Der Weisenrat oder Hurra, zurück in die Vergangenheit


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#1
Eine Knebelung des ORF schimpft die SPÖ, der Weisenrat sei ein Wegbereiter für einen "internationalen Konzern" schimpfen die Grünen.

Liest man sich den Weisenbericht (zum Download unter www.etat.at) genau durch, kann man nur die Stirn runzeln.

Die Einschränkungen der Sonderwerbeformen wurden großteils 1:1 aus dem Privatradiogesetz abgeschrieben, der öffentlich-rechtliche Auftrag in Inhalt, Art und Umfang nur sehr diffus umschrieben und Ö3 darf weiterhin im ORF-TV gratis werben was das Zeug hält.

Was bleibt ist das Finale einer Jugendfeindschaft: Gerd Bacher darf seinem jahrzehntelangen Widerpart Hans Dichand noch einmal so richtig eine auflegen (Werbeverbot für Krone im TV) - und nimmt die Fellners gleich prophylaktisch aus (sie wären ja durch die "Formil"-Ehe auch betroffen.

Pointe am Rande: Privatradios dürfen künftig im ORF werben, wenn sie nicht mehr als 30 Prozent Quote haben. Angesichts des unfairen Wettbewerbs, den der ORF mit hunderten Millionen Schilling an Gratis Crosspromo mit Ö3 betreibt, hätte man diese Grenze erst gar nicht reinschreiben brauchen.

Aber egal ob Weise, Politiker oder ORF: Am Ende wird die Marktwirtschaft gewinnen - und das ist gut so.
 
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