfederhalter natürlich immer dabei. Dafür weit und breit kein Telefon und kein Kopfhörer. Naja.
 
Aber wieso zwei Mikros? Das kann doch nur böse Phasenschweinereien geben, wenn beide auf sind. Oder soll das zweite die passive Reserve darstellen? Bisschen overkill in einem Hörfunk-Außenstudio, oder?
 
Unsere Vereinsjugend... ts.. ts... ts...

Also: ein richtiges Studio ist aus Holz. Dann kann man auch einen ordentlichen Abstand zum Mikrofon einhalten und muss der Holden nicht die Strümpfe zerschneiden.

Der weiße Kittel war in jenen Jahren die Amtsrobe des Ingenieurs, nur echt mit Vierfarbkuli in der oberen Tasche. Man beachte auch die Kleidung des Sprechers/Redakteurs. Die hat viel dazu beigetragen, dass die Leute nicht so flapsig rüberkamen.

Selbstverfreilich war immer nur ein Mikrofon in Betrieb, das andere war Reserve. Und, ja, der Gong wurde bei einigen Sendern zur Zeitansage geschlagen.

Und nun Marsch zurück in den Sandkasten mit Euch!
 
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Der Gong auf dem Abhörlautsprecher ist Reserve, falls der elektrische ausfällt. Dazu ist er nämlich da (der Lautsprecher). Im Havariefalle wird er (von wem, weiß ich nicht) auf den Sprechertisch verbracht. In einer mittelgroßen Rundfunkanstalt im Zentrum der Republik war’s genauso.
 
Im polnischen Staatsrundfunk so bis 2000 gabs auch immer 2 Mikrofone.
der geübte Moderator guckt und spricht zwischen den Mikros durch.
Er muss dann nicht den Kopf neigen um seinen Techniker zu sehen und Poppschutz spart man auch. ;)
Die meisten heutigen Moderatoren haben ja nie gelernt, dass und wie man ein Mikrofon auch ohne Poppschutz störungsfrei besprechen kann. :rolleyes:
 
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zu #1608:

Kittel sind oder waren Berufsbekleidung und zu Zeiten der Telefunken T9 wurde die sogar mit einem Ölkännchen gewartet (Stützkugeln der Motorenlager liefen auf gehärteten Plättchen in Öl).

So blieb private Kleidung sauber und man vermied Schäden an den Ärmeln beim Einfädeln von Tonbändern

T9 WM L--.JPG


Peter-Frankenfeld in Wedel mit M5.jpg

oder arbeitet gleich mit kurzen Ärmeln wie Herr Frankenfeld in seinem Privatstudio in Wiesbaden, hier an seinen Telefunken M5 Maschinen.

R.
 
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Hat sich der gute Peter da etwa einen herausgeschnittenen Senkel um den Hals gehängt? Alter Trick, da man immer wusste, dass für weitere Verwendung rechts der Anfang und links das Ende herunter hing. Oder, bevor der Schnipsel in den Abfall kam, als Sicherheitsverwahrung, falls der Schnitt daneben ging.
 
Bei der Gelegenheit: Ich suche seit Jahren nach einem Video, in dem eine Bandmaschine gefilmt ist, an deren Tonköpfen das Band eines mehrminütigen Schlagzeug-Solos vorbei läuft mit hunderten von Schnitten eines jeden Schlages, die mit weißem Klebeband auf dunkler Tonbandschicht gut zu sehen sind.

Ich meine, es war sogar einmal hier im Forum verlinkt.

Vielleicht weiß jemand den Link...
 
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