GEMA unterzeichnet Lizenzvertrag mit YouTube


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#1
Na endlich!
Am 1. November 2016 haben die GEMA und die Online-Plattform YouTube einen Lizenzvertrag unterzeichnet. Die Einigung wurde nun möglich, da sich beide Seiten nach sieben Jahren zum ersten Mal auf Konditionen einigen konnten. Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung wird die Vergangenheit ebenso abschließend geregelt wie die künftige Laufzeit des Vertrages. Damit werden die Mitglieder der GEMA endlich an dem wirtschaftlichen Erfolg der Nutzung ihrer urheberrechtlich geschützten Musikwerke auf der Online-Plattform beteiligt – ein Meilenstein.
Quelle.

Ältere Diskussionen im Forum hier oder hier.
 
#5
Youtube ist für ist für mich jedenfalls wesentlich interessanter als
08/15 Radio. Die, die für Musik im Radio verantwortlich sind, scheinen
Youtube völlig zu ignorieren, ja das Internet überhaupt.
 
#8
Ich dachte in die andere Richtung. Ich bezweifle, daß bei diesem Modell wirklich etwas bei den Urhebern und Interpreten ankommt. Letzten Endes gehe ich davon aus, daß es so ähnlich enden wird wie bei vielen Streaming-Diensten: der Umsatz wird an der Stelle der Vermarkter generiert, nicht bei denen, deretwegen man die Seite besucht.

Gruß
Skywise
 
#9
Nach ein wenig Studium dieser Einigung, ist offenbar zwischen GEMA und YouTube Stillschweigen darüber vereinbart worden, in welcher Höhe denn eigentlich die Berechtigen (Komponist, Textdichter, Musikverlag) beteiligt werden sollen. (Die GEMA hatte ursprünglich 0,375 Cent (0,00375 Euro!) pro Abruf gefordert)

So wissen derzeit einzig nur GEMA und YouTube, wie die Abgeltung der Urheber errechnet werden.
„Für die Gema und ihre Mitglieder ist der Vertragsabschluss mit Youtube ein Meilenstein“, sagte Thomas Theune, der bei der Gema als Direktor Sendung & Online für die Verhandlungen mit der Google-Tochter verantwortlich ist, auf Anfrage von FAZ.NET. Er sichere „den rund 70.000 Komponisten, Textdichtern und Verlegern endlich eine Beteiligung für die Nutzung ihrer geistigen Schöpfungen auf Youtube. So werden sie endlich am Erfolg, den Youtube mit ihren Musikwerken erwirtschaftet, beteiligt.
Kurz: Erst bei der nächsten, YouTube-berücksichtigten Abrechnung merken die Urheber, in welcher Höhe die YT-Aufrufe abgerechnet worden sind. Der nächste Proteststurm seitens der Kreativen gegenüber ihrer von ihnen selbst beauftragen Verwertungsgesellschaft ist vorauszusehen.

Noch etwas: Was geschieht mit der Ausschüttung der YouTube-Nutzung der letzten sieben Jahre? Kein Hinweis. Vermutlich geht irgend ein Betrag in den GEMA-Topf für nicht zuzuordnende Beteiligte. Wieder mal: Der Teufel sch.... auf den größten Haufen.
 
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#11
Ich muss mich korrigieren. Die GEMA hat ursprünglich 1 Cent (0,01 Euro) gefordert, zuletzt 0,375 Cent (0,00375 Euro). Ob seit 01.11.2016 nun wirklich danach abgerechnet werden wird, hat weder GEMA noch Youtube bestätigt. Habe ich mir jedenfalls so von Kennern des Fachs sagen lassen.
 
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