Entscheidung in Koblenz


Status
Nicht offen für weitere Antworten.
#1
Hallo Zusammen,
weiss jemand von euch, wie sich die LPR-Versammlung bezüglich der UKW-Frequenz 98,0 in Koblenz entschieden hat?
Die besten Chancen hatte ja diesesmal, oh Wunder, nicht RPR sondern ein Konsortium um den Verein Radio Korrekt und den Herren Hopp und Schwenk (Radio Brocken und Radio HH).
Ist das geplante Format bekannt?

Gruß vom Funker
 
#2
Neues Radioprogramm für Koblenz

Die Versammlung der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter Rheinland-Pfalz (LPR) hat in ihrer Sitzung am 06. Oktober 2003 der Radio Koblenz 98,0 GmbH i.Gr. die Erlaubnis für ein Hörfunkprogramm mit lokalen und regionalen Bezügen in Koblenz erteilt.

Unter fünf Bewerbern hatte die Versammlung eine Auswahlentscheidung zu treffen. Zwei Antragsteller konnten nicht berücksichtigt werden, in einem Fall fehlte der regionale Bezug, in einem anderen gab es kon-zentrationsrechtliche Probleme. Gegen die verbleibenden Antragsteller konnte sich Radio Koblenz 98,0 deshalb durchsetzen, weil die Gesellschafter sowohl über eine hohe fachliche Kompetenz verfügen als auch Vereine integrieren (Interessengemeinschaft Regionalradio e.V. und Radio Korreckt e.V.). Radio Koblenz 98.0 ist maßgeblich auf Grund des großen Engagements dieser Vereine zustande gekommen, die somit für eine Verwurzelung im Sendegebiet sorgen. Die Hauptgesellschafter Stephan Schwenk und Olaf Hopp sind seit langen Jahren als Geschäfts-führer im Radiobereich tätig und gemeinsame Lizenzinhaber von Radio Cottbus.

„Wir erwarten von Radio Koblenz auch einen Beitrag zur regionalen Vielfalt“ erklärte der Direktor der LPR, Manfred Helmes. Die LPR strebt neben Radio Trier und Radio Koblenz weitere regionale Hörfunkstationen in Rheinland-Pfalz an.


--------------------------------------------------------------------------------
Kontakt: Dr. Joachim Kind, LPR-Pressesprecher, Tel. 0621-5202-206
--------------------------------------------------------------------------------
 
#3
Von dwdl.de:
Nach der Lizensierung durch die LPR soll der Sendebetrieb am 01. Dezember um Mitternacht starten.

Die Landesmedienanstalt in Rheinland-Pfalz hat die Lizenz für ein Hörfunkprogramm mit lokalen und regionalen Bezügen in Koblenz erteilt. Radio Koblenz soll zum 01. Dezember um Mitternacht auf der UKW-Frequenz 98,0 an den Start gehen.

Die Hauptgesellschafter des Programms sind Radio Hamburg Geschäftsführer Stephan Schwenk und Radio Brocken und RTL 89.0 Geschäftsführer Olaf Hopp. Geschäftsführer der Radio Koblenz 98,0 GmbH sind Olaf Hopp, Sven Herzog und Vittorio Nobile. Herzog ist widerum Geschäftsführer bei der Werbe Trier 22 und beim ehemaligen Radio 22, welches seit kurzen unter dem Namen Radio Trier auftritt.

Sven Herzog erörtert im Interview mit Radioszene, dass die Vermarktung und Programmzulieferung des neuen Lokalsenders für Koblenz über die Werbe Trier 22 laufen werde, das Programm an sich aber aus Koblenz gefahren werde. Für die Zukunft stellt Herzog sich dabei sogar vor, dass es in Rheinland-Pfalz viele lokale Stationen geben werde, die allesamt ohne einheitliches Mantelprogramm auskommen können. Die LRP stehe nach eigenen Angaben der Idee, weitere Lokalstationen in Rheinland-Pfalz zu lizensieren, offen gegenüber.

Insgesamt standen fünf Bewerber bei der Lizenzvergabe zur Wahl, von denen allerdings nur drei berücktsichtigt werden konnten. Ein Antragssteller konnte keinen regionalen Bezug nachweisen, bei dem anderen gab es konzentrationsrechtliche Probleme. Radio Koblenz 98,0 konnte sich laut der Zeitschrift Sat+Kabel deshalb durchsetzen, weil die Gesellschafter sowohl über eine hohe fachliche Kompetenz verfügen als auch Vereine integrieren, wie die Interessengemeinschaft Regionalradio e.V. und Radio Korreckt e.V..

Der rheinland-pfälzische Privatsender Hit-Radio RPR Eins aus Ludwigshafen dürfte sich über die Lizenzvergabe nicht sonderlich freuen. So ist der Verlust von fast fünf Prozent Hörerschaft bei der letzten MA sicherlich auch auf Radio Trier zurückzuführen, die durch lokales Programm eine einfachere Möglichkeit der Hörerbindung haben. Durch die Lizensierung von Radio Koblenz besteht nun die Gefahr, dass weitere Hörer abwandern und der Sender mehr in die drohende Krise abrutscht.
 
#4
"... Die Hauptgesellschafter des Programms sind Radio Hamburg Geschäftsführer Stephan Schwenk und Radio Brocken und RTL 89.0 Geschäftsführer Olaf Hopp. Geschäftsführer der Radio Koblenz 98,0 GmbH sind Olaf Hopp, Sven Herzog und Vittorio Nobile . ..."


Wie kommt Vittorio Nobile bitte dort hin? Handelt es sich um den Vittorio Nobile von der Firma Gerryland? Ist der da nicht mehr als Verkäufer / Verkaufsleiter tätig?

MfG
 
#5
Hallo Berlinreporter,
danke für den Eintrag des DWDL-Artikels.

| | | | |||||||||||||||||||| Off topic ||||||||||||||||||||||| | | | |
@alle Journalisten hier:
DWDL.de: Sven Herzog erörtert im Interview mit Radioszene... (...) Radio Koblenz 98,0 konnte sich laut der Zeitschrift Sat+Kabel deshalb durchsetzen, weil...
Ist es Usus, dass man seine Recherche neuerdings nur noch mit Mauszeiger und Fachpresse betreibt und bin ich die einzige, die es lächerlich findet, dass der Autor des Artikels nicht in der Lage ist Herrn Herzog und die LPR selbst zu interviewen und daraus zu zitieren?
DWDL.de: Der rheinland-pfälzische Privatsender Hit-Radio RPR Eins aus Ludwigshafen dürfte sich über die Lizenzvergabe nicht sonderlich freuen.
Bin ich zu anspruchsvoll, wenn ich es peinlich finde, dass der Autor sich in Spekulationen über die Meinung von RPR zur Neulizensierung ergeht, statt diese zu erfragen.
So ist der Verlust von fast fünf Prozent Hörerschaft bei der letzten MA sicherlich auch auf Radio Trier zurückzuführen, die durch lokales Programm eine einfachere Möglichkeit der Hörerbindung haben. Durch die Lizensierung von Radio Koblenz besteht nun die Gefahr, dass weitere Hörer abwandern und der Sender mehr in die drohende Krise abrutscht.
Und finde ich es als einzige hochgradig unprofessionell, wenn Hörerwanderungen von RPR zu Radio Trier mit dem wörtchen "sicherlich" behauptet werden und von einer "drohenden Krise" gesprochen wird? Könnte es sein, dass es RPR gar nicht so schlecht geht, man aber Gründe hat es gegenüber Medienpolitikern so darzustellen?

Kleine Anmerkung: Wenn ein landesweites Radioprogramm in seinem Sendegebiet in der Altersgruppe 14 bis 49 Jahren Marktführer ist, dann ist es zwar nicht positiv aber auch nicht fatal, wenn man 5 oder gar 20 Prozent der Hörer verliert, wenn folgende wichtige Bedingung gilt: Der Sender muss MARKTFÜHRER bleiben. Ob er Marktführer mit einem Hörervorsprung von 150.000 Hörern oder 100.000 Hörern vor dem nächsten Konkurrenten liegt, ist dabei nicht so wichtig. Der Marktführer wird immer ungleich stärker gebucht als die folgenden Konkurrenzprogramme und kann immer viel mehr Geld verdienen,

| | | | |||||||||||||||||||| Off topic aus ||||||||||||||||||||||| | | | |

weiß die Jasemine und verlässt den Offtopicmodus.
 
#6
Die Herren haben die Lizenz auch nur bekommen, weil sie radio korreckt aufgenommen haben die es in 5 Jahren nicht geschafft haben etwas auf die Beine zu stellen. Die wurden jetzt benutzt und wissen gar nicht auf was sie sich da eingelassen haben.
Die besagten Herrn Hopp und Herzog versuchen jetzt in Koblenz zu landen. Eigentlich hat ja die Rheinradio GBR die ganze Sache ins Rollen gebracht. Dort haben einige ehemalige Radio Korreckt Mittglieder versucht ein Lokalradio aufzubauen, da radio korreckt nur aus Schwätzer besteht die halt nur reden aber keine Ahnung haben. Doch da die Gesselschafter von Rheinradio sich zusicher waren und sich zuwenig kümmerten sind Hopp und Schwenck davon gezogen. Den Toten Radio Korreckt Verein wieder reanimiert und der LPR erzählt wie bemüht die doch 5Jahre waren.
So läuft es.
 
#8
Gewiss K6, gewiss. Ich fragte rhetorisch, hatte vorher auch deren Impressum gelesen. Ich frage dennoch nach Qualität, denn ich lese dort, dass manche der privaten Projektler ansatzweise journalistischen Hintergrund haben (WDR, RP-Online...). Außerdem pocht man selbst auf Qualität: "DWDL bietet Nachrichten und Hintergründe", heißt es da und angeblich wird sogar Wertendes von Fakten unterschieden und gesondert drauf hingewiesen, wenn sie ihren "Lesern auch (...) eigene Einschätzung[en] nahe bringen."
Leider leere Worte. Aber bitte mache sich jeder selbst ein Bild von diesem Medium, meint die Jasemine.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben