Hamburgs Sender setzen Zeichen gegen Fremdenhass


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Heinbloed

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Ich empfehle euch dringend, JETZT die Diskussion auf Bayern 2 anzuhören.

Liebe AfD- NPD- Pegida- Angehörige, das gilt ganz besonders euch Vollpfosten
 

Radiokult

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Brauch ich nicht. Das worauf du hinaus willst, geht schlicht nicht (mehr) auf. 1110 linksextremistische Gewalttaten gegen 990 rechtsextremistiche. Da sind die linken "Gutmenschen" ja wirklich wahnsinnig weit vorneweg...
16559 rechte Straftaten insgesamt gegen 4424 linke Straftaten. Und du willst das wirklich allen Ernstes damit abbügeln, dass die Differenz von etwa 10.000 das "schmieren von Hakenkreuzen" ist? Mit Verlaub, aber für so blauäugig halte ich dich nicht. Damit kommste nicht davon, denn dann könnte man andersrum ja auch das Beschmieren von Hauswänden mit linken Parolen anführen, was ja letztlich genauso eine Sachbeschädigung, sprich Straftat ist wie das Hakenkreuz. Sorry, aber da machst du es dir zu einfach.
 

Zwerg#8

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@Zwerg#8Öffentliche Wahrnehmung und tatsächliches Vorhandensein sind immer zwei paar Schuhe. Die öffentliche Wahrnehmung wird oft von den Medien konstruiert. Und alleine dadurch das heute nur noch die reißerischste und marktschreierischste Schlagzeile etwas bringt, weil man sie sonst schlicht nicht wahrnimmt, geht manches an der Realität vorbei.
Ich verwahre mich jedenfalls gegen deinen fast schon demagogischen Rundumschlag gegen alle Ostdeutschen. Er ist mit Verlaub, schlichter Unsinn.
Okay. Dann sag das aber bitte auch mal Herrn Horst Kläuser vom WDR! Siehe dazu: http://www.radioforen.de/index.php?threads/netter-beitrag-von-fair-radio.39875/#post-717534


Ansonsten sind die Sachsen nach wie vor genau das, was Jürgen Hart einst in seinem berühmten Liedchen besang. Klingt jetzt vielleicht wie eine Ausrede,ist aber keine, denn anderswo gibt es auch sogenannte Problemviertel die man als Auswärtiger lieber nicht besuchen sollte.
Geschenkt. Aber wie sieht es mit der Polizei aus? Darf die Polizei wenigstens noch in diese "Problemviertel" rein? Hier in Deutschland?

Achtung Lektüre:

19. Januar 2015 (mit O-Ton):
http://www.radioforen.de/index.php?...e-grenzen-der-satire.39169/page-2#post-697532

25. Juli 2015
http://www.spiegel.de/panorama/just...warnt-vor-rechtsfreien-raeumen-a-1045222.html

Flashback: 6. April 2008
Hier im Osten dürfen abends Jugendbanden durch Einfamilienhaussiedlungen marodieren und Bewohner terrorisieren. Hier im Osten weiß der breitbereifte und tiefergelegte Proll, daß das Land für ihn gemacht und bequem eingerichtet wurde.
Quelle? Bitteschön: http://www.radioforen.de/index.php?threads/die-ostperten-vom-mdr.22756/page-4#post-384164

Und Du, mein hochverehrter Kulti, willst mir den Osten bzw. "die Sachsen" erklären? Dann mach mal.

Liebe Grüße
 
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Radiokult

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Ich machs mal kurz in wenigen Sätzen, Zwerg, weil ich ehrlich gesagt auf die Diskussion in der Form keine Lust habe. Sinnfreie Pauschalisierungen helfen niemanden weiter und tragen auch nicht zur Lösung des Problems bei. Davon abgesehen wären wir damit dann auch restlos weg vom eigentlichen Thema.
Zum WDR. Da sind wir uns vermutlich sogar weitgehend einig. In NRW hat der Osten vor 30 Jahren keine Rolle gespielt und er tut es heute auch nicht. Die leben in ihrer eigenen Welt. Der Osten ist allein schon geografisch bedingt weit weg und der Ruhrpott selbst hat auch nicht erst seit gestern genug eigene Probleme. Insofern entlockt mir der Bullshit von Horst Kläuser nur ein müdes Lächeln. Leider ist der Unfug den er da verkündet von der Meinungsfreiheit gedeckt. Insofern mußt du es einfach hinnehmen.
Andersrum ist das im übrigen aber nicht anders. Im tiefsten Sachsen interessiert sich auch keiner ernsthaft für die Probleme des Ruhrpotts. Aus der Sicht zahlreicher Sachsen sind weite Teile des Ruhrpotts versiffte Türkenghettos. Insofern nimmt sich da nichts.
Und dann mal zu deinen ständigen Verallgemeinerungen, dass alle Ostdeutschen und im spziellen offenbar alle Sachsen, nur bildungsferne Prolls der Generation Hartz IV wären. Nur zwei Facts dazu: Sachsen braucht sich aus wirtschaftlicher Sicht nicht mal ansatzweise vor den beiden "Schlachtschiffen" Bayern und Ba-Wü verstecken. Und der zweite Punkt: Sachsen schneidet bei allen möglichen Rankings in Sachen Schulbildung, sprich Pisa und Co, ausserordentlich gut ab. Wie paßt das zusammen mit deinem Mär von den bildungsfernen Prolls?
Zum Thema Polizei: Ich sage es gerne nochmal: Es gibt auch anderswo "Problemzonen". Dort terrorisieren und kontrollieren halt diverse Türkengangs verschiedene Stadtteile, hier sind es im Moment halt "besorgte Bürger". Das kann man gut finden oder auch schlecht, perse nur dem Osten ein Problem anzudichten und pauschal alle Einwohner Ostdeutschlands zu verurteilen, ist schlicht zu kurz gedacht.
Ursache ist nach meinem Dafürhalten hier wie da ein klägliches Versagen der Politik. Speziell in Sachsen fahren alle Landesregierungen von Biedenkopf bis Tillich seit jeher einen skurillen Kuschelkurs mit allen braunen Tendenzen. Tillich hat es bis heute nicht auf die Reihe bekommen mal klare Kante zu zeigen. Und das ist genau das, was die "bildungsfernen Ossis" zu solchen durchgeknallten Chaoten machen. Es gibt keine Politiker mehr die mal glaubwürdig auf den Tisch hauen und klar sagen das es so nicht geht. Ja nichts sagen, könnte ja ein oder zwei Wähler kosten. Man mußte Leute wie früher Strauß, Wehner oder von mir aus auch den inzwischen an Altersmilde leidenden Heiner Geißler nicht mögen. Aber die haben auch ab und an mal gegen die allgemeine Parteilinie klar gesagt was anliegt und standen dann auch dazu. Heute feiert die AfD Freudenfeste wenn Schäuble kleinlaut suggeriert, dass die Bürger eventuell vielleicht womöglich den Gürtel ein wenig enger schnallen müßten wegen der Flüchtlinge, wohl wissend dass diese reiche Bundesrepublik allein im ersten Halbjahr 2015 elf Mrd. Mehreinnahmen erzielt hat.
Damit es nicht zu lang wird, noch ein halber Satz zu den Medien. Wenn irgendeine Anstalt der ARD restlos überflüssig ist, dann ist es der MDR. Dieser kommt nicht mal ansatzweise seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag nach und niemanden interessierts.
Wenn man mal Youtube bemüht, findet man interessante ARD-Brennpunkte unter anderem von vor über 20 Jahren in Hoyerswerda, wo man bekanntlich einst ein ähnliches Problem hatte. Da war man vor Ort und sendete eine knappe Stunde live mit den Leuten vor Ort. Heute sendet die ARD 90-minütige Brennpunkte zur Flüchtlingsproblematik undman fragt sich hinterher, was das eigentlich sollte, weil der Erkenntnisgewinn nahe Null lag.
Kurzum: Das was da gerade in Sachsen passiert, hat viele verschiedene Ursachen und gärt auch schon seit längerem vor sich hin. Die Flüchtlingsproblematik war nur noch der Auslöser der "Explosion", weiter nichts. Deine undifferenzierten Pauschalisierungen und Verurteilungen bleiben deshalb Bullshit, dummes Zeug und helfen niemanden weiter.

Noch ein kurzer Satz zu dem Video: Mich würde ja mal brennend interessieren was zwischen dem Take Eingangsbereich der Unterkunft und durchgeknallter Asylbewerber mit Eisenstange dort alles passiert ist...
Das soll ausdrücklich keine Wertung sein! Aber die aneinander geschnittenen Bilder merkwürdig finden, werde ich wohl dürfen, oder?
 
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Nomos

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Hm, jetzt ist mir die Zitierfunktion entglitten. Aber, Parole, es ist sehr gut und absolut richtig, das Du den (geschnittenen) Bildern nicht traust. Ich kann Dir aber sagen, was da so fehlt. Das Team ist auf die Pirsch gegangen. Eswollte Bilder aus der Gebäude und ist irgendwann auf die Meute der Randalierer getroffen. Es wurde immer agressiver und das Team trat den Rückzug an. Die Meute war aber gerade in Fahrt - und so wurde das Team ebenso traktiert, wie die Polzisten traktiert worden sind. Man kann dem Team keinen Vorwurf machen, es hat auch nicht provoziert. Die Stimmung war nur extrem aufgeheizt. Der ursächlich betroffene Afghane ist nur knapp und durch Zufall einer Lynchaktion entkommen. Das hat sogar der linke MP Bodod Ramelow bestätigt. Woher ich das alles weiß? Ich habe mit dem Assistenten des Teams gesprochen, auch den Reporter kenne ich persönlich (Thüringen ist ein Dorf;))
Es war einfach lebensgefährlich dort, für JEDEN! Ob Flüchtling, Polizei, Wachdienst, Medien, die Meute war hinter allen her. Erst Einstzkräfte mit Kampfmontur haben es geregelt. Die müssen sich sonst nur mit Hooligans prügeln.
 
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Inselkobi

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@Zwerg#8: Duisburg soll als Argument herhalten? Nunja, insbesondere Marxloh ist schon seit langem (Jahrzehnte) dafür bekannt ein sehr "besonderes" Klientel zu besitzen. Das war zu Zeiten der Zechen und Häfen im Ruhrgebiet und Rheinland auch noch ganz "in Ordnung", da dort noch soziales Miteinander geherrscht hat. Vermutlich hatte das mit der relativ niedrigen Arbeitslosigkeit zu tun. Heute sieht das ganz anders aus! Nebst Schalke und Dortmund, wo es (noch) nicht ganz so zugeht wie in DU-Marxloh, ist die Arbeitslosigkeit immens in die Höhe geschnellt. Dort gab es vor zig Jahren aber auch entweder Zechen oder man lag im Einzugsgebiet von Häfen (u.a. Düsseldorf). Als beide geschlossen wurden und die Arbeiter entlassen und schließlich auch noch die subventionierten Auffangprogramme ausliefen, war genau das passiert was lange zuvor vorausgesagt wurde: Die seitdem Arbeitlosen wurden unzufrieden (weil schon Jahre zuvor und seitdem ständig weiter) belogen, keine aktuellen Jobaussichten mehr (weil zu alt und oft nur in eine bestimmte, ausgestorbene Job-Richtung qualifiziert) und somit um sämtliche Zukunftsaussichten betrogen. Dass viele von ihnen dann noch dazu in den alten Arbeitersiedlungen wohnen blieben, die zum Teil seit den 90er, spätestens Anfang der 2000er Jahren nicht mehr saniert wurden, steigerte die Unzufriedenheit obendrein noch.

So kommt eins zum anderen: Ghettobildung, hohe Arbeitslosigkeit, Unzufriedenheit aufgrund schlechter Zukunftsperspektive, Unzufriedenheit aufgrund Wohnsituation.

Das alles hat mit den aktuell ankommenden Flüchtlingen rein gar nichts zu tun. Der Pott "kocht" schon seit Jahren. Und ja, auch an allen Ecken und Enden. Nur ist jetzt der Richtige Zeitpunkt für Medien und auch die ganzen *idas, ihn als Beispiel herauszukramen und gegen die Zuwanderung zu nutzen. Das halte ich allerdings für mehr als verwerflich.
 
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Wundert sich eigentlich hier niemand, dass die Zahl der Asylsuchenden dieses Jahr rapide angestigen ist? Sollte man dann nicht auch annehmen, dass der Flüchtlingsstrom noch stärker wird? Und warum?

Die Menschen in Syrien und den anderen Flüchtlingsgebieten werden mit völlig falschen Hoffnungen nach Deutschland gelockt. Sie wollen alle nach Almanya, nicht nur nach Europa. Seht euch die Umfragewerte der CSU an, die sich zurzeit relativ weit rechts befindet: deren Sympathien steigen. Das liegt mitunter dan der sehr laxen Einwanderungspolitik der deutschen Regierung und auch an den vielen wunderbaren Mitmenschen, die alle "herbei! herbei!" rufen. Es wundert mich, dass es seit der Wende nur wenig Unterstützung für Obdachlose, Langzeitarbeitslose, Hartz4-Empfänger, alleinerziehende Mütter usw. gab. Eher wurden diese mit Verachtung oder Spott bedacht, wenn auch nur hinter vorgehaltener Hand. Aber jetzt gibt es eine Welle der Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge, die einen nahezu erschlägt. Mir kommt das allerdings wie ein scheinheiliger Trend vor: minimal helfen, aber maximale Mitteilung an sein Umfeld. Wollen die Deutschen damit eine Last abwerfen und wenn ja, welche?

Zudem wird es einen weiteren Trend geben:

Wohnungen an Flüchtlinge vermieten. Das ist grundsätzlich ein guter Gedanke, wenn da nicht diese besch... Profitgier dahintersteckt. Denn scheinbar zahlt der Staat sehr gut dafür.

Ein Beispiel, das mir bestätigt wurde:

ein Hausbesitzer hat 2 gut erhaltene Wohnungen an 8 Asylsuchende vermietet (2 Familien mit Kindern), bzw. an den Staat. "Entschädigung": 32,50€ pro Person, pro Tag. Dass das in 30 Tagen über 7500€ im Monat(!) macht, sollte jedem Hausbesitzer den Mund wässrig machen, wenn unter normalen Mietbedingungen nur 1200€ Kaltmiete im Monat raus springen. Da wäre es mir auch egal, wenn die Bewohner nur zwischen 5 und 15 Monaten bleiben (so lange, wie das Asylverfahren läuft). Ich würde da sogar in Kauf nehmen, nach jedem Wechsel die Bude komplett renovieren zu müssen. Jetzt bräuchte man nur noch ein leeres Mehrfamilienhaus in Stadtnähe... Das ist auch ein Grund, warum immer mehr billige Hotels und Jugendherbergen ihre Zimmer an Asylsuchende vermieten. Erstens vermeidet man Leerstand und zweitens rollt dann zuverlässig der Rubel.

Wenn das die Runde macht, werden viele "normale" Mieter Probleme bekommen, eine Wohnung zu finden. Auch hier versagt die Politik, denn bezahlbarer Wohnraum wird eh schon immer knapper. Mal sehen, wie lange die Gesellschaft dann noch still hält. Die Ruhe ist spätestens vorbei, wenn es ans eigene Geld geht, sprich Steuererhöhungen, weil der Staat die Kosten für Asylsuchende nicht mehr alleine stemmen kann/will.

Viele sagen das so noch nicht laut, aber die künftigen Wahlen werden es zeigen: hauptsächlich CDU und SPD werden Federn lassen, weil viele Wähler nach rechts rücken. Auch weil es in der heutigen Zeit nicht mehr "hoffähig" ist, seine Zweifel zu äußern. Man steht schnell in der rechten Ecke. Wenn man den Leuten so den Mund verbietet, drücken diese sich über entsprechende Parteien aus.

Wer will hier eine Prognose für das Jahr 2020 wagen, was die Stimmung in der Gesellschaft betrifft? Ich wünsche mir, dass Deutschland das aushält und die Regierung sein Volk hört und aufklärt!
 
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Zwerg#8

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Grundsätzlich möchte ich anmerken, daß ich das Wort "Proll(s)" nur in einem Zitat verwendet habe. Ich habe auch nie die Ossis perse als "dumm" hingestellt.

Ich habe geschrieben:
Die "Fachkräfte" haben nach der Wende ihr Heil "im Westen" gesucht und möglicherweise auch gefunden. Geblieben sind nur die Rentner oder die, die diesen Schritt nicht gewagt haben - möglicherweise, weil sie "im Westen" keinerlei berufliche Chance gesehen haben. Ich könnte den Sachverhalt noch härter ausdrücken, mittlerweile wächst aber schon die zweite "No-Future-Generation" im Osten ran. Und genau das ist das Problem!

Etwas weiter unten in meinem Posting ging es dann noch um die
kleinbürgerliche und wohlgeordnete Welt (mit Haus, Garten und Gartenzwerg), die sie sich evt. nach der Wende geschaffen haben
. Am Ende steht dann noch
Im Osten ist das bei der "neuen Mittelschicht" ganz schlimm geworden! Man will sich seinen erreichten Status halt nicht streitig machen lassen!

Ich fang mal hinten an, denn ohne es bis gestern zu wissen, hat Anja Reschke (Panorama/ZAPP) in der Sendung "Menschen bei Maischberger" vom 18. August 2015 über die Reaktionen auf ihren Kommentar in den Tagesthemen vom 5. August berichtet. O-Ton unten. Kurzum - die "Kleinbürger" sind wohl die Schlimmsten!

Und weil ich es aus erster Hand weiß, was in Leipzig-Wahren vor einigen Jahren wegen geplanten 70(!) Flüchtlingen bei den dortigen Kleinbürgern abging, nehmen wir diesen Bericht vom MDR vom Juni 2012 auch gleich noch mit:
Aktuell ist das wohl der letzte Stand der Dinge: http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/asylbewerberheim-leipzig-wahren100_zc-20d3192e_zs-423b0bc6.html Natürlich muß man in diesem Artikel über diese Sätze stolpern:
Die Bürgerinitiative selbst will sich gegenüber MDR INFO nicht äußern. In der Sache sei alles gesagt, erklärt eine Vertreterin am Telefon. Es gebe zwar noch Probleme im Viertel, die Medien würden die Anliegen der Initiative aber ohnehin falsch wiedergeben.
Lügenpresse? Keine Ahnung, was da momentan wieder los ist...

Nun zu der Sache mit der "Bildung", obwohl ich das so krass nie ausgedrückt habe. Niemand wird bestreiten, daß es "strukturschwache" Gebiete in Deutschland gibt - hauptsächlich im Osten. Und natürlich besteht auch ein Zusammenhang zwischen Bildung, Arbeitslosigkeit, Hartz-IV und dem Wahlverhalten (als Gradmesser für Fremdenfeindlichkeit). Bevor ich mir hier noch weiter den Mund fusslig rede, lassen wir doch einfach die Daten sprechen. Es bietet sich wirklich an, sich dazu die Daten im "Wahlatlas" zur Bundestagswahl 2013 anzuschauen.

http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/wahlatlas/start_wahlatlas.html

Obwohl die offiziellen Wahlergebnisse der einzelnen Wahlkreise in Tabellenform angezeigt werden, wenn man sie auf der Karte anklickt, sie werden für die rechten Parteien aber nicht grafisch dargestellt. Man kann sie einfach nicht als Filter auswählen. Ob das demokratisch ist?

Für die Bundestagswahl 2009 gibt es eine solche interaktive Grafik, die passend in Brauntönen gehalten ist: http://blog.zeit.de/open-data/2012/11/16/rechtsextreme-parteien-bundestagswahl-zweitstimmen/ (Ihr könnt dort mit der Maus drüberfahren, um die Wahlergebnisse zu sehen.)

Wie auch immer, im "Wahlatlas" findet ihr halt viele Kennzahlen (z.B. Schulabgänger ohne Abschluß") grafisch aufbereitet. Sehr interessant und besser als irgendwelche Tabellen!
 

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Mannis Fan

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Es wundert mich, dass es seit der Wende nur wenig Unterstützung für Obdachlose, Langzeitarbeitslose, Hartz4-Empfänger, alleinerziehende Mütter usw. gab.

Was erzählst Du da für einen Müll? Beschäftige Dich mal seriös mit den Angeboten, Hilfeleistungen, Projekten und den Budgets in Bund, Ländern, Landkreisen und Kommunen, dann weißt Du, was alles in die von Dir zitierten Gruppen investiert wurde.
Ehrlich, langsam bin ich es leid, gegen solche Bastionen des bornierten Unwissens anschreiben zu müssen.
 
@Mannis Fan: Das ist nun aber wirklich kleinkariert! :rolleyes:

Sobald etwas nicht ins eigene Weltbild passt, wird sofort nach Schwächen in der Argumentation des anderen gesucht und wenn diese sich nicht finden lassen, sucht man sich halt Nebenaspekte heraus, oder man rekurriert auf grammatikalische Schwächen, weil man inhaltlich außer moralisierenden Appellen nicht viel entgegenzusetzen hat.

Die Stimmung in der Bevölkerung liegt gegenwärtig bei etwa 50 zu 50: Die Hälfte der Bundesbürger ist nach wie vor der Meinung, dass wir in der Lage seien, die Flüchtlingskrise erfolgreich zu meistern, die andere dagegen, zu der auch ich mir zähle, hat Skepsis und befürchtet grundlegende gesellschaftliche Veränderungen.
Was ich aber feststelle, ist, dass die Zahl der Skeptiker zunehmend wächst.
Du brauchst doch nur einmal die Kommentare in diversen Zeitungen zu lesen und entsprechende Zustimmungswerte unter den Beiträgen zu betrachten: Dort scheint der Umschwung bereits erfolgt zu sein.

Ich bin gespannt, wie die Entwicklung weitergeht: Wird die Bundesregierung die Notbremse ziehen und einen weiteren Zuzug eindämmen oder wird sie nach wie vor nichts tun und jeden, ganz gleich ob mit oder ohne Papiere, einfach einreisen lassen?
Die Situation in den Flüchtlingslagern ist ebenfalls ein besorgniserregendes Thema. Die sind bekanntlich, was die Aufnahmekapazitäten anbelangt, am Limit; die meisten Kommunen wissen ebenso wenig, wo sie noch Leute unterbringen sollen.
Wie wird das Volk reagieren, wenn sich Probleme wie in Suhl, Kassel-Calden oder Dresden häufen?

Gegenwärtig wird uns wieder einmal Sand in die Augen gestreut, indem man Länder zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt, aus denen eh kaum noch Flüchtlinge eintreffen. Die meisten stammen gar nicht mehr aus dem Westbalkan. So etwas wird in unseren Medien selbstverständlich nicht kritisch hinterfragt, da diese ohnehin mehrheitlich hinter den politisch Verantwortlichen stehen.

Das große Problem vieler Regierungen, nicht nur unserer jetzigen, liegt darin, dass sie Entwicklungen nicht richtig erkennen und damit zu falschen Einschätzungen kommen.
Die Bürger vor Ort sehen es häufig ganz anders. Ihre Perspektive ist weitaus realitätsnaher. Daher ist eine unmittelbare Beteiligung der Bürger an Entscheidungsprozessen ein Gebot der Stunde. Nur: Die Regierenden wollen keine echte Demokratie und Mitbestimmung, denn das bedeutet eine Einschränkung ihrer Macht und ihres Einflusses.
Wer wissen will, was wirklich los ist, sollte einfach mal ein Flüchtlingslager besuchen und sich sowohl mit den dort Lebenden, als auch mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern unterhalten.
 
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Dr. Fu Man Chu

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Auf jeden Fall ist deutlich sichtbar wie Medien wieder zurückrudern und langsam wieder das Gehirn einschalten. Zwar nicht durchgängig, da ist der Mainstream dagegen, aber hier und da blitzt es auf.

Auch wenn es nicht ganz hier hinein passt. Vor ein paar Tagen wurde ein Journalist als "VW-Experterte" vorgestellt und interviewt, seit zig Jahren berichtet er über VW. Die nahe liegende Frage: wieso haben sie nie über die autoritären Führungsstrukturen von VW berichtet? wurde natürlich nicht gestellt. Herrlich da geht jemand zig Jahre lang in Pks, zu Events, kennt Gott und die Welt in einer Firma und macht zig Beiträge. Aber, gewusst hat er nix? Wie wäre es einfach mal mit weniger Expertentum, stattdessen mehr Recherche und kritischem Abstand zum Subjekt? Wir reden doch hier nicht über ein Lokalradio mit 6 unterbezahlten Mods.
 

Mannis Fan

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Die Stimmung in der Bevölkerung liegt gegenwärtig bei etwa 50 zu 50:

Es ist mir vollkommen wurst, wie die Stimmung liegt. Wenn ich mir danach meine Meinung bilde, beziehungsweise meine Haltung daraus ableite, dann bin ich ein Fähnchen im Wind. Sorry, behalte das Argument bitte für Dich.

oder man rekurriert auf grammatikalische Schwächen,

Bei jemandem, der sich für die Bewahrung und Reinhaltung des Deutschtums stark macht, sollte dies aber schon ein wesentlicher Aspekt sein dürfen.

Wird die Bundesregierung die Notbremse ziehen und einen weiteren Zuzug eindämmen oder wird sie nach wie vor nichts tun und jeden, ganz gleich ob mit oder ohne Papiere, einfach einreisen lassen?

Das ist auch wieder so ein Müll. Die Bundesregierung tut mitnichten "nichts", wie Du hier frech behauptest. Sie setzt zusammen mit den Landesregierungen alle Hebel in Bewegung, um Menschen, die sich in Not und auf der Flucht befinden, eine menschenwürdige Unterbringung und eine Zukunftsperspektive zu bieten. Und ja: Es sind auch Wirtschaftsflüchtlinge dabei, ja, es sind auch zweifelhafte Gestalten dabei. Das rechtfertigt aber doch nicht dieses Pauschalverurteilen und dieses gnadenlose "ich will die nicht, denn die könnten mir ja meine komfortable Existenz irgendwie erschweren". Wie bist du erzogen? Was hast du für Werte? Was ist für dich Menschenwürde? Kannst du mit dem Begriff "christliche Nächstenliebe" etwas anfangen?
Auf dem Primatenstatus: Ich! Fressen! Revier! Weibchen! brauche ich keine Mitmenschen - da kann ich auch zu den Affen gehen.

Wer wissen will, was wirklich los ist, sollte einfach mal ein Flüchtlingslager besuchen und sich sowohl mit den dort Lebenden, als auch mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern unterhalten.

Genau! Mach das mal!

So, jetzt geht's mir besser.
 

Nomos

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Stimmt langsam, aber wirklich nur langsam kommen die Medien wieder zur (journalistischen) Besinnung. Aber bisher - und derzeit oft immer noch - biegt man sich die Realität zurecht, bis es schmerzt und zuweilen hatte man schon die Grenze zu wissentlichen Faschinformation überschritten. Aber gerade das macht die Leute oft so wütend, dass man ihne Informationen vorenthält oder nur stark gefiltert weitergibt. Was hat es gedauert, bis man zugab, dass es religiös motivierte Gewalt durch Flüchtlinge gibt - und nicht nur rechte Ausschreitungen. Und leider "glänzen" Medien wie Spiegel online oder die FAZ mit der totalen Abschaltung von Kommentarfunktionen zu allen Artikeln mit Flüchtlingsbezug. Ein schönes Bsp. habe ich vom MDR bei der Berichterstattung über eine AfD-Demo zur Asylpolitik. 600 Leute hat der MDR-Redakteur dazu in Erfurt gesichtet, und mehrere hundert Gegendemonstranten. Es waren aber zwischen 2.000 bis 2.500 Afd-Mitläufer und höchstens 80 Gegendemonstranten, ich habe mir die Sache nämlich persönlich angeschaut.So lautete später auch die Polizeiinfo. Dann hieß es, es habe keine Zwischenfälle gegeben. Die Gegendemosntranten haben die Afd-Demo allerdings massiv angegriffen, mit Flaschen, Steinen und Eiern und wurden mit viel Polizeieinsatz abgedrängt. Der MDR hat mit Absicht an den Fakten gedreht. Wenn man so die AfD kleinhalten will, na gute Nacht.
 

cultchr

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Mir tun die Helfer leid, die Flüchtlinge unterstützen und an Orten wie Kassel-Calden von Pseudo-Flüchtlingen gejagt und geschlagen werden. Wie kann es zu Auseinandersetzungen zwischen diesen Menschen kommen in Bezug auf Nationalität oder Religion, wenn man doch grad ein Kriegsgebiet verlassen hat und nun in Sicherheit ist. Aber das war erst der Anfang, wir werden uns noch alle schwer wundern...
 
Es ist mir vollkommen wurst, wie die Stimmung liegt. Wenn ich mir danach meine Meinung bilde, beziehungsweise meine Haltung daraus ableite, dann bin ich ein Fähnchen im Wind.
Die Politik darf diese Stimmungen aber auch nicht einfach ignorieren, weil dann die Folgen katastrophal sein könnten.
Wir haben doch Rostock-Lichtenhagen und Solingen erlebt. Das darf sich nicht wiederholen!
Ich bin halt ein großes Stück weit Pragmatiker. Das heißt aber nicht, dass ich keinerlei Prinzipien habe.

Bei jemandem, der sich für die Bewahrung und Reinhaltung des Deutschtums stark macht, sollte dies aber schon ein wesentlicher Aspekt sein dürfen.
Was unterstellst Du mir da?
Ich bin für Einwanderung! - Wenn Menschen nach Deutschland einwandern, die eine Ausbildung als Arzt, Kranken- oder Altenpfleger, als Ingenieur oder Techniker haben, ist das etwas Positives. Jene Personen sind herzlich willkommen.
Ebenso bin ich für eine gezielte Aufnahme von Flüchtlingen: Minderjährige, Personen, die infolge des Krieges verwundet wurden oder eine dauerhafte Behinderung davongetragen haben, Frauen mit Kindern, verfolgte religiöse Minderheiten wie Christen oder Jesiden sollten selbstverständlich aufgenommen werden. Genau das gebieten sowohl die christliche Nächstenliebe, als auch die Humanität.
Ich habe ja geschrieben, wie dies auf intelligentere Weise als jetzt geschehen könnte: http://www.radioforen.de/index.php?...-fuer-menschlichkeit.39912/page-9#post-720182
Was wir dagegen m.E. nicht brauchen, ist ein völlig unkontrollierter Zuzug von Flüchtlingen, der unsere Möglichkeiten und Kapazitäten sprengt.

Die Bundesregierung tut mitnichten "nichts", wie Du hier frech behauptest. Sie setzt zusammen mit den Landesregierungen alle Hebel in Bewegung, um Menschen, die sich in Not und auf der Flucht befinden, eine menschenwürdige Unterbringung und eine Zukunftsperspektive zu bieten.
Das meinte ich nicht; ich bezog mich eher auf die bekannte Aussage der Kanzlerin "Wir schaffen das!".
So wie diese von nicht wenigen Flüchtlingen als Einladung (miss)interpretiert wurde, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen, so erwarte ich nun von ihr ein klares Wort darüber, dass unsere Kapazitäten derzeit ausgelastet sind, damit Flüchtlinge künftig in anderen Ländern wie bspw. Polen, Tschechien, der Slowakei, den Baltischen Staaten, Norwegen oder Finnland um Asyl bitten.

Und ja: Es sind auch Wirtschaftsflüchtlinge dabei, ja, es sind auch zweifelhafte Gestalten dabei. Das rechtfertigt aber doch nicht dieses Pauschalverurteilen und dieses gnadenlose "ich will die nicht, denn die könnten mir ja meine komfortable Existenz irgendwie erschweren".
Da hast Du aber ein sehr unzutreffendes Bild von mir!
Ich mache mir um meine eigene Existenz überhaupt keine Sorgen, wohl jedoch über die Zukunft jenes Landes, in dem ich aufgewachsen bin, das gegenwärtig einen Zustrom von Muslimen nie gekannten Ausmaßes erlebt.

Wie bist du erzogen? Was hast du für Werte? Was ist für dich Menschenwürde? Kannst du mit dem Begriff "christliche Nächstenliebe" etwas anfangen?
Selbstverständlich, sonst hätte ich keine Theologie studiert.
Ich sage aber auch: Herz und Verstand gehören zusammen!
Schau Dir doch die demografische Entwicklung an: Wenn diese sich nicht ändert, werden in Deutschland in 50, spätestens in 100 Jahren einmal mehr Muslime als Christen leben.
Genau das möchte ich nicht.

Wir haben die Pflicht, Menschen in Not zu helfen, aber das bedeutet nicht, dass wir wahrlos jeden im eigenen Land aufnehmen, der unsere Überzeugungen und Wertvorstellungen nicht teilt.

Auf dem Primatenstatus: Ich! Fressen! Revier! Weibchen! brauche ich keine Mitmenschen - da kann ich auch zu den Affen gehen.
Jetzt wirst Du aber endgültig polemisch.

Genau! Mach das mal!
Habe ich bereits und ich war erschrocken, unter welch menschenunwürdigen Zuständen die Flüchtlinge in Containern hausen mussten. Besonders leid taten mir die zahlreichen Kinder.
Ich bin davon überzeugt, dass sich so keiner das Leben in Deutschland vorgestellt hat.

Übrigens: Ich habe bereits Asylbewerber in der deutschen Sprache unterrichtet, ich habe ehrenamtlich Nachhilfe für Jugendliche erteilt, die aus Familien mit Migrationshintergrund stammten und mich in anderer Weise für Menschen in Not, insbesondere Behinderte, eingesetzt.
All die Erfahrungen, die ich dabei sammeln konnte, waren rundweg positiv!

Dennoch bin ich der Überzeugung, dass die Art und Weise, wie sich Deutschland und Schweden in der Flüchtlingskrise verhalten, höchst unklug ist: Von denjenigen, die wirklich in Not sind, kommt nur ein kleiner Teil ins Land. Statt unsere Grenzen einfach zu öffnen und jeden hinein zu lassen, sollte man diejenigen, die jetzt in den Flüchtlingslagern nahe der syrischen Grenze ausharren und sich eine Reise nach Europa überhaupt nicht leisten können, gezielt aufsuchen und ausfliegen.
Wer durch den Krieg eine Querschnittlähmung davongetragen oder seine Gliedmaßen teilweise verloren hat, hat es allemal mehr verdient, hier Asyl zu erhalten, als jemand, der in der Lage war, tausende von Euro für einen Schlepper zu bezahlen.

Das Problem ist, dass wir in erster Linie solche Menschen bei uns aufnehmen, bei denen sich schon vorab absehen lässt, dass es künftig zu Schwierigkeiten kommen wird. Erste Anzeichen werden bereits jetzt sichtbar: Klans mit selbstgebastelten Waffen - Polizei warnt vor "knallharten kriminellen Strukturen" in deutschen Flüchtlingscamps
 
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Ach so, jetzt verstehe ich: Da lag ein Missverständnis vor.
Ich dachte schon: Was unterstellt er mir da? :eek:
So etwas kann schon mal passieren.

Es wird Dir vielleicht nicht gefallen, wenn ich das schreibe, aber eine "Deutschtümelei" kann ich in dem obigen Beitrag von HeavyRotation25 nicht erkennen; vielmehr beschreibt er nüchtern und sachlich die Dinge so, wie sie sind.
Ich habe bei Dir ein wenig den Eindruck, dass Du Manches sehr stark durch die ideologische Brille betrachtest.
Wenn ich Dein Alter sehe - das ist jetzt nicht abwertend gemeint - bist Du vermutlich jemand, der bei den 68er-Protesten mit dabei war oder zumindest mit der Protestbewegung sympathisiert hatte, stimmt's? ;)
 
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Zwerg#8

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Ich machs mal kurz in wenigen Sätzen, Zwerg, weil ich ehrlich gesagt auf die Diskussion in der Form keine Lust habe. Sinnfreie Pauschalisierungen helfen niemanden weiter und tragen auch nicht zur Lösung des Problems bei.

Ich lege heute mal etwas nach bzw. kippe auch noch Benzin ins Feuer...

Zitat von SPON:

Aber es ist einfach zu unangenehm, sich die Zusammenhänge genau anzuschauen. Ein Jahr Pegida bedeutet eben auch: Die Integration von Teilen der ostdeutschen Bevölkerung hat nicht funktioniert - auch 25 Jahre Einheit haben nicht gereicht, um Menschen, die in einem totalitären System aufgewachsen sind, die Grundlagen von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten beizubringen.

Es verbindet sie nichts mit diesem System, das wird immer deutlicher. Man hat ihnen einfach nicht erklärt, was das alles soll, die Demokratie, und wenn man die Bilder sieht aus Nauen oder Meißen, dann sieht man, was das für ein Fehler war.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/a-1058360.htm

Ich lasse dieses Zitat einfach so stehen und warte HIER im Forum auf Meinungen, die etwas länger und zielführender sind, als nur ein einziger hingerotzter kurzer Satz!
 
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Heinzgen

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Oder aber SPON sieht das völlig falsch, und die Leute, die zu Pegida gehen, verstehen die Demokratie viel besser als die saturierten Herren Redakteure aus Hamburg, was sich schon daran zeigt, daß sie viel weniger als die Wessis dazu neigen, irgendwelchem schönfärberischen Politsprech à la „Wir schaffen das“ auf den Leim zu gehen, und auch daran, daß sie zur Wahrung dessen, was sie als ihre Interessen definieren, auch auf die Straße gehen, während viele Wessis lediglich zu Hause auf der Couch protestierten.

Im übrigen trieft das SPON-Zitat von genau der Überheblichkeit und Arroganz, die die Ostler den „Besserwessis“ in der Nachwendezeit immer, und oft genug zu Recht, vorgeworfen haben, und es zeigt, wie sehr der Schreiberling sich für ein dem dummen Volk überlegenes Wesen hält. Widerlich...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es erschreckend, wie gespalten Deutschland inzwischen ist. Bei der Diskussionsrunde von Günther Jauch konnte man das sehr gut erkennen. Klaus Bouillon war der einzige Teilnehmer, der noch eine ausgewogene Position vertrat. Leider werden solche Stimmen immer seltener.
 
Zuletzt bearbeitet:

Radiokult

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Ich finde es erschreckend, wie gespalten Deutschland inzwischen ist.
Ich fürchte das war es leider immer. Es kommt nur jetzt erst richtig zum Vorschein.

@Heinzgen
Auf der einen Seite hast du durchaus Recht. Manchmal hat es tatsächlich den Anschein von "Besserwessi"-Mentalität. Andersrum hat aber gerade Pegida keine wirklich sinnvollen Argumente. Alleine dieses skurille Pathos-Gehabe von dem AfD-Fuzzi gestern bei Jauch. Maas vorwerfen er bediene sich der Honecker-Sprech gegen Ende der DDR und sich dann selbst aufführen wie jemand der paar Jahrzehnte vorher locker eine Propaganda-Abteilung hätte leiten können...
Mir scheint beides weder hilfreich noch irgendwie zielführend.


Und @zwerg
Das die Integration bestimmter Teile Ostdeutschlands nicht funktioniert hat, ist keine neue Erkenntnis. Wer mit offenen Augen (auch als Tourist) ab und an mal Dresden und nähere Umgebung besucht, hätte das auch so merken können.
 
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