EU: 3 Minuten Sendepause am Montag für Madrid


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Jupp

Gesperrter Benutzer
#1
Die EU schlägt vor, dass am Montag, 15.3.2004 um 12.00 Uhr mittags eine 3-minütige Sendepause für die Opfer von Madrid gesendet wird.

Welcher Sender macht das?
 
#2
unser nicht, weil wir bislang keine eu-meldung dafür gekriegt haben... lese das hier grad zum 1. mal.

außerdem wird sich die havarieeinheit im sendeausgang seeeehr doll freuen!
 

RayShapes

Gesperrter Benutzer
#6
Schweigeminuten

Gab es bei Euch heute um 12 Uhr auch eine Schweigeminute oder was habt Ihr gemacht/gehört.

Radio EINS: 3 Minuten Stille

Antenne Brandenburg: 3 Minuten getragene Musik

94 3 r.s.2: ca. 1 Minute Stille

BBC World: 3 Minuten aus Madrid Stille

BB Radio: Only Time – Enya
 
#8
Radio Hamburg: John Lennon "Imagine". Danach allerdings leider eine Ansage von "Tom Hanks", die mir für den Anlaß zu fröhlich klang.

Radio NORA: Auch Herr Lennon, allerdings mit der Holzhammer-Methode: "Give peace a chance". Nun ja...

Der Rest aus'm Kieler Kabel: Business as usual, soweit ich's mitgekriegt hab, jedenfalls zwischen 12 Uhr und 12.05 Uhr. War bei einigen noch was nach den (teilweise ja um diese Zeit längeren) Nachrichten?
 
#12
Ja, Makeitso, den korrekten Genitiv sollte die Angelgenheit schon wert sein. Offenbar ist die Resonanz auf die "Aktion" jedenfalls erheblich geringer als beim WTC. Zynischerweise zählen eben auch beim Leid zuerst die Zahlen. db
 
#13
@ db:

9/11 war nicht nur von den Zahlen, sondern auch von der Art des Anschlages her ein (bislang) singuläres Ereignis. Bombenanschläge hat der Nachrichtenzuschauer schon hunderte gesehen, Flugzeuge, die in Wolkenkratzer gesteuert werden, bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Demzufolge war die Erschütterung wesentlich größer.

Hinzu kam die Tatsache, daß man zumindest den zweiten Anschlag von New York ebenso live verfolgen konnte, wie die Folgen - 400 Meter hohe Häuser, die in sich zusammenstürzen. In Madrid sah man "nur" das Ergebnis, nicht den Ablauf und dies wirkte zudem (nicht zynisch gemeint) optisch längst nicht so eindrucksvoll, wie das von New York.

Ich denke, diese Faktoren sind wesentlich entscheidender, als die Zahl der Opfer.
 
#14
Scho' recht, Makeitso. Die unterschiedliche Gewichtung hat ihre Gründe nicht allein im Politzynismus.
Als Newsverantwortlicher ist es auch sicher die richtige Entscheidung, Madrid nicht so groß zu machen wie 9/11. Trotzdem muss man sich eben regelmäßig fragen, warum man was wie hoch zieht.
Die Singularität des Ereignisses 9/11 ist unbestritten, die Konsequenzen aufgrund der Hinterleute des Anschlags dagegen nicht, wenn stimmt, was die Nachrichtenlage zur Zeit hergibt. db
 
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