Digitalradio DAB+ in Wien ab 15. April 2015


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Mähnager

Gesperrter Benutzer
#2
Mir egal! Wenn es in Oberösterreich mal mit DAB+ soweit sein sollte, werde ich mir sicher keinen Empfänger kaufen, weil UKW mehr als in Ordnung ist und ich daher gerne auf Digitalradio verzichten kann! Ich hoffe, dass sich möglichst viele Radiohörer bei der RTR (oder wo auch immer) beschweren, wenn DAB+ der neue Übertragungsstandard für Radio in Österreich wird, damit dieser Blötsin so schnell er gekommen ist wieder verschwindet. UKW4ever! Ung gerne kann SimpliTV und DVB-T auch wieder verschwinden und das Analog-TV ein Comeback erleben!
 

Mähnager

Gesperrter Benutzer
#4
@Mähnager: Kannst Du außer primitiver Polemik auch ein paar Argumente liefern?
Das Argument ist, dass die meisten österreichischen Radiohörer (inkl. mich) nicht ihre UKW Radiogeräte aufgeben wollen! Natürlich führt an der Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks ein Weg vorbei, nämlich dann, wenn eine Unterschriftenaktion gegen DAB+ online startet, wo auch ich unterschreiben werde!

Und bitte lasts ihr DAB+ Befürworter mich in Ruhe, denn ich bleibe bei meiner Meinung!
 
#7
Naja, sag ma mal so: Für die Überreichweitenfreaks wie mich ist DAB+ ned unbedingt erstrebenswert. Neulich bei einer Diskussion beim BR - zugeschnitten auf ältere Hörer, denen man erklärt hat, dass man eine herkömmliche Stereoanlage mit Hilfe eines Chinchkabels auch DAB+-fähig machen kann ;) wird sicher alles nicht mehr so schön werden: Beispiel Südbayern: Derzeit reicht der SWR v.a. mit SWR1 und SWR3 bis nach München, kann dort mit modernen trennschärferen UKW-Radios fast störungsfrei empfangen werden, obwohl man von München bis zur "Grenze" nach Ulm ca. 1 Stunde unterwegs ist, in Zukunft dürfte das anders sein: Der SWR erfüllt seine Grundversorgung in Baden-Württemberg dann wohl mit vielen kleinen Milliwatt-Funzeln - so zumindest der Trend in Deutschland bei DAB+ - und wird wohl dann nicht mehr so weit reinstrahlen....
 
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#8
Dann nenne bitte andere digitale Alternativen!
DRM+ ist noch nicht spruchreif, IBOC erzeugt zu hohe Interferenzen und hat sich außer in den USA nirgendwo durchgesetzt und mobiles Webradio ist schlichtweg zu teuer.

Für die Überreichweitenfreaks wie mich ist DAB+ ned unbedingt erstrebenswert.
Das kann ich nicht bestätigen: Der Privatradio-Multiplex aus den Niederlanden geht von der Reichweite her bis nach Duisburg und im Hohen Venn, südwestlich von Aachen, genügt schon geringes Tropo, um den DAB-Multiplex aus Baden-Württemberg auf Kanal 11B reinzubekommen; bis zum nächstgelegenen 10-KW-Umsetzer in Heidelberg beträgt die Entfernung circa 200 km!
Auf UKW dagegen ist das Band dort so rammelvoll, dass aus dem besagten Bundesland kein einziger Sender zu empfangen ist.
 
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#10
Und genauso hat damals auch vielen das Dampfradio auf Mittelwelle gereicht. Wozu Stereo und anderer neumodischer Mist. Aber wegen ein paar Verrückter, die auch was anderes hören wollten (leichte Unterhaltung anstelle von Wortprogrammen und "ernster" Musik) ist dann doch FM auf UKW zu dem geworden was es heute ist. Mittelwelle - Das kennt man höchstens noch von dem Knopf an Uropas altem Röhrenradio in dessen Wohnzimmer. Aber auf diesem Bereich hört man nur noch undefinierbare Geräusche.
Die Geschichte wiederholt sich immer wieder hat ein Geschichtslehrer damal in der Schule immer gesagt.
Aus diesem Blickwinkel wird irgendwann auch FM/UKW zur Geschichte aus früheren Zeiten werden. Was dann mal in Zukunft der digitale Standard sein wird? Internetradio bestimmt nicht, solange es keine echte LTE-Flatrate auch für alle Menschen gibt. Von daher bleibt nur ein digitales Rundfunk-Übertragungsverfahren über einen klassischen Rundfunk-Frequenzbereich sein. Und das wird auf längere Zeit eben irgendein DigitalAudioBroadcast-Verfahren sein.
 
#11
@Mähnager

Sei doch froh, dass sich in Österreich auch mal was tut in Sache Digitalisierung. In allen Länder drumherum gibt es schon seit Jahren Digitalradio und das Angebot in der Schweiz oder in Bayern ist über DAB+ deutlich besser als über UKW. Wenn Österrreich sich weiter verweigert, dann gibt es bald überall Digitalradio nur im Bereich der Alpenrepublik hört man noch schön brav sein Kronehit-Radio im verrauschten UKW. Na super!!!!!!!
Ausserdem denke ich, dass gerade aufgrund der Topographie bei Euch Austria geradezu prädistiniert ist für Digitalradio im Mobilbereich. Damit kann man die Sender einfach störungsfreier zum Endkunden bringen und spart sich noch die teuren UKW-Kosten, wenn sich das bei Euch am Ende durchsetzen würde, woran ich eigentlich nicht zweifle.
 
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#13
@Mähnager:
1. Antwort: Dann fahr weiterhin mit deinem Auto durch Oberösterreich und hör dir das Gezischel auf UKW, bedingt durch Interferenzen und Refexionen von den Bergen, an. Mach einfach...

2. Antwort: Nur In Oberösterreich ALLEIN, stehen 63 UKW-Sender rum, die mit Sendeleistungen von 3 Watt aufwärts, die Programme Ö1, Ö2 und Ö3 in diesem Bundesland verbreiten. Das ist der reinste Funzelteppich.


Wo kann man eigentlich belastbar (Fakten!) nachlesen, daß "die Mehrheit der österreichischen Radiohörer denkt" wie Du und sagt: "Wir wollen Analog und nicht Digital!"?


Und gerade Du als "Bergbewohner" müßtest doch den Antennenaufwand kennen, der notwendig war, um "Geisterbilder" beim Analog-TV in bergigen Gegenden wirkungsvoll zu unterdrücken. Da braucht man schon 'ne längere Yagi... Möchtest du das wirklich zurückhaben und gibst hier am Foreneingang bei der nächsten Anmeldung auch gleich deine Sat-Schüssel samt HD-Receiver ab?

Mein Gott!
 
#14
Warten wir eben mal ab, wieviele erfreute DAB-Hörer sich während des Wiener Testbetriebs erfreut bei den Programmveranstaltern melden.
Daran kann man dann auch sehen, daß sich auch welche darauf freuen: "endlich digital".
 
#15
Schade, daß der Testbereich nicht, wie die meisten Wiener Sender, zumindest bis nach Wr.Neustadt reicht.

Was dann mal in Zukunft der digitale Standard sein wird? Internetradio bestimmt nicht, solange es keine echte LTE-Flatrate auch für alle Menschen gibt.
Also für Webradio reicht durchaus auch eine vernünftige 3G-Verbindung. Apps wie radio.at bringen einem da eine Vielzahl an UKW- bzw. Webradios aufs Handy und via Streaming oder AUX-Kabel leicht ins Autoradio.
 
#16
Warten wir eben mal ab, wieviele erfreute DAB-Hörer sich während des Wiener Testbetriebs erfreut bei den Programmveranstaltern melden.
Daran kann man dann auch sehen, daß sich auch welche darauf freuen: "endlich digital".
Ich habe im Moment auch keine Vorstellung davon, wie das mit den DAB-Radios laufen soll. Die Elektronik-Märkte in Wien müßten die Radios ja erstmal anbieten, was heute aber kein Problem ist, da es genug Modelle (mit UKW) gibt. Aber wer wird sich in Wien solch ein Radio zulegen, wenn das Kind "Testbetrieb" heißt? Wenn es dumm läuft, wird der Testbetrieb irgendwann eingestellt und man besitzt dann ein relativ teures UKW-Radio mehr.


Es wäre vielleicht sinnvoller gewesen, zuerst mit Innsbruck zu beginnen und den 2. Mux der RAS aus Südtirol (evt. auf einem anderen Kanal) zu übernehmen. Im Gespräch ist das ja schon ewig (und wohl auch noch nicht ganz vom Tisch). Dann wäre der "Anschaffungsdruck" - speziell im Auto - auch nicht so hoch, denn viele Leute fahren ja immer mal wieder nach Italien (und könnten allein in Südtirol rund 60 Sender empfangen). http://www.ukwtv.de/cms/italien-dab.html
 
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#17
Andererseits braucht man entlang der Grenzen zu Nachbarländern mit DAB+ auch keinen Testbetrieb. Dort haben die Leute ja schon den Normalbetrieb der Nachbarn. Nich würde nur mal interessieren, wie viele DAB+-Hörer es in den entsprechenden Gegenden schon gibt. Wenn es in den entsprechenden Märkten in Wien günstige Empfangsgeräte gibt, kann ich mir schon vorstellen, daß einige Neugierige sich dann ein Gerät anschaffen. Sollte es mit DAB+ in Österreich dann doch nichts werden, hat man ja auch nur einen geringen Aufpreis gegenüber einem reinen UKW-Radio umsonst ausgegeben, da die Geräte doch meisten auch als UKW-Radio taugen.
 
#18
Endlich kriegen die Ösis des Deutschen liebstes Kind: Den Testbetrieb, den Pilotversuch. Ein herrliches Mittel, wenn grad irgendwo noch Steuergelder rumliegen, die man dringend verbraten muss, weil sie sonst verfallen. Pilot of the airwaves...haben da manche wohl etwas mißverstanden.
 
#20
Schön, daß es für so viele (soziale) Mißstände in Österreich, bei denen dringendst Verbesserungen nötig wären (Bildung, Arbeitsangebot, Pensionsvorsorgen, Agrarförderungen, etc.), kein oder viel zu wenig Geld gibt und stattdessen ein Haufen Steuergelder für solchen Unsinn rausgeworfen wird! Mittlerweile verstehe ich jene Menschen immer besser, die einfach auf alles scheißen und dem Staat keinen Cent mehr geben, wenn man sieht, welche Schindluder damit getrieben werden - oder kann mir einer von euch sagen, inwiefern der Steuerzahler von solchen Aktionen einen NACHWEISLICHEN Gewinn hat?

Diejenigen, die besagten DAB-Mist so hochloben, sind wahrscheinlich auch jene, die sich tagein-tagaus ihre 64 kBit MP3 Streams reinziehen und dabei immer schwärmen, wie herausragend der Klang doch ist, weil erstens digital von vorn herein sowieso immer besser ist und sie zweitens ja mit dem teuersten Smartphone empfangen - und da muß der Sound doch gut sein, oder?

Die Audioübertragung per UKW wurde seinerzeit entworfen, um höchstmögliche Qualität und Empfangsstabilität zu gewährleisten, DAB dagegen, um möglichst viele Programme in einen Kanal reinzuquetschen, wurscht ob man vor lauter Kompressionsartefakten und Aussetzern beim mobilen Empfang überhaupt noch was vom Programm mitbekommt oder nicht. Schöne neue Welt, wie Culcha Candela wohl dazu sagen würden.

Aber ich bin derzeit noch voller Hoffnung, daß der Großteil der Bevölkerung in Österreich DAB(+) ignoriert und keine neuen Empfänger kauft, denn dann muß das UKW-Netz weiterhin bestehen bleiben, weil der ORF seinen Versorgungsauftrag zu erfüllen hat.

Die mobile Flatrate und Radio over LTE/HSPA ist die Zukunft, nicht DAB (siehe USA).
 
#21
Die Audioübertragung per UKW wurde seinerzeit entworfen, um höchstmögliche Qualität und Empfangsstabilität zu gewährleisten...
... ist wohl so nicht ganz richtig. - Eingeführt wurde UKW wohl eher für den Fernsehrundfunkempfang (in Deutschland z. B. eingeführt gestern vor 80 Jahren); der Hörrundfunk kam erst nach dem 2. Weltkrieg zum Zuge, als die Mittelwellenfrequenzen nicht ausreichten.
"Höchstmögliche Qualität", also Stereo, HiFi, Kunstkopfstereophonie und was es sonst noch gab und gibt, kamen erst deutlich später.

Edith:
Link eingefügt: Norbert Kuntze - 22. März 1935: Es begann als Propagandainstrument (Bremen Eins)
 
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#22
Die mobile Flatrate und Radio over LTE/HSPA ist die Zukunft, nicht DAB (siehe USA).
Hast Du schon mal überlegt, wie viele Mobilfunkstationen selbst in entlegenen Alpentälern benötigt werden, um eine flächendeckende Empfangbarkeit zu gewährleisten und welche Kosten dadurch entstehen würden?

Wieso Du gerade die USA als Vergleich heranziehst, ist mir schleierhaft: Dort ist die Mobilfunkversorgung ja noch problematischer als bei uns. Außerhalb der Städte hast Du vielfach überhaupt kein Netz. Selbst auf UKW geht in zahlreichen ländlichen Regionen dort nicht viel: Vielleicht ein bis zwei Programme, wenn überhaupt, ansonsten nur Rauschen.
Riesige Flächenländer wie die USA, Kanada, Australien, Brasilien oder Russland mit Mobilfunk über erdgebundene Stationen zu versorgen, ist schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit. Da müssen andere Lösungen her.
 
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#25
Der ORF wird sich deshalb nicht beteiligen, weil er die hohen Kosten für die Umrüstung der Sender fürchtet. In Salzburg hat man den Vorteil, DAB+ mit UKW zu vergleichen. Und ich muss sagen, dass das bayerische DAB+ zum Teil sattelfester rüberkommt.
@Mähnager: normalerweise lese ich dich sehr gerne. Aber: dass Österreich in manchem sehr hintenher hinkt, ist ja bekannt. Gerade im Vergleich mit der Schweiz. Die Schweiz hat auch sehr viel Berge und Täler und geht den Weg der Abschaltung von UKW.
Auch wenn es hier im Forum noch UKW-Nostalgiker gibt: ich habe gestern ein sehr interessantes Gespräch mit einem Vertreter der Autoindustrie gehabt. Ab 2016 werden die Oberklassewagen und die der oberen Mittelklasse gegen einen geringen Aufpreis DAB+-Empfänger haben.
In vielen europäischen Ländern wird über einen Ausstieg aus UKW hin zu DAB+ nachgedacht. Vielleicht gibt es 10, 20 Jahre beides gemeinsam. Ähnlich wie die "Energiewende" in Deutschland. Es wird 20 Jahre die AKWs noch geben, dann wird ausgestiegen sein. So kann man es auch mit UKW sehen. Eine Technologie, die langsam ausläuft, und die der neuen Technik, DAB+, Platz machen wird.
 
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