Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio


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#1
Angeregt von der 88acht-Diskussion dieser Thread:

Heftig dürfte der Morgen im Juni des Jahres 1997 für Oma Lieselotte am schönen Neckar gewesen sein, als sie ihr Radio wie gewohnt auf der RNO sunshine-Frequenz einschaltete und ihr die harten Techno-Beats von Sunshine live entgegendröhnten.

Kennt Ihr ähnliche Beispiele von Formatwechseln auf einer Frequenz, die bisherige Hörergruppen komplett aussperrten?
 
#3
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Hm? Das war doch ein allmählicher Übergang von Radioropa über Radioropa – oldie.fm zu oldie.fm (und nun wieder zu R.SA), bei dem sich die Musikfarbe nicht dramatisch änderte (Stichwort Radioropa-Oldie-Collection :wow: ), sondern nur der Wortanteil ausgekippt wurde.

Was aber voll krass k3w1 war: Die Absetzung des bisherigen Schlagerprogramms RPR 2.
 
#4
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Von Hitradio Brocken (oder hieß das damals Hitradio Antenne Sachsen-Anhalt?) auf Project 89.0. Da dürften so einigen die dritten Zähne rausgefallen sein... :wow:
Für mich war der Wechsel auf der UKW-Kette von DT64 im MDR-Land aber ähnlich krass, da ich mit den 3 Nachfolgeprogrammen nie etwas anfangen konnte.
 
#5
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

1.10.1990: Aus Radio Luxemburg (RTL-Hörfunk) wird RTL Radio. Viele Hörer wandten sich mit Schrecken ab. Das erste wirkliche deutschsprachige Formatradio war geboren. Wenn man allerdings die Sendungen des frühen RTL Radio mit dem Akustikmüll vergleicht, der heute über den Äther geschickt wird, war das noch richtig geil gemachtes Radio - leider aber schon mit Claims und Standard-Moderationen gespickt.
 
#8
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Zitat von Radiowaves:
Von Hitradio Brocken (oder hieß das damals Hitradio Antenne Sachsen-Anhalt?) auf Project 89.0. Da dürften so einigen die dritten Zähne rausgefallen sein... :wow:
Gutes Beispiel, aber am falschen Ende: Das war nur die Abtrennung der Brocken-Frequenz von diesem Programm (hieß das damals eigentlich noch Hitradio Antenne Sachsen-Anhalt?). Der tatsächliche Formatwechsel kam dann später beim neu auf 89,0 MHz aufgezogenen Programm auch noch, und er ist zweifellos etwas für diese Sammlung, vor allem wegen der in diesem Fall bis zur Perfektion getriebenen Methode „äh, war was?“.

Zitat von Radiowaves:
Für mich war der Wechsel auf der UKW-Kette von DT64 im MDR-Land aber ähnlich krass, da ich mit den 3 Nachfolgeprogrammen nie etwas anfangen konnte.
Das aber ein kompletter Wechsel des Anbieters, eine andere Sache also. Da ist 89,0 MHz auch ein Beispiel: Von MDR Kultur zu Radio Brocken.
 
#9
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Zitat von Steinberg:
Na ganz so ins Detail gehend war's nicht gemeint. Am Ende kommt noch einer mit dem DLF, weil da auf ein Rockkonzert 'ne Klassiksendung folgt. :(

Übrigens gibt es Bürgerfunk auf im übrigen durchformatierten Sendern nicht nur in NRW.
 
#10
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Der Start von Sunshine Live dürfte echt der Krasseste Wechsel gewesen sein. Da war absolut nichts mehr wie vorher: Neue Moderatoren (tlw. 14-jährige) spielen Techno und Artverwandtes, wo vorher Schlager und Oldies liefen. Naja, wenigstens gab es eine 3-tägige Promotionschleife vorab.
RPR2 war ein ähnlicher Abgang, allerdings wurde hier der Laden dichtgemacht und ein anderes bestehendes programm auf die Senderkette geschaltet. Big FM!

Auch krass: Der Wechsel von Radio M1 (Hardrock) zu Arabella (Schlager) auf der Münchner 92.4 anno 1990.

Ein Splittigbedingtes anhaltendes Wechselbad aus "Melodie fürs Knie" und Szeneradio mit Dance, Techno, HipHop etc. gab es fast vier Jahre lang auf der Stuttgarter 107.7, nachdem einer der Anbieter sein Musikformat radikal in Richtung "Arabella" veränderte.
Wie hörte sich's auf der Hamburger 106.8 an? Die hatte ja einen ähnlichen Wechsel durchgemacht.
 
#16
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Da, wo Das Ding UKW-Frequenzen bekommen hat, hat es doch SWR1 und SWR4 verdrängt.

Auch innerhalb eines Programm gab und gibt es doch immer wieder krasse Musikwechsel. Wenn ich früher an den SDR denke, wo in SDR1 "Sie wünschen-wir spielen" neben Rene Kollo auch mal Technotronic, neben Easy Listening auch mal AC-DC lief oder in der SDR3 Plattenpost Udo Jürgens...

Weitere Beispiele: :cool: Deutschlandradio Berlin, DRS1, Radio Neckarburg,...
 
#17
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Ein ganz krasser Formatwechsel schockt das junge Hamburg am 31. Juli 1995 um Punkt sechs Uhr auf UKW 95.0 (heute von Oldie 95 belegt): Der bis heute erfolgreichste deutsche Jugendsender aller Zeiten, OK Radio, wird durch das
Soft AC-Programm OK Magic 95 ersetzt. Ab sofort heißt es: Musik mit Gefühl. Gespielt wurden fortan 60er, 70er und 80er der laschen Sorte.

Allerdings: Die Homepage von OK Radio gibt´s immer noch! Wird wohl von ein paar verrückten Fans oder ehemaligen Mitarbeitern am Leben gehalten. Schaut doch mal auf www.hit95.de

Da gibt´s auch noch sämtliche Elemente von damals zu hören. Sehr geil!
 
#18
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Der Wechsel von SDR 3 zu SWR3.

Der Wechsel von "Stadtradio 107,7" (Schlager) zu "Die neue 107.7" (Rock)#

Das Ende einer x-beliebigen Sendung auf der "Wüsten Welle" Tübingen 96,6.
 
#19
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Der Wechsel von SDR3 auf SWR3 war sicher schmerzhaft, aber nicht so krass von der Musikfarbe her.
Stadtradio Melodie fürs Knie und "Die neue" 107.7?
Da liegen ja Jahre dazwischen. Zuerst wurde der Schlageranteil beim Stadtradio schrittweise zurückgefahren, bis eine Zeitlang mit "Die Welle" kooperiert wurde (Oldiebased AC), danach hiess es noch etwa 2 Jahre lang "Stadtradio-die Hitgarantie" (Hot AC) bevor es dann zu "Nonstop Pop und Rock" überging.

Das mit der Wüsten Welle haut hin ;)
 
#20
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Zitat von Crazy Frog:
Ein ganz krasser Formatwechsel schockt das junge Hamburg am 31. Juli 1995 um Punkt sechs Uhr auf UKW 95.0 (heute von Oldie 95 belegt): Der bis heute erfolgreichste deutsche Jugendsender aller Zeiten, OK Radio, wird durch das
Soft AC-Programm OK Magic 95 ersetzt. Ab sofort heißt es: Musik mit Gefühl. Gespielt wurden fortan 60er, 70er und 80er der laschen Sorte.

Allerdings: Die Homepage von OK Radio gibt´s immer noch! Wird wohl von ein paar verrückten Fans oder ehemaligen Mitarbeitern am Leben gehalten. Schaut doch mal auf www.hit95.de

Da gibt´s auch noch sämtliche Elemente von damals zu hören. Sehr geil!
Eine offizielle Website von OK-Radio gab es nie, die Seite unter hit95.de wird bzw. wurde von Fans für Fans gemacht.
 
#21
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Kann mich auch noch gut an den Wechsel von "Radio Brocken" (mit den "schönsten Schlagern und besten Oldies" erinnern und den Moderatoren Chris Derer, Stephan Burckhardt, Ecki Goepelt, Andre Holst, etc.) zu "Hitradio Brocken" erinnern. Fand dies damals schade, da ich, auch wenn ich kein großer Schlagerfan bin, diesen Sender irgendwie sympathisch fand (setzte sich von den öffentlich-rechtlichen Schlagersendern angenehm ab - machte einen peppigeren Eindruck). Der Wechsel auf "Project 89.0" war dann erneut sehr krass! Und dann wieder zurück in der Musikfarbe - auf "89.0rtl"!
Jaja, hat schon viel mitgemacht - die Frequenz "89.0"!
 
#22
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

SDR1, als seinerzeit der ganze Schlageranteil in das neu formierte SDR4 ausgelagert wurde, und Oma Klara über die Mittelwelle 576 plötzlich mit so "neumodischem Glomp" beschallt wurde..
 
#23
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Der Wechsel von Radio T.O.N. nach Radio T.O.N. Gold, als die noch in Bad Merghentheim sendeten. Von einem Tag auf den anderen wurde ein recht hörbares AC-Programm in eine Volksmusik/Schlager-Welle umgewandelt. Grauenhaft! Mir ist da immer noch 1 Titel im Ohr von Peter Frankenfeld: "Bumm Buddi Bumm" oder so ähnlich. Hörer die sich beschwerten wurden mit: "Ach, das kann man doch auch hören"-Sprüchen bedient. Für mich zumindest in BW der krasseste Formatwechsel. :wall:
 
#24
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Zitat von mischpultschorsch:
SDR1, als seinerzeit der ganze Schlageranteil in das neu formierte SDR4 ausgelagert wurde, und Oma Klara über die Mittelwelle 576 plötzlich mit so "neumodischem Glomp" beschallt wurde..
SDR4? Du meinst wohl S4 Baden-Württemberg! Wobei bei SDR1 bis zum Ende 1998 noch Schlager zu finden waren, man war dort einfach weniger streng mit dem Formatdenken als bei SWF1! Die hatten damals recht bald angefangen, Schlagerwünsche kategorisch abzulehnen.
 
#25
AW: Die krassesten Formatwechsel im deutschen Radio

Zitat von Okerwaver:
Kann mich auch noch gut an den Wechsel von "Radio Brocken" (mit den "schönsten Schlagern und besten Oldies" erinnern und den Moderatoren Chris Derer, Stephan Burckhardt, Ecki Goepelt, Andre Holst, etc.) zu "Hitradio Brocken" erinnern. Fand dies damals schade, da ich, auch wenn ich kein großer Schlagerfan bin, diesen Sender irgendwie sympathisch fand (setzte sich von den öffentlich-rechtlichen Schlagersendern angenehm ab - machte einen peppigeren Eindruck). Der Wechsel auf "Project 89.0" war dann erneut sehr krass! Und dann wieder zurück in der Musikfarbe - auf "89.0rtl"!
Jaja, hat schon viel mitgemacht - die Frequenz "89.0"!
Bei euch hört es sich irgendwie so an, als ob Projekt 89.0 der Nachfolgesnder von Radio Brocken war. Jedoch wurden aufgrund überzähliger Frequenzen aus einem Sender zwei gemacht, nämlich Radio Brocken UND 89.0 Projekt. Schade ist nur, dass aus dem alternativen Projekt das weichgespülte 89.0 RTL wurde, was in der Musikfarbe und Rotation ein fast identisches Pendant zu JUMP darstellt, also dementsprechend überflüssig ist. Immerhin ist Radio Brocken, dass seine Schlager fast vollkommen aus dem Programm genommen hat, weitaus angenehmer und informativer als etwa Hitradio Antenne in Hannover.
 
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