Hilfe zum Aufnehmen von Geräuschen gesucht - besonders kleine Dinge


lg74

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Nee, ich könnte keine ARD-Studiotechnik bedienen und schon gar nicht reparieren. Zumindest nicht "sofort, unverzüglich". Ich müsste mich einarbeiten.

Aber wenn der Gast in der Sendung selbst ARD-Techniker ist... köstlich finde ich es trotzdem, vor allem, weil davon draußen niemand was ahnt - solche Zuschaltungen lassen ja, wenn sie reibungslos ablaufen, nichtmal ahnen, dass der Gast nicht vor Ort im Studio ist. "Radio ist Kino im Kopf" heißt es, und dabei kann es auch passieren, dass das "Kino" viel unspektakulärer ist als die Realität.

Nee war nicht aufgeregt
Respekt! Ich wäre es gewesen. Derbst³.
 
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Wombel

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Fasziniert vom sehr intonationsreinen "Bim Bam" im Tonbeispiel, möchte ich ein "Gegenbeispiel" für Probleme mit der "temperierten" Stimmung bei mechanischen Schlagwerken, beziehungsweise Celesta-Instrumenten, wie sie jahrzehntelang beim Rundfunk zur Pausenzeichenerzeugung verwendet wurden, zu Gehör bringen. Es waren die "letzten Zuckungen" auf Mittelwelle des DLF. Silvester 2015. Diese "Übersteuerung" wurde von vielen Hörern bemerkt und ist nicht ausschließlich auf Nahschwundeffekte zurückzuführen. Es gab Hörer, die meinten in Kommentaren, welch häßliche elektronische Musik dort gespielt worden wäre, nicht wissend, dass es ein mechanisches Instrument war.
Mich würde intesessieren, ob diese Intonationsfragestellungen bei der Meisterwerkstatt auch schon einmal aufgetaucht sind.
 

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Philclock

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Wennde kein’ Bock mehr auf Gegengesperr und Grahamhemmung hast, bauste halt ein Quarzuhrwerk ein. Geht auch.

Niemals! :) Aber verstehe, vielen Dank für die Aufklärung!

@Wombel

Ja das tritt bei Großuhren auch auf.

Und zwar dann, wenn das Schlagwerk 30 Jahre keiner mehr angeschaut hat, auf den Schlaghämmern ist Leder drauf und dass muss man auch tauschen.

Letztes Jahre hatte ich im November eine Standuhr mit Westminsterschlag in Arbeit, hier war das Leder komplett hinüber. Die Gongstäbe fangen dann ganz hässlich an zu scheppern.

Ich denke mal als Pausenzeichen, wird so ein ähnliches Gerät, wie dieses hier im Einsatz gewesen sein:



Haben die das noch im Einsatz? Sonst schreibe ich da hin, dass ich Ihnen das gerne überhole.

Hier sieht man das Standuhrwerk beim Zerlegen, das Leder der Hämmer ist hart wie Beton gewesen.
Die Arbeit an einem Standuhrwerk aus den 1930er Jahren.jpg

Problematisch wird es, wenn doch etwas Anderes für dieses Pausenzeichen im Einsatz war:

Sowas zum Beispiel hier:


Dann müsste man die Magnetplatte erneuern und die Tonabnehmer überholen.

Du hast aber geschrieben, dass es sich um ein Instrument mit mechanischen Komponenten gehandelt haben muss.
 

Wombel

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Erstmal vielen Dank @Philclock für die fundierten Ausführungen. Ich zielte aber mehr darauf ab, wie man die Effekte der Einstimmung beherrschen kann. Mittlerweile ist die Musikwissenschaft ja so weit gediehen, dass sie Bachs wohltemperiertes Klavier als ultimative Stimmung auch teilweise über Bord wirft.
Es wurde einmal der Grundton- und Oberwellenbereich des obigen Celesta-Pausenzeichens des DLF herausgefiltert, um die Differenztöne, die beim gleichzeitigen Erklingen mehrerer Töne entstehen, zu verdeutlichen. Dabei fällt sofort auf, dass diese "Kombinationstöne" nicht mehr mit dem Tonvorrat der Originaltöne, der durch die "wohltemperierte" Stimmung vorgegeben ist, zusammenfallen.
Gerade um bei bestimmten Instrumenten in der Mehrstimmigkeit ein angenehmeres Klangbild zu erzielen, wird mit dem Modewort "Hermode" argumentiert.
Also für jede Komposition, für jedes Arrangement ein wenig Korrektur an der Tonhöhe. Sind diese Überlegungen schon bei der Konstruktion von Spieluhren und so weiter bereits früher in Betracht gezogen worden? Ich nehme an, ganz bestimmt.
 

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Funkminister

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Kleiner Seiteneinwurf in Form eines Danke für die per se schon interessanten Videolinks - die mich dann zu einigen sehr spannenden Vermittlungstechnik-Filmchen geführt haben 👍🏻
 
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