Heinz Günter Heygen – Abschied nach über 40 Jahren


#1
Und wieder geht ein ganz großer! Er selber würde sich niemals als solcher bezeichnen, und das sagt schon einiges über seine Persönlichkeit aus. 1979 als Sprecher beim hr begonnen, war ihm auch die Unterhaltung nicht fremd, was dorten aber nie so ganz goutiert wurde. Alsbald nur noch Moderator, zunächst bei hr3, später bei hr4 – wobei, damals war das nicht so, durchaus auch die anderen Programme (hr1: Späte Fete …) von seiner einzigartigen Moderation profitieren durften.

Höchst gescheit, immer präzise auf den Punkt gebracht, gerne mal das Frankfurter Schlappmaul raushängend, bei Bedarf gnadenlos selbstkritisch und über all dem ein immenses Quantum Humor, so habe ich ihn immer, als Hörer und als Kollege, erlebt.

Am kommenden Samstag, dem 29. Juni um 13 Uhr wird Heinz Günter Heygen auf hr4 seine letzte Sendung moderieren.

HeiGü, Du hattest zu mir nach Deiner letzten Sendung in Frankfurt gesagt: „Mit Dir hat’s immer am meisten Spaß gemacht.“ Darauf war ich gewaltig stolz, vielen Dank! Und so gebe ich jetzt das Kompliment zurück:

Heinz Günter, mit Dir hat es immer am meisten Spaß gemacht!
 
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#2
Auf den Punkt, Tondose! So war er und so ist er. Fairer, liebenswerter Kollege, Moderatorengröße, prima Sprecher. Buchautor, Fernsehmacher. Ich hab' mir immer gewünscht, dass er mal die Nachfolge von Heinz Schenk übernimmt. Heinz Günter hätte den "Blauen Bock" gerockt und in eine moderne Zukunft geführt. HeiGü, zu Deinem 30. (!) Geburtstag durfte ich bei der Feier in Dein Gästebuch schreiben. Darin fiel mir ein Bild auf: Du als kleines, vielleicht dreijähriges Kerlchen, irgendwie mit den Füßen nach oben und ein Mikro vor dem Mund. Unter dem Foto stand sinngemäß "Frühe Erkenntnis: Um die Welt auf den Kopf zu stellen, braucht es nur ein Mikrofon!" Das hat mir sehr imponiert. Mach's gut, großes Vorbild, lieber Kollege! Hab' noch viele Jahre und Jahrzehnte Spaß am Welt-auf-den-Kopf-Stellen! Dein Onkel Otto
 
#4
Ganz schön raffiniert, da legen sie eine recht uninspirierte letzte Stunde mit der (ausschließlich englischen) Musik von HGH und so gut wie keiner Moderation hin und dann überrascht man alle mit einer Stunde "Tschüss Heygen", mit Heinz Günter als Gast bei seinem "Nachfolger" Jens Schulenburg und da liefert man jetzt den Abschied den ich erwartet hätte, u.a. mit Jörg Bombach im Studio und Thomas Koschwitz zugeschaltet.
 
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#5
Insgesamt ist die Sendung gelungen, wäre natürlich besser wenn Dieter Voss oder jemand anderes hier moderiert hätte und nicht der Herr S...... Hoffentlich nimmt der nicht seinen Platz samstags ein, schlimmer geht es bei HR4 echt nicht. Keiner ist lustloser als der.
 
#7
Ja, ich habe es mittlerweile auch gelesen. Oh mann, echt schlimmer geht es nicht mehr. Die sollten lieber mal den Chris Koch ganz zu HR4 holen, da kann ein Herr Schulenburg noch was lernen, denn Chris hat Elan, Herr Schulenburg ist einfach nur eine Schlaftablette und kommt völlig lustlos rüber.
 
#11
Leicht off-topic, aber...

"Mit Producer Christoph Niesar (rechts) ging's besprach Heinz Günter Heygen die letzten Minuten seiner Sendung. "

"Auch Jens Schulenburg, der zukünftige am Samstagnachmittag auf Sendung geht, brachte sie ein. "

"Viele ehemalige Weggefährten hatten Grußbotschaften aufgeschickt. "

"Natürlich verabschiedete auch hr4-Chef Martin Lauer den langjährigen und sehr beliegten Moderator in den verdienten Ruhestand. "

Hilfe, wer textet denn da bei hr4 für die Webseite? Sollte man das nicht besser ein Script erledigen lassen, könnte u.U. besser werden.
 
#14
Ist das Satire? Oh, hr4, wie haste Dir verändert... Welche orthographisch, grammatikalisch und stilistisch Herausgeforderten lassen die Macher denn da mittlerweile das öffentliche Erscheinungsbild dieser ehemals stolzen Welle prägen? Schreibt da Anke Engelkes Figur "Ulla"???
 
#15
Schade, daß dieser schöne Thread so entgleist ist! Ich dachte, hier ginge es um die Person HGH. Könnt Ihr Eure Diskussion über Müll und verwandte Themen nicht in den hr4-Thread verlagern?!
 
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#16
Die gestrige Verabschiedung von Heinz Günter Heygen in den Ruhestand hat sich meiner Meinung nach richtig gelohnt und war sehr hörenswert. Bis 16 Uhr lief die Sendung ganz normal ab, dann durfte Heinz Günter eine Stunde lang Musik seiner Wahl spielen und den Wetterbericht, die Verkehrsmeldungen und den Opener gestaltete er in dieser Stunde gemeinsam mit Jens Schulenburg, indem Jens beispielsweise eine Autobahn und eine Bundesstraße erraten musste, die in den Meldungen vorkamen. Später sprach Heinz Günter seine Abmoderation und dann bat Jens Heinz Günter unter dem Vorwand zurück ins hr4-Studio, dass Hermann Hillebrand, der ja normalerweise ab 17 Uhr mit der Tanzparty weitermachen sollte, im Zug feststecke, und überraschte Heinz Günter mit einer Spezialsendung unter dem Namen "Tschüss Heygen". In dieser Sendung waren viele Gäste zu hören, die entweder live im Studio waren, per Telefon zugeschaltet wurden oder im Vorfeld eine kleine Grußbotschaft für Heinz Günter eingesprochen hatten. So kamen Patrick Lindner, Marc Marshall, Uwe Busse, Jörg Bombach, Thomas Koschwitz, Dieter Voss oder auch Werner Lohr zu Wort. Vor allen Dingen wurde viel gesprochen und nur wenig Musik gespielt, was mir richtig gut gefallen hat. Nach einem Titel von Uwe Busse wurde bis zu den Verkehrsmeldungen um 17:30 Uhr sogar fast 13 Minuten am Stück geredet. Außerdem gab es kurze Ausschnitte von Heinz Günters Radiosendungen bei hr3 oder von den Fernsehsendungen, die er damals im hr-Fernsehen moderiert hatte, on Air zu hören. Nach dieser Sondersendung begann die Tanzparty mit Hermann dann eine Stunde später um 18 Uhr.

Aus meiner Sicht hat hr4 sich richtig ins Zeug gelegt und Heinz Günter einen stimmungsvollen Abschied bereitet. Das Einzige, was mir gefehlt hat, war eine kleine Sammlung von Versprechern, die Heinz Günter in den letzten 40 Jahren produziert hat.

Wie man aber sieht, ist so etwas nach wie vor möglich und das hätte ich mir auch zu tiefst bei Gerd Freymanns letzter Tanzparty gewünscht, denn außer am Ende seiner letzten Sendung hat er nicht mal erwähnt, dass man ihn zum allerletzten Mal hört. Abgesehen davon war die Sendung fast wie immer, es gab eigentlich keine Besonderheiten oder Überraschungen. Lediglich eine Runde seines berüchtigten "Musikquiz': Wer spricht hier?" gab es mehr. Dafür hatte man aber wenigstens gestern nahezu alles gegeben...
 
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#19
War es sein eigener Wunsch in den Ruhestand zu gehen oder hat man ihn dorthin versetzt? Werner Reinke (73) und auch Thomas Gottschalk (69) machen ja nach wie vor munteres Radio. Auch Carlo von Tiedemann denkt mit seinen 76 Jahren noch lange nicht an eine Pensionierung. Man kann sich das wohl aussuchen. Obwohl ich glaube Frank Laufenberg wollte damals noch nicht aufhören, musste altersbedingt jedoch das Feld räumen. Heuer ist ja mit Popstop Radio natürlich besser dran, sehr viel freier in seiner Arbeit.
 
#21
  • Werner Reinke (*1946), hr ✅
  • Klaus Walter (*1955), hr ❌
  • Volker Rebell (*1947), hr ❌
  • Heinz Günter Heygen (*1953), hr ❌
  • Thomas Gottschalk (*1950), BR ✅
  • Carlo von Tiedemann (*1943), NDR ✅
 
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