hr4 - Noch mehr Gedudel oder Hessen-Welle?


Jetzt ist das Weihnachtsprogramm von hr4 da. Praktisch so wie letztes Jahr, nur an Heiligabend anscheinend 2 Stunden "Wünsch dir was".
Am 1. und 2. Weihnachtstag steht da von 13-15 Uhr "hr4 an Weihnachten" mit dem Untertitel "Wunschkonzert". Denke aber, dass das ein Fehler sein wird. Wäre ja sonst zu schön...

Und an Silvester findet wieder von 10-18 Uhr das Silvesterwunschkonzert statt. Habe nachgefragt.
 
Es werden andere Titel mal gespielt, die im Tagesprogramm von hr4 nicht gespielt werden.
Egal welcher Sender aus dem Format ausbricht, jedesmal gibt es solche euphorischen Postings. Und viele Likes dafür. Und jetzt frage ich: Warum machen die Sender das nicht immer? Warum hängen sie immer noch so an ihrem Format und an ihrer Rotation? Gibt es außer "Blödheit und Ignoranz" noch eine andere Erklärung dafür?
 
Warum machen die Sender das nicht immer? Warum hängen sie immer noch so an ihrem Format und an ihrer Rotation? Gibt es außer "Blödheit und Ignoranz" noch eine andere Erklärung dafür?
Ich erhöhe und behaupte: Nicht nur die Musikleute, nein, die gesamte Wellenleitung versteckt sich jeweils hinter den auf maximale Unauffälligkeit gestrickten Vorgaben externer Berater, denn dann ist sie’s nicht gewesen. Andersherum sagen jene, tun die Wellen es doch: „Ja, wenn Ihr von unserem großartigen und unvergleichlich weisen Konzept abweicht …!?“

Daß Formatflucht funktioniert, sieht man, wenn man Berater außen vor lassen kann: hr8, Eifeler Radiotage usw.

Es traut sich halt keiner. (Weil alle Verantwortlichen an ihren gut dotierten Posten hängen.)
 
Ach kommt schon. Diese Berater sind doch nicht deren Chefs:wall::wall::wall: Niemand braucht bei einem Formatbruch was zu befürchten es sei denn der Sender eigene Chef verbietet das. Berater sind ne nette Dreingabe für die Sender Aber die Öffentlich Rechtlichen dürfen doch ihre Freiheiten ausleben. Die sollten eig nicht auf Berater angewiesen sein.

Mal ein bisschen mehr Selbstbewusstsein wäre nicht schlecht.
 
Das Problem von formatierten Rotationen ist ja nicht, dass dort die falschen Titel drin wären. Das ist häufig schon gute und angesagte Musik. Aber es ist wie mit den Haribo-Goldbären: Wenn ich nichts anderes kriege und mich davon wochenlang ernähren muss, dann hängen sie mir halt doch irgendwann zum Halse heraus.
Was Musikredaktionen leisten müssten, nämlich rund um die gut getesteten Charttitel herum ein Angebot zu gestalten, in dem auch Neues, Riskantes, Unbekanntes steckt, immer angelehnt an das, was musikalisch nachgefragt ist, würde voraussetzen: eine mutige, kompetente und weisungsungebundene Musikredaktion.
Spotify hat das Problem genial gelöst, indem es dir jeweils Titel vorschlägt, die zu dem von dir zusammengebastelten Favoritenmix passt, ähnlich ist, dir auch gefallen könnte etc. Und ehrlich gesagt: Die Trefferquote ist verdammt hoch.
 
Kann man. Diese Arbeit müßte aber von sachverständigem Personal vorgenommen werden, welches jedoch konsequent weggespart wird, weil die Musikauswahl eben so beschränkt ist. Wir drehen uns im Kreis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Höhepunkt der Tanzparty am Samstag war, dass mal wieder so ein volkstümliches Instrumental von Roland Kohler gespielt worden ist.
Beim Backenspiel ging es 3:1 für die Backen aus.
Weihnachtliche Titel waren in der Tanzparty aber Fehlanzeige, während in Schulenburgs Show schon der eine oder der andere weihnachtliche Titel gespielt worden ist.

Am 1. Adventssonntag liefen bei hr4 pro Stunde 3-4 weihnachtliche Titel. Das war glaube ich schon mal weniger. Heuten wareb es ca. 2 pro Stunde. Bei "Wünsch dir was" sah es mit weihnachtlichen Titeln bisher eher mau aus.

Ich weiß nicht, ob sich das noch ändert, aber bisher liefen auch bei "Musik liegt in der Luft" noch keine klassischen Weihnachtslieder, also so Sachen wie "Leise rieselt der Schnee", "Alle Jahre wieder" etc. Das ist letztes Jahr noch der Fall gewesen.
 
Oben