Hookteasing - Fluch oder Segen?


Alle großen Sender machen Marktforschung und Hörerbefragungen. Wenn Hookteasings nichts bringen würden, denn würden sie sie lassen. Wird euch nicht gefallen, ist aber so. Kaum jemand hört so Radio wie die meisten hier.
 

OnkelOtto

Benutzer
Alle großen Sender machen Marktforschung und Hörerbefragungen. Wenn Hookteasings nichts bringen würden, denn würden sie sie lassen.
Das heißt, alles das, was an primitivem Schrott auf die Antenne gegeben wird, ist marktforschungsmäßig abgeklopft und die Damen und Herren in den Sendern würden alles sofort unterlassen, was die Marktforschung nicht goutiert...? Where do you live, honey...
 
Nee stimmt, die meisten haben schon entnervt abgeschaltet und hören gar nicht mehr Radio.

#spotify

Ja genau. Sieht man ja an den MA-und-Radionutzungs-Zahlen. Ach ne, sie sind ja alle gefälscht. 😉

Das heißt, alles das, was an primitivem Schrott auf die Antenne gegeben wird, ist marktforschungsmäßig abgeklopft und die Damen und Herren in den Sendern würden alles sofort unterlassen, was die Marktforschung nicht goutiert...? Where do you live, honey...

Gegenfrage: Würden nahezu alle (!) großen AC-Stationen (ob nun privat oder ÖR) weiterhin Hookteasings machen, wenn sie wüssten, dass diese nicht funktionieren?
 
Alle großen Sender machen Marktforschung und Hörerbefragungen. Wenn Hookteasings nichts bringen würden, denn würden sie sie lassen
Wenn SWR 3 nicht endlich mehr auf Hookteasings setzt, wird diese Station mangels Hörer einbrechen...

Selbst der knallharte FORMATsender 104.6 RTL verzichtet seit einigen Jahren größtenteils auf Hookteasings. Hallo, Arno? Geht's noch? :cry:

Ja genau. Sieht man ja an den MA-und-Radionutzungs-Zahlen. Ach ne, sie sind ja alle gefälscht. 😉
Stimmt, vor allem die Jugend konsumiert ganz viel Radio. Vor allem wegen Hookteasings…..Die MA-Zahlen spiegeln genau das wieder.:wow:

Scherz beiseite. Selten gebe ich Yvonne Malack recht. Es gibt wenige Ausnahme. Ich zitiere:

....Wir haben also immer so 15 bis 20 aktuelle Hits, die (fast) überall laufen. Die meisten Sender haben natürlich Hookpromos im Programm, die je nach Format, auch bis zu drei dieser aktuellen Hits enthalten. Und jetzt also noch ein Hookteasing, das im schlimmsten Fall zweimal pro Stunde zwei bis drei aktuelle Hits enthält.

Wenn man dazu noch klar belegen kann, dass Hörer auch angespielte Songs (also Hooks) als „gehört“ empfinden (also als ob sie den ganzen Song gehört hätten), leuchtet ein, dass die aktuellen Hits immer schneller „verbrennen“. Wer also Hookteasing einsetzt, schadet allen Sendern im Markt, die aktuelle Hits spielen. Und er schadet seiner eigenen Hitrotation sowie seinem eigenen Backkatalog.

Hörer empfinden einen Hook so als wäre der ganze Song gelaufen
Denn: angespielte Hits werden tatsächlich so empfunden, als hätte man den ganzen Song gehört. Ich kann das anhand mehrerer Beispiele belegen. Weil wir das wissen, gehen wir bei einigen meiner Kunden sogar soweit, die am schnellsten rotierenden Songs in Hookpromos eher zu vermeiden (oder nur ausgewählt einzusetzen), weil wir wissen, dass diese Songs bei zusätzlichem Einsatz in Hookpromos noch schneller verbrennen.


Stellen Sie sich vor, Sie düsen durch – sagen wir meine neue Heimat – Mitteldeutschland. Sie fahren auf der A 9 von Brandenburg nach Sachsen-Anhalt und dann weiter nach Sachsen und haben bei BB Radio als letztes „Try me“ von Jason Derulo und J.Lo gehört – um 13 Uhr 45. Sie fahren in das Sendegebiet von MDR Jump. Dort hören Sie um 13 Uhr 55 ein Hookteasing mit dem Refrain von „Try me“. Um 14 Uhr 20 läuft „Try me“ bei JUMP, sie schalten um auf Energy Sachsen. Dort läuft „Try me“ im Hookpromo.

Nun nehmen wir ein ähnliches Beispiel, ohne einen Sender zu nennen.
Auf Sender X läuft „Try me“ als Beispiel für aktuelle Hits um 13 Uhr 20 im Hookpromo. Die Musikplanungssoftware erlaubt, dass dieser Titel ab 14 Uhr wieder regulär verplant wird. Um 13 Uhr 55 macht der Moderator ein Hookteasing auf „Try me“, um 14 Uhr 15 läuft „Try me“ auf Sender X.
Hier hat ein- und derselbe Hörer auf ein und demselben Sender ein und denselben Song für sein Empfinden dreimal innerhalb 50 Minuten gehört – auch wenn zweimal nur der Hook zu hören war. Für den Hörer ist „Try me“ dreimal gelaufen.


Hookteasing erschwert die Musikplanung und schadet aus vielen Gründen
Es ist schon schwer genug, Hookpromos sinnvoll zu verplanen, ohne ständig Künstler- oder Songkollisionen zu haben. Wie soll man da noch ein Hookteasing hinkriegen, ohne seine Hits zu verbrennen?


Es gibt also viele Gründe, die Finger vom Hookteasing zu lassen:
1. Die Songs bekommen noch schneller einen Burn – man macht also Hits unbrauchbar
2. Stark „verbrannte“ Songs sind auch für den Backkatalog unbrauchbar
3. Eine sinnvolle Planung von Hits/ Hookteasing/ Hookpromos ist nahezu unmöglich
4. Das Image für „zu viele Wiederholungen in der Musik“ steigt so stark an, dass es schädlich wird
 
Zuletzt bearbeitet:

s.matze

Benutzer
Ja genau. Sieht man ja an den MA-und-Radionutzungs-Zahlen. Ach ne, sie sind ja alle gefälscht. 😉

Die Radionutzung ist doch seit mehr als 15 Jahren konsequent im Sinkflug und das weißt du als Experte ganz genau, auch wenn du hier das Gegenteil behaupten willst um deine Argumente zu Recht fertigen! Da du dich ja selber auf Umfrage-Ergebnisse und Statistiken berufst hier ein paar Schlagzeilen. Die Artikel mit den dazugehörigen Quellen (u.a. Horizont, DWDL, ARD Werbung) findest du alle über die Googlesuche genauso wie noch viele mehr zu dem Thema. Ach ne, die sind ja alle gefälscht...

"leichten Rückgang bei der bundesweiten Radionutzung" (07/2019)

"Radio-Nutzung auf hohem Niveau leicht rückläufig" (02/2018)

"analog zum Vorjahr in der Altersgruppe
der 40- bis 49-Jährigen wieder ein beachtlicher
Rückgang um 461 000 Menschen
" (10/2017)

"Bei der Tagesreichweite ist ein leichter Rückgang in Höhe von 1,8 Prozent zu verzeichnen" (03/2015)

"kein „Einpendeln“, sondern ein deutlicher Rückgang" (08/2014)

"Radionutzung ist wieder rückläufig" (02/2013)

"In Nordrhein-Westfalen ist die Radionutzung leicht zurückgegangen" (07/2009)

"Radionutzung leicht rückläufig" (07/2006)

Die dazugehörigen Tabellen weisen teilweise Verluste im zweistelligen Prozentbereich aus. Da bleibt bis 2030 nicht mehr viel übrig. Kleiner Trost: Das Fernsehen stirbt (außer Tatort, Silbereisen, Helene Fischer und Tagesschau) noch schneller.
 

Mäuseturm

Benutzer
Ich habe mir diesen Faden jetzt durchgelesen und es tut mir schon fast körperlich weh, wenn ich diesen fürchterlichen Anglizismus-Begriff "Hucktiesing" immer wieder lesen muss. Gibt es keinen vernünftigen deutschen Begriff dafür? "Musik anspielen" hört sich doch viel besser an.
Davon abgesehen, ist dieses kurze Anspielen der folgenden Titel für mich sehr oft ein Abschaltgrund und kein Grund, weiter diesen Sender zu hören, was ja der eigentliche Zweck ist.
 

SmartJingle

Benutzer
Es kommt drauf an. Aus den mehrfach genannten Gründen ist es hauptsächlich überflüssig. Bei neuen Titeln kann es allerdings ganz praktisch sein, im Vorhinein den Namen zu nennen - dann weiß man gleich wie der neue Titel heißt. Also das ist meine Meinung. Btw.: heißt es wirklich „Hookteasing“? Wird das als Name wirklich so benutzt?
 

count down

Benutzer
Scherz beiseite. Selten gebe ich Yvonne Malack recht. Es gibt wenige Ausnahme.... [...] ...
Danke, @Berlinerradio, diesen Artikel hatte ich im Sinn und vergeblich gesucht. Deshalb schrieb ich: "Habe ich nicht kürzlich aus Beratermund gehört, man solle dieses Hook-Teasing lieber lassen, nachdem es jahrelang angeraten wurde?" - auch wenn diese Empfehlung verbohrten und gestrigen Dudelprogramm-Jüngern nicht gefallen sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:

Chepper91

Benutzer
Ich finde es schon gut so das einige Sender vor den Nachrichten die zur vollen Stunde kommen nochmal ein Song spielen. Bei NDR2 ist es zbsp genauso. Song, Werbung, Song, Nachrichten & Service.
 

Nordi207

Benutzer
Segen. So weis ich, dass ich nichts verpasse, wenn ich nun umschalte.

Hookteasing macht RTL und Pro7 auch.
Noch vor der Werbung gibts minutenlang zusehen, was es gleich zu sehen gibt. Ich schaue das nur noch mit Timeshift. Nicht wegen der Werbung, sondern wegen dem drumrum.

Höre gerade ein Tape von rpr von 1993. Trotz Techno-Musik total entspanntes Radio. Musik,Fade-out, Piiep, Verkehr, Piiep, Newsopener,Nachrichten ohne laute Musik,Wetter, opener und sofort wieder bummbumm✔️
 
Zuletzt bearbeitet:

Zwerg#8

Benutzer
Ich verstehe echt nicht, warum "Hookteasing" überhaupt gemacht wird.

Wenn mir (als Hörer) der geteaste Titel nicht gefällt, mich sowieso nervt - schalte ich weg, bin sauer. Das dürfte in 99% der Fälle so sein.

Wenn mir der geteaste Titel gefällt (meinetwegen eine "Perle") - versaut sich der Sender die Überraschung selbst.

Beides ist kontraproduktiv.
 

Südfunk 3

Benutzer
Großartig auch Hook- (oder sonstiges) Teasing bei ausgelöster Durchsagekennung. Wenn ich die nutze, habe ich schon meine Gründe, und auch „die beste Musik“ könnte mich nicht davon abbringen.
 

Radiocat

Benutzer
"Hookteasing" dient nur dazu, die Katze zu teasen.
Nach dem CarglassSaaaaitenbacherXXXLutz-Werbeblock und DanielaausHintertupfingenmeldetunseinenBlitzerinPusemuckelinderNervtötstraßehintermPuff der garantierte, sofort erfolgende Abschaltreiz. Ich bekomme da immer diese Peter-Lustig-Handbewegung. Aber meistens kann man ja heut nicht mehr drehen, sondern muss eine kleine zierliche Taste drücken. Oder Stecker ziehen. Oder Vorschlaghammer. Oder bei Obi...
 
Die Radionutzung ist doch seit mehr als 15 Jahren konsequent im Sinkflug und das weißt du als Experte ganz genau, auch wenn du hier das Gegenteil behaupten willst um deine Argumente zu Recht fertigen! Da du dich ja selber auf Umfrage-Ergebnisse und Statistiken berufst hier ein paar Schlagzeilen. Die Artikel mit den dazugehörigen Quellen (u.a. Horizont, DWDL, ARD Werbung) findest du alle über die Googlesuche genauso wie noch viele mehr zu dem Thema. Ach ne, die sind ja alle gefälscht...

"leichten Rückgang bei der bundesweiten Radionutzung" (07/2019)

"Radio-Nutzung auf hohem Niveau leicht rückläufig" (02/2018)

"analog zum Vorjahr in der Altersgruppe
der 40- bis 49-Jährigen wieder ein beachtlicher
Rückgang um 461 000 Menschen
" (10/2017)

"Bei der Tagesreichweite ist ein leichter Rückgang in Höhe von 1,8 Prozent zu verzeichnen" (03/2015)

"kein „Einpendeln“, sondern ein deutlicher Rückgang" (08/2014)

"Radionutzung ist wieder rückläufig" (02/2013)

"In Nordrhein-Westfalen ist die Radionutzung leicht zurückgegangen" (07/2009)

"Radionutzung leicht rückläufig" (07/2006)

Die dazugehörigen Tabellen weisen teilweise Verluste im zweistelligen Prozentbereich aus. Da bleibt bis 2030 nicht mehr viel übrig. Kleiner Trost: Das Fernsehen stirbt (außer Tatort, Silbereisen, Helene Fischer und Tagesschau) noch schneller.

„Die Radiohördauer in Deutschland ist in den vergangenen drei Jahren konstant geblieben und lag im Jahr 2019 bei 181 Minuten.“

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4554/umfrage/radiohoeren-taegliche-dauer-seit-1995/

Zwischendrin war sie mal höher, zwischendrin aber auch niedriger. Von einem Sinkflug kann also keine Rede sein. Und selbst in den von dir angeführten Beispielen ist von „leicht“ die Rede. Viele Grüße

Sie werden es dann lassen, wenn deren Berater einer anderen Sau hinterher durchs Dorf rennen.

Was für eine Quatschaussage. Sorry.
 
Zuletzt bearbeitet:

count down

Benutzer
„Die Radiohördauer in Deutschland ist in den vergangenen drei Jahren konstant geblieben und lag im Jahr 2019 bei 181 Minuten.“
Nehmen wir mal an, in Deutschland gäbe es nur noch einhundert Radiohörer, die aber alle durchschnittlich 181 Minuten Radio hören....
Welche Aussage hat also die, dass die Radiohördauer über Jahre konstant geblieben ist?
Merkste was?
 
Oben