GB: Times Radio gestartet


#1
Ich meinte, wir hätten damals bei der Ankündigung schon einen Thread erstellt, aber offenbar irre ich mich, so dass ich den Thread nun anlässlich des Programmstarts erstelle.

In Großbritannien ist heute "Times Radio" an den Start gegangen. Der Sender ist ein Radioableger der Tageszeitung "The Times" und gehört damit zu Rupert Murdochs News-Corp-Konzern. Bemerkenswert ist aber auch das Programm an sich: Es wurde als eine private Konkurrenz zum anspruchsvollen Wortprogramm der BBC, Radio 4, angekündigt, von wo man auch einige Stimmen abgeworben hat. Das ist also ungefähr so, als würde der Axel-Springer-Konzern ein "Welt-Radio" starten und dies zur Alternative zum Deutschlandfunk erklären.

Das nun veröffentlichte Programmschema erinnert allerdings eher an "Radio 5 Live" und das schon seit langem etablierte private LBC. Geschlossenere Formate sind offenbar per Podcast geplant.
 
#3
"Das ist also ungefähr so, als würde der Axel-Springer-Konzern ein "Welt-Radio" starten und dies zur Alternative zum Deutschlandfunk erklären."

Ne richtige Alternative zum DLF ? Also zeitgemäße Höreransprache, Themen kurz und knackig vermittelt, dazu zahlreiche Call-Ins ...... neee, vergesst das mal mit diesem Weltradio. Deutsche können vielleicht einiges, aber Innovationen im Hörfunk sind ausdrücklich nicht damit gemeint.
 
#7
Call-Ins sind mir der allergrößte Gräuel.
Außer den Anrufern selbst interessiert sich doch sowieso niemand für den Trash.
Die immer gleichen 6-8 Pseudo-BildungsbürgerInnen haben zu jedem Thema eine Meinung (die einzig richtige!), schwadronieren im Brustton der Überzeugung einen großen Haufen dunstenden Unfug ins Land - und als Moderator musst du am Ende noch freundlich Danke sagen. Nee. Wirklich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
#8
".. dazu zahlreiche Call-Ins ...... neee, vergesst das mal mit diesem Weltradio. Deutsche können vielleicht einiges, aber Innovationen im Hörfunk sind ausdrücklich nicht damit gemeint.
Wohl kaum. Tatsächlich ist das ausschließliche Wortprogramm BBC 4 wohl gerade deshalb so beliebt, weil es diese Call-Ins nicht gibt. Prinzipiell ist das Programm eher gemächlich und sicher alles andere als "knackig". Dafür haben die Briten in den Programmen ihrer Lokalsender zahlreiche Call-Ins...dort werden allerdings aktuelle Themen diskutiert und nicht irgendwelche dümmlichen Spielchen gemacht. Ausserdem gibt es noch BBC-5-Live, und auf das Programm dürfte der Begriff "knackig" wohl am ehesten zutreffen.

Man kann das aber gar nicht mit Deutschland vergleichen. Der Öffentliche Rundfunk ist nicht föderal, sondern zentralistisch aufgebaut - die BBC hat fünf terrestrisch vertriebene nationale Programme sowie in jeder Grafschaft mindestens ein lokales.

Da kann der DLF mit seinen drei Programmen - von denen eins nur digital vertrieben wird - überhaupt nicht mithalten. Wobei DLF und DLF Kultur ja noch nicht mal in irgendeiner Weise ihr Programmangebot koordinieren, beide senden im Prinzip nebenher, bringen in Teilen ähnliche Programme.
 
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