Geht ihr mit der Zeit?


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#27
Es sind [...] professionelle Musikredakteure, die ein erlerntes, talentiertes und treffsicheres Gefühl dafür haben, welche uralten, alten, just vergangenenen und aktuellen Veröffentlichungen für sein Programm und dessen Hörer genau für jede dieser Sparten geeignet sind und sein werden.
So war das vielleicht mal. Heute müssen sie im Wesentlichen Powergold anwenden können, die Top 100-Chart beobachten, und gucken, wie Titel "testen". Auch bei den älteren Titeln sind sie gehalten, das einzusetzen, was gut getestet hat. Ich will nicht behaupten, daß die Musikredakteure von heute das von Dir zitierte treffsichere Gefühl nicht mehr haben. Sie dürfen es nur nicht mehr anwenden.

Genau für diesen Job müssen sie ihren eigenen Musikgeschmack zu Hause lassen.
Das sehe ich anders. Das treffsichere Gefühl oder das Näschen für potentiell erfolgreiche Titel basiert eben auch auf dem eigenen Musikgeschmack.
 
#28
Was den ersten Absatz anbetrifft, stimme ich Dir vollumfänglich zu. Dem zweiten widerspreche ich deutlich. Das treffsichere Gefühl oder das Näschen für potentiell erfolgreiche Titel basiert m.E. durch bewusstes Ausblenden eigener Musikvorlieben (Geschmack), sondern auf eigene, immer wieder zu überprüfenden Erfahrungen von Wirkung von Musiktiteln auf die angestrebte Zielgruppe. Deine Aussage in Absatz eins schlägt allerdings jede Anwendung meiner Definition von "Näschen", das gebe ich zu.
 
#33
Um mal beim Radiobezug zu bleiben:

Ja ich gehe mit der Zeit, höre Radio überwiegend "digital" (per Satellit, per DAB+ und ab und an via Internet). Ob ich so viele verschiedene (oder doch nicht verschiedene) Sender überhaupt brauch, steht auf nem anderen Blatt...:)
 
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