Erfolgreiches Radio ohne Berater möglich?


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Dr. Fu Man Chu

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Ich bin nur ein alter diabolischer Chinese. Aber ich bin unschuldig, seit frühester Jugend bin ich dieser unsichtbaren Radiostrahlung, die sogar durch Wände dringt, ausgesetzt. Jetzt ist alles noch viel schlimmer es gibt nicht nur Chemtrail, die große deutsche Radio-Verleger-Verschwörung, die subversiven Anti-Schlager-Initiativen und die Aktion "Weihnachtsmann trifft Osterhase beim Tag der deutschen Einheit" bei Hitradio Antenne Schwachmaten. Letztens klingelte es an meiner Haustür, statt der üblichen Zeugen J. stand eine gewisse Y. und ein gewisser K. auf meiner Fußmatte und wollten mir wahlweise eine Strahlenabwehrdecke oder ein DAB+ Radio andrehen. Sie faselten etwas vom Ende der Welt, weniger Titelauswahl ist mehr Musik und was weiß ich.... Ja, das Leben ist hart und jeder anständige Geschäftsführer eines deutschen Radiosenders geht zum Lachen in den Keller.
 

ricochet

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Ich will dich nicht kränken, dein Anliegen ist sicher ein ehrenhaftes. Verrate uns doch nur eins: Woher beziehst du deine Theorien? Sie scheinen ja auf den ersten Blick - und auf eine Weise auch in ihrer Konsequenz - schlüssig zu sein. Da du dir vermutlich alles selbst zusammengereimt hast: weshalb erscheint es dir so völlig ausgeschlossen, dass du falsch damit liegst?

Spätestens jetzt begreift der letzte Zweifler dass meine zugegebenermaßen polemisch leicht zugespitzten Ausführungen in Post #25 inhaltlich nicht anfechtbar sind, sonst wären sie von den ins Geschäftsgebaren der werbefinanzierten Radiostationen eingewiesenen Herrschaften schon genüsslich Punkt für Punkt auseinandergenommen worden. Erst jetzt wird mir klar was wir am leider bereits verstorbenen Benutzer "Laser558" hatten; waren seine Argumente auch nicht immer leicht nachvollziehbar, so setzte er sich zumindest inhaltlich mit anderer Leute Beiträgen auseinander und bemühte sich unverdrossen seine Thesen zu untermauern, so z. B. in diesem Thread. Auch ich war damals kein einfacher Gesprächspartner.

Wundert euch nicht wenn ein paar Leute schäumen weil ihre Geschäftspraktiken kritisch hinterfragt werden, und kein Interesse daran haben, dass das hinter dem Radiobetrieb stehende Interessensgeflecht öffentlich näher erörtert wird - sie verteidigen nur ihre Pfründe, und das ist völlig legitim. Aber jeder der das deutsche Kommerzradio aus eigenem Erleben kennt weiß ohnehin, dass hinter der Fassade ein monopolistisch agierendes Netzwerk aktiv sein muss, das seine Interessen verständlicherweise gewahrt sehen will.

Ich gönne jedem seine Einkünfte, ja sogar seine Pfründe, aber ein Mindestmaß an wirtschaftlichem und geistigem Wettbewerb ist das Mindeste was man in einem marktwirtschaftlich-liberalen Gesellschaftssystem erwarten darf.
 
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Yannick91

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Spätestens jetzt begreift der letzte Zweifler dass meine zugegebenermaßen polemisch leicht zugespitzten Ausführungen in Post #25 inhaltlich nicht anfechtbar sind, sonst wären sie von den ins Geschäftsgebaren der werbefinanzierten Radiostationen eingewiesenen Herrschaften schon genüsslich Punkt für Punkt auseinandergenommen worden. Erst jetzt wird mir klar was wir am leider bereits verstorbenen Benutzer "Laser558" hatten; waren seine Argumente auch nicht immer leicht nachvollziehbar, so setzte er sich zumindest inhaltlich mit anderer Leute Beiträgen auseinander und bemühte sich unverdrossen seine Thesen zu untermauern, so z. B. in diesem Thread. Auch ich war damals kein einfacher Gesprächspartner.

Wundert euch nicht wenn ein paar Leute schäumen weil ihre Geschäftspraktiken kritisch hinterfragt werden, und kein Interesse daran haben, dass das hinter dem Radiobetrieb stehende Interessensgeflecht öffentlich näher erörtert wird - sie verteidigen nur ihre Pfründe, und das ist völlig legitim. Aber jeder der das deutsche Kommerzradio aus eigenem Erleben kennt weiß ohnehin, dass hinter der Fassade ein monopolistisch agierendes Netzwerk aktiv sein muss, das seine Interessen verständlicherweise gewahrt sehen will.

Ich gönne jedem seine Einkünfte, ja sogar seine Pfründe, aber ein Mindestmaß an wirtschaftlichem und geistigem Wettbewerb ist das Mindeste was man in einem marktwirtschaftlich-liberalen Gesellschaftssystem erwarten darf.

Oh, wie immer irrst du dich gewaltig. Aber diese Zeilen sind nun der letzte Beweis, dass du noch nie einen Radiosender von innen gesehen hast, offenbar niemanden in deinem Bekanntenkreis hast, der beim Radio arbeitet und offenbar nicht einmal einen kleinen blassen Schimmer davon hast, welche Befugnisse Berater oder sonstige Mitarbeiter in Radiostationen haben.
Ich kann mich der Frage von Steve-Mütterchen nur anschließen (und ich habe sie dir in mindestens fünf Threads schon einmal gestellt, aber nie eine Antwort bekommen) - aber ich probiere es noch einmal: WOHER HAST DU DEINE ERKENNTNISSE? Beantworte das bitte endlich mal!

Dass Gesellschafter und Besitzer von Radiosendern in den 90er Jahren anders handelten liegt daran, dass wir nun im digitalen Zeitalter leben! Hast du mal Bilanzen von Radiosendern gesehen - in den 90ern und heute? Sender verdienen heute einen Bruchteil von dem was sie damals verdient haben. Trotzdem müssen sie noch die gleichen Lizenzen erfüllen. Wenn heute Radiostationen nicht nach der maximalen Quote eifern, können sie den Laden zusperren. Ob im Jahr 2014 Verrückte Telefone noch lustig sind oder Antenne Bayern oder Arno von 104.6 RTL meine Rechnung bezahlen will, ist eine ganz andere Frage. Auch ich will sowas nicht im Radio. Aber ein Radiomacher, sogar "der Berater" (um dein Lieblingswort einmal zu benutzen) sieht: wenn ich Rechnungen bezahle, die Top-Hits spiele, bisschen Comedy, bisschen Personality am Morgen - dann kann ich den Sender so in die Spur bringen, dass die Kollegen am Monatsende ihre Miete bezahlen können. Wenn ich unbekannte Musik spielen will, 5-Minuten-Korrespondentenberichte spiele, dann werden die Quoten in den Keller gehen. Zig Mal haben Sender schon etwas "anderes" probiert. Es gibt nur einen Schuldigen: das ist der Hörer! Ich komme auf mein Eingangsposting zurück: es wird ALLES testet. Wenn die Dudel-Doof-Dumpfsender nicht mehr gehört werden, wenn die Menschen nicht mehr die Comedyscheiße hören wollen - dann wird das Radio so, wie es sich hier die meisten vorstellen. Aber soweit sind wir noch nicht
 
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ricochet

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Um Kosten zu sparen könntet ihr auf DAB setzen und die Zeitungen für die große Vielfalt trommeln lassen ;)...

Ach ja, und der Berufsstand des "Radioberaters", der ursprünglich in der Tat seinen Namen verdiente, steht heute für das glatte Gegenteil dessen, was die Pioniere in den frühen 90er-Jahren vertraten. Bartsch kämpfte lange für mehr deutsche Musik im Privatradio, Ricky war ein Wegbereiter der Mitmachaktionen und andere setzten auf gründliche Mitarbeiterschulung, die heute viel zu kostspielig wäre - jeder hatte Ideen und eine konkrete Aufgabe. Die "Berater" der Gegenwart sind Erfüllungsgehilfen der Eigentümerriege der Privatfunkableger und sorgen nur noch dafür dass kein Sender aus Reihe tanzt. Mittlerweile ist so gut wie alles plattformatiert, jeder Ansatz musikalischer Velfalt wurde dem drögen Einheitsbrei geopfert und über die Bedürfnisse spezifischer Zielgruppen weiß mangels Marktforschung keiner mehr bescheid. Aber das ist im Prinzip auch völlig egal, ginge es nach euren Gesellschaftern wäre jede anderstönende Konkurrenz ohnehin längst im Keim erstickt. Wäre da nur nicht das Damoklesschwert DAB... und schon beißt sich die Katze in den Schwanz.

Und dann wundert ihr euch auch noch dass mit dem Mist von heute kaum noch Geld zu verdienen ist?
 
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Yannick91

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.... Die Berater der Gegenwart sind Erfüllungsgehilfen der Eigentümerriege der Privatfunkableger ..... drögen Einheitsbrei geopfert und über die Bedürfnisse spezifischer Zielgruppen weiß mangels Marktforschung kaum noch jemand bescheid.

Warum Radio heute (oft) so klingt wie es klingt, hab ich (und andere) jetzt beschrieben.

Ich werde gebetsmühlenartig meine Frage wiederholen: WOHER HAST DU DEINE ERKENNTNISSE, die du in #25 und anderen hier vertrittst?

Um Kosten zu sparen könntet ihr auf DAB setzen
Dann wirst du sicherlich mir erklären können, wie man das den Werbekunden beibringen soll und mit den Einnahmen aus einem DAB-Radio etwa 50 bis 80 Gehälter zahlen muss? Ich bin gespannt...?!
 
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Yannick91

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Sehr gerne mache ich das!
Wenn du meine Fragen auch beantwortest...

Ich arbeite seit 20 Jahren als Journalist bei privaten und öffentlich-rechtlichen Radiosendern, habe mit Beratern nichts zu tun, arbeite in Sendern mit Beratern und in Sendern ohne Berater. Die Frage, wer mich coacht verstehe ich nicht. Ich habe studiert, ein Volontariat und regelmäßig Airchecks - falls du das mit Coaching meinst?! Ich maße mir an, einen sehr realistischen Blick auf die aktuelle Radiolandschaft abgeben zu können. Daher frage ich dich jetzt das dritte Mal: woher hast DU deine Erkenntnisse? Ich bin ja nicht der einzige, der dich das fragt!

Man stelle sich vor, ich melde mich in einem Medizinerforum an und mutmaße über Herz-OPs, Nierentransplantationen und Bi-Pass-OPs. Und die Ärzte mit 20-jähriger Berufserfahrung würden mir sagen: Junge, du vergaloppierst dich, alles was du da schreibst, hat mit der Realität in einer Klinik nicht im geringsten zu tun. Und dies würden mir nicht ein oder zwei, sondern nach jeder Antwort mehrere geben. Meinst du nicht, es ist Zeit, langsam einzusehen, dass du von der Radiobranche nicht die geringste Ahnung hast??

Aber ich bleibe dabei: woher hast du deine Erkenntnisse??????????
 
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c.rothe

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Guten Abend,

Du forderst zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung auf.Ok, gern:

Um Kosten zu sparen könntet ihr auf DAB setzen und die Zeitungen für die große Vielfalt trommeln lassen ;)...

DAB kostet extra und bringt mehr Konkurrenz ins Sendegebiet. Wer sollte daran Interesse haben, die Technik zu fördern, wenn sie keine Vorteile für die Sender oder Verleger bringt?
Das wird von der Seite kann passieren, bis es sich rechnet.
Ach ja, und der Berufsstand des Beraters, der ursprünglich in der Tat seinen Namen verdiente, steht heute für das glatte Gegenteil dessen, was die Pioniere in den frühen 90er-Jahren vertraten.

Gut möglich, dass sich was geändert hat. Auch in anderen Bereichen geht der Trend in Richtung Standardisierung und Steigerung von Produktivität.
Gut, wenn die Berater nicht in den 90ern hängen bleiben. Aber wieso verdienen sie den Namen nicht? Das ist doch Beratung mit anderem Fokus, oder?

Die Frage ist vielleicht eher, warum der Wandel geschehen ist.
Ich tippe auf weg brechende Einnahmen und der Grund ist eher der veränderte Medien Konsum, denke ich, nicht dass Sender unbedingt streamlinen wollen.
Das Internet nimmt einen Teil des Werbekuchens ein und sorgt für Preistranzparenz.

Letztlich müssen alle laufenden Kosten gedeckt werden und der nette Morningshow-Onkel will auch noch Essen und Dach über dem Kopf haben...
Bartsch kämpfte lange für mehr deutsche Musik im Privatradio, Ricky war ein Vorkämpfer der Mitmachaktionen und andere setzten auf gründliche Mitarbeiterschulung, die heute viel zu kostspielig wäre

Du sagst also, dass solche idealistischen Sonderlocken nicht mehr bei den Kunden der Berater gefragt sind? Gründe findest Du oben. Erst die Grund Bedürfnisse, dann die Nice to Haves. Du kaufst auch keinen Porsche, wenn das Geld gerade für Essen und Miete reicht, oder?

Die Berater der Gegenwart sind Erfüllungsgehilfen der Eigentümerriege der Privatfunkableger

Die Berater gehen den Aufträgen ihrer Kunden nach, gut so! Nennt sich Dienstleister!

und sorgen nur noch dafür dass kein Sender aus Reihe tanzt. Mittlerweile ist so gut wie alles plattformatiert, jeder Ansatz musikalischer Velfalt wurde dem drögen Einheitsbrei geopfert und über die Bedürfnisse spezifischer Zielgruppen weiß mangels Marktforschung kaum noch jemand bescheid. Aber das ist im Prinzip ja auch völlig egal, ginge es nach euren Gesellschaftern wäre jede anderstönende Konkurrenz ohnehin längst im Keim erstickt.

Also stellen wir fest, dass es nicht an den Beratern sonst den Geldgebern liegt?
Ist schon mal ein Fortschritt...

Eine Kritik, der ich recht gebe, lese ich aber auch heraus: Zementieren aus Angst vor (mehr) Verlusten statt Innovation...

Wäre da nur nicht das Damoklesschwert DAB... und schon beißt sich die Katze in den Schwanz.

Wenn sich also DAB durchsetzt, dann ist das die Chance, dass der Markt aufbricht?! SUPER! Bleibt nur noch die Frage, wie man das finanziert, was dann kommt...

Und dann wundert ihr euch auch noch dass mit so einem Mist kaum noch Geld zu verdienen ist?

Henne / Ei?!
 

Mannis Fan

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Wenn die Leute mit 20 und noch mehr Jahren Radioerfahrung ihr hoffentlich vorhandenes Können und Wissen in die Waagschale werfen würden´(oder dürften), dann hätten wir hier solche Diskussionen vielleicht gar nicht. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass Leute mit zig Jahren Berufspraxis und mit Erfahrungen in den unterschiedlichsten Medien bei ihren "Oberen" wenig Gehör fanden, sondern dann (Brot, Miete, Familie ernähren etc.) still hielten, sich wider besseres Wissens mit einem stromlinienförmigen Programm abfanden und den Laden dann eben so umtrieben, wie es "Berater" und Einflüsterer am Reißbrett entworfen haben.
Die "tolle" Morningshow, die ein Berater nach dreiwöchiger Vorbereitung und unter Einspannung aller Kräfte in der Redaktion der Geschäftsführung vorspielt und für Begeisterung sorgt, hält die Mannschaft danach vielleicht eine Woche durch, dann kommt sioe auf dem Zahnfleisch daher. Der Berater kann sich mit dem Hionweis verpinkeln, er habe ja gezeigt, wie es geht. Nur das Personal sei wohl zu blöd, das alles umzusetzen. - Es müssen Köpfe rollen. Usw, usw. Wer schon mal dabei war und es live erlebt hat, der weiß, wovon ich rede.
 

Yannick91

Benutzer
Wenn die Leute mit 20 und noch mehr Jahren Radioerfahrung ihr hoffentlich vorhandenes Können und Wissen in die Waagschale werfen würden´(oder dürften), dann hätten wir hier solche Diskussionen vielleicht gar nicht. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass Leute mit zig Jahren Berufspraxis und mit Erfahrungen in den unterschiedlichsten Medien bei ihren "Oberen" wenig Gehör fanden, sondern dann (Brot, Miete, Familie ernähren etc.) still hielten, sich wider besseres Wissens mit einem stromlinienförmigen Programm abfanden und den Laden dann eben so umtrieben, wie es "Berater" und Einflüsterer am Reißbrett entworfen haben.
Die "tolle" Morningshow, die ein Berater nach dreiwöchiger Vorbereitung und unter Einspannung aller Kräfte in der Redaktion der Geschäftsführung vorspielt und für Begeisterung sorgt, hält die Mannschaft danach vielleicht eine Woche durch, dann kommt sioe auf dem Zahnfleisch daher. Der Berater kann sich mit dem Hionweis verpinkeln, er habe ja gezeigt, wie es geht. Nur das Personal sei wohl zu blöd, das alles umzusetzen. - Es müssen Köpfe rollen. Usw, usw. Wer schon mal dabei war und es live erlebt hat, der weiß, wovon ich rede.

Natürlich gibt es solche Leute. Es gibt auch Chefs, die schlimmer als Stromberg sind. Mir (oder uns, wenn ich einige Vorredner mit einbeziehen darf) geht es einfach WAHNSINNIG auf den Keks, dass hier immer die gleichen drei Phrasendreschereien stattfinden: doofes Privatradio, schlechte Moderatoren, Mafia-artige Berater. ES NERVT SOOOOOO SEHR.
 

c.rothe

Benutzer
Ja.

Und die Tendenz ist leider überall die gleiche.

Die Lebensmittel werden billiger und schlechter - niemand will Qualität entlohnen.

Die IT wird standardisiert, zu wenig getestet und ist unbefriedigend - aber es geht ja so billig doch irgendwie...

Kinderbetreuung ja bitte, Kita ist aber so teuer! Stopfen wir halt ein paar Kinder mehr in die Gruppen. Oder in die Schulklassen.

Überall ist im Moment eine solche Bewegung erkennbar.

Das muss man nicht gut finden, aber: jammern hilft nicht!
Solange so etwas funktioniert, wird es gemacht.

Die Frage ist also, wie kriegt man das Pendel in die andere Richtung? Beim Radio: wie überzeugt man Geldgeber und Werbe Kunden?
Durch jammern und auf Berufsgruppen rumhacken jedenfalls nicht... Ist aber einfacher, oder?
 

Zwerg#8

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Wir können das "Berater-Bashing" ja erstmal zurückstellen.

@Yannick91: Mir gefällt der letzte Absatz in #53 durchaus, denn ich halte das für eine gute Beschreibung des Ist-Zustandes. Aber du schiebst den Hörern die Schuld in die Schuhe. Und damit drehen wir uns hier im Forum wieder einmal im Kreis, denn die Hörer machen nunmal nicht das Programm - sie sollen es nur hören und bei der MA nennen.

Was in den "Social-Media" los ist, wenn die Hörer mal "Programm machen" - zumindest was die Musik betrifft - kann man exeplarisch und relativ frisch im "Ö3-Thread" nachlesen. Warum freuen sich auf einmal so viele Hörer und schreiben das auch? Im Prinzip muß doch an allen anderen Tagen im Jahr Musik laufen, die die Hörer nicht so begeistert. Wer macht da also etwas falsch? Die Hörer?

Aber ich wollte gar nicht so sehr über Musik reden, mich ärgert etwas anderes. Du schreibst:

> Wenn ich unbekannte Musik spielen will, 5-Minuten-Korrespondentenberichte
> spiele, dann werden die Quoten in den Keller gehen.

Richtig. Aber warum ist das heute so?

Das ist meiner Meinung nach so, weil insbesondere die jüngeren Jahrgänge der heute Radio hörenden Bevölkerung mit der seit über 20 Jahre andauernden Verflachung des Niveaus im Radio (und TV) sozialisiert wurden. Diese Leute, die heute durchaus über 30 Jahre alt sind, empfinden einen "5-Minuten-Korrespondentenbericht" als störend und schalten ab oder um. Aber nicht zum DLF, sondern zum nächsten Sender, in dem "nicht soviel gelabert wird". Und so dreht sich die Spirale des Niveaus und der Qualität nach unten immer weiter und schneller.


@c.rothe:
> Auch in anderen Bereichen geht der Trend in Richtung
> Standardisierung und Steigerung von Produktivität.

Das ist aber der total falsche Ansatz, wenn man mit dem Medum Radio langfristig Geld verdienen will. So läuft die Nummer nicht.
 

NeoWS

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Ich maße mir nicht an, ein ausgewiesener Kenner von inneren Strukturen beim Radio zu sein, deshalb nur so viel, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann:
Berater präsentiert Musiktests, aircheckt Moderatoren, bringt Moderatoren bei, wie man die Namen von Bands richtig ausspricht, erörtert die Strategie, die der Sender umsetzen soll, installiert Programmchef. Was der Berater sagt geschieht. In der Folge findet im Sender jeder das eigene Produkt scheiße, Spaß am Job hat eigentlich keiner, aber (fast) jeder findet sich selber geil. Die Arbeit wird immer weiter verdichtet, Job nervt noch mehr, aber man ist ja schließlich voll geil, also weiter.

Nun meine teils ungesicherten Beobachtungen: Konkurrenz herrscht auf dem Radiomarkt so gut wie nicht, kaum ein Sender, der nicht über eine Querbeteiligung ganz oder zu einem gewissen Teil zu irgendeinem anderen Sender gehört. Berater verkaufen ein und dasselbe Musikformat (etwa das mit den vielen Jahrzehnten) an viele Sender und verdienen sich damit dumm und dämlich. Moderatoren leiern nur Claims und Promogesülze runter – Hörer sind genervt von dem Gelaber – ergo: Wortanteil wird weiter reduziert, Promogesülze, das kann schließlich auch die Station-Voice – Hörer ist noch mehr genervt. Das ist der Beweis: die Hörer wollen so wenig Moderation, wie möglich (sie denken bei „Moderation“ inzwischen nämlich leider automatisch an „dümmliches Promogesülze“)

@Yannick91: Irgendwie nehm’ ich dir deine 20 Jahre Radio-Erfahrung nicht ab. Passt nicht zum Nick, passt nicht zu deiner Schreibe, passt nicht dazu, wie du dich hier aufregst…aber vielleicht irr’ ich mich ja, also bitte nichts für ungut.

@ricochet: es wirkt als beobachtest du viel, schlussfolgerst und triffst bei einigen Dingen auf wunde Punkte. Deine in #25 aufgeführten Punkte decken sich durchaus mit einigen meiner Erfahrungen, die ich oben angeführt habe. Allerdings stellt sich die Frage: Gilt das für alle Sender, nur weil es für einen zutrifft? Hier ist womöglich auch der wunde Punkt bei meinen oben geschilderten Beobachtungen.
Ach und die Argumentation: "Es muss wohl stimmen, weil ihr mir ja nicht das Gegenteil beweist" - das ist nunmal Verschwörungstheoretiker-Rhetorik. Ich kann jeden verstehen, der darauf mit Skepsis reagiert.
 
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Mannis Fan

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NeoWS schrieb:
"Moderatoren leiern nur Claims und Promogesülze runter – Hörer sind genervt von dem Gelaber – ergo: Wortanteil wird weiter reduziert, Promogesülze, das kann schließlich auch die Station-Voice – Hörer ist noch mehr genervt. Das ist der Beweis: die Hörer wollen so wenig Moderation, wie möglich (sie denken bei „Moderation“ inzwischen nämlich leider automatisch an „dümmliches Promogesülze“"

Und damit hast Du exakt den Kreislauf des Schreckens beschrieben, diesen circulus virtuosus, wie er sich seit mehr als zwanzig Jahren in der deutschen Radiolandschaft abspielt und scheinbar nicht mehr zu stoppen ist.
Der Ausbruch aus diesem Kreislauf erfordert Mut und einen Plan davon, was man dann stattdessen im Programm macht. Und hier sehe ich derzeit das Versagen der Beraterzunft. Von dort kommt in diese Richtung gar nichts, der Kreislauf wird stattdessen nur weiter angeheizt und perfektioniert, weil das die vermeintlich sichere Bank ist.
 

Dr. Fu Man Chu

Benutzer
Ja.

Und die Tendenz ist leider überall die gleiche.

Die Lebensmittel werden billiger und schlechter - niemand will Qualität entlohnen.

Richtig, wir haben kaum Bio- und nachhaltig erzeugte Lebensmittel und Märkte, es gibt kein Premiumsegment und und und. Heute haben wir einen Grad der Lebensmittelsicherheit, der früher undenkbar war. Ohja die Lebensmittelskandale, einige waren nur aufgebauscht und früher war so etwas fast an der Tagesordnung. Aber, früher war alles besser. Keiner will teure Lebensmittel kaufen? Schau dir mal die Preise in Reformhäusern, Biomärkten und im Gourmetsegment an, billig will ich, ist da nicht.

Die IT wird standardisiert, zu wenig getestet und ist unbefriedigend - aber es geht ja so billig doch irgendwie...
Klar Windows 95 war richtig klasse und Mainframe Technologie war viel besser. Komisch nur IT-Projekte waren fast immer mittelschwere Katastrophen.

Kinderbetreuung ja bitte, Kita ist aber so teuer! Stopfen wir halt ein paar Kinder mehr in die Gruppen. Oder in die Schulklassen.
Vor 20 Jahren gab es kaum Kitas und Kindergartenplätze waren auch nicht so einfach zu bekommen. Richtig, aber dafür waren die Kindergärten so viel besser ausgestattet.

Die Zeit schreitet fort, das heißt nicht das immer alles besser wird, aber es wird anders. Radio ist vor 40, 30, 20, 10 Jahren unter ganz anderen gesellschaftlichen, Markt- und Wettbewerbsverhältnissen (Internet) produziert worden. Privatradio wäre heute wesentlich besser, wenn es wirklichen Sender- und Formatwettbewerb geben würden. Eigentlich in jedem Land in dem das gegeben ist klingt Radio besser. Warum? Nein die haben keine besseren bzw. gar keine Berater, die haben Wettbewerb.

Nur was viele einsame Platzhirsche vergessen, die Schonzeit ist vorbei, es gibt zwar kaum konkurrierende Radiostationen aber es gibt Web. Da greift keine Marktabschottung und Regulierung durch die Medienanstalten. Ausschaltfaktoren als Programmkonzept zu programmieren reicht heute nicht mehr und das klassische Einschaltradio, dem einige Foristen nachtrauern, wird es auch nicht mehr geben. Das ist die Herausforderung der nächsten 10 Jahre. Das wird künftig die Spreu vom Weizen in der Beraterszene trennen.
 

Radiocat

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Ich habe in Südtirol einige Programme gehört, die hörbar beraterfrei sind. Und da lief zum einen ziemlich viel Werbung, zum anderen senden sie seit Jahren, dürften also alles andere als erfolglos sein. Ich denke: Radio ohne sog. Berater ist i.d.R. das erfolgreichere Modell.
 

Radiocat

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Als Nachtrag zur Südtiroler Privatradiolandschaft. Die haben dort ein Super-Netzwerk. Die Nachrichten werden vom Südtirol-Journal zugeliefert an fast alle Stationen (ausser Südtiroler Rundfunk/Hitradio Südtirol, die sind...nun ja, etwas anders :D) auch für Wetter und Verkehr gibt es zentrale Einrichtungen. Ergänzt werden diese Informationen dann durch die Redaktionen der einzelnen Programme. Der Wortanteil liegt so tagsüber bisweilen bei über 40%, z.B. in der Mittagsstunde. Es gibt z.B. bei Tele Radio Vinschgau auch Kleinanzeigen. Die überregionale Werbung wird wohl gemeinsam verkauft. Trotzdem haben die Programme alle ihren eigenen Charakter. Selbst die formatierteren unter ihnen (Südtirol1, Radio 2000, Die Antenne, R. Holiday) sind gg. ihren deutschen und österreichischen Pendants eine Wohltat, klingen natürlich und entspannt und haben eine gewisse musikalische Vielfalt.

Ich bleibe dabei: Der beste Berater ist ein gutes Team im Dialog mit seinen Hörern und Werbekunden, geführt durch gute Chefs mit Erfahrung, Grips, Mut und einer Portion Radiofeeling im viel beschworenen "Bauch".
 
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WilliWinzich

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das klassische Einschaltradio, dem einige Foristen nachtrauern, wird es auch nicht mehr geben
Als Massenprogramm, das einen Berater oder auch nur den Geschäftsführer alleine ernähren könnte, sicher nicht, aber als Sparte mit Niesche, die sicher größer, als jede Schamlspur-Musiksparte im Web für sich, hat es eine Perspektive. Und diese Niesche muss man IMHO unter Artenschutz stellen (der durch einige ö./re. Kultur-Sender, NKLs u.ä. gewährleistet wird).
 
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ricochet

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Die Einschaltradios mutieren zu erfolgreichen Abrufradios, während euer Produkt vom digitalen Superkiosk plattgemacht wird.
 

WilliWinzich

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Ach?
Warum muß man erfolglose Konzepte unter Artenschutz stellen?
Weil man sonst selbst den netten Job los ist?
Eher im Sinne des Erhaltes entsprechender vielschichtiger Angebote wo es für jedes einzelne sehr wohl Zielgruppen gibt (zähle mich als Hörer für manches auch dazu), das aber nach reinen Markgesetzen nicht funktioniert, wenn man die gängige Einschaltquotenermittlung zu Grunde legt. So ganz erfolglos sind die ja gar nicht, nur eben nicht wirtschaftlich selbsttragend und klein im Vergeleich zur auf Durchhörbarkeit getrimmten Massenbeschallung. Ein Hörspiel oder Feature z.B. ist nun mal ein vielfaches teurer und aufwendiger, als die Ansage des Wetterberichts.
Für Manches mag da Abruf via Internet (Podcast) eine Alternative sein, aber die funktioniert halt auch nicht ohne funktionierendes Internet... Und beim Abruf hast Du wieder das Problem der Verwertungsgesellschaften, die da ein Vielfaches für kassieren wollen (wenn sie denn überhaupt Tarife anbieten), wie für lineare Angebote...
 
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Mannis Fan

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Daily Schedule schrieb:
" Warum muß man erfolglose Konzepte unter Artenschutz stellen?
Weil man sonst selbst den netten Job los ist? "

Weil die Definition von "Erfolg" nicht ausschließlich mit Jahresgewinn, oder MA-Zahlen zu tun hat, sondern es auch noch Erfolgskriterien gibt, die etwas mit Bildung, Niveau, Information, Pluralismus, Kultur zu tun haben. Diese Art von Erfolg misst sich nicht in barer Münze, sondern in gesellschaftlichen Haltungen und Einstellungen, am Ende in Eigenschaften wie Toleranz, Demokratiebewusstsein, Liberalismus, Empathie, Altruismus etc. - Ich sehe aber, dass es schwer ist, diesen Erfolg wirksam in relevantem Umfang zu erzielen, es gelingt längst nicht überall. - Sonst kämen solche Fragen nicht auf den Tisch.
 

ricochet

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Machen wir uns doch nichts vor: Das Dudelradio ist finanziell völlig ausgezehrt, jede Programmverflachung kostet mehr Hörer und die Zwangsjacke für die letzten widerstrebenden öffentlich-rechtlichen Radiowellen ist nur der letzte Versuch irgendwie an Geld zu kommen. Jahrzehntelange Marktabschottung und Beraterherrschaft konnten nicht verhindern dass das deutsche UKW-Monopolradio auf Grund läuft. Ein unattraktives Produkt wird eben nur widerwillig in ausweglosen Situationen nachgefragt, deshalb auch die krampfhaft-verzweifelte Fixierung auf Kurzstreckenfahrer, sobald die digitale Revolution abgeschlossen ist kann man mit einer UKW-Dudelfrequenz aber nur noch Geld verbrennen. Die Berater beschleunigen lediglich die Abwicklung des Systems, denn je mehr sie sich unter Heranziehung der bekannten Methoden und Zielgruppenschablonen austoben dürfen, umso mehr Hörer verlassen die Arena mit Grausen.
 
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Dr. Fu Man Chu

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Weil die Definition von "Erfolg" nicht ausschließlich mit Jahresgewinn, oder MA-Zahlen zu tun hat, sondern es auch noch Erfolgskriterien gibt, die etwas mit Bildung, Niveau, Information, Pluralismus, Kultur zu tun haben. Diese Art von Erfolg misst sich nicht in barer Münze, sondern in gesellschaftlichen Haltungen und Einstellungen, am Ende in Eigenschaften wie Toleranz, Demokratiebewusstsein, Liberalismus, Empathie, Altruismus etc. - Ich sehe aber, dass es schwer ist, diesen Erfolg wirksam in relevantem Umfang zu erzielen, es gelingt längst nicht überall. - Sonst kämen solche Fragen nicht auf den Tisch.

Natürlich kann Kultur nicht nur über wirtschaftlichen Erfolg definiert werden. Nur anders herum wird auch kein Schuh daraus. Nichtnutzung oder sogar bewusst herbei geführte Nichtnutzung (einige Theatermacher lieben das) legitimiert auch kein Kulturprodukt. Genauso gut könnte man Restaurants ohne Gäste unter Artenschutz stellen. Schmeckt zwar keinem dort, aber ist ein bedeutender Koch... Kultur lebt genau von diesem Spagat nicht massenkompatibel, aber doch einflussreich zu sein.
Public und College Radio ist in etlichen Märkten sehr erfolgreich und lebt nur vom Sponsoring. Sicherlich haben Amerikaner eine andere Sponsoringkultur. Ich überspitze es einmal. Die Allgemeinheit ist nicht dazu da einer Minderheit ihre Hobbys zu bezahlen bzw. zu ermöglichen. Gerade wenn sich ein Medium von seinen Nutzern entkoppelt wird es gefährlich. Bei den Privaten sinken dann erst die Reichweiten und dann die Einnahmen. Die Öffis senden besinnungslos am Hörer vorbei und sind stolz darauf nicht Mainstream zu machen. Weil die wenigen Hörer ja wichtiger sind als die breite Masse. So machen sich die Macher zu einer selbst ernannten Elite, die sich von der verachteten Masse finanzieren lässt.

Lieber Manni, es wimmelt in deinem Post vor hehren Begriffen. Nur, genau definieren kann sie keiner. Ich habe leider oft feststellen müssen, wenn etwas definitiv nicht ankam (qualitativ schlecht war), dann haben sich die Macher oftmals in diese hehren Allgemeinplätze geflüchtet. Aber, das hat überhaupt nichts mit dem klassischen Radioberater zu tun.

Jeder Sender bekommt das Programm das er verdient. Es steht jedem frei zu einem Quacksalber, Medizinmann oder zu einem Arzt zu gehen. Was wollt ihr denn von den vielen Klitschen in Deutschland, die nur noch senden weil es kaum Konkurrenz gibt, erwarten? Die Legende, das alle Mitarbeiter ein tolles Programm machen wollen, aber der phöse phöse GF, PD, Berater und die Gesellschafter sowieso hindern sie daran? Wer Sender wirklich von innen kennt, weiß doch ganz genau, dass das oft ganz anders ist. Es gibt viele Kollegen die machen nine to five, denken nur an ihre Mucken oder laufen den ganzen Tag mit den Händen in der Hosentasche rum. Natürlich gibt es auch die Irren, Radioverrückten und Maniacs, die hängen sich rein und laufen auf Hochtouren. Davon leben gute Programme und in sehr guten Programmen haben die sogar das Sagen oder bekommen den nötigen Support. Ähnlich ist es im Verkauf, da sind etliche unterwegs die lieben ihren Sender, ihre Kunden und schaffen Aufträge, Geld, Gewinne etc. ran. Es gibt aber auch die Fraktion des geborenen Kundenschrecks, hier besonders häufig auf der "Leiter" Ebene. Es sind immer die Frontschweine in allen Branchen, die einen Laden am Laufen halten. In jeder Branche wimmelt es vor Windelbeuteln, Wichtigtuern und Hoch Wohlgeborenen. Bis eine Krise kommt, dann sind sie meist schnell weg vom Fenster. Tja, alle Tiere sind gleich, nur die Schweine sind halt gleicher.
 

ricochet

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Natürlich gibt es auch die Irren, Radioverrückten und Maniacs, die hängen sich rein und laufen auf Hochtouren. Davon leben gute Programme und in sehr guten Programmen haben die sogar das Sagen oder bekommen den nötigen Support.

Das sind dann diejenigen, die sich mit dem vorgegebenen Format identifizieren können (z.B. ÖR Jugendwellen mit mehr Freiheiten) oder die wenigen Radiojunkies in unabhängigen Stationen, deren Kleinformat auf dem steinigen Boden noch nicht eingegangen ist weil es den Großen nichts wegnimmt.
 
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