Ich schäme mich für die ARD


dass bei oeffentlichen Veranstaltungen, Kundgebungen, in Fussballstadien, etc. das Zeigen der Nationalflagge offenbar nicht mehr opportun ist.
Das finde ich grob überzeichnet bis absurd falsch (Deutschlandflaggen waren zuhauf beim Fußball-Länderspiel gegen Montenegro zu sehen).

Warum Merkel am Wahlabend 2013 die Deutschlandflagge beseite gelegt hat, dazu Tauber: "Wer Merkel ein bisschen kennt, weiß, wie das gemeint war: Sie ist stark von ihrer Erfahrung in der DDR geprägt. Dort wurde der Staat durch eine Partei vereinnahmt. Sie wollte an diesem Abend nicht, dass die CDU die Deutschlandfahne schwingt, um ihren Triumph zu feiern. Zwischen Staat und Partei muss man eine Grenze ziehen. Sie wollte nicht den Eindruck erwecken, die CDU reiße sich nun das Land unter den Nagel." (https://www.sueddeutsche.de/politik/politiker-videos-wenn-bilder-taeuschen-1.3293415)

Wenn es schon voelkisch ist, stolz auf sein Land zu sein und dessen Fahne zu schwenken,
Man muss auch nicht so tun, als ob die AfD nur deshalb als völkisch-autoritär eingeschätzt, weil ihre Funktionäre so gerne Deutschlandflaggen schwenken.
 
Der chinesische Einfluss wird deutlich wenn SchwarzRotGELBE Flaggen anstelle von SchwarzRotGoldenen (oder RAL-entsprechend gefärbte) Flaggen geschwenkt werden...
Fahneschwenken hat jedenfalls nix mit "völkisch" zu tun - das wäre VIEL zu kurz gegriffen!
 
Ich will hier nicht in die Rolle des AFD-Verteidigers kommen, aber das Wort rechtsextrem wird doch etwas leichtfertig benutzt, von Politikern aus Kalkül, aber auch Journalisten
Ich will ja nicht, aber.. Nein, rechtsextrem ist genau der passende im Begriff zur Afd, selbst wenn man das Programm als vermeintlich demokratisches Feigenblatt davorschiebt.
 
Das finde ich grob überzeichnet bis absurd falsch (Deutschlandflaggen waren zuhauf beim Fußball-Länderspiel gegen Montenegro zu sehen).
Dann gib mal in der Suchmaschine deines Vertrauens 'Deutschlandfahne unerwuenscht' ein und staune.

... dazu Tauber: "Wer Merkel ein bisschen kennt, weiß, wie das gemeint war: Sie ist stark von ihrer Erfahrung in der DDR geprägt. Dort wurde der Staat durch eine Partei vereinnahmt. Sie wollte an diesem Abend nicht, dass die CDU die Deutschlandfahne schwingt, um ihren Triumph zu feiern. Zwischen Staat und Partei muss man eine Grenze ziehen. Sie wollte nicht den Eindruck erwecken, die CDU reiße sich nun das Land unter den Nagel."
Ja Tauber, klar. So hat Merkel ja dann auch regiert, eben alternativlos. :D
Man muss auch nicht so tun, als ob die AfD nur deshalb als völkisch-autoritär eingeschätzt, weil ihre Funktionäre so gerne Deutschlandflaggen schwenken.
Mir geht dieses Etikettenaufkleben zusehends auf die Nerven. Ich nenne die Linke auch nicht staendig Mauermoerderpartei oder linksradikal, obwohl es dafuer reichlich Bezuege gibt. Was nuetzt mir das in einer DIskussion? Etikettierungen verhindern letzlich jeden sachlichen Diskurs, aber genau das ist wohl beabsichtigt.

Noch was zu 'voelkisch': Wenn die AFD auf diese Karte setzt, wird sie auf Dauer verlieren. Mit nationaler Identitaet kann man in bestimmten Millieus punkten, das meine ich nicht abwertend, auch wenn die Bildungsbuerger in den Grossstaedten da die Nase ruempfen. Wenn die AFD ein Deutschland will wie etwa Ende des 19. Jahrhunderts, ist das aus hundert Gruenden Quatsch. Damit kriegen sie keine Waehler mehr, weil das einfach an der Realitaet vorbei ist. Das muss die Partei intern diskutieren, ob sie ein Haufen verschrobener Nationalisten sein will oder eine buergerliche Alternative. Ich verstehe aber die ganze Hysterie von aussen darueber nicht. Soll doch jeder sein Angebot machen, die Waehler nehmen es an oder eher nicht.
 
Ich sags mal so: Den Aufstand kannst du dir selbst vorstellen, der (zu Recht) losgetreten werden würde, wenn ein Spitzenkandidat der Linken für das Amt des MP, gehegte und gepflegte Verbindungen in die linksradikale Szene hätte oder artverwandtes.

Etikettierungen verhindern letzlich jeden sachlichen Diskurs, aber genau das ist wohl beabsichtigt.
Zum einen macht die AfD nichts anderes, denn irgendwas substantielles habe ich von denen auf der Landes- und/oder Bundesebene bisher noch nicht vernommen. Es dürfte keine einzige Bundestagsrede geben, in der man nicht in irgendeiner Weise den Ausländern für alles mögliche die Schuld gibt. Und davon mal abgesehen höre und lese ich immer nur was sie gerne möchten. Einen Satz dazu, wie man dieses oder jenes dann konkret umsetzen und vor allem wie man es finanzieren will, gibt es gleich gar nicht.
Und zum anderen: Hast du schon einmal versucht mit einem überzeugten AfD-Fan aus dem Osten sachlich und argumentativ zu diskutieren? Da hast du oft genug nicht den Hauch einer Chance, weil es da meistens gar nicht um sachliche und inhaltliche Auseinandersetzung geht. Die wird überhaupt nicht gewollt. Und da ist eines der eigentlichen Probleme.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sags mal so: Den Aufstand kannst du dir selbst vorstellen, der (zu Recht) losgetreten werden würde, wenn ein Spitzenkandidat der Linken für das Amt des MP, gehegte und gepflegte Verbindungen in die linksradikale Szene hätte oder artverwandtes.
Ich will's gerne glauben oder hoffen.

Zum einen macht die AfD nichts anderes, denn irgendwas substantielles habe ich von denen auf der Landes- und/oder Bundesebene bisher noch nicht vernommen. Es dürfte keine einzige Bundestagsrede geben, in der man nicht in irgendeiner Weise den Ausländern für alles mögliche die Schuld gibt. Und davon mal abgesehen höre und lese ich immer nur was sie gerne möchten. Einen Satz dazu, wie man dieses oder jenes dann konkret umsetzen und vor allem wie man es finanzieren will, gibt es gleich gar nicht.
Also ich habe auf youtube einige Reden vom Gauland im BT gesehen. Die waren rhetorisch gut und inhaltlich aehnlich wie CDU vor Merkel. Es gibt auch anderes, klar.

Den Vorwurf mache ich auch den 'Qualiaets'-Medien. Sie gehen oft und gerne aufs Extrem, nicht auf das vorhandene Normale. Ausser bei den Gruenen. Bundeskanzler Habeck darf auf allen Kanaelen schwafeln soviel er will.

Und zum anderen: Hast du schon einmal versucht mit einem überzeugten AfD-Fan aus dem Osten sachlich und argumentativ zu diskutieren? Da hast du oft genug nicht den Hauch einer Chance, weil es da meistens gar nicht um sachliche und inhaltliche Auseinandersetzung geht. Die wird überhaupt nicht gewollt. Und da ist eines der eigentlichen Probleme.
Da kenne ich aus meiner alten Heimat die ganze Bandbreite, von extrem vernuenftig bis voellig agedriftet in Verschwoerungstheorien. Das mag je nach Gegend und sozialer Schichtung noch differieren, klar. Aber in Sachsen wohnen wohl kaum 25% verschrobene Spinner. Neuere Studien zeigen wohl, der AFD-Waehler ist gebildeter, juenger und beruflich erfolgreicher als das Mantra in den Medien vom abgehaengten alten Mann glauben machen will.

Aber im allgemeinen ist es natuerlich schwer mit 'Fans' sachlich zu diskutieren, egal ob fuer Bayern Muenchen, Apple oder AFD.
 
der AFD-Waehler ist gebildeter, juenger und beruflich erfolgreicher
Wo bleibt die Vernunft? Die AfD ist eine seit Jahren zerstrittene Partei, bei der
die linke Hand nicht weiß was die rechte tut. Einig ist sich diese Chaostruppe
nur im Hass auf alles mögliche, auch auf Menschen. Wie kann ich auch nur in
Erwägung ziehen, diese Partei zu wählen?
 
Soso, außer mit kleinen Abstrichen bei 'jünger' deckt sich die Behauptung eher nicht mit den letzten beiden Landtagswahlen:

https://www.sueddeutsche.de/politik/landtagswahl-sachsen-ergebnisse-demografie-1.4583876
https://www.sueddeutsche.de/politik/landtagswahl-brandenburg-ergebnisse-demografie-1.4584241

Darum empfinde ich die folgende Zusammenfassung deutlich treffender:
Abgesehen von diesem deutlichen Unterschied beim Geschlecht lässt sich aber festhalten, dass die AfD ihre Wähler eher nicht nur aus bestimmten Schichten oder Gruppen rekrutiert. Studien zufolge ist eine Haupt-Gemeinsamkeit von AfD-Wählern ihre Einstellung. Dazu gehört, dass sie rechtsextreme Überzeugungen weniger verwerflich finden als andere - und vor allem, dass sie ein höheres "Unzufriedensheitsniveau" aufweisen. In den neuen Bundesländern ist dieses Niveau generell hoch - und davon scheinen die Rechtspopulisten in Sachsen profitiert zu haben.
 
Soso, außer mit kleinen Abstrichen bei 'jünger' deckt sich die Behauptung eher nicht mit den letzten beiden Landtagswahlen:
Ich schrieb 'jünger als das Mantra vom alten ... Mann', also nicht so alt. Und genau das geben die Zahlen her. Die AFD-Wähler sind mittelalt und haben mittlere Schulbildung, sind interessanterweise zum guten Teil selbständig. Das sind eben gerade nicht die abgehängten Wut-Opas, von denen sehr lange in den Leitmedien, auch in der ARD, die Rede war. Das sind viele Leute, die mitten im Leben stehen und die drehen auf einmal durch? Warum?
Darum empfinde ich die folgende Zusammenfassung deutlich treffender:
...
Das finde ich schade für dich, man muss doch nur die Zahlen ansehen und etwas nachdenken.

Ich hätte mich aber auch sehr gewundert, wenn die SZ Haltungsjournalisten mit akutem Morbus Relotius zu einer sinnvollen Schlussfolgerung gekommen wären. Wäre ich Chefredakteur, würde ich jeden feuern, der "Studien zufolge ...' oder 'Experten meinen ... ' schreibt bzw sagt. Hauptgemeinsamkeit von Wählern ist ihre Einstellung, wow, welche Erkenntnis zumal bei einer Randpartei! Höheres 'Unzufriedenheitsniveau', in welcher Maßeinheit misst man das? Das ist einfach nur schlechter Journalismus. Immerhin stimmt die Titelzeile des Artikels.
 
Lies lieber nochmal nach, was du geschrieben hast:
Neuere Studien zeigen wohl, der AFD-Waehler ist gebildeter, juenger und beruflich erfolgreicher als das Mantra in den Medien vom abgehaengten alten Mann glauben machen will.
Das gaben die Zahlen einfach nicht her, auch mit Relativierung nicht. Die 'Leute' drehen übrigens auch nicht durch, Sie haben in der Afd eine Protestnote und vieles mehr gefunden. Oder wie es die Forschungsgruppe Wahlen formuliert:

Eine Mehrheit der Brandenburger findet ihr Land ganz allgemein unzureichend auf die Zukunft vorbereitet (47 Prozent), nur 42 Prozent sind da optimistisch (weiß nicht: elf Prozent). Bei den in Brandenburg wichtigsten Themen Infrastruktur und Bildung wird der SPD die größte Kompetenz zugeschrieben, wie auch in den Bereichen Wirtschaft und Soziale Gerechtigkeit. Die CDU kann nur beim Thema Arbeitsplätze punkten. In die Grünen wird wie gewohnt beim Klimaschutz das größte Vertrauen gesetzt, die Linke ist bei den Themen Soziale Gerechtigkeit und Sorgen der Ostdeutschen stark. Der AfD wird bei der Ausländerpolitik die größte Kompetenz zugeschrieben. Allgemein verspricht sich die Mehrheit in Brandenburg nicht viel Inhaltliches von der AfD: 58 Prozent meinen, die Politik in Brandenburg wäre schlechter, wenn die AfD an der Landesregierung beteiligt wäre, nur 22 Prozent erwarten in diesem Fall eine bessere Politik (kein Unterschied: 13 Prozent, weiß nicht: sieben Prozent).Die Mehrheit der AfD-Wähler in Brandenburg (53 Prozent) gab als Motiv für ihre Wahlentscheidung an, den anderen Parteien einen Denkzettel verpassen zu wollen und 43 Prozent die Partei wegen ihrer Inhalte zu wählen (in Sachsen sagen dies 70 Prozent). Dabei meinen besonders viele AfD-Wähler(46 Prozent), sie haben im Leben weniger, als ihnen gerechterweise zustehe, im Vergleich zu 29 Prozent unter allen Brandenburgern.
https://www.forschungsgruppe.de/Aktuelles/Wahlanalyse_Brandenburg

Haltungsjournalisten mit akutem Morbus Relotius
Falsche Baustelle, Relotius war beim Spiegel..

Wäre ich Chefredakteur, würde ich jeden feuern, der "Studien zufolge ...' oder 'Experten meinen ... ' schreibt bzw sagt. Hauptgemeinsamkeit von Wählern ist ihre Einstellung, wow, welche Erkenntnis zumal bei einer Randpartei! Höheres 'Unzufriedenheitsniveau', in welcher Maßeinheit misst man das? Das ist einfach nur schlechter Journalismus. Immerhin stimmt die Titelzeile des Artikels.
Na ein Glück für die schreibende Zunft, dass du nur das Forum zukleisterst. Wie man Unzufriedenheit misst? Erkläre ich dir gerne, aber das wird jetzt richtig abgespact: Man befragt die Leute. Kannst du zwar gerne als schlechten Journalismus brandmarken, ist aber nicht so wild, da es eh das Betätigungsfeld der Wahlforschungsinstitute und -initiativen darstellt.

Nachtrag: Für einen Nicht-Afd-Verteidiger füllst du die Rolle des Afd-Verteidigers sehr bemüht aus :'D
 
Zuletzt bearbeitet:
Die AFD-Wähler sind mittelalt und haben mittlere Schulbildung, sind interessanterweise zum guten Teil selbständig. Das sind eben gerade nicht die abgehängten Wut-Opas, von denen sehr lange in den Leitmedien, auch in der ARD, die Rede war. Das sind viele Leute, die mitten im Leben stehen und die drehen auf einmal durch? Warum?
Umso verwunderlicher, warum ausgerechnet diese Leute AfD wählen. Wo jeder weiß, dass es in dieser Partei genügend Rechtspopulisten gibt. Aber egal, wir sind das Volk. Jetzt jagen wir sie!

Deine Verteidigung für die AfD ist schon bemerkenswert und lässt tief blicken. Und ja, der SZ-Journalist gehört gefeuert und die ARD abgeschafft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hach, Übermedien, immer wieder erfrischend. Eine Seite, die eng mit den Übermedien verbandelt ist, wäre der Bildblog, welcher ebenfalls sich den Idiotien der Medien widmet.

Hier ein Auszug, wie der DLF auf dem Minenfeld des Schwulen-Gens gnadenlos versprengt wird: https://bildblog.de/114128/journalisten-muessen-sich-studie-von-lesern-erklaeren-lassen/
Aber, muss man auch betonen, Sie kümmern sich wenigstens um ihre Fehler. Das ist deutlich mehr, was etliche andere Medien im ÖR und bei den Privaten leisten, so traurig es klingt.
 
Noch mehr ARD-Scham: Wenn nächstes Jahr die Lindenstraße ausläuft, bekommt der Sonntagvorabend im Ersten ein neues Schema. Nach dem Willen von Programmdirektor Herres sowie der Fernsehdirektorenkonferenz (minus Schonenborn vom WDR, der ist dagegen) soll dann der Weltspiegel der Sportschau in der quotenstarken 19-Uhr-Stunde weichen.

Und wieder schafft sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein stückweit mehr ab.
 
Oben