Die Medienanalyse ab 2021


AgnesGerner

Gesperrter Benutzer
Mal ne ganz blöde Frage, werden für die MA nur zufällig ausgewählte Festnetztelefonnummern angerufen oder auch Mobilnummern? Gerade letztere wären doch bei der Generation Z wichtig, um diese überhaupt zu erreichen.
Oder gilt diese schon als "verlorene" Generation, weil diese angeblich eh nur noch Spotify konsumiert?
 

Dr. Fu Man Chu

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@lg74
Es ist schwer mit diesen Infos ein Interview zu bewerten. Grundsätzlich, nur vollständige Datensätze gehen bei der Mafo in der Bewertung ein. Aber, du kannst Dir gern ausrechnen welchen Einfluss ein einzelnes Interview hat. Den grundsätzlichen Aufbau des Interviews findest du hier: https://www.agma-mmc.de/media-analyse/ma-radio/datenerhebung
Allerdings die MA erhebt Reichweiten von 05:00 - 24:00 Uhr. Ein MA-Interview ist komplex und analytisch. Die Eigenuntersuchungen der Sender sind viel kürzer und auf die ZG des Senders fokussiert. Um Viertelstundenreichweiten geht es auch nicht dabei. Eigentlich beginnt jedes Interview damit, ob der Interviewte noch in Stichprobe passt. Ist ja auch klar wenn man alle 85-Jährigen einäugigen Hausfrauen mit Hochschulabschluss hat, dann muss man die Quote bei der LGBQT Teenager mit Migrationshintergrund in Dörfern, die weniger als 5000 Einwohner haben und einen Handwerksberuf ausüben erfüllen.
 

lg74

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Mal ne ganz blöde Frage, werden für die MA nur zufällig ausgewählte Festnetztelefonnummern angerufen oder auch Mobilnummern? Gerade letztere wären doch bei der Generation Z wichtig, um diese überhaupt zu erreichen.
Ich wurde auf dem Mobiltelefon erreicht. Das hat aber eine zusätzliche Festnetznummer (O2 Free) und ich ahne, dass man über diese Nummerngasse auf mich gekommen ist, denn die Abfrage erfolgte eindeutig auf die Region mit meiner "Festnetznummer" ausgerichtet. Bei der Mobilnummer können sie nicht wissen, wo ich zu Hause bin.

Dazu auch

Bei der MA Radio sieht es wohl immer noch nach nur Festnetz aus:


Allerdings die MA erhebt Reichweiten von 05:00 - 24:00 Uhr.
Ich muss vermutlich korrigieren. "Zwischen 5 und 6" hat der Interviewer soweit ich mich erinnere als erstes abgefragt, also nicht "ab 6", wie ich gestern schrieb. Kanns freilich nicht mehr genau sagen.

Ein MA-Interview ist komplex und analytisch. Die Eigenuntersuchungen der Sender sind viel kürzer und auf die ZG des Senders fokussiert.
Dann lief es definitiv in erstere Richtung. Das waren wohl geschätzt 10 Minuten bis zum Abbruch und wir waren erst mit den "schonmal gehört"-Programmen durch.

Ist ja auch klar wenn man alle 85-Jährigen einäugigen Hausfrauen mit Hochschulabschluss hat,
...dann sollten als nächstes die pensionierten schwäbischen Oberstudienräte drankommen. Die geben als Hobby vermutlich "Modelleisenbahn" an. ;)

Schade, ich hätte so gerne mal "meine" Programme gepusht. :D
 

TS2010

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Mal ne ganz blöde Frage, werden für die MA nur zufällig ausgewählte Festnetztelefonnummern angerufen oder auch Mobilnummern? Gerade letztere wären doch bei der Generation Z wichtig, um diese überhaupt zu erreichen.
Oder gilt diese schon als "verlorene" Generation, weil diese angeblich eh nur noch Spotify konsumiert?
Für die Radio MA werden seit 2015 auch Handynummern angerufen. Damals wurden 8.000 Interviews über Mobilfunknummern angekündigt. Im gleichen Schritt wurden übrigens auch mehr Interviews in der Zielgruppe 20-49 durchgeführt.
 
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Yannick91

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Dass von den jungen Menschen „niemand“ mehr Radio hört, ist auch wieder so eine Forum-Übertreibung. Laut ARD-Studie hören 60-65%, je nach Bundesland, der unter 35-Jährigen kein oder selten Radio. Bei den meisten heißt das, dass sie deutlich kürzer hören als frühere Generationen. Dass keiner mehr Radio hört ist aber schlichtweg falsch.
 

StabsstelleIV

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Stimmt. Die beiden Teenager, die regelmäßig bei mir im Auto sind, hören gezwungenermaßen die ersten 20 Sekunden in meinem Auto Radio. Dann geht das Genöle los, ob ich den (Zitat) Scheißdreck über Bluetooth durch eine ihrer Spotify-Playlists ersetzen kann oder es werden gleich die Kopfhörer gezückt. Aber ja, 20 Sekunden, doch, regelmäßig.
 

Dr. Fu Man Chu

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@StabsstelleIV
Das schöne an Teenies ist, sie werde meistens irgendwie erwachsen. Ansonsten, einfach Mal am Sonntag um 06:10 Uhr morgens richtig viel Lärm machen. Wenn Reklamationen kommen, einfach darauf verweisen, dass das früher Usus war. Wirkt garantiert.
 

fritz2006

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Ach cool, ich kenne zwei Personen in meiner Umgebung über 50 Jahre, die Rap hören. Ich schließe daraus: Alle Menschen in Deutschland über 50 Jahre lieben Rap. Die repräsentativen Umfragen dazu sind also falsch. Fragt lieber mich, ich weiß wie der Hase läuft! :rolleyes:
 
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exhörer

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Dass von den jungen Menschen „niemand“ mehr Radio hört, ist auch wieder so eine Forum-Übertreibung. Laut ARD-Studie hören 60-65%, je nach Bundesland, der unter 35-Jährigen kein oder selten Radio. Bei den meisten heißt das, dass sie deutlich kürzer hören als frühere Generationen. Dass keiner mehr Radio hört ist aber schlichtweg falsch.
Interessant wären die Zahlen für die Unter-20-Jährigen. Die sind bereits mit Smartphone, YouTube, Spotify & Co. aufgewachsen, und zumindest aufgrund eigener Beobachtungen würde ich stark davon ausgehen, dass in dieser Altersgruppe tatsächlich niemand mehr Radio hört.
 

lg74

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Also für "tatsächlich niemand" rufen bei


aber zu viele aufgeweckte Kinder an.

Nur als ein Beispiel. Und das ist Minderheit in der Minderheit. Auch die anderen Kinderprogramme haben Hörer.

Wie es bei normalen Popwellen aussieht, weiß ich nicht. Also freiwilliges, selbstbestimmtes Einschalten so ab einem Alter von vielleicht 14 Jahren. Das bezweifele ich auch erheblich. Warum sollten sie? Die Musik, mit der sie ihre Eltern (die "Generation MDR Jump") erschrecken könnten, läuft da nicht. Die kommt aus den Bluetooth-Wummen, mit denen hier die Kids dieses Alters in Gruppen durch die Straßen ziehen. Nur solche gepitchten, stotternden Bierfass-Stimmen zu sparsamsten Marimba-Sounds und Buschtrommeln. Du denkst, der Krieg geht los.
 
Diese MA ist die Währung für die Radiosender, um die Sekendenpreise der Werbeblöcke zu berechnen und ggf. auch zu rechtfertigen.

Ich glaube auch schon lange nicht mehr an diese Zahlen, ebenso wenig wie die TV-Quoten, die aus etwa 10.000 Menschen ermittelt und hoch gerechnet wird.

Ich fürchte, die Radiostationen wollen auch gar nicht die realen Hörerzahlen wissen, denn da würden einige blöd aus der Wäsche gucken. Für andere könnte es sogar ein Segen sein, weil es plötzlich doppelt so viele Hörer sind.

Technisch wäre es möglich, genauere Zahlen zu ermitteln, aber das kostet wohl auch wieder mehr Geld(?). Das Internet verrät aber auch schon einiges. Schaut man sich die Likes und Reaktionen der "großen" Stationen an, ist man verwundert, wie gering die Resonanz doch ist, trotz einer angeblichen Millionenreichweite am Radio.

Möglicherweise stirbt die übliche Werbeform im Radio langsam aus, weil man im Internet ein viel effektiveres Productplacement erreicht. Vor allem durch (gekaufte) Influencer, die viele Follower haben.

Radio- und TV Stationen sollten sich heute an die 50+X-Generation heften, denn junge Leute haben nicht mehr die damals typischen TV und Radiogewohnheiten, wo man nach festen Zeiten einschaltet (20.00 Uhr Tagesschau, 20.15 Uhr Tatort als Beispiel), sondern schauen und hören was sie wollen und wann sie wollen. Und vor allem: nach Möglichkeit ohne Werbung.
 
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exhörer

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Radio- und TV Stationen sollten sich heute an die 50+X-Generation heften, denn junge Leute haben nicht mehr die damals typischen TV und Radiogewohnheiten, wo man nach festen Zeiten einschaltet (20.00 Uhr Tagesschau, 20.15 Uhr Tatort als Beispiel), sondern schauen und hören was sie wollen und wann sie wollen. Und vor allem: nach Möglichkeit ohne Werbung.
Die älteren Generationen hat man aber im Zuge des Verjüngungswahns erfolgreich rausgekickt.

Ich für meinen Teil könnte mir nicht mehr vorstellen, jemals wieder den Schritt zurück zum Radiohören zu gehen, nachdem ich gezwungerweise (da mich weder der ÖR noch der Privatfunk als Hörer wollte) zum Selbstversorger geworden bin.
 

Yannick91

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@HeavyRotation25 Aber laut repräsentativen Umfragen hören 85-90 Prozent der Hörer noch über UKW! Ich bin immer wieder erstaunt, wie hier im Wochenrhythmus aus der Hüfte geschossen kommt, wie man Quotenmessungen über den Haufen werfen sollte, und die Chefs der Meinungsforscher müssten für die Lösung der Probleme einfach nur in dieses Forum klicken...
 

Radiocat

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Weil die meisten ja wissen, wie ihr Gedudel an die Ohren kommt. Die schalten ein Gerät ein und dann kommt was raus. Im Auto ist das mittlerweile meistens DAB+, das Gerät wechselt automatisch den Empfangweg. Zuhause ist es oft das Webradio und manche brüllen einem Abhörzylinder mit Frauennamen zu, welchen Dudler sie in ihr morgendliches Beeeergsteigermüsli lassen. Manche merken dann nach einer halben Stunde irritiert bei Slayer und Iron Maiden, dass die olle Doof nicht das Hauptprogramm spielt, sondern den Metal-Stream des Lokalradios. 🤘
 
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Musikminister

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Wo sind die Zahlen der E.M.A. 2021 1 nachzulesen? Manchmal hat man auf den Webseiten der Sender Glück, die AMS schreibt aber beispielsweise nur sinngemäß, dass die Lokalsender Marktführer sind. Wo sind die Details?
 

Wanderdüne

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Wo sind die Zahlen der E.M.A. 2021 1 nachzulesen? Manchmal hat man auf den Webseiten der Sender Glück, die AMS schreibt aber beispielsweise nur sinngemäß, dass die Lokalsender Marktführer sind. Wo sind die Details?

Das ist eine von den Lokaldudlern beauftragte und bezahlte Marktforschung. Anders zur Funkanalyse Bayern, bei der die BLM eine zentrale Rolle spielt, ist die LfM komplett raus. Gleiches gilt für den WDR. Daher wird sie weder veröffentlicht noch kann man sie irgendwo "nachschlagen". Die Sender picken sich also die Daten raus, die sie kommunizieren wollen. Sind ja auch die alleinigen Auftraggeber. Die Bezeichnung E.M.A. einnert rein "zufällig" an die MA. Anmerkungen zur Seriosität spare ich mir an der Stelle mal. Kann sich wohl jeder selbst ein Bild machen.
 
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Dr. Fu Man Chu

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@Wanderdüne
Wenn ich mich nicht täusche ist die E.M.A. die Basis um die Radio NRW-Einnahmen aufzuteilen. Für jeden Sender gibt es einen Sockelbetrag plus Reichweitenfaktor. Du hast schon Recht, semantisch hat man dicht zur MA aufgeschlossen. Transparente Auswertungen werden nicht kommuniziert. Dazu eine Medienanstalt der so etwas scheinbar irgendwie Wurst ist.
Wer sich in Deutschland übers Impfchaos wundert, der muss sich nur die NRW-Medienpolitik anschauen.
 

antonia-123

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Wer sich in Deutschland übers Impfchaos wundert, der muss sich nur die NRW-Medienpolitik anschauen.
Die E.M.A. funktioniert aber (im Sinne der Auftraggeber). Heute war ich in einem Blumencenter. Bislang lief dort [lokalradio] Nun läuft dort WDR4. So ist das mit der Beliebtheit, und kaum einer der Angestellten dort wird in der letzten Zeit 30 Minuten am Handy verlebt haben, um seine Hörgewohnheiten abzuspulen. Die einen gehen arbeiten, die anderen labern am Telefon.
 

RadioHead

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Die beiden Teenager, die regelmäßig bei mir im Auto sind, hören gezwungenermaßen die ersten 20 Sekunden in meinem Auto Radio. Dann geht das Genöle los
Das liegt vermutlich nicht am Radio generell, sondern deiner gehörten Oldie- oder Newswelle. Die wollen natürlich Jugendfunk hören, am liebsten privater Natur. Ich habe in dem Alter auch die Rolling Stones (Lieblingsband meines Vaters) gehasst, heute liebe ich den ganzen alten Scheiß vor meiner Zeit (heute bereue ich auch, dass ich früher nicht mehr Laberradio der alten 1er-Schule gehört habe).

Gefühlt hat vor 30 Jahren schon niemand Radio gehört, zumindest in meinem Umfeld. Meine Family nicht, meine Metal-Kumpels nicht, die Leute in der Schule/Bürofuzzi-Ausbildung nicht. Immer hieß es nur "Du und dein blödes Radio"... Entweder war die Musik scheiße oder es wurde zuviel gelabert und für Sender aus ganz weit weg hat sich schon mal gar niemand interessiert. Daran hat sich in 30 Jahren nichts geändert!
 
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