Fritz vs. N-Joy


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#1
Ich war gerade einige Tage in Brandenburg und habe nach langem mal wieder begeistert Fritz gehört. Nun bin ich zurück in Hamburg und frage mich: Warum gibt es im öffentlich-rechtlichten Jugendradio aus Hamburg (n-Joy) keine Sendungen wie die Blue Moon-Talkshow, den Interaktiven Hörerkrimi Ohrenzeuge oder so interessante Musiksendungen wie Mixtape. Sind die jungen Leute in- und um Berlin denn so anders als die angesprochene Zielgruppe in- und um Hamburg??? Im vergleich zu Fritz klingt N-Joy ja richtig bieder und brav! Insbesondere was die Musik angeht. Woran liegts??
 
#2
Ja, der Unterschied zwischen Berlin und Norddeutschland ist sehr groß!
N-JOY sendet ja nicht für Hamburg sondern für 4 Bundesländer. Der Großteil der Hörer wohnt nicht in Großstädten. Da ticken die Uhren halt anders (wenn sie denn überhaupt ticken... ;) ). Ich denke nicht, daß die Programme funktionieren würden, wenn man sie im jeweils anderen Sendegebiet machen würde.
Kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen.
 
#4
ORB /SFB

Ich denke mal, daß die einzigen direkt vergleichbaren Programme NDR 1 und Antenne Brandenburg sind. Beides regional orientierte Programme mit vergleichbarer Zielgruppe.

Fritz und N-Joy zielen auf die selbe Zielgruppe haben aber unterschiedliche Konzepte, jedes auf seine Art erfolgreich. Bei Fritz gefällt mir, daß redaktionelle Beiträge mehr Hintergrund haben. Bei N-Joy muß oberflächliche Information genügen, von wenigen Ausnahmen abgesehen.

Radio 1 und NDR 2 sind für mich keine direkten Konkurrenten. Das Konzept von NDR 2 geht sichtbar in Richtung N-Joy, wenn auch mit etwas mehr Information. Radio 1 ist was für den informell und musikalisch anspruchsvollen Hörer. Ein festes Musikformat ist für mich nicht erkennbar, genau das macht es aus! Auch nach Stunden ist das Zuhören nicht langweilig.

PowerAM

<small>[ 13-08-2002, 13:30: Beitrag editiert von PowerAM ]</small>
 
#5
gizeh: Dein Argument kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Im N-Joy-Sendegebiet gibt es doch mehr Grossstädte als im Fritz-Sendegebiet:
N-Joy: Hamburg, Hannover, Braunschweig, Kiel (Bremen) und im Vergleich dazu
Fritz: Berlin, Potsdamm, ....?? Das wars schon! Brandenburg ist ja nun wirklich nicht gerade ein Bundesland das nur aus Grossstädten besteht in denen "hippe Kids" leben...Ich finde die beiden Sendegebiete von der Struktur her gar nicht so unterschiedlich.
 
#6
..dann schau dir mal die "hippen" städte im norden an. das iss eigentlich nur hamburg. alle anderen städte kann man doch getrost als zu groß geratene kleinstädte bezeichnen ;)
sorry aber bremen, hannover, braunschweig....?!

ich glaube hier sollte man nicht nach Menge gehen, sondern nach qualität und mentalität. das fritz-publikum in und um berlin ist halt ein sehr spezielles publikum, das oft aus anderen teilen deutschlands in die wesentlich aufregendere stadt berlin zieht und dort auch einen entsprechenden anspruchsvollen sender vorfindet, der eben die nischen, aus denen es meist kommt oder das es
sucht, nicht vernachlässigt.ausserdem wird man in berlin oft von kommerzielen sendern so zugedröhnt, daß man oft eine zuflucht sucht und meist findet , in fritz! und die strahlkraft der hauptsstadt, was trends angeht, ins umland ist stärker, als man denkt, denn eigentlich ist berlin ja das kulturelle, wirtschaftliche und trendsetzende zentrum brandenburgs. das darfste nur keinem brandenburger sagen!

n-joy hat sicher auch ein "nischenpublikum", muß sich aber von anderen sendern garnicht so stark absetzen wie fritz, kann also kommerzieller "daherkommen" und schöpft seine zielgruppe sicher auch aus den urbaneren gegenden des nordens ab. und wenn man die ganzen bundesländer sieht, für die n-joy sendet: hamburg, bremen, s-h, nds, m-v, dann gibts sicher auch das eine oder andere kid vom lande, das
sich in diesem sender wiederfindet, weil das eben der JUGENDFUNK des nordens ist!

ergebnis:
fritz-eher speziell und jung
n-joy-eher kommerziell und jung
 
#7
@jojo

so sehe ich es halt auch. außer hamburg gib es in norddeutschland keine großstadt. wer kiel als großstadt bezeichnet war wohl noch nie da ;) und braunschweig will doch wohl niemand wirklich mit hamburg oder berlin vergleichen oder?!
n-joy sendet für flächenländer - fritz (hauptsächlich) für berlin
das sind zwei verschiedene welten, ohne das wertend zu meinen.
wie dörflich gerade schleswig-holstein und mc-pom sind sieht man ja schon an den sendern, wenn man zum beispiel rsh hört. (das beispiel rsh ist jetzt allerdings wertend gemeint *lol)
es wird mir für immer in rätsel bleiben, wie die solche quoten haben können ... aber das ist ein anderes thema...
 
#9
@RadioBlaBla

äh, fragst du aufgrund meines letzten beitrags?! wenn ja, verstehe ich die frage leider nicht. <img border="0" title="" alt="[Durcheinander]" src="confused.gif" />
RSH ist doch eher keine (direkte) Konurrenz für N-JOY würd ich sagen. Das mit RSH mußte ich nur mal so los werden <img border="0" title="" alt="[Winken]" src="wink.gif" />
 
#10
@radioblabla

ich denke, daß den kids in meck-pomm die verfügbaren sender nicht hörbar sind, denn antenne und ostseewelle sind ja nicht wirklich gut und JUNG schon gar nicht! wenn es denn so ist, denke ich, daß die kids in meck pomm eher in n-joy ihren jugendsender sehen, in anderen nord-ländern ist es sicher so, daß man noch alternativen findet!
 
#11
Vielleicht sollte man beim n-joy-Erfolg in Mecklenburg auch bedenken, daß das Programm dort im Gegensatz zu Niedersachsen oder Schleswig-Holstein beinahe flächendeckend problemlos zu empfangen ist.

<small>[ 15-08-2002, 19:30: Beitrag editiert von Oliver ]</small>
 
#13
"Luci in the Sky" gibt's nicht mehr, dafür hat sie jetzt jeweils freitags einen eigenen Blue Moon... (einen Termin den man auch für besseres verwenden hätte können)
 
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