Hamburg: UKW-Frequenzen neu vergeben


Und was können sie sich davon kaufen? Gar nichts. In der Privaten Wirtschaft zählt allein das Geld was am Ende des Jahres auf dem Konto ist.
Ach so. Ist das dieser sogenannte Kapitalismus, von dem man immer hört? Flux verliert aber auch nichts dadurch, dass sie diese Megafon-Aktion bringen. Sie kommen dadurch ins Gespräch. Immer noch sympathischer als ein "geheimnisvolles Geräusch".
 
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Unglaublich, wie viel Wert im 21. Jahrhundert immer noch auf dieses meist unleserliche Krakeln des eigenen Namens gelegt wird...eigentlich anachronistisch. Am besten dann noch einen echten Siegel aus Wachs drauf mit Schnur ums Papier...gibts tatsächlich auch noch. Die Katze kommt sich da immer vor wie nachts im Museum.
 
Spannend wird es jetzt. Ob das OVG Hamburg als nächstes doch nun der Medienbehörde recht gibt? Dann sieht es für Energy schlecht aus, denn das Verwaltungsgericht hatte an der eigentlichen Entscheidung pro Flux FM nichts auszusetzen. Interessant auch, dass der wirtschaftliche Faktor von Energy in Hamburg als wenn auch kleiner Arbeitgeber komplett vernachlässigt wurde. Denn sicherlich haben das die Anwälte auch noch mit angeführt. Genauso wie die Rolle des Senders im lokalen Werbemarkt für die jüngeren Zielgruppen.
Es sei denn, das würde in nächster Instanz, wenn das OVG Hamburg die Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Schleswig-Holstein wieder aufhebt, nochmal von Energy angeführt.
Die Frage, die ich mir stelle: Wenn die Gerichte nun Energy recht geben, könnte die Medienbehörde doch trotzdem die Frequenzen erneut ausschreiben und dann in einem regulären Verfahren Flux FM den Vortritt geben. Oder könnte es sogar soweit kommen, dass Flux FM auf eine Frequenz in Hamburg Anspruch hat, wenn Energy auf UKW on air bleibt.
 
Man ihr tut ja alle so, allen voran @s.matze , dass das Urteil im Eilverfahren schon Rechtskräftig ist. Die MA HSH hat oder wird da sicher Einspruch erheben und dann geht das vor dem Oberverwaltungsgericht weiter und dann wird endgültig entschieden. Es ist noch lange nicht gesagt, dass das Oberverwaltungsgericht der Entscheidung im Eilverfahren folgt.
Wie @Radioman2014 schon richtig schreibt.

Sollte aber auch das Oberverwaltungsgericht so entscheiden, muß eigentlich neu Ausgeschrieben werden, da das Gericht nicht einfach die Sendelizenz an Energy vergeben kann oder darf.

Ich persönlich würde mich auf Flux.fm sehr freuen. Energy finde ich noch mieser als No-Joy, schrecklicher Flachfunk. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
 
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Gut. Aber so richtig gewonnen für Energy wäre ja erst, wenn

a) sie nahtlos im August weitersenden könnten und
b) darüber hinaus die 97,1 wieder regulär zugeteilt bekämen.

Dass die 97,1-Zulassung nicht an Flux geht, ist natürlich notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung dafür. Gibt es einen Dreh, ohne Einlenken der MA eine "Not-Zulassung" ab August einklagen zu können? Oder spekulieren sie darauf, dass sie der MA die Flux-Zulassung wegklagen, eine Übergangszulassung erhalten und in einem neu aufgerollten Verfahren die reguläre Zulassung bekommen? Das ergäbe doch so richtig Sinn erst, wenn innerhalb der MA die Meinung über die weitere Belegung der 97,1 nicht ganz eindeutig ist?
 
Was mich auch wundert: Wieso mobilisiert Energy in keinster Weise bislang seine Hörerschaft?
Bisher weiß doch bis auf Radio-Interessierte niemand, dass Flux FM ab 1.8. auf der 97,1 senden soll.
Ich will nicht wissen, falls die Gerichte der Medienanstalt doch noch recht geben, was der Durchschnitts-Hörer von Energy Hamburg am 1.8. denkt, wenn auf einmal ein völlig anderes Programm mit, und das ist ja der eigentliche Hammer, mit einer Musik on air ist, die total anders sein wird (Playlist-Überschneidung von Energy und Flux FM = 0). Und da kommen wir eigentlich wieder zum Thema, dass die gesamte Prozedur, wie im letzten Jahr die Lizenzen vergeben worden sind, komplett unlogisch ist (schließlich hätte die Medienanstalt einem Sender wie Flux FM eher die Frequenzen von 91,7 XFM zuweisen können, da auf dieser Frequenz bereits Musik abseits vom Mainstream läuft - aber nein, man opfert ein Hitradio dafür, das als einziges Hamburger Privatradio ausschließlich eine jüngere Hörerschaft bedient).
Also, wann geht Energy mit dem Thema des Lizenzverlusts on air und informiert auch darüber in den sozialen Medien? Eigentlich wie 1998 in Rheinland-Pfalz, oder einige Jahre Später in Zürich und vor sehr vielen Jahren in Paris - bis auf Rheinland-Pfalz hat der Hörerprotest gewirkt und NRJ konnte seine Frequenzen behalten.
 
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Was mich auch wundert: Wieso mobilisiert Energy in keinster Weise bislang seine Hörerschaft?
Mit welchem Ziel?

dass die gesamte Prozedur, wie im letzten Jahr die Lizenzen vergeben worden sind, komplett unlogisch ist
Weil?

schließlich hätte die Medienanstalt einem Sender wie Flux FM eher die Frequenzen von 91,7 XFM zuweisen können, da auf dieser Frequenz bereits Musik abseits vom Mainstream läuft - aber nein, man opfert ein Hitradio dafür, das als einziges Hamburger Privatradio ausschließlich eine jüngere Hörerschaft bedient
Möglichst unterschiedliche Zielgruppen sind nur eine Möglichkeit der Auswahl.

Also, wann geht Energy mit dem Thema des Lizenzverlusts on air und informiert auch darüber in den sozialen Medien?
Im Juli vielleicht. Die verbleibenden Hörer holt man, soweit es geht, rüber auf die übrigen Verbreitungswege, dann geht die Tür zu.

Eigentlich wie 1998 in Rheinland-Pfalz, oder einige Jahre Später in Zürich und vor sehr vielen Jahren in Paris - bis auf Rheinland-Pfalz hat der Hörerprotest gewirkt und NRJ konnte seine Frequenzen behalten.
Das ist ein paar Jahrzehnte her. Sag' mir, warum ich meine Zeit für die UKW-Frequenz von Energy HH verwenden soll, wenn ich ein Digitalradio, Internet oder Spotify habe.
 
Ich will nicht wissen, falls die Gerichte der Medienanstalt doch noch recht geben, was der Durchschnitts-Hörer von Energy Hamburg am 1.8. denkt, wenn auf einmal ein völlig anderes Programm mit, und das ist ja der eigentliche Hammer, mit einer Musik on air ist, die total anders sein wird
Kevin und Justin werden denken, dass das Radio kaputt ist. Dann wird ein bisschen am Radio gedreht, und schwupps ist die 103.6 drin. Vom Niveau her reicht es den beiden allemal.
 
Energy-Hörer sind im Durchschnitt 37 Jahre alt, also auch nicht jugendlich. Wer über Energy HH Jugendliche erreichen will, muss zumindest hohe Streuverluste hinnehmen.
 
Ich will nicht wissen, falls die Gerichte der Medienanstalt doch noch recht geben, was der Durchschnitts-Hörer von Energy Hamburg am 1.8. denkt, wenn auf einmal ein völlig anderes Programm mit, und das ist ja der eigentliche Hammer, mit einer Musik on air ist, die total anders sein wird (Playlist-Überschneidung von Energy und Flux FM = 0).
Der Durchschnittshörer von Energy HH denkt sich "so what?" und dreht zur 94,2 oder zur 103,6. Fertig.

Man darf hier auch nochmal erwähnen, dass Energy HH bis heute mit der Lizenz der Jazzwelle Plus (Jazz-Spartenradio) sendet. Diese hat die NRJ-Gruppe Mitte der 90er vom Jazzbüro Ruland übernommen und dann seinerseits von heute auf morgen das Format zu CHR geändert und damit die Jazz-Fans in der Hansestadt vor den Kopf gestoßen. Jetzt wiederholt sich das Spiel offenbar mit umgekehrten Vorzeichen.
 
Mit welchem Ziel?



Möglichst unterschiedliche Zielgruppen sind nur eine Möglichkeit der Auswahl.


Im Juli vielleicht. Die verbleibenden Hörer holt man, soweit es geht, rüber auf die übrigen Verbreitungswege, dann geht die Tür zu.



Das ist ein paar Jahrzehnte her. Sag' mir, warum ich meine Zeit für die UKW-Frequenz von Energy HH verwenden soll, wenn ich ein Digitalradio, Internet oder Spotify habe.
Mit welchem Ziel?

Die Frequenzen zu behalten: Die Hörer könnten auch Druck machen, heutzutage wahrscheinlich weniger mit Demos, sondern über soziale Kanäle oder eine Petition...

Weil?

Anstatt alle Bewerbungen in einen Topf zu werfen und zu entscheiden, wer welche Frequenzen mit der dazu gehörenden Lizenz bekommt (das übliche Verfahren einer Medienbehörde), mussten sich die Bewerber von vornherein für die jeweilige Frequenz bewerben. So bewarb sich Flux FM halt für die 97,1 anstatt auf die 106,8 oder die 91,7. Hätte man ein normales Verfahren gehabt, so würde man ab 1.8. Flux FM auf der 91,7 vorfinden, einer Frequenz, die bis dato schon von einem Nicht-Mainstream-Sender besetzt ist und dessen derzeitige Lizenz von XFM auch nicht verlängert wurde (diese Vermutung geht aber davon aus, dass man Platzhirsche wie Radio Hamburg nicht schützen wollte - was aber angesichts der Entscheidung pro Flux FM und gegen Energy nicht ganz glaubhaft ist. Jetzt kann Radio Hamburg die Werbekunden von Energy abgreifen. Ganz ehrlich: Flux FM wird in Hamburg kaum jemand hören, das ist keine Konkurrenz für die anderen Privaten).

Das ist ein paar Jahrzehnte her. Sag' mir, warum ich meine Zeit für die UKW-Frequenz von Energy HH verwenden soll, wenn ich ein Digitalradio, Internet oder Spotify habe

Wenn es so sein soll: Warum gibt es dann noch überhaupt private Jugendsender auf UKW, wenn denn alle jungen Menschen nur noch Spotify & co. hören? Nein, so ist es eben nicht. Die Jüngeren hören weniger Radio, das stimmt. Aber sie hören es noch. Und wie oben geschrieben wurde: Die Hörer von Energy sind fast 40 und nicht mehr Jugendliche, könnten also vom Alter fast Radio Hamburg-Hörer sein. Umso mehr kommt doch bei dieser Entscheidung der Medienanstalt für Flux FM der Verdacht auf, dass man die Platzhirsche schützen will und das unliebsame Energy Hamburg deshalb aus dem UKW-Band schmeißt.
 
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Wenn es so sein soll: Warum gibt es dann noch überhaupt private Jugendsender auf UKW, wenn denn alle jungen Menschen nur noch Spotify & co. hören?
"Nur noch" kommt von dir. Aus der Nutzung - die übrigens unter Jugendlichen auch nicht besonders pralle ist - kannst du aber kaum hinreichend auf ein großes Interesse am Erhalt schließen. Warum soll ich mir die Mühe machen, gegen die Auslistung von Sprudelwasser bei Edeka zu protestieren, wenn Rewe nebenan ein sehr ähnliches Produkt weiter anbietet? Oder ich gar mittlerweile einen Wassermax zuhause stehen habe?
 
Warum soll ich mir die Mühe machen, gegen die Auslistung von Sprudelwasser bei Edeka zu protestieren, wenn Rewe nebenan ein sehr ähnliches Produkt weiter anbietet? Oder ich gar mittlerweile einen Wassermax zuhause stehen habe?
Weil ich vielleicht will, dass Konkurrenz auf dem Markt herrscht und deshalb auch ein Sprudelwasser weiterhin bei Edeka kaufen will.
Das gilt in diesem Fall für den Hamburger Hörer- und Werbemarkt: Ein Konkurrent wird einfach rausgeschmissen, um ihn durch ein Produkt zu ersetzen, das auf beiden Märkten keinem anderen weh tut.
 
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„Deutsche Jugendradios“
Davon lese ich immer wieder mal. Doch sehe und höre ich nur selten welche. Als Energy noch hier in Frankfurt war, war das alles, nur kein Programm für die Jugend hier.
Leider verfällt man in HH in Extreme. Energy vs Flux. Dazwischen gibt es noch sehr viel.
 
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