Doch "Lügenpresse"?


Als "Research Agent" habe ich gelernt, dass Wiki keine ernstzunehmende Quelle ist, wenns "drauf ankommt" (heißt: wenn die Suche investigativ oder ähnlich seriös sein soll).
Wenn dort etwas über "Aktivitäten" steht, sinds trotzdem oder eben drum noch lange keine "Intrigen".
Also, TB: Wenn Du Bananen biegst, dann möglichst mit Produktkenntnis.
Letztlich steht eines fest - und das wird i. S. Syrien oft genug betont: Aus Kriegsgebieten gehen keine seriös verifizierbaren Informationen an die Öffentlichkeit - höchstens an die CIA.
 
Prof. Dr. Norbert Bolz (TU Berlin):

"Die größte und dichteste Echokammer ist der Journalismus.
Die Regierungsnähe vieler Journalisten führt natürlich auch dazu, dass sie die Narrative der Politiker übernehmen. Und da es hier um Macht geht, darf man nicht mit einem Interesse an Selbstkorrektur rechnen."
(telepolis Interview, 28.03.17)

„Vielleicht handelt es sich um den Schwanengesang der klassischen Leitmedien“ (meedia, 23.02.17)
 
@Tonband Mit Verlaub, aber mit "Lügenpresse" hat das wohl nichts zu tun.
M.M.n. eher mit fatal schlechter journalistischer Arbeit.
Übrigens, der von Herrn Bolz im Interview erwähnte "Kollege Kepplinger" war exakt zu meiner Studienzeit wissenschaftlicher Assistent von der "Pythia vom Bedensee".

Der Begriff "Lügenpresse" zielt doch in eine völlig andere Richtung.

2Stain
 
@Tonband Mit Verlaub, aber mit "Lügenpresse" hat das wohl nichts zu tun.
M.M.n. eher mit fatal schlechter journalistischer Arbeit.
Was diese Woche bezüglich Berichterstattung zu dem angeblichen "Giftgasangriff" in Syrien stattgefunden hat ist doch eine sehr gute Demonstration für "fatal schlechte journalistische Arbeit". Dazu fehlen mir bis auf 3 alle Worte: unter aller Sau !
Ein mächtiger Wasserfall auf die Mühlen der "Lügenpresse"-Rufer.

Stellt sich die aktuelle Frage: Wie weit ist diese "fatal schlechte journalistische Arbeit" von einer Lügenpresse entfernt?
(siehe Kategorie 1)
 
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Finde ich jetzt witzig weil sich der Tagesschau-Faktfinder seinerseits auf eine sehr umstrittene, wenn nicht gar lächerliche Quelle bezieht: Eliot Higgins von "Bellingcat", Hobby-Analyst und einseitiger "pro-Nato-Blogger". Dass der inzwischen als Investigativ-Journalist gehandelt wird ist m.E. ein journalistischer Skandal!

Welche Seriösität besitzt denn die Aktion den Pulitzer Prize-Träger Hersh von einem Windhund in Frage stellen zu lassen?
Desweiteren werden weitere wichtige Quellen verschwiegen:

Die Zeit, 6.Mai 2013: "Ermittlerin del Ponte geht davon aus, dass die Rebellen, nicht Assad, Giftgas eingesetzt haben."
Danach wurde sie offenbar von den Kriegstreibern massiv unter Druck gesetzt.

Seymour Hersh hat (aus seinen Verbindungen zu Geimdienstleuten) am 17. April 2014 einen weiteren Artikel verfasst über den Deal zwischen der Türkei und den "Rebellen", der den Fakten-Pfadfindern der Tageschau verborgen brlieb:
"The Red Line and the Rat Line", Seymour Hersh

Ausserdem veröffentlichten zwei renommierte US-Wissenschaftler im Januar 2014 einen Bericht, indem sie die Schuld des syrischen Regimes anzweifeln: (Bericht gespiegelt bei voltaire)
"Possible Implications of Faulty US Technical Intelligence in the Damascus Nerve Agent Attack of August 21, 2013"

FRAGE: Wie vertrauenswürdig sind nun eigentlich diese "Faktenfinder" von der Tagesschau??

Dass sich nun der türkische Journalist Can Dündar von Lüders' Aussagen distanziert ist in seiner evtl. Todesangst nur allzu verständlich. Er hatte sich angeblich mit dem türkischen Geheimdienst angelegt.


Zur aktuellen Lage ein sehr aufschlussreicher Bericht der Swedish Doctors for Human Rights:
The Indicter Magazine, April 2017: "Analysis of evidence contradicts allegations on Syrian gas attacks"
 
FRAGE: Wie vertrauenswürdig sind nun eigentlich diese "Faktenfinder" von der Tagesschau??
Im Verschwörungstheoriendschungel hast Du wohl den letzten Satz übersehen:

Zitat von Tagesschau:
Und so geht der Kampf der Interpretationen weiter.
Du verbreitest hier jedenfalls eher Verschwörungstheorien als "Fakten". Deswegen verweise ich vorsichtshalber nochmals auf den letzten Satz meines Postings #201. Mit "Lügenpresse" hat Kriegsberichterstattung nichts zu tun, denn die Presse muss sich im Kriegsfall mit Zensur herumschlagen.
 
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Fakt ist, daß keine Seite was beweisen kann. Gebombt wird trotzdem. Trump muß ja von seinen innenpolitischen Mißerfolgen ablenken und außenpolitisch Stärke zeigen. Und Merkel spielt Claqueur.
 
Du verbreitest hier jedenfalls eher Verschwörungstheorien als "Fakten". ( )
Wenn sachlich-relevante Gegenargumente fehlen ... So hat Herr Kornblum bei Anne Will auch "argumentiert".
Mit "Lügenpresse" hat Kriegsberichterstattung nichts zu tun, ...
@chapri: Ehrliche Kriegsberichterstattung bemüht sich um Ausgewogenheit, was ich im Fall Syrien seit 2011 genauso wenig erkennen kann wie vorher im Ukraine-Konflikt. Das war zu Zeiten von Scholl-Latour eindeutig seriöser.

Die Berichterstattung beschränkt sich sogar in unseren Leitmedien auf die Weiterverbreitung von Fotos und Videos von früher AMC, Aleppo Media Center und aktuell EMC, Edlib Media Center. Beides in der Hand von "Rebellen"/"Aktivisten"/Dschihadisten, die nicht den Ruf haben vertrauenswürdig zu sein. Zwischen EMC und AP scheint obendrein eine enge Bindung zu existieren, wie uns die Suchmaschinenliste verrät.

Aus Kriegsgebieten gehen keine seriös verifizierbaren Informationen an die Öffentlichkeit - .
@Research Agent: Es ist nicht so, dass keine anderen Informationen vorhanden wären, die werden aber auffallend im Hintergrund gehalten. Ich muss inzwischen davon ausgehen, dass es sich bei der verbreitet nato-kriegsfreundlichen Berichterstattung nicht um Versehen handelt. Sie werden ihre Gründe haben.

Wenn dem Volk immer vermittelt wird alles wäre zu kompliziert um es zu verstehen dann deute ich das mit meinem naiven Laienempfinden als Nebelkerzenwerferei. Herr Lüders stört mit seinen klaren Worten natürlich diese Strategie empfindlich. Deswegen war diese Anne-Will-Sendung ganz offensichtlich von vorherein darauf ausgerichtet seine Reputation zu zerstören. Das haben gottseidank Viele der bisher 1477 Will-Media-Foristen erkannt.

"Lügenpresse" sehe ich immer noch mit Fragezeichen. Leichtfertige bzw. bösartige Propagandaverbreitung trifft's wohl besser.
Wer sich bemüht kann herausfinden dass Assad spätestens 2009 aus geostrategischen Erwägungen auf der Abschussliste stand.

Gute Nacht.
 
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Dass sich nun der türkische Journalist Can Dündar von Lüders' Aussagen distanziert ist in seiner evtl. Todesangst nur allzu verständlich.
Lüders behauptet, Can Dündar hat über Giftgas-Lieferungen berichtet.
Can Dündar erklärt, dass er nie über Giftgas-Lieferungen berichtet hat.

Dündar korrigiert eine nachweisliche Falschbehauptung. Oder wo ist denn bitteschön Dündars Artikel über Giftgas-Lieferungen des türkischen Geheimdienstes?

Die Frechheit ist ja noch, dass Du daraus ein lapidares "Distanzieren" machst, garniert mit der Spekulation "aus Todesangst". Und Du willst uns hier irgendwas von Lügenpresse erzählen?
 
Die Medien waren und sind Teil des gesellschaftlichen und des staatlichen Herrschaftsapparats. Wer die Musik bezahlt - die werbende Wirtschaft - bestimmt, was gespielt wird.
Wer Anfang des letzten Jahrhunderts die Massen für den Weltkrieg begeistert hat, waren die Zeitungen, deren Erben 100 Jahre später den Massen mit ihren Gaulands, Sarrazins und anderen "besorgten Bürgern" die Angst vor der "Asylantenflut" in die Knochen jagen.
1914 dichtete Alfred Kerr für den Vorläufer der FAZ: "Zarendreck, Barbarendreck/Peitscht sie weg, peitscht sie weg", 1941 schrieb man gegen den Bolschewismus der slawischen Untermenschen an, und heute geht es gegen Putin, den "Widergänger des Zarismus" und seinen bolschewistischen Barbarendreckskreml. Immer muß die Welt von den Russen befreit werden (steht vor der Tür; liegt unterm Bett), es geht um sein endloses Land, seine Schätze und Arbeitskräfte.
Den Verlegern der Printmedien schielt die Not aus jedem Knopfloch. Allein die Bild, die "größte Zeitung der westlichen Welt", ist von 4 Millionen verkauften Exemplaren auf 2 Mill. gefallen. Da kommt den Meinungsinstitutionen das Geschrei um Fake News oder Lügenpresse gerade recht, um mit dem Begriff "Qualitätsjournalismus" Etikettenschwindel zu betreiben. Dabei gibt es gar keinen Unterschied zwischen den Versuchen zu Manipulation durch Einflußreiche in einer Demokratie und den Desinformationstechniken autoritärer Regime.
"Die einzige Mission der Zeitung ist, für Geld zu lügen" schrieb einst Karl Kraus, der übrigens auch meinte, der Erste Weltkrieg wäre ohne die Presse nicht möglich gewesen und sah das Problem der Presse in der "Unmöglichkeit der Unterscheidung, ob sie ein ungewöhnliches Raffinement aufwendet, um das Dümmste, das jeweils zu einer Angelegenheit zu sagen ist, an den Leser heranzubringen, oder ob sie ihre Dummheit als Lasso verwendet, um ihre Tücke wirksamer zu machen".

Sean Spicers aktuelle Dämonisierung Assads durch seinen Hitler-Vergleich deutet übrigens auf weitere Waffengänge hin.

 
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Offensichtlich ist es selbst Moskau klar, dass Assad der Übeltäter war. Wie sonst ist das neuerliche Veto Russlands zur Aufklärung des Angriffs zu erklären? Wenn man andere Informationen hätte, wäre man sicherlich sofort bereit gewesen einer Untersuchung zuzustimmen, um die USA am Nasenring durch die Manege zu führen. Also bitte keine abstrusen Verschwörungstheorien mehr.
 
Wenn Dein einziges Werzeug ein Hammer ist musst Du dafür sorgen, dass jedes Problem wie ein Nagel aussieht.

Aus der Hüfte geschossen:
Dündar korrigiert eine nachweisliche Falschbehauptung.
Oder wo ist denn bitteschön Dündars Artikel über Giftgas-Lieferungen des türkischen Geheimdienstes?
Ein aktuelles Foto vom 13.4.2017 – Can Dündar und Michael Lüders schätzen und respektieren einander:

Neues Interview mit Michael Lüders in den Nachdenkseiten vom 15.April 2017:
>>>
Frage an Lüders: Can Dündar, ehemals Chefredakteur der türkischen Zeitung Cumhuriyet, der heute im deutschen Exil lebt, bezeichnet Ihre Aussagen über türkische Giftgaslieferungen an syrische Rebellen als „totalen Unsinn.“

Antwort: So stellt es die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ dar. Bei unserem gemeinsamen Treffen am vorigen Donnerstag in seinem Berliner Büro hat Can Dündar folgendes klargestellt:
Er habe die Journalisten darauf hingewiesen, dass er persönlich nicht über Giftgaslieferungen geschrieben habe. In seiner Zeitung „Cumhuriyet“ sind aber sehr wohl Artikel zu diesem Thema erschienen, auch zu der Zeit, als er Chefredakteur war. (..) Can Dündar verwies in dem Zusammenhang darauf, dass die Zeitung Hürriyet am 18. Dezember 2016 über die Lieferung von Chemikalien aus der Türkei an den „Islamischen Staat“ berichtet habe, die zur Waffenproduktion benutzt worden wären. Der Autor des Berichts, der Washington-Korrespondent der Zeitung, Tolga Tanic, sei daraufhin fristlos entlassen worden.

In der Sendung „Markus Lanz“ vom 5. April ist mir allerdings in der Tat eine Ungenauigkeit unterlaufen. Dort hatte ich behauptet, Can Dündar selbst habe über türkische Giftgaslieferungen an die Nusra-Front berichtet, den Al-Qaida Ableger in Syrien. Tatsächlich hat er selbst über konventionelle Waffenlieferungen an islamistische Rebellen geschrieben.
In meinem Buch steht es richtig, in der Sendung habe ich mich falsch erinnert.
<<<

Ich habe mir inzwischen Lüders' Buch gekauft und kann seinen letzten Satz bestätigen.
(siehe post #202: Prof. Dr. Norbert Bolz (TU Berlin): "Die größte und dichteste Echokammer ist der Journalismus."
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Michael Lüders: "Anne Will arbeitet mit einer bösartigen Unterstellung"
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Vom Begriff "Lügenpresse" möchte ich mich nun endlich deutlich distanzieren, denn er trifft ja auch alle ehrlichen Journalisten. Vielleicht sollten wir einen neuen Faden eröffnen mit dem Titel:
"Journalistische Versäumnisse oder Böswilligkeiten" ?​


Ich wünsche noch ein FROHES OSTERFEST

 
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Wie sonst ist das neuerliche Veto Russlands zur Aufklärung des Angriffs zu erklären?
Weil die von Frankreich, Großbritannien und den USA eingebrachte Resolution vielleicht schon eine Vorverurteilung beinhaltete?

Welcher Journalist hat sie eigentlich studiert bevor er die Ablehnung kommentierte/verurteilte?
Könnte einer dieser Journalisten mal eine Stellungnahme posten?
Hier die UN-Resolution 2017/315 vom 12.April 2017 zum Download: >KLICK<
Wenn man andere Informationen hätte, wäre man sicherlich sofort bereit gewesen einer Untersuchung zuzustimmen, um die USA am Nasenring durch die Manege zu führen.
Wenn diese Informationen im Westen aber unerwünscht wären weil sie den geforderten Regime Change verhindern könnten?
(siehe Irak 2012/2013)

Tagesschau, 11.04.2017: "Russland will UN-Untersuchung"
UN Security Council, 12.04.2017: "... would be discussed by OPCW on 13 April at The Hague."
Taz, 13.04.2017:" Westliche Vetomächte gegen Kompromissentwurf"
Also bitte keine abstrusen Verschwörungstheorien mehr.
@Tweety, hast Du eine plausible Erklärung warum diese Resolution einen Tag vor der angekündigten OPCW-Besprechung durchgeboxt werden sollte?
 
Definition: Eine Verschwörung ist das heimliche gemeinschaftliche Handeln, meist zum Schaden von Dritten. Solange sie nicht bewiesen werden kann bleibt sie eine mögliche Theorie bzw. These. Im Schadensfall muss "Qui bono?" zwar nicht zwangsläufig zu den Tätern führen, führt aber oft zum Ziel und ist deshalb eine Primärfrage in der Kriminalistik.
Du verbreitest hier jedenfalls eher Verschwörungstheorien als "Fakten".
@chapri, für Dich habe ich mal nur eine offengelegte >CIA-Verschwörung gegen Syrien< von 1983 herausgesucht:
Du kannst sie seit Dezember 2016 im v.vl. "Leseraum" der Produktionsfirma selbst nachlesen bzw. download'n und beurteilen. Ob, wie oder von wem diese Verschwörung dann wirklich ausgeführt wurde ist m.E. nebensächlich.

Bewährte Taktiken müssen im Firmenhandbuch nicht geändert werden und können weiterhin als "Blaupause" dienen.
Michael Lüders beschreibt das sehr gut sachlich in der von @WilliWinzich dort verlinkten SR2-Sendung vom Sonntag.
(Audio)
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M.E. war schon das geheime "Sykes-Picot-Abkommen" vor 100 Jahren eine "westliche" Verschwörung zu Lasten der dort lebenden Völker mit welcher der Grundstein für den jetzigen Zustand gelegt wurde.
 
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Nun ja, wer sich nicht für "olle Kamellen" interessiert kann IMHO die gegenwärtige Situation kaum kritisch und realistisch einschätzen. Da bleibt nur Glaube.

Und wo wir gerade beim Glauben sind hier noch ein aktuelles Glaubens-Beispiel, vom 11. April 2017:
  • Prof. Hacke [12'13''] > Ich glaube sogar, dass Assad diesen barbarischen Akt aus einem ganz bestimmten Grunde nur gemacht hat, der, militärisch hat das ja nichts gebracht, (...) ich glaube er wollte damit provozieren, das was die Amerikaner gemacht haben, um damit Putin wieder an seine Seite zu ziehen. .......
  • M. Lanz [14'02''] > Halten Sie's für möglich, dass man ernsthaft solche Bilder produziert, in Kauf nimmt, mit einem solchen Giftgasangriff auf die eigenen Leute losgeht, wohlwissend, was das für eine Empörung da draussen möglicherweise hervor ruft, nur um jemand auf der anderen Seite des Atlantiks zu provozieren?
  • Prof. Hacke [14'23''] > Ich glaube was der mann schon angestellt hat, was er mit seinem Volk getan hat, ist das für den fast nebbich, hätt' ich beihnah' gesacht, so zynisch das auch noch zu tun.
  • Oder sind das Verschwörungstheorien?
  • M. Lanz [15'17''] > Wie sicher können wir denn sein, dass er hinter diesem Giftgasangriff tatsächlich steckt?
  • Prof. Hacke > Ich glaube, dass wir 99% sicher sein können.
  • M. Lanz > Was macht sie da so sicher?
  • Prof. Hacke > Einmal natürlich schon, dass vorher auch das Assad Regime das getan hat (..)

    Alle haben gesacht: Das iss so! Und ich glaube auch, dass es so ist. [15'26'']​
AMEN --- Das Beste zum Schluss. (nebenbei: - die Interessen des Professors bei wiki)
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Zum Abschluss ein Beispiel wie "freie" Presse funktioniert: "The World’s Opinion Page" - oder "How-to-shift-the-peoples-opinion"

Das vom Großspekulanten George Soros unterstützte angebliche "non-profit"-Netzwerk" (en.wiki: "Not-for-profit") rühmt sich in
zu verbreiten. Dollarmilliarden können für die Meinungsbildung sehr nützlich sein. Mit dabei:
The Guardian, Die Welt, Handelsblatt, Sueddeutsche, Wirtschaftswoche ...

Der Begriff "Gleichschaltung" erscheint mir hier nicht ganz abwegig. Wie geht man nun damit um? :
  • Jeder Journalist kann sich entscheiden welcher Seite er angehören möchte.
  • Und wenn sich der Pressekonsument nicht nur auf seinen Glauben verlassen will ist er wohl gefordert sich die Namen der Journalisten zu merken denen er erfahrungsgemäss vertrauen kann.
Jan.2008, Korrespondent Ulrich Tilgner sucht mehr Distanz zum ZDF: "Ich fühle mich eingeschränkt"
Jan.2016, Ex-ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender über den großen Einfluss der Parteien auf das ZDF.
Feb.2016, Wolfgang Herles: "Anordnung zur Anpassung?"
...........................


Ich wünsche einen langen Atem.
TB.
 
Zuletzt bearbeitet:
DAS ist doch mal offenbartes Halbwissen, denn von den deutschsprachigen Zeitungen des "Non Profit"-Krimskrams ist fast die Hälfte gestorben (Börsenztg., FT und Germania). Da bleibt nicht viel "Meinungsbildung"!
Also gehe ich auf Deine Ergüsse ab sofort nicht mehr ein!
 
Wie kann es sein, daß
- der gerade gefasste "Staatsfeind #1" in einer Zelle mit Gittern untergebracht wird, er also einen festen Punkt findet, an der er sich selbst mit der Gefängniskleidung aufhängen kann?
- und das, obwohl die Haftrichterin extra auf die Suizidgefahr hingewiesen hat... (....)
Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her.
Berechtigte Fragen: Dein "Riecher" bekommt nun aktuelle Unterstützung durch den MONITOR vom 24.August ! (Youtube)

Was im Monitor noch fehlt: Der "Staatsfeinfeind" soll als "White Helmet" gedient haben, wie die Deutsche Welle im Oktober 2016 berichtete: "He called us and told us 'I'm volunteering with the White Helmets (emergency teams) in Idlib."

Gibt es da evtl. einen Zusammenhang? -
Die "Weisshelme" wurden von unserem Auswärtigen Amt mit 7 Millionen Euro gefördert (Link):
awa-screenshot_2017-08-28.png

Da stellen sich auch mir wieder mal Fragen:

- Wie sollte daraufhin der deutsche Journalismus am guten Zweck zweifeln?
- Oder die ARD "Die letzten Männer von Aleppo" nicht als Helden feiern?
- Der "Alternative Nobelpreis" war doch unvermeidlich. (Anna Osius, ARD-Studio Kairo)

Darf dieser Mythos durch "missratene" Helfer nicht zerstört werden?
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desweiteren:
Die Verbindungen zwischen "Weisshelmen" und sog. "Rebellen", also der "Freien Syrischen Armee FSA"
ist naheliegend (s. BR, 10.10.2016). Die FSA war ja schon letzten Mai ins Gerede gekommen:
Zitat von welt.de am 22.05.2017:
Sein Unwesen habe der Mann unter dem Kampfnamen „Abu Dhib“ („Vater des Wolfes“) getrieben. So habe die Miliz, die der Freien Syrischen Armee angehört habe, Leute auf der Straße entführt, an Ketten gefesselt an die Decke gezogen und tagelang mit Eisenstangen, Knüppeln, Kabeln und Schläuchen zum Teil bewusstlos geprügelt.
Letzte Frage: Lebt "Abu Dhib" vielleicht noch weil er schweigen kann? (SZ, 22. Mai 2017)
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