Frequenznutzung in der CH: Kosten?


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#1
Geschaetzte Radioexperten!
Was kostet einen privaten Sender in der CH eigentlich die Nutzung einer UKW-Frequenz?

Was wir frueher nur von SRG-Sendern kannten, scheint nun auch bei den privaten in Mode zu kommen: Die massenweise Nutzung von Stuetzfrequenzen! Aktuelles Beispiel: Radio Sunshine - jahrelang nur ueber eine Frequenz (88.0 MHz) empfangbar - dudelt heute ueber mehr als ein Dutzend Frequenzen!! Ich weiss gar nicht mehr, wieviele Frequenzen ich in meiner Wohngemeinde zur Verfuegung habe, um diesen Kanal einzuschalten. Kuerzlich kam noch die Frequenz 93.4 MHz dazu; welche kommt wohl als naechstes?

Klar, die versuchen natuerlich die moeglichst lueckenlose Verbreitung im Konzessionsgebiet auszuschoepfen. Und schliesslich macht das die Braut auch attraktiver, wo man sie ja schon seit geraumer Zeit verkaufen moechte. Aber muss man dafuer wirklich diese Unmenge an Frequenzen opfern? Ich denke, selbst die angepeilte Hoererschaft (Zielgruppe doch eher im fortgeschrittenen Alter) blickt bei diesem Frequenzsalat nicht mehr durch.

Ich werde einfach das dumpfe Gefuehl nicht los, dass der Preis fuer diese Stuetzfrequenzen zu tief gehalten wird. Ansonsten wuerde sich dieser Wildwuchs wohl kaum rechnen.

Abgesehen davon werden die Frequenzen fuer allfaellige neue Projekte, welche ja nach Inkrafttreten der neuen Rundfunkverordnung bessere Rahmenbedingungen haben sollten, zunehmend rarer :(
 
#2
AW: Frequenznutzung in der CH: Kosten?

Du sprichst mir aus der Seele (daß ich sowas mal zu Herrn Berlusconi sagen würde...?)... während in der Schweiz die bestehenden Sender eine Stützfrequenz nach der anderen in Betrieb genommen wird (weitere Beispiele sind Radio Argovia, Radio 24 und Energy, den Vogel schießt das altbewährte DRS 1 ab), zieht sich die Lizenzvergabe für ein neues Jugendprogramm in Zürich in die Länge, daß es ein Graus ist. Man könnte meinen, die gängigen Radiostationen schieben den BAKOM-Verantwortlichen Bestechungsgelder rein, nur damit ja kein neues (besseres) Programm kommt, das ihnen irgendwie Hörer abluchsen könnte.

Der BAKOM-Mafia würde ich unglaublich gern mal die Meinung geigen... naja... mal schauen, ob mittelfristig über DAB was weitergehen könnte. Der definitive Ausbau ist ja beschlossen, und DAB wird in der Schweiz mittlerweile auch einigermaßen beworben.
 
#4
AW: Frequenznutzung in der CH: Kosten?

Ich kann euch nur zustimmen, in der CH ist es grauenvoll in sachen UKW. Du hast am anfang mal die Kosten angesprochen. Soviel ich weiss zahlt Radio Top pro Frequenz, also Sendemast und Ausstrahlung ca 3000 CHF pro Monat.(Achtung: Keine Offizielle Zahl!)

Keine Ahnung wie die das bezahlen. Aber kannst ja mal nachfragen :)
 
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