Deutsche Welle schaltet Kommentarfunktion ab


#2
Zur Erinnerung: Radio in deutscher Sprache produziert die DW schon seit 7 Jahren nicht mehr...
In Medias Res (DLF) war der Vorgang ebenfalls Thema - die Süddeutsche und ein paar weitere Printmedien haben schon lange Kommentare weitestgehend ausgeschlossen.
Warum Lobo ausgerechnet in dem Zusammenhang auf Bundesmittel verweist, bleibt sein unlösbares Geheimnis...
 
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#3
Was heute so alles als "Hassmails" diffamiert wird, ist außerordentlich besorgniserregend!
Dabei kommt in vielen Fällen eine unerträgliche, verlogenen Doppelmoral zum Einsatz. Es gibt viele Journalisten, die sich durch unmißverständliche Benennung bestimmter Mißstände und Probleme in diesem Land ihrer Deutungs- und Meinungshoheit beraubt sehen und überaus beleidigt reagieren. Und wenn sich Politiker in einer ähnlichen Bredouille sehen, kommt so etwas wie das "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" zu Stande.
Kommt so etwas bei der Deutschen Welle oder bei der Süddeutschen Zeitung vor, werden die Kommentarfunktionen einfach abgeschaltet.
Beim Tagesspiegel z.B. geht man hingegen anders vor. Dort werden teils seit über zehn Jahren gemeldete User und Kommentatoren mit der falschen Meinung einfach durch Sperrung des Accounts ausgeschlossen. Auch hier der meist an den Haaren herbeigerufene Vorwurf: "Hassmails" und "Mikroaggression". Begriffe, die so beliebig und schwammig daherkommen, daß sie überall dort eingesetzt werden können, wo sich falsche Meinungen breit zu machen drohen.
 
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#7
Ich tendiere zwar überhaupt nicht dazu, mich an der Nutzung diverser moderner Begriffe wie "Hasskommentare", "Hate Speech" etc. zu beteiligen, wundere mich aber über die Entscheidung der DW dennoch nicht.

Ab und zu ertappe ich mich vor oder nach dem Einloggen ins Postfach dabei, einen der auf der dortigen Startseite regelmäßig bar jeder Sachkunde verfassten „Artikel“ zu überfliegen und sehe dann auch meistens, dass darunter schon ein Kleinkrieg irgendwelcher strunzdämlicher Leute tobt, die sich nicht entblöden, in gebrochenem Deutsch aufeinander loszugehen und alles mit Links zu Verschwörungsseiten oder Youtube-Aufklärungvideos vollzupflastern. Was liegt da näher, als diesem Scheiß den Stecker zu ziehen?

Ich kann auch bei Betreibern, egal ob nun beim Gratis-E-Mail-Provider oder beim deutschen Auslandsrundfunk, keinerlei Verpflichtung dafür erkennen, Kommentarfunktionen anzubieten.
 
#8
Das Abschalten der Kommentarfunktion - sozusagen als Schutz der übrigen Menschheit vor den Dämlichkeiten derer, die hasserfüllt, rassistisch, diskriminierend, proletig aufeinander losgehen - kann ich auch interpretieren als mangelndes Vertrauen in das Urteilsvermögen meiner übrigen Leser. Mich muss auf jeden Fall kein Blog- Foren - oder Plattformbertreiber vor den anderen Usern und ihrem Geschwätz schützen.
 
#9
Es gibt keine falsche Meinung.

Aber es gibt einen klaren Unterschied zwischen Meinungsäußerung und Hetze/Beleidigung/übler Nachrede etc.
Wenn man Menschen die Möglichkeit gibt ihre Meinung zu äussern, muß man deren Meinung auch ertragen können.
Es geht in diesen Kommentaren zu strittigen Themen eben meistens nicht um Meinung, sondern eben genau um Hetze und Beleidigung und noch verbreiteter: falsche Behauptungen, falsche Fakten und Folgerungen daraus.

Kann man sich eindrucksvoll in den Kommentaren des oben verlinkten Qualtitätsmediums angucken. (Bei dem ,nebenbei bemerkt, andere Meinungen nicht erwünscht sind)

Insofern kann ich die DW gut verstehen, allein es bringt nichts, da die Artikel natürlich weiter bei Facebook und Twitter kommentiert werden können. Ähnliche Probleme haben viele Medien. Man hat einfach nicht genug Menschen, die sich mit den Behauptungen und in Postings genannten Fakten beschäftigen und sie klar stellen können. Und dann steht der Mist unkommentiert im Netz, oder wird gelöscht und dann wird "Zensur" geschrien. Das Problem ist, dass viele Zeitgenossen nicht mehr wissen, was Meinung ist. Also eine Einschätzung, zu der man durch die Bewertung verschiedener Fakten gekommen ist. Es ist eben ein Unterschied, ob man schreibt: ich bin der Meinung, dass der Zuzug von Ausländern begrenzt werden muss, da er ansonsten unsere Gesellschaft überlastet, oder: Die kommen hier her und vergewaltigen unsere Frauen, weil das Teil deren Kultur ist. Lasst sie im Mittelmeer ersaufen. Das eine ist Meinung, das andere nicht. Ich weiß nicht wo das Zitat her ist aber ich finde es super: jeder hat ein recht auf eine eigene Meinung, aber niemand hat ein Recht auf eigene Fakten.
 
#10
Ich kann die Entscheidung nachvollziehen. Selbst bin ich kein Nutzer der Angebote der DW, aber habe selbst Erfahrungen im Kommentarforum des Tagesspiegels gemacht. Leider kann ich hier jetzt nicht das Beispiel direkt belegen, da ich den Beitrag nicht auf die Schnelle wiedergefunden habe, aber ich kann ihn ja mal aus dem Gedächtnis hier schildern: Anfang 2017 erschien ein Text (ich glaube es war ein Kommentar) zum Thema mehr ÖPNV - speziell mehr Tramstrecken - in der Innenstadt, oder halt nicht mehr ÖPNV. Zu diesem Thema schrieb ich einen Kommentar ins Forum, in dem ich mich für mehr Straßenbahnen und weniger Autos in der City aussprach. Natürlich brauchte man nicht lange auf Antworten von Gegnern meiner Meinung warten - was eigentlich auch okay ist. Leider waren es nicht nur Meinungen, sondern auch Drohungen, dass man als Autofahrer Fußgängern und ÖPNV-Nutzern mal zeigen muss wo der Hammer hängt, nämlich mal mit dem Auto in die Menge beim Ein-und Aussteigen fahren. Das fand ich dann doch schon sehr bedenklich und hat auch nichts mehr mit vernünftiger Argumentation zu tun. Die Behauptung, dass ich wohl sexuell nicht ausgelastet sei, wenn ich mit den Öffentlichen fahre, habe ich mit einem Schmunzeln gelesen und später am Abend habe ich herzlich drüber lachen müssen. Das wäre jetzt auch nicht beides das große Problem gewesen, wenn nicht spätestens nach drei Kommentaren, und da spielt seit einiger Zeit das Thema keine Rolle mehr, die Flüchtlingskrise das eigentliche Thema komplett abgelöst hätte. Und da ging dann die Hetze erst richtig los. Da wurden auch keine Argumente mehr gebracht, sondern nur noch Mordphantasienen geschildert. Da dies kein Einzelfall mehr ist, kann ich die Entscheidung nachvollziehen.
 
#11
Die Kommentarfunktion einfach abzuschaffen ist feige. Und hat Folgen. Die Diskussionen im Netz werden auch ohne die Deutsche Welle weitergehen. Stattdessen ziehen sich die Kommentatoren dann eben in andere, weniger moderierte Räume zurück. Es kommt einer Kapitulation vor der Wirklichkeit gleich und führt sie ein Stück weiter in die Bedeutungslosigkeit.
 
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#12
Es wäre nicht ganz so schwierig eine Kommentar Software zu programmieren, die es Trollen schwerer machen würde. Aber, daran besteht wenig Interesse in den Redaktionen. Weil Feedback und offene Diskussion ist anstrengend. Besonders, wenn dann User auf Fehler und Ungenauigkeiten hinweisen. Will halt keiner gern lesen.

Das oberste Gerichtshof in den USA hat in den 1960er Jahren (!) entschieden wonach „öffentliche Debatten eine politische Pflicht“ seien. Diese Diskussion müsse “ungehemmt, robust und weit offen sein“ und „kann durchaus heftige, ätzende und manchmal unangenehm scharfe Angriffe auf Regierungs- und Amtsträger beinhalten argumentierten damals die Richter.

In Berlin kassiert ein Schriftsteller schon mal eine Hausdurchsuchung, wenn er sich mit der Pressesprecherin des Senats auseinandersetzt. Einen Hashtag war das den Dauerempörten aber nicht. Venezuela lässt grüßen.

Nun haben wir in Deutschland kanzlerinnentreue Medien, der oftmals die Haltung das wichtigste ist, die Kampagnen- und Nanny-Journalismus lieben. Da wird dann aus einem Islamisten, der in Spanien 16 Menschen zu Tode gefahren hat, einfach ein Attentäter. Da darf sich keiner wundern, dass in den Foren Widerspruch laut wird. Statt ungefragt den Papagei von Regierungs- und Parteienverlautbarungen zu machen, wären Recherche + Nachfragen gefragt. Gerade wenn man von Zwangsbeiträgen lebt.

Aber, ich rege mich schon lange nicht mehr auf. Ich stelle einfach nur fest, dass die Glaubwürdigkeit immer geringer wird. Bis jetzt ist jedes System an den eigenen Widersprüchen gescheitert.
 
#14
Zitat Dr..: Da darf sich keiner wundern, dass in den Foren Widerspruch laut wird. Statt ungefragt den Papagei von Regierungs- und Parteienverlautbarungen zu machen, wären Recherche + Nachfragen gefragt. Gerade wenn man von Zwangsbeiträgen lebt.

Apropos Recherche. Die DW, um die es in dem Threat hier geht ist da wohl nicht gemeint denn: Die DW wird aus Zuweisungen des Bundes – also aus Steuermitteln des Bundes – finanziert. Im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Inlandssendern, die zu ihrer Finanzierung Rundfunkgebühren erhalten. https://www.dw.com/de/wer-finanziert-die-dw/a-279073
 
#15
falsche Behauptungen, falsche Fakten und Folgerungen daraus.
Die Frage ist immer, wer das entscheidet. Donald Trump - immerhin Präsident jenes Landes, das vielen immer noch wider besseren Wissens als Speerspitze der Meinungsfreiheit und als Bannerträger der westlichen Welt gilt - kann besonders gut wahre von falschen Behauptungen, Fakten von Fake-News unterscheiden. Wollen wir ihn oder sonst jemanden auf der Welt legitimieren, oberster Schiedsrichter und Urteilssprecher zu sein? An dem Beispiel wird vielleicht klar, wie frei Meinungsfreiheit wirklich ist. Und wenn ich schon bei Behauptungen und vermeintlichen Fakten keine letzte Instanz erkennen kann, wie soll das dann bei "Folgerungen daraus" möglich sein. Schließlich kann jeder folgern, was er will.
 
#16
Zitat Dr..: Da darf sich keiner wundern, dass in den Foren Widerspruch laut wird. Statt ungefragt den Papagei von Regierungs- und Parteienverlautbarungen zu machen, wären Recherche + Nachfragen gefragt. Gerade wenn man von Zwangsbeiträgen lebt.

Apropos Recherche. Die DW, um die es in dem Threat hier geht ist da wohl nicht gemeint denn: Die DW wird aus Zuweisungen des Bundes – also aus Steuermitteln des Bundes – finanziert. Im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Inlandssendern, die zu ihrer Finanzierung Rundfunkgebühren erhalten. https://www.dw.com/de/wer-finanziert-die-dw/a-279073
Ich habe nicht explizit von der DW gesprochen. Wie die DW finanziert wird ist mir bekannt. Im Endeffekt ist es auch egal ob es Steuermittel sind oder eine defacto Steuer. Fakt ist, man muss für etwas bezahlen, selbst wenn man es nicht nutzt. Da darf sich dann ein Medium nicht wundern, dass es sehr kritisch betrachtet wird. Zumal die Ausnahmeregeln auch ziemlich irre sind.

Das an- und abschalten von Foren bzw. der Ausschluss, SpOn wenn es um Flüchtlinge etc. geht, betrifft alle Medien.
 
#18
Grenzen für Meinungsäußerungen anhand von belasteten Nervenkostümen von ÖR Redakteuren zu ziehen (wie Frau Pohl u.a. begründet), halte ich für verlogen und lächerlich. Demokratischer Diskurs geht anders. Aber was interessiert Altlinke wie sie und ihre haltungsgeschädigte Redaktion ein demokratischer Diskurs, wenn es darum geht, weiterhin ungestört für ein Filterblasen-Biotop unter Auschluss der Öffentlichkeit senden zu können und denen die Welt zu erkären. Derartige Entscheidungen sind darüber hinaus auch dumm, da sie letztendlich nur die Lügenpresse Fraktion bestärken. Frau Pohl, früher war es halt schöner, als vollgefressene und selbstherrliche Redakteure widerborstige Leserbriefe unbermerkt und ohne aufzustehen in den Mülleimer befördern konnten.
 
#19
Die Kommentarfunktion einfach abzuschaffen ist feige. Und hat Folgen. Die Diskussionen im Netz werden auch ohne die Deutsche Welle weitergehen
Nur ist das, was sich in die Kommentarspalten diverser Onlinemedien ergießt, schwerlich als "Diskussion" zu bezeichnen.
Die Aneinaderreihung von Fäkalsprache, Drohungen und Mordphantasien ist auch kein "Widerspruch", jedenfalls keiner, der einer Diskussion in irgendeiner Weise zuträglich wäre.

Und die DW ist da nun wahrlich kein Einzelfall.
Vgl. https://uebermedien.de/29977/saarlaendischer-rundfunk-kapituliert-vor-facebook-mob/
 
#21
Fäkalsprache, Drohungen und Mordphantasien
Es ist eben Aufgabe des Teams, ein Forum so zu moderieren, dass es den rechtlich gesicherten Boden nicht verlässt. Letztlich bekommt ohnehin jeder das Forum, das er verdient. Beispiel Zeit Online: ein sehr fruchtbares Forum, überwiegend sachlich, umsichtsvoll moderiert. Beispiel Focus: Sammelbecken für allerlei Rechte und Ausländerfeinde. Wie gut täte doch ein Forum, das beide Seiten gekonnt zusammen bringt.
 
#22
Ein Islamist ist erstmal einfach nur ein Islamist.
Ein Islamist, der 16 Menschen tötet, ist nun mal ein Attentäter. Wie willst Du ihn denn sonst nennen? "Islamistischer Attentäter" wäre natürlich die genaueste Beschreibung.
Islamistischer Attentäter wäre eine korrekte Beschreibung. Ich finde es schon merkwürdig das ausgerechnet Menschen, die sich Links-Grün verorten, sehr viel Verständnis für ein mittelalterlich menschenfeindliches Religionsverständnis aufbringen. Scheinbar haben sie ihren Marx nicht richtig gelesen. Eine religöse Gruppe beruft sich auf einen ominösen Gott und hat den Freibrief zu Morden, Plündern, Vergewaltigen, Versklaven, Zwangsheirat, Frauenunterdrückung etc. somit selbst verschafft. Zumeist trifft es sogar Angehörige der eigenen Religion. Da muss man nichts schützen, tolerieren und in PC-korrekte Worte kleiden.

Nur wenn es darum geht AfD-Wähler zu bashen, dann laufen Medien zu Höchstform auf: https://www.tichyseinblick.de/feuil...esslich-subjektive-berichterstattung-des-rbb/ -
Solche Filme kenne ich noch aus dem Ost-Fernsehen zur genüge.

Die Öffis spielen wirklich mit dem Feuer. Was Georg Restle von Monitor so denkt, ist schon heftig: http://print.wdr.de/2018-07_08/44-45/ Wer sich auf Egon Erwin Kisch, einen Reporter, der es mit der Wahrheit erwiesenermaßen nicht so genau nahm, beruft und wohl auch eher ein Stalinist war: Zitat in den dreißiger Jahren - „Ich denke nicht, Stalin denkt für mich.“ der hat meiner Meinung nach schon etwas grenzwertige Ansichten. Seine Reiseberichte in den 1920er aus der Sowjetunion waren eine totale Beschönigung der damaligen Verhältnisse.

Insofern passt es einfach, wenn man Foren schließt oder nach sehr undurchsichtigen Regeln "moderiert".

Ansonsten was Linke, Feministinnen, Tierschützer etc. so z.B. bei Twitter alles veröffentlichen ist ja total sachlich und nie diffamierend. Vielleicht sollten wir das Duell wieder einführen. Mal sehen, wer sich traut mit Pistole oder Säbel und wenigsten im ehrlichen Boxkampf seine Meinung zu vertreten. Bekanntlich sind die meisten Trolle ja jämmerliche Feiglinge. *Ironie off.
 
#23
habe selbst Erfahrungen im Kommentarforum des Tagesspiegels gemacht. Leider kann ich hier jetzt nicht das Beispiel direkt belegen, da ich den Beitrag nicht auf die Schnelle wiedergefunden habe, aber ich kann ihn ja mal aus dem Gedächtnis hier schildern: Anfang 2017 erschien ein Text (ich glaube es war ein Kommentar) zum Thema mehr ÖPNV - speziell mehr Tramstrecken - in der Innenstadt, oder halt nicht mehr ÖPNV. Zu diesem Thema schrieb ich einen Kommentar ins Forum, in dem ich mich für mehr Straßenbahnen und weniger Autos in der City aussprach. Natürlich brauchte man nicht lange auf Antworten von Gegnern meiner Meinung warten - was eigentlich auch okay ist. Leider waren es nicht nur Meinungen, sondern auch Drohungen, dass man als Autofahrer Fußgängern und ÖPNV-Nutzern mal zeigen muss wo der Hammer hängt, nämlich mal mit dem Auto in die Menge beim Ein-und Aussteigen fahren
Das halte ich, ehrlich gesagt, für Mumpitz. Das "Tagesspiegel"-Forum ist moderiert, da kommt kein Beitrag durch, den die Admins nicht freigeben. Und so etwas geben die dort im Leben nicht frei.
Gerade wenn man von Zwangsbeiträgen lebt. (...) Die DW wird aus Zuweisungen des Bundes – also aus Steuermitteln des Bundes – finanziert.
Die zahlt ja zum Glück niemand zwangsweise...
 
#24
Ich kann die DW-Entscheidung absolut nachvollziehen und würde mir wünschen, dass die "Welt" diesem Beispiel folgt. Was sich dort unten in der Kommentarhölle abspielt, ist wirklich nicht zu fassen. Die Redaktion eröffnet dort Extremisten aus dem ultrarechten Spektrum eine breite Plattform. Normalbürger beteiligen sich da kaum noch, weil das im Grundrauschen untergeht. Ich kann nur hoffen, dass kaum jemand ganz nach unten scrollt, um diesen ganzen Mist zu lesen, oder dass den Leuten zumindest klar ist, dass es sich dabei nicht um einen Querschnitt der Meinungen handelt. Außerdem wiederholen sich die Inhalte spätestens nach dem hundertsten Kommentar. Und 500 Kommentare liest sich sowieso niemand durch.

Als Beispiel seien die Kommentare unter dem Artikel zum Vorgang in Dresden am Rande einer Pegida-Demonstration empfohlen. Spätestens jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, die Kommentarfunktion abzuschalten. Die Leute dort finden es tatsächlich gut, wenn die Polizei Journalisten so lange wie möglich festhält, um sie davon abzuhalten, Pegida-Teilnehmer zu filmen. Denn die wollen dort ja ungestört ihre Meinung äußern, ohne dafür am nächsten Tag von ihren Mitmenschen angemacht zu werden. Denn angeblich haben wir ja linken Gesinnungsterror in Deutschland...

Matthias
 
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