ESC 2017 - NDR stellt 5 Kandidaten vor


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WelfLion

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Wie DWDL mitteilt, hat der NDR 5 Kandaten für den ESC 2017 vorgestellt.

Axel Maximilian Feige (28) wohnt in Hamburg und arbeitet dort als freischaffender Musiker. Als Kind lernte er Fagott und Klavier, Gitarre und Bass brachte er sich selbst bei. Mit 15 Jahren gründete Axel seine erste Band, aktuell spielt er bei "Absolem Max" und "Diazpora". Deren neues Album erscheint Mitte Februar.

Felicia Lu Kürbiß (21) kommt aus Freilassing (Berchtesgadener Land). Sie spielt Klavierund arbeitet derzeit unter anderem als Songwriterin. Ihre Musikrichtung nennt sie "Elektro-Pop". So gut wie jede Woche veröffentlicht sie ein Video auf YouTube. Sie hat bereits Erfahrung mit Castingshows: 2014 stand sie im Finale der gefloppten RTL-Castingshow "Rising Star".

Helene Nissen (20) aus Hollingstedt (Kreis Schleswig-Flensburg) geht noch zur Schule. Bühnenerfahrung hat sie unter anderem beim NDR gesammelt - für den Sender trat sie bereits auf der Travemünder Woche auf. Sie spielt Gitarre und gibt gemeinsam mit ihrem Bruder Konzerte.

Isabella "Levina" Lueen (25) lebt in Berlin. Zurzeit studiert sie Music Management am London College of Music, vorher schloss sie dort ein Gesangsstudium ab. Levina schreibt Soul- und Popsongs, bekam mit neun Jahren Gesangs- und Klavierunterricht und spielte bis zu ihrem 16. Lebensjahr in Kindermusicals. Mit ihrer Band spielt sie regelmäßig in Bars.

Wilhelm "Sadi" Richter (19) lebt in Dortmund. An der Folkwang Universität der Künste in Essen studiert er Komposition. Sadi ist Jazzmusiker, spielt Klavier, Bass und Schlagzeug und singt in Clubs. Als Fünfzehnjähriger war er für die Sendung "Shooting Stars" Gesangstrainer von Sylvie Meis.

Quelle: DWDL

Thomas Schreiber, seines Zeichens noch immer "ARD-Unterhaltungskoordinator", sagte dazu:
"Wir präsentieren beim deutschen Vorentscheid fünf spannende Kandidatinnen und Kandidaten, die uns in intensiven Studiosessions musikalisch und mit ihrer Performance überzeugt haben und sehr unterschiedlich sind".

Ohne jetzt die fünf Protagonisten schon im Vorfeld abwerten oder kritisieren zu wollen, sage ich trotzdem: "Abwarten". Herr Schreiber und der NDR, die beide trotz einer sagenhaften Reihe von Pleiten, Pech und Pannen leider immer noch für den ESC zuständig sind, haben sich schon oft im Vorfeld höchst brisant aus dem Fenster gelehnt - und sind tief, tief runtergefallen. Und dass sich nicht einmal eine andere ARD-Anstalt - oder z.B. auch das ZDF - hauptverantwortlich beim ESC engagiert, damit endlich mal wieder ein "frischer Wind" in diese Veranstaltung kommt, ist meiner Meinung nach ebenfalls ein weiteres untrügliches Zeichen für die Kritikresistenz, Gleichgültigkeit und Uneinsichtigkeit speziell bei der ARD. Oder ist man dort einfach nur "betriebsblind"? Die Zusammenarbeit vor einigen Jahren mit Stefan Raab hat doch gezeigt, dass "frische Luft" in den vermufften "ESC-Laden" von ARD/NDR kommen muss, damit wir vermutlich wieder erfolgreicher agieren können.

Wie sagte schon Loriots Figur "Paul Winkelmann" im Film "Ödipussi": "Die diesjährige Kollektion hat so gar nichts Frisches! Kein Apfelgrün!" Denn bislang empfahlen uns ARD und NDR beim ESC höchstens ein "frisches Steingrau". Immer unter dem Motto: "Neues ESC-Jahr - neues Pech!". Wir dürfen gespannt sein, ob es in diesem Jahr anders wird oder alles im "alten, erfolglosen Trott" weiter läuft.

Schönes Wochenende
Der WelfenLöwe
 
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s.matze

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Nur mal interessenhalber gefragt, nicht dass Deutschland (wie in den letzten Jahren) irgendetwas reißen würde: Steht eigentlich irgendwo an einer bestimmten Stelle im NDR Staatsvertrag geschrieben dass unser Land jedes Jahr völlig unbekannte absolut bühnen-unerfahrene und medien-unerprobte Newcomer hinschicken muss, von denen die Öffentlichkeit im Vorfeld noch nie etwas gehört hat während andere Länder ihre besten Künstler aufbieten? Rein vom Namen her hätte wohl die eine Dame mit dem Doppelnamen die besten Chancen (siehe Lena Meyer-Landrut). Überhaupt, Kürbis ist doch ein Name mit Unterhaltungswert.
Letzten Endes wird es wieder auf so eine öde Singer-Song-Writer Balladennummer hinaus laufen. Gähn!
Helene Fischer müsste hin. Oder die Wolkenfrei-Frau. Dann klappt das auch mit den twelve points Germany.
Ich möchte wetten, wenn der Herr "Unterhaltungskoordinator" den wir alle von unseren Steuergeldern einschließlich seiner Misserfolge der letzten Jahre mitbezahlen dürfen, ein paar Jahre auf sein Gehalt verzichtet und die ESC Vorbereitungen ehrenamtlich durchgeführt hätte, wäre der Fischer-Auftritt sogar finanzierbar. Ich habe mal gelesen, dass sie 70.000 Euro pro Abend kostet. Und dass sie alles für Geld macht zeigen ja schon ihre diversen Werbe-Engagements. Außerdem kann sie wirklich singen und sieht noch dazu gut aus. Beides kann man von den deutschen Teilnehmern der letzten 5 Jahre wohl weniger behaupten...
 
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Rosebud30

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Wieso sollte sich Helene Fischer einem internationalen Publikum stellen?
Sie hat genügend Erfolg im deutschsprachigen Raum.
Sie kann nur verlieren - alles außer Platz 1 würde sicherlich in der deutschen Medienlandschaft als Blamage, Tragödie oder Niederlage aufgebauscht.
Als ESC-Fan ist mir diese lieblose Auswahl der deutschen Künstler in den letzten Jahren ein immer größeres Ärgernis. Da fehlen Leute auf verantwortlicher Ebene mit Leidenschaft, die für den ESC bzw. Musik überhaupt brennen. Die armen Interpetinnen der letzten drei Jahre sind doch eher verheizt als professionell unterstützt worden.

Die ARD schafft es ja noch nicht mal mit ihren zahlreichen Radiostationen, dass der deutsche Beitrag bzw. Musik vom ESC genügend Airplay und Aufmerksamkeit bekommt.
 

Jupiter

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Es ist völlig egal, wen wir hinschicken. Da werden wir keinen Blumentopf gewinnen. Der deutsche Markt tickt halt völlig anders als der Rest von Europa. Die Künstler kenne ich jetzt nicht, aber alles was aus der (wie soll ich jetzt benennen?) "Planwirtschaft" des NDR kommt, waren ja wirkliche Rohrkrepierer. Man hofft ja jedes Jahr, daß die Verantwortlichen doch mal ein goldenes Händchen haben.

ich sehe die einzige Chance für "12 Points", wenn man Interpreten/Produzenten nimmt, die tatsächlich auch in Europa, speziell auch Süd- und Osteuropa erfolgreich sind. Sind DSDS-Bohlen und Scooter das nicht? Nur mal laut gedacht, als Beispiel...
 
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Die europäische Politiksituation fliegt uns dort jedes Mal um die Ohren. Deutschlands Ansehen steht in Europa im Abseits und das spüren auch die bedauernswerten Gestalten, die für unser Land beim ESC singen dürfen/müssen. Germany: Zero Points, dürfen aber das meiste Geld in diese Verantsaltung pumpen.

Vielleicht sollte man ein paar Jahre pausieren.
 

count down

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Au weia. Unerfahrene Newcomer ins internationale Rennen zu schicken, ist schlicht aussichtslos. Zumal ESC-Zirkus-Profis wie es kluger- und notwendigerweise seinerzeit Raab tat - mit einer finanzstarken Company im Rücken im Vorfeld und in den Wochen vor dem ESC in ganz Europa für den Künstler trommeln müssen. Die Major-Companys haben Vorschläge eingereicht. Offenbar ist niemand von denen ausgesucht worden. Traut der NDR den ausgwählten Kandidaten den europäischen Hype durch die Künstler-Teams wirklich zu? Ich sehe schwarz.
 

count down

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Welchen Vorteil für Deutschland hätte das?

Beibemerkt: Deutschland hat hervorragende Kreative: Künstler, Komponisten, Textdichter, Managementbuden, Plattenfirmen und Sponsoren, um im ESC europaweit zu bestehen und in der (Unterhaltungs-)Kunst ein adäquates Wort mitzureden.
 
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Skywise

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Germany: Zero Points, dürfen aber das meiste Geld in diese Verantsaltung pumpen.
Richtig. Wer das meiste Geld in eine Veranstaltung reinsteckt, hat diese gefälligst auch zu gewinnen. Und wenn wir bei europäischen Wettbewerben schon nicht gewinnen, dann brauchen wir auch keine Eurovison. Der FC Bayern wird Meister auf Lebenszeit und bei der Europameisterschaft sollten wir uns zurückziehen, weil da die Briten besser im Geschäft sind als wir, ihnen also der Pott zusteht. Hätte auch den Vorteil, daß wir an dieser Stelle die Eurovision nicht mehr zur Übertragung der EM bräuchten und daher auch hier pausieren könnten.

@topic:
"Wir präsentieren beim deutschen Vorentscheid fünf spannende Kandidatinnen und Kandidaten, die uns in intensiven Studiosessions musikalisch und mit ihrer Performance überzeugt haben und sehr unterschiedlich sind"
Von ihrer Persönlichkeit her vielleicht. Bei ihren musikalischen Darbietungen eher nicht.
Mag mit dem Zeitgeist zusammenhängen, klar. Und ich bin auch kein wirklicher Maßstab und meine Glaskugel hatte beim Reinsehen ein paar neblige Flecken, aber es erschreckt mich schon, daß sich hier anscheinend ein paar Soul- und R'n'B-affine Leute die Klinke zum Vorentscheid in die Hand drücken - und keine Alternative. Weil das für mich bedeutet, daß da anscheinend der Weg hinführen soll. Also wieder mal US-amerikanisch angehauchtes Material für einen europäischen Wettbewerb, hm? Wieder mal der Versuch, mit dem Abziehbild eines US-chartverdächtigen Titels im Rest Europas zu punkten, anstatt mit ein wenig mehr Rückgrat, Risikobereitschaft oder ein paar Ansätzen aus Deutschland an den Start zu gehen, wenn ich mir das richtig zusammenunke.

Ob die Leute in Sachen Bühnenerfahrung besonders beschlagen sind oder nicht, ist für mich eher zweitrangig. Erst mal muß ordentliches Ausgangsmaterial vorhanden sein - ist ja 'n Autorenwettbewerb -, anschließend ein Interpret, der eine gute Interpretation ablegt, und dann schau'n mer mal. Beim Durchklicken verschiedener Beiträge der Kandidaten hab' ich kein besonders gutes Gefühl, weil mir dabei kein Sänger begegnet ist, der sich wirklich hervorhebt oder bei dem ich das Gefühl habe, daß er einem guten Lied noch einen Schlag Sahne verpassen könnte. Ausnahme vielleicht Axel M. Feige, bei dem ich das vom Liedgut abhängig mache. Aber wenn kein richtiges Ausrufezeichen an Ausgangsmaterial an den Start geht, sehe ich da schon ziemlich schwarz.

Gruß
Skywise
 
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Radiokult

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Das sich kein namhafter deutscher Künstler mehr zum ESC traut, liegt doch einfach und allein an unseren deutschen Medien. Landet man nicht mindestens in den Top5 wird man gnadenlos in Grund und Boden geschrieben und runtergeputzt, völlig gleich ob der Beitrag nun gut oder tatsächlich schlecht war. Welcher Künstler will sich sowas schon freiwillig antun?
Davon ab hat selbst ein Sieg beim ESC heute längst nicht mehr die Bedeutung wie vor 30 oder 40 Jahren. Nicole konnte fast ihre gesamte Karriere hindurch von ihrem einstigen Grand-Prix-Sieg zehren. Lena Meyer-Landrut ist dagegen inzwischen in der Versenkung verschwunden. Oder wo findet die aktuell noch statt?
 
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s.matze

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Die Lena (seit paar Jahren ohne Nachnamen unterwegs) läuft doch noch immer hoch und runter auf allen Stationen! Gerade in dieser woche bei der Ostseewelle wieder 2 Lieder von ihr gehört: Wild &Free und Satellite (immernoch!!!). Außerdem hatte sie doch den Soundtrack von Fackju Göthe (ist das so richtig, falsch, geschrieben?) gemacht. Das hat ihr sicher nicht geschadet. Zumal sie durch diverse Fernsehsendungen hüpft und auch schon ein Duett mit Helene Fischer singen durfte (Shake it of).
 
Das sich kein namhafter deutscher Künstler mehr zum ESC traut, liegt doch einfach und allein an unseren deutschen Medien.

Kein namhafter deutscher Künstler will sich beim ESC den Ruf nicht "verbrennen", wenn er am Ende mit 5 Pünktchen dasteht. Und erfolgreiche deutsche Musiker wie Lindenberg, Helene Fischer, etc. tun sich das auch nicht an.

Vielleicht hilft nur unsere "Allzweckwaffe": Die Toten Hosen? :D
 

Mannis Fan

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Ich finde, wir sollten "Zero Points" zum Kult erheben, den nur Deutschland schafft, und es dann jedes Jahr darauf anlegen. Daraus sozusagen ein Alleinstelluingsmerkmal machen.

Das Fernsehpublikum fiebert dann mit, ob wir wohl hoffentlich wieder mit null Punkten durchkommen. Wenn da nicht die blöden Österreicher jedesmal versuchen würden, usn doch irgendwie einen Punkt zuzuschustern.
 

CosmicKaizer

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Schweden hat 8 Millionen Einwohner - kriegt seit Jahren ein arschgeiles Line-up für mehrere Abende beim "Melodifestivalen" hin (in diesem Jahr besonders stark). Wir haben 80 Millionen Einwohner und kriegen 5 zukünftige Arzthelfer-und Mechatroniker-Azubis, die mich schon auf den Fotos ankotzen. San Remo läuft auch über mehrere Tage, Ungarn A Dal, Albanien Festival i Kenges - alles spannender als die deutsche VE-Sülze... Ja, in diesem Jahr nur eine Show, kein "Clubkonzert",... aber es sieht wieder alles nach dem letzten Platz aus... mein Gott, das muss doch anders gehen. Lasst mal den rbb ran, ordentliche Promo im Radio dazu... Wenn man den ESC gewinnen will, sollte man die Sache ernst nehmen, und nicht absolutes Desinteresse an Promo-Auftritten zeigen, wie Jamie-Lee Plunze-Krievitz
 

CosmicKaizer

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Es ist völlig egal, wen wir hinschicken. Da werden wir keinen Blumentopf gewinnen. Der deutsche Markt tickt halt völlig anders als der Rest von Europa. Die Künstler kenne ich jetzt nicht, aber alles was aus der (wie soll ich jetzt benennen?) "Planwirtschaft" des NDR kommt, waren ja wirkliche Rohrkrepierer. Man hofft ja jedes Jahr, daß die Verantwortlichen doch mal ein goldenes Händchen haben.

ich sehe die einzige Chance für "12 Points", wenn man Interpreten/Produzenten nimmt, die tatsächlich auch in Europa, speziell auch Süd- und Osteuropa erfolgreich sind. Sind DSDS-Bohlen und Scooter das nicht? Nur mal laut gedacht, als Beispiel...

Das hat schon nicht mit Cascada funktioniert, und die waren 2013 recht bekannt im "Osten". Bohlen hat es in den 90er Jahren 2x erfolglos versucht. Scooter... hm, es geht immer noch um Musik. Gewinnen müssen sie wollen! Dazu müsste der Song in den ARD-Radios rauf und runter laufen. Plakate mit dem Teilnehmer, Fernsehshows bis zum erbrechen.... aber es wird wieder nix kommen! Solange das beim NDR bleibt....
 

Super_collider

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Ich finde, wir sollten "Zero Points" zum Kult erheben, den nur Deutschland schafft
Frag mal die Briten.

Aber schön, dass auch in diesem Jahr die widerwärtig deutsche Tradition fortleben wird, sich ganzjährig nicht für die Besonderheiten des ESC - geschweige denn für Popmusik im Allgemeinen ("Ich hör eigentlich alles, so querbeet") - zu interessieren, um nach dem Finale "Ey, Politik! Aber Deutschland zahlt!" zu maulen.

In dem Zusammenhang angesichts einiger haarsträubender Aussagen von Bedeutung: Thomas Schreiber, irgendwann bist du fällig.
 
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black2white

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Deutschland hat diesen Wettbewerb 2010 gewonnen und war in den letzten 6 Jahren 3 mal auf den vorderen Plätzen, 4 mal musste es sich mit den letzten Plätzen begnügen. So what. Von wo kommt hier überhaupt eure Begeisterung an Schlagern und spielt der ESC überhaupt noch eine Rolle im deutschen Radio?
Ich erinnere mich im letzten Jahr wurde der Wettbewerb bei RFM aus Frankreich live übertragen, ich habe es knapp 10 Minuten gehört, dann wurde es mir fad.
 

WelfLion

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Ich finde, wir sollten "Zero Points" zum Kult erheben, den nur Deutschland schafft, und es dann jedes Jahr darauf anlegen. Daraus sozusagen ein Alleinstelluingsmerkmal machen.

Das Fernsehpublikum fiebert dann mit, ob wir wohl hoffentlich wieder mit null Punkten durchkommen. Wenn da nicht die blöden Österreicher jedesmal versuchen würden, usn doch irgendwie einen Punkt zuzuschustern.

RTL und ProSieben fiebern schon, daraus ein in die Länge gezogenes 12-Stunden Dauerwerbesendungs-Event zu machen.... :D
 

exhörer

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Deutschland hat diesen Wettbewerb 2010 gewonnen

Genauer gesagt hat eine deutsche Sängerin gewonnen, denn die Autoren waren eine Amerikanerin und eine Dänin.

Ganz im Gegensatz zum Sieg von Nicole, wo der Titel aus der Feder von Siegel/Meinunger noch aus Deutschland kam.

und war in den letzten 6 Jahren 3 mal auf den vorderen Plätzen, 4 mal musste es sich mit den letzten Plätzen begnügen. So what.

7 Platzierungen in den letzten 6 Jahren?

Von wo kommt hier überhaupt eure Begeisterung an Schlagern

Was hat der ESC mit Schlagern zu tun?

und spielt der ESC überhaupt noch eine Rolle im deutschen Radio?
Ich erinnere mich im letzten Jahr wurde der Wettbewerb bei RFM aus Frankreich live übertragen, ich habe es knapp 10 Minuten gehört, dann wurde es mir fad.

Hätte der ESC nicht diesen Trash-Kult-Character, würde sich - wie in den 90ern - kein Mensch dafür interessieren. Vom Niveau her steht diese Veranstaltung auf einer Stufe mit DSDS, mit dem einzigen Unterschied, daß man von den DSDS-Siegern (mitunter zwangsweise, da von RTL-Format zu RTL-Format durchgereicht) länger etwas hört.
 

Rosebud30

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Das Problem an der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland ist doch die völlige Intoleranz und Inkompetenz vieler, die sich darüber professionell/journalistisch oder privat äußern.

Der ESC hat immer wieder wahre Perlen hervorgebracht, wenn man natürlich nicht nur Stockhausen oder Deathmetal mag. Wer, wie ich, Popmusik (nein, nicht Schlager) mag, hat immer Künstler aus anderen Ländern kennengelernt, die in keinster Weise mit dem DSDS-Niveau zu vergleichen sind, sondern wahre Könner sind.

Da hat z.B. 2011 ein Raphael Gualazzi für Italien teilgenommen, der ein begnadeter Sänger und Pianist ist und spielend Pop und Jazz verbindet.
Oder 1997 eine Anna Maria Jopek aus Polen, die in ihrem Heimatland seit über 20 Jahren ein feste Größe im Bereich Pop/Jazz ist und u.a. mit dem genialen Pat Metheny zusammengearbeitet hat.

Doch der gemeine Feuilletonist und Dudelfunkhörer sieht nur den Trash, weil es immer leichter ist, seine Vorurteile zu behalten als zu überdenken.
 

Super_collider

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Bizarr ist auch, dass konservative Erwartungen an den ESC gebunden sind: Der Song muss für sich stehen, bitte bloß keine Performance - eine urdeutsche Ansicht, die im Übrigen dazu führt, dass Thomas Schreiber die Cascada-Frau in High Heels eine Alutreppe runterstaksen ließ und sie sich gehörig versang.

Eine jahrzehntelange Entwicklung, die die Videoclipästhetik zu einer anerkannten Kunstform gemacht hat, ergreift endlich den ESC, wird dort binnen kürzester Zeit auf höchstem technischen und oft auch künstlerisch interessantem Niveau umgesetzt, endlich sind die Songs auch hin und wieder richtig, richtig interessant... und dann kommt jemand mit DSDS-Niveau an. Das ist ärgerlich.

Klar wird der Ottonormalzuschauer die Performances ähnlich schnell vergessen wie den DSDS-Sieger, doch das hängt mit der fehlenden Wertschätzung für (Pop-)Musik wieder, die es zum Beispiel in Schweden nicht gibt. Man muss sich vor Augen halten, dass der ESC eine der wenigen verbliebenen Plattformen für zeitgenössische Popmusik (nicht nur) bei den Öffentlich-Rechtlichen ist.
 
Und welche Rolle spielen die jeweiligen ESC-Gewinnersongs Monate nach der Veranstaltung im deutschen und europäischen Radio? Keine, eine Woche nach dem Gewinn sind die Sieger vergessen.

Lena hat damals auch nur gewonnen, weil die meisten Reporter vor Ort ihrem Lolita-Appeal verfallen waren und sie dadurch eine Omnipräsenz bekam. Technisch war ihr Song eher mau.
 
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