Eigenartiger Bericht über schwimmendes Atomkraftwerk in Russland bei DLF Nova


DOSORDIE

Gesperrter Benutzer
#1
Hat vor 10 Minuten Jemand den Bericht über o.g. Atomkraftwerk gehört?

Ich fand das total komisch, das wirkte so verniedlicht, als sei Atomkraft total sauber und gut. Oder bilde ich mir das nur ein?

Was war denn da los?

LG Tobi
 
#7
Ich hab es mir eben angehört. Alles erzählt, was man dazu wissen muß. Es ist eben für Nova gemacht. Im Hauptprogramm wäre ich etwas irritiert. Aber in knapp sechs Minuten alles erwähnt. Aber offenbar darf man sowas nur noch mit "Atomkraft: BÖSE! BÖSE! SEHR BÖSE!" erwähnen. Alle anderen Seiten zählen nicht. Morbus Fukushima.
 

DOSORDIE

Gesperrter Benutzer
#8
Is ja auch so. Mir klang das Alles etwas zu freundlich. Klar. Die Fakten wurden objektiv besprochen, aber ich fand’s komisch.

Atomkraft ist nunmal nur solange sauber, wie kein Müll anfällt oder nix Unvorhergesehenes passiert und ich finde es in der jetzigen Zeit eine ziemlich behämmerte Idee noch solche Kraftwerke - vor Allem auf dem Wasser - zu bauen.

Da hätte ich mir einen etwas kritischeren Ton gewünscht. Ich kenne Nova eigentlich von Anfang an, schätze das Programm und weiß, wie es sonst klingt. Eben deswegen bin ich ja so verwundert. Wenn’s um Genderism, Nazis oder Netzneutralität geht ist der Ton berechtigterweise etwas schärfer und mahnender, das hätte ich bei diesem Beitrag auch erwartet.

LG Tobi
 
Zuletzt bearbeitet:
#9
Hat vor 10 Minuten Jemand den Bericht über o.g. Atomkraftwerk gehört?

Ich fand das total komisch, das wirkte so verniedlicht, als sei Atomkraft total sauber und gut. Oder bilde ich mir das nur ein?

Was war denn da los?

LG Tobi
Was soll da los gewesen sein? Ich verstehe das Problem wirklich nicht.
Den Spruch mit der Insel hätte man sich kneifen können - gut. Aber wer Nova hört, dem traue ich zu, dass er diesen Beisatz einordnen kann.
Ansonsten sind die beiden Sichtweisen aufgezeigt.
Was wir da hören, ist ein Kollegengespräch, in dem Funktion und Reaktion erklärt werden - und nicht etwa ein Interview mit dem Betreiber eines solchen Kraftwerks.
 

DOSORDIE

Gesperrter Benutzer
#10
Um den Beisatz ging’s mir nicht. Der Ton war mir irgendwie nicht neutral genug. Klang so nach Niedlichkeit... so als würden sie über das neue Yoshi Spiel für die Switch sprechen, oder über Katzenvideos.

Ich höre den Sender echt gerne, aber es wird ja wohl auch mal Kritik erlaubt sein. Son Riesen Fass wollte ich damit auch gar nicht auf machen.
 
#11
Interessanter Bericht. Risiken kamen auch zu Wort. Die Menschen in der Stadt im Nordpolargebiet hätte mal fragen können, was sie davon halten. Vielleicht hat man es auch getan und deren positive Antworten passten nicht in das Schema der permanenten Angsterzeugung vor Atomkraft, welches hierzulande (im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern) medial verbreitet wird. Vielleicht vermisst der Themensteller genau das im Beitrag? Sowas nennt man wohl einen Pawlowschen Effekt glaube ich.
 

DOSORDIE

Gesperrter Benutzer
#12
Ich finde das unmöglich zu behaupten, Atomkraft sei sauber und sicher. Das ist genau so fatal wie zu behaupten, dass es keinen Klimawandel gibt.

Nein, ich hätte einfach mehr Antihaltung erwartet.
 
#13
deren positive Antworten passten nicht in das Schema der permanenten Angsterzeugung vor Atomkraft, welches hierzulande (im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern) medial verbreitet wird
Das hat nichts mit Angstererzeugung zu tun. Atomkraft ist Teufelszeug und wie gefährlich es ist, hat man in Fukushima und Tschernobyl ja dann auch germerkt. Die Angst davor ist immer latent da und braucht daher nicht erst "erzeugt" werden.
 
#17
Aus dem Artikel:
"Auf der Grundlage von Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt der IPPNW, dass es in Japan in den kommenden Jahrzehnten bis zu etwa 66.000 zusätzliche Krebsfälle geben wird "

Wie albern darf es noch werden? 66.000 Krebsfälle "schätzen". Albern.
 
#20
Hahaha, genau so hat früher die katholische Kirche gegen Hexen argumentiert. Aber auf dieser Grundlage argumentiert die Journaille in Deutschland um Angst zu erzeugen. In fast allen Ländern der Welt herrscht zu diesem angeblichen Teufelszeug eine gegenteilige Meinung. Dies wird medial hierzulande verschwiegen. Insofern ist der Beitrag im DLF eine spannende Ausnahme.
 
#21
Den Eindruck habe ich auch, dass es in den meisten anderen Ländern anders als in Deutschland kaum öffentlichen Widerstand gegen die Atomkraft gibt. Schade eigentlich. Die Fakten sprechen ja für sich. Weltweit betrachtet gibt es im Schnitt mindestens alle 20 Jahre einen Super-GAU mit Verstrahlung der näheren oder auch weiteren Umgebung (bei Fukushima ist der meiste Fallout über dem Pazifik abgeregnet). Und weltweit ist das Problem ungelöst, was man mit dem vielen Atommüll anstellt, der noch tausende Jahre lang weiter strahlt. Vor dem Hintergrund kann man weder von einer sauberen noch von einer billigen Energie sprechen. Denn die noch ganz erheblichen Folgekosten sind bei der Produktion des Atomstroms nicht mal ansatzweise eingepreist. Stichwort Asse.
 
#23
Ich find die Vorstellung auch sehr grotesk, seinen Enkeln mal zu erzählen: "Wir hatten da so eine Energiequelle entdeckt. Wir wussten, dass der Betrieb saugefährlich ist und da giftiger Müll raus kommt. Aber wir haben gedacht, für den Müll finden wir später schon irgendwann was, wo wir ihn sicher vergraben können, also haben wir schon mal angefangen."
 
#25
Egal, solange mir nichts passiert. Mal ganz entspannt bleiben. Schaut ins Ausland, laut Trump gibt es den Klimawandel gar nicht.

Es ist heiter. So sollen es die Journalisten auch rüberbringen. Ich will ja nicht, dass mediascanner schlecht gelaunt ist.
 
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