Hilfe für die Betroffenen der Flutkatastrophe


RadioBrB

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Es ist absolut erstaunlich das keiner ein Wort des Bedauerns geleistet hat. Man redet darüber ob der WDR oder Radio Wuppertal einen guten Job gemacht hat.

Es sind über EINHUNDERT Menschen gestorben. Viele weitere werden vermisst.
"Aktion Deutschland Hilft" ruft mit folgendem Konto zu Spenden auf:

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: ARD/ Hochwasser
www.aktion-deutschland-hilft.de

"Aktion Deutschland Hilft" ist ein Zusammenschluss von 23 deutschen Hilfsorganisationen, darunter action medeor, ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, AWO International, CARE Deutschland, Habitat for Humanity, HELP - Hilfe zur Selbsthilfe, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, World Vision Deutschland, Der Paritätische (darüber aktiv: arche Nova, Bundesverband Rettungshunde, Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners, Hammer Forum, Handicap International, Help Age Deutschland, Kinderverband Global-Care, LandsAid, SODI und Terra Tech)
 
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s.matze

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Ich finde es erschütternd. Soviele Tote. Die große Mehrheit davon wäre wohl vermeidbar gewesen, wenn alle Behörden rechtzeitig reagiert hätten. Die Wetterdienste plärren bei jedem kleinen Regenschauer ihre "entsprechenden Unwetterwarnungen" durch alle Medien, die nimmt im Zweifelsfall keiner mehr ernst. Der Sirenenwarntag im letzten Jahr hat einen schlimmen Vorgeschmack darauf gegeben, was uns im Katastrophenfall erwartet.

Man fragt sich auch, wo kommt das viele Wasser her?
Warum werden für Milliardenbeträge Wehre, Dämme und Staumauern gebaut, die im Ernstfall nicht helfen?
Wie konnte es soweit kommen, dass in einer reichen Industrienation, in der die Einsatzkräfte wie THW und Feuerwehr hervorragend ausgestattet sind (andere Staaten haben diese eigentlich hoheitlichen Aufgaben längst privatisiert - Stichwort: FALCK) eine dreistellige Anzahl an Menschen durch Flut und Überschwemmungen ihr Leben lassen mussten?

Ich begreife das einfach nicht und die Bilder sind für mich nicht nachvollziehbar. So etwas kennt man sonst nur aus Staaten der dritten Welt, aus Indien, Bangladesh oder dem südostasiatischen Pazifikraum.

In Deutschland sind das Rettungs- und Gesundheitswesen (relativ) gut aufgestellt, sind Behörden und Einsatzkräfte (relativ) gut verzahnt und funktionieren FFW und THW exzellent.

Ich finde es unfassbar tragisch und es muss, nach schneller und unkomplizierer Hilfe (ohne viel Bürokratie) lückenlos aufgeklärt werden, welche Stellen (vom Wetterdienst über die gebührenfinanzierten Medien, die zweifelsohne versagt haben bis hin zu den Behörden vor Ort) konkret versagt haben und man bei einem frühzeitige(re)n Reagieren mehr Menschenleben hätte retten können.

So etwas kann und darf in einer Elite-Nation wie unserem Staat, der Hilfsgüter und erste Klasse-Technikassistenz, hervorragend ausgebildete Helfer und Produkte von Marktführern wie Draeger in alle Welt transportiert, kein zweites Mal vorkommen.

Schlimm genug, dass das überhaupt passieren konnte. Ich kann es nicht begreifen.
 

Border Blaster

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Danke für Deinen Denkansatz. Aber ich meine, es gibt niemanden, den die Flutkatastrophe in NRW, RP und auch herum nicht betroffen macht. Ich verfolge so ziemlich jeden Brennpunkt im TV, dazwischen schalte ich zwischen WDR Fernsehen, n-tv und Phoenix hin und her. Mich berührt sehr wohl jedes einzelne Schicksal, sei es, wo Menschen ihr Leben verloren haben, Helfer im Einsatz selbst gestorben sind, Menschen, die nicht nur ihr ganzes Hab und Gut verloren haben, sondern damit meistens auch alle Erinnerungen, die sie gehabt haben. Manche haben gar nichts mehr, und wenn ich sage, gar nichts mehr, dann haben sie nicht einmal mehr ein Bild von ihren Eltern oder ihren Kindern. Einfach nichts. Ganz betroffen hat mich auch das Unglück gemacht, wo Hilfs- bzw. Pflegebedürftige in einem Wohnhaus von den Wassermassen überrascht wurden, und dabei mindestens 12 Menschen gestorben sind. Dass hier in den Radioforen.de halt eher unwichtiges zur Debatte steht, zum Beispiel, was der WDR in der Berichterstattung richtig oder falsch gemacht hat oder warum Radio Wuppertal alles richtig gemacht hat, sollte nicht den Umkehrschluss zulassen, dass einen die Flutkatastrophe nicht betroffen macht. Aber wie gesagt, vielen Dank nochmals, dass Du dies auch hier zum Thema gemacht hast.
 
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Mannis Fan

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Ein wichtiger Punkt ist angesprochen: Durch die alarmistischen Wettermeldungen der Vergangenheit, schon beim ersten Regen oder bei simplem Schneefall, bei drei Tagen Hitze oder bei einer beliebigen Gewitterfront, sind die Hörer der Radiostationen - und erst recht die Wettermans- und womens der Sender - dermaßen abgestumpft. dass sie ernsthafte Gefahren gar nicht mehr identifizieren können. Vor allem aber gehen ihnen dann die Superlative aus, denn die haben sie ja bereits zuvor für laue Lüftchen verbraten.
Es ist so wie in der Fabel vom Schäfer und dem Wolf: Dem Schäfer ist langweilig. Um etwas Abwechslung in seinen Alltag zu bringen, ruft er zu den Stadtbewohnern: Alarm, Alarm! Der Wolf kommet, er bricht in meine Herde ein. Die Städter kommen mit Knüppeln und mistgabeln, umd as Raubtier zu vertreiben, bis sie merken, dass es ein Fehlalarm war. Anderntags treibt der Schäfer das gleiche Spiel noch einmal. Jetzt sind die Städter schon sauer, aber sie eilen immer noch bewaffnet zu Hilfe.
Beim dritten Alarm am dritten tag kommt jedoch niemand mehr, um dem Schäfer zu helfen. Pech für den, denn diesmal brach wirklich ein Wolf in die Schafherde ein ...
 

iro

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Ich möchte nur mal zwei Zitate bzw. Geschichten aus dem Katastophengebiet wiedergeben, die verdeutlichen, was da eigentlich los ist. Mitten in Deutschland. Beide stammen von Freunden, die dort leben.

"Hier wurden Körper erst nach Tagen aus den Bäumen geholt, weil vorher keiner dran kam. In vielen Kellern liegen nach dem auspumpem Leichen. Morgens muss immer wieder jemand vom Seil geschnitten werden, weil er keinen anderen Ausweg mehr sah. Unbeschreiblich"

"Ich möchte der mir noch unbekannten Person, die das weggeschwommene Grabbild meiner Mutter WO AUCH IMMER gefunden und zurückgelegt hat, aus tiefstem Herzen danken.
Ich hatte ein Ersatzbild in der Tasche gehabt und hab geheult vor Freude.
Danke.
I love my hometown"
 
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