Gefechte in Afghanistan


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AW: Gefechte in Afghanistan

Manche kultischen Zeilen sind an Zynismus nicht zu übertreffen.... Wenn die Afghanen uns um Hilfe gebeten hätten... wäre es was anderes. Welche Afghanen denn: Etwa die von den Taliban unterdrückten? Ich erinnere daran, daß es mit der damals rechtmässigen Regierung der Nordallianz sowohl einen Hilferuf als auch ein Abkommen gab.

Und nicht Bin Laden unterdrückt, sondern die Taliban. Diese haben nur ein Interesse an der Macht an dem, was man Afghanistan nennt (richtig). Aber sie bieten Schutz und Obhut für Al Qu*aida und weitere Terroranschläge.

Immerhin: Mal mit dem Buddhismus beschäftigt. Ja, ich teile die Meinung über den ach so gnädigen, mildtätigen Islam. "Wir" werden immer die Giaur und die Ungläubigen sein.

Und eine Religion, die derart mißbraucht und ausgelegt wird, daß tausende von Menschenleben für Rachefeldzüge (World Trade Center) billigend in Kauf genommen werden und man Anhänger derart indoktriniert, daß sie zu Selbstmordanschlägen in der Lage sind, ist für mich keine Religion mehr.
Leider spricht der Islam nicht mit einer Sprache (vergleichbar mit dem Papst, egal, ob richtig oder falsch: Aber mit einer Zunge). Und die vielen Auslegungen machen ihn gefährlich und radikal.

Das soll und darf nicht bedeuten, daß wir jetzt einen Krieg gegen den Islam in Afghanistan führen: Es gibt glücklicherweise genug gemässigte Moslems, die einfach ihren Glauben praktizieren. Und genau die gilt es in dem Land zu schützen und zu helfen.
Ich erinnere.... nicht die Hindus oder Buddhisten oder Christen haben die Buddha-Statuen von Bamiyan zerstört, sondern -in dem Fall- die Taliban mit ihrer rigorosen Auslegung ihrer Religion. Es gibt nur einen Gott und der heißt Allah... wir werden in Zukunft alle daran zu knabbern haben....
Das war es dann zu dem Thema. Mir hat niemand glaubhaft erklären können, warum alles besser wird, wenn wir die Afghanen ihrem Schcksal überlassen. Stattdessen fängt man kleinlich an, Brunnen und Schulen zu zählen.
Und der größte Witz: Wir alle halten uns also raus. Nehmen die Anschläge in New York, London, Kenia, Madrid und anderswo also "gottergeben" in Kauf.
Klar doch, irgendwie sind wir selbst schuld. Und vor allem die USA und deren Verhalten.
Also halten wir uns zurück, gestehen unsere moralischen Verfehlungen und die eigentliche Schuld an der Misere ein und machen einfach so weiter, als wäre nichts geschehen.
Bin Laden und alle anderen Verrückten haben ihren Spass gehabt, Schwamm drüber, beerdigen und alles vergessen. Der WESTEN ist ja der Schuldige... Dann wird schon nichts weiter passieren...

Oh, lasst Euch kollektiv mal den Puls fühlen.
Und führt Eure Volksabstimmungen durch....
hängt Euren Mantel nach dem Wind.
(Ein auf vier Jahre gewählte Regierung hat auch das Recht, Fehler zu machen!)

Für mich ist die Diskussion hier beendet.
Es ist sinnlos, auch nur noch ein einziges weiteres Wort zu verlieren.
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Bla, bla, bla... schöne Sprechblase, so vielsagend wie irgendwelche Statements von irgendwelchen Politikern.

Immerhin: Mal mit dem Buddhismus beschäftigt. Ja, ich teile die Meinung über den ach so gnädigen, mildtätigen Islam. "Wir" werden immer die Giaur und die Ungläubigen sein.
Wie war das doch gleich mit dem Christentum? Da sind alle anderen keine Ungläubigen? Der Papst will die umstrittene Nazi-Pius-Bruderschaft zurück in den Schoß der Kirche holen. Martin Luther ist bis heute nicht rehabilitiert...
Du bist hier derjenige, der es sich zu einfach macht, rv01, und nicht die, die über einen baldigen Abzug nachdenken.
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Lasst uns mal das alles aus einer anderen Sicht betrachten, bisher haben wir als Außenstehende unsere Meinungen gesagt.

Mir fehlen die Aussagen von den Betroffenen:
ich hätte gern ein Statement von den Soldaten, die in Afghanistan waren, ein Statement, das nicht von einer Pressestelle "gefiltert" wurde
ich hätte gern ein Statement von Afghanen, die "beschützt" werden
ich hätte gern ein Statement von einem afghanischen "Stammesfürst"
ich hätte gern ein Statement eines Muslims oder einer Muslima
ich hätte gern ein Statement von Mitarbeitern einer in Afghanistan tätigen Hilfsorganisation
ich hätte gern Informationen aus den Ländern, die im Rahmen dieses Krieges in Afghanistan Soldaten stationiert haben
ich hätte gern die Information aus anderen Ländern, wie dort der Krieg von offiziellen Stellen "verkauft" wird
ich hätte gern die Information wie und für wann diese Länder den Rückzug planen
und zum Schluss hätte ich gern die Einschätzung zur Situation in Afghanistan nach dem Rückzug der Staaten.

2Stain
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Ich glaube, es waren Christen, die die Dresdner Frauenkirche in Schutt und Asche gebombt haben. Nehmen wir dies als dauerhaften Beleg für die Bösartigkeit und die grundsätzliche Verortung der Christen in ein bestimmtes Lager?
Es stimmt, die Taliban haben die Buddha-Statuen von Bamyian zerstört. Aber das soll die Richtigkeit unseres militärischen Engagements in Afghanistan beweisen? Da wüsste ich spontan noch einige Länder in der Welt, wo wir sofort einmarschieren müssten.


@kobold
Sie hat übrigens auch ihr Gutes: je weniger Wähler es gibt, desto weniger Geld bekommen die Parteien.
Stimmt nur bedingt: Sie können das kompensieren, denn es gibt auch staatliche Zuwendungen, die Unabhängig von den Wählerstimmen geleistet werden.
Kleiner Wikipedia-Auszug:
Die Mittel der einzelnen Parteien berechnen sich wie folgt:

* 0,70 Euro für jede für ihre jeweilige Liste abgegebene gültige Stimme (Zweitstimme) beziehungsweise jede für sie in einem Wahl- oder Stimmkreis abgegebene gültige Stimme, wenn in einem Land eine Liste für diese Partei nicht zugelassen war. Für die ersten 4 Millionen Stimmen erhöht sich der Wert auf 0,85 Euro.
* 0,38 Euro für jeden Euro, den sie als Zuwendung (Mitglieds- oder Mandatsträgerbeiträge sowie rechtmäßig erlangte Spenden) erhalten haben. Dabei werden jedoch nur Zuwendungen bis zu 3300 Euro je natürliche Person berücksichtigt. Parteien, die in einem Land nicht mit einer Liste zugelassen waren, haben Anspruch auf die Finanzierung, sofern sie 10% der in einem Wahl- oder Stimmkreis abgegebenen gültigen Stimmen erreicht haben.
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Manni, wer so mit lateinischen Klamotten um sich haut, der hat meinen vollen Respekt. :D

@2stain
Das geht aber zu weit, was Du da verlangst, Zweistein. Das bedeutete ja, dass wir hier umfassende Berichterstattung für die breite Masse hätten, die eine leichtere Annäherung an konstruktive Kritik und Meinungsbildung ermöglichte. So etwas sammeln wir uns aber bitte weiter mühsam aus diversen Informationsquellen zusammen. Das kann man von interessengeleiteten Medien wirklich nicht verlangen, also ehrlich mal, wo lebst Du denn? ;)
 
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@2stain
Das geht aber zu weit, was Du da verlangst, Zweistein. Das bedeutete ja, dass wir hier umfassende Berichterstattung für die breite Masse hätten, die eine leichtere Annäherung an konstruktive Kritik und Meinungsbildung ermöglichte. So etwas sammeln wir uns aber bitte weiter mühsam aus diversen Informationsquellen zusammen. Das kann man von interessengeleiteten Medien wirklich nicht verlangen, also ehrlich mal, wo lebst Du denn? ;)
@Kobold,
da ich im Konjunktiv schrub (Reminiszenz an Makeitso) habe ich zu Papier gebracht, was in diesem Thread noch nicht gewürdigt worden ist. Ok, möglicherweise ist das zu viel verlangt, würde aber der gesamten Diskussion und einigen Diskuteuren bei der Meinungsfindung gut tun.
Gestern Abend habe ich, entweder bei n-tv oder bei N24 einen Beitrag über deutsche Soldaten gesehen, die in Afghanistan stationiert waren.
Eine Aussage in der Sendung war, dass rund 20% der Soldaten nach einer Rückkehr traumatisiert sind.

2Stain
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Das mit dem Traumatisiert sein hat das ZDF im letzten Jahr zum Gegenstand eines Fernsehspiels gemacht, welches, oh Wunder, noch nicht einmal zu nachtschlafender Zeit ausgestrahlt wurde.

Langsam wird es aber Zeit, dass die sich ach so investigativ dünkende Journaille in diesem, unseren Staat den führenden Politikern einmal die richtigen Fragen stellt und auch auf eine Antwort drängt und sich nicht nur mit Worthülsen zufrieden gibt. - Oder sitzen die alle doch bei irgendwelchen Politikern im ... und fühlen sich dort sehr wohl?

Heute Vormittag habe ich mir über einige Strecken FDP-Parteitag angetan. Einige der Delegierten referierten über den "Krieg in Afghanistan". Da es ja die Partei des Außenministers ist, böte sich da nicht die Frage an, wann denn die Kriegserklärung kommt? Wird damit bis nach der NRW-Wahl gewartet, in der Hoffnung, dass bis zu den nächsten anstehenden Wahlen im nächsten Jahr alles vorbei ist, weil ja, wenn Krieg, dann keine Wahlen?
Fragen über Fragen, die die Journaille stellen müsste, wenn die Politik nicht gewillt ist, eine schlüssige Antwort zu geben, aber auf die das Volk wohl vergeblich warten wird.
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Respekt Ammerlaender,
besonders der zweite und vierte Absatz - volle Unterstützung.
Uns Guido auf dem Parteitag:
Versuch des Machterhalts, Worthülsen...

Das erinnert mich an eine ganz andere Zeit:
"...lieb Vaterland magst ruhig sein..."

Pardon, etwas off-topic.

2Stain
 
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@ 2Stain:
Ich darf das, weil ich eine gewisse Erwartungshaltung habe und außerhalb des Systems "Medien" stehe, und gegenüber Leuten, die ich indirekt mit finanzieren muss eineErwartungshaltung habe.

Aber bei "lieb Vaterland" ist mir doch gerade Udo Jürgens eingefallen, dessen Titel zwar aus der, wie es rv01 nennen würde, der Steinzeit stammt, aber dessen Text heute noch genau so aktuell ist, wie er es damals war. - Im Radio hörte ich es seit Kinder- bzw. Jugendtagen nicht mehr. Hey, ihr Musikredakteure, und die, die es sein wollen, steht der Titel auf dem Index? - Spielt ihn gefälligst, oder ist das zuviel Wahrheit für's unmündige Volk?

Udo Jürgens - Lieb Vaterland
 
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http://www.stern.de/politik/deutschland/afghanistan-besuch-koehler-irritiert-soldaten-1568590.html

Nach seiner Rückkehr aus Afghanistan forderte er mehr Respekt für die dort stationierten Bundeswehrsoldaten. Es müsse darüber diskutiert werden, "wie es kommt, dass Respekt und Anerkennung zum Teil doch zu vermissen sind, obwohl die Soldaten so eine gute Arbeit machen", sagte Köhler am Samstag im Deutschlandradio.

Die Bundeswehr-Soldaten sollten in der Schwierigkeit ihrer Aufgabe ernst genommen werden, ihnen solle Anerkennung gezollt werden "für das, was sie leisten, denn sie leisten wirklich Großartiges unter schwierigsten Bedingungen", sagte Köhler.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

Sicher niemand - auch hier im Forum nicht - bezweifelt, daß unsere Soldaten in Afghanistan eine "gute Arbeit" im Rahmen ihres Auftrags machen. Die von Ihnen bemängelte Anerkennung und Rückendeckung seitens der Bevölkerung rührt aber wohl daher, weil große Teile der Bevölkerung den Einsatz in Afghanistan mittlerweile als Krieg - und daher als grundsätzlich falschen Weg - empfinden.

Die Spirale der Gewalt dreht sich immer weiter und irgendwann kommt diese Gewalt auch nach Deutschland. Wir sollten uns langsam wirklich etwas einfallen lassen, wie man die Situation in Afghanistan grundlegend entschärfen kann.


Hochachtungsvoll
Zwerg#8
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Zwei Zitate aus dem Zwerg#8-Zitat:
"wie es kommt, dass Respekt und Anerkennung zum Teil doch zu vermissen sind, obwohl die Soldaten so eine gute Arbeit machen", sagte Köhler am Samstag im Deutschlandradio."
So eine gute Arbeit, hat da unser Bundespräsident möglicherweise den Anglizismus "good job" übernommen? Wenn ja, dann Schande über ihn.
Wenn Menschen im Krieg getötet werden auch noch von "so einer guten Arbeit" zu sprechen. Schande, pfui,

""für das, was sie leisten, denn sie leisten wirklich Großartiges unter schwierigsten Bedingungen", sagte Köhler.""

Ich schäme mich für unseren Bundespräsidenten ob dieser Aussage.

Volle Zustimmung von meiner Seite zur Aussage von Zwerg#8.

2Stain
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Der Bundespräsident meinte wahrscheinlich die Schulen und Krankenhäuser, die Brunnen und Infrastruktureinrichtungen, die unsere Soldaten laut Auftrag von vor annodunnemals, als sie losgeschickt wurden, inzwischen fleißig gebaut haben müssten, und die gute Ausbildung der lokalen Sicherheitskräfte, damit alles schön friedlich wird, im einst unsicheren Afghanistan.
Oder ist das etwa nicht geschehen? Blöd gefragt.
Andere Interpretation von "gute Arbeit": Sie halten da unten die Köpfe hin, obwohl die Politik daheim sie verdammich im Regen stehen lässt. Und wenn einer mit ein paar Blessuren physischer pder psychischer Natur nach Hause kommt, dann muss er noch die Rechtsanwälte bemühen, damit er ein paar Kröten Entschädigung oder Wiedereingliedrungshilfe etc. bekommt. "Gute Arbeit, Jungs! Macht weiter so und lasst euch noch ein Weilchen verheizen und missbrauchen..."
 
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Ein Deutschlandfunk-Interview, das der Bundespräsident nach seinem Besuch gegeben hat, scheint erst jetzt langsam seine Wirkung zu entfachen. Aber er hat auf jeden Fall mit folgendne Aussagen eine Zündshcnur gelegt:
O-Ton Horst Köhler:


"Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg."
Wir kämpfen also für Handels- und Wirtschaftsinteressen. Endlich lässt mal jemand die Katze aus dem Sack!

Siehe dazu auch Spiegel online:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,696982,00.html
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Grundsätzlich hat er natürlich Recht, aber ob er gut beraten ist, dass als Bundespräsident so rauszuposaunen... ich weiss nicht. Was machen wir denn am Horn von Afrika? Da geht es doch auch um knallharte Wirtschaftinteressen, ansonsten könnten uns doch die Piraten dort egal sein. Ein bisschen imperalistisch hört sich das aber schon an. Andere Nationen machen aber nichts anderes, allen voran die USA. Dort stehen Wirtschaftsinteressen über allen anderen Dingen. Russland macht es mit seinen Gaserpressungen auch nichts anders und auch die Franzosen sind immer darauf bedacht irgendwo den Fuss in der Tür zu haben, wo ihre wirtschaftlichen Interessen in Gefahr sind.
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Das Thema ist ja jetzt auch durch. Soeben gehört Köhler ist zurückgetreten. Jetzt darf spekuliert werden, wer der nächste BP oder Präsidentin werden. Soll es doch Lena machen, die ist in ganz Europa beliebt und hat sicherlich jetzt wo der ESC vorbei ist, noch viel Freizeit. :D;)
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Jepp, ist noch ganz frisch, in den normalen WDR-Nachrichten wurde es noch eiligst nach dem Wetter vermeldet. Mal sehen was da noch kommt...
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Horst Köhler hat etwas gesagt, was stimmt, was "man" im politischen Deutschland aber nicht sagt. Hätte er auf seiner Aussage beharrt, dann hätte er die Bundesregierung in Schwierigkeiten gebracht, denn die behauptet ja eifrig das Gegenteil.
Hätte er klein beigegeben, sich entschuldigt und seine Aussage einkassiert, dann wäre es mit seinem Anspruch "auch mal unangenehme Wahrheiten mutig auszusprechen" für den Rest seiner Amtszeit vorbeigewesen, wahrscheinlich hätte er sich auch nicht mehr selbst im Spiegel in die Augen schauen wollen.
Also Rücktritt, und damit ist er - wenn auch spektakulär - raus aus der Sache und die Bundesregierung aus dem Schneider. Was die Frage aufwirft, ob Letztere nicht ein klammheimliches Interesse an diesem Ausgang der Dinge gehabt haben könnte, oder gar daran mitgewirkt.... Aber jetzt wird`s spekulativ!
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Hallo!

Soll es doch Lena machen, die ist in ganz Europa beliebt...
So ähnlich formulierte das auch der Moderator des DLF gestern Nachmittag in dieser Sondersendung am Ende eines Telefongesprächs mit einem Politiker, dessen Namen ich leider vergessen habe. Sicherlich wollte er nur einen "lockeren Spruch" zum Abschluß des Gesprächs machen, der Politiker antwortete aber darauf und sagte sinngemäß, daß das nicht geht, da Lena noch keine 40 Jahre alt ist... ;)

Wieder was gelernt, Tweety. ;) (Ich hab das aber auch nicht gewußt.)


Grüßle Zwerg#8
 
AW: Gefechte in Afghanistan

Ich benutze selten Vollzitate. Heute mache ich wieder eine Ausnahme. Man kann durchaus über den Inhalt des Vollzitats lachen. Normalerweise sollte das Lachen aber ganz schnell im Hals steckenbleiben, da einige Dinge längst Realität sind.

Letztendlich könnte man fragen, warum man den einen Link unten nicht aufrufen kann und selbst ein "Ping" der IP-Adresse des Servers (die man leicht über Google findet) nicht zum Ziel führt (zumindest nicht über T-Online). Klartext: Ich kann (als T-Online-Kunde) im Moment nicht feststellen, ob diese Website existiert oder nicht. Es kann sein, daß diese Domain und die Server-IP heute nicht mehr existiert.

Es besteht aber kein Zweifel daran, daß es diese Website mal gab und daran, daß es ein Buch mit dieser ISBN gibt...



Zitat von http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Carl-Friedrich-Von-Weizsaecker-zu-Deutschesland/forum-180222/msg-18615308/read/:
Carl Friedrich Von Weizsäcker sagte in seinem letzten großen Werk “Der bedrohte Frieden” erschienen 1983 im “Hanser-Verlag”, innerhalb weniger Jahre den Niedergang des Sowjet-Kommunismus voraus (- er wurde damals ausgelacht). Seine Prognose, auf welches Niveau der Lohn-, Gehaltsabhängigen zurückfallen würde, wenn der Kommunismus nicht mehr existiert, war schockierend.

Weizsäcker beschreibt die Auswirkungen einer dann einsetzenden “Globalisierung”, (obwohl es damals dieses Wort noch nicht gab), so wie er sie erwartete:


01. Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.

02. Die Löhne werden auf ein noch nie da gewesenes Minimum sinken.

03. Alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott des Staates zusammenbrechen. Rentenzahlungen zuerst. Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, die von Spekulanten ausgelöst wird.

04. Circa 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus werden in Deutschland wieder Menschen verhungern. Einfach so.

05. Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.

06. Die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen zu unterhalten.

07. Um ihre Herrschaft zu sichern, werden diese Eliten frühzeitig den totalen Überwachungsstaat schaffen, und eine weltweite Diktatur einführen.

08. Die ergebenen Handlanger dieses “Geld-Adels” sind korrupte Politiker.

09. Die Kapitalwelt fördert wie eh und je einen noch nie dagewesen Nationalismus (Faschismus), als Garant gegen einen eventuell wieder erstarkenden Kommunismus.

10. Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, daß die meisten Menschen ihre eigene Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential.

11. Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt dienend, werden Großmächte Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen.

12. Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus das skrupelloseste und menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat, ihr “Armageddon” (”Endkampf”). Das System, welches für diese Verbrechen verantwortlich ist, heißt “unkontrollierter Kapitalismus”.


C. F. von Weizsäcker sagte 1983 (vor 25 Jahren), daß sein Buch, welches er als sein letztes “großes Werk” bezeichnete, mit Sicherheit von der Bevölkerung nicht verstanden würde, und die Dinge somit ihren Lauf nehmen!

Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt:

(a) absolut obrigkeitshörig,
(b) des Denkens entwöhnt,
(c) typischer Befehlsempfänger,
(d) ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!
(e) Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein - auch das, was ihm noch helfen könnte!


Die einzige Lösung die Weizsäcker bietet, ist die Hoffnung, daß nach diesen unvermeidlichen Turbulenzen dieser Planet noch bewohnbar bleibt. Denn Fakt ist, die kleine Clique, denen diese Welt schon jetzt gehört, herrscht nach dem einfachen, aber klaren Motto: “Eine Welt, in der wir nicht das alleinige Sagen haben, die braucht es auch in Zukunft nicht mehr zu geben”.

Wie bereits oben erwähnt, rechnete Weizsäcker nicht damit, verstanden zu werden.


Auf die Frage eines Journalisten, was ihn denn am meisten stören würde, antwortete er: “Mich mit einem dummen Menschen unterhalten zu müssen”.

gefunden auf: http://www.das-gibts-doch-nicht.info/seite5094.php

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Deutsche Stiftung Friedensforschung über Carl Friedrich von Weizsäcker, Lebenslauf und Publikationen zum Thema “Frieden”
http://www.bundesstiftung-friedensforschung.de/strukturfoerderung/CFvweizsaecker.html
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Literaturhinweis:
Hanser-Verlag - “Der bedrohte Friede - heute”
Bestellnummer: ISBN-10: 3-446-17697-7
Einsortiert unter: Allgemein
 
AW: Gefechte in Afghanistan

hat zwar hier nix mit dem "Afghanistan-Thread" zu tun, möchte aber Zwerg´s Beitrag mit diesem frischen Spiegel-Kommentar zur Lage in Europa ergänzen, mit meiner Empfehlung: Sehr lesenswert!! Dazu diese Unterzeile:
Nicht nur Steuerbetrüger in Griechenland und Hedgefonds haben Europa in die Existenzkrise gestürzt - kräftig mitgeholfen hat die politische Führung in Euro-Land. Sie ist nicht willens ihren Job zu machen. Oder nicht fähig
hier gehts weiter:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,697410,00.html
 
Darf’s noch ein wenig mehr OT sein?

Ich würde diesen Artikel aus The Economist mal symbolisch an des Zwerchs und des Ablauschers Einwürfe anhängen. Eine Sicht von außen auf unseren Politbetrieb mit ein paar Einsichten von nicht namentlich genannten senior figures unter der Überschrift

Zitat von Charlemagne:
Those damned sceptical Germans
Europe faces a new variant on an old conundrum: a German problem
 
AW: Gefechte in Afghanistan

@ Zwerg

Wirklich ermutigend hört sich das nun wirklich nicht an, aber vieles davon ist ja wirklich eingetroffen. Das konnte man 1983 nun wirklich noch nicht verstehen, aber heute versteht man es. Leider. :(
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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