Ich schäme mich für die ARD


Vor einigen Tagen wurde in der Tagesschau folgendes behauptet (haben mehrere Zeugen mit mir gesehen und sind darüber ebenfalls gestolpert):

"800.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie in Deutschland, davon alleine 500.000 in Baden-Württemberg"

Aha. Das kam mir gleich etwas komisch vor, ich musste da spontan so an
-Audi in Ingolstadt
-BMW in München
-MAN in Augsburg und Nürnberg
-VW in Wolfsburg
-Opel/GM in Rüsselsheim
-diverse Teile-Zulieferer in Halle/Leipzig
denken.

Die (etwas mehr) als 800.000 bundesweit kommen schon hin.
Aber laut diverser Online-Quellen liegt die Zahl der Beschäftigten (auf Angestelltenverhältnis oder Leih/Lohn/Zeitarbeitsfirmen über Dienstleister gehe ich nicht ein, weil die Tagesschau das auch nicht tat) zwischen 223.000 und 233.000 was meiner Ansicht nach eher zutrifft.

Ich frage mich warum in der Hauptnachrichtensendung und Vorzeige-Informationsquelle der Bundesbürger solche Infos ohne Quellenangabe ungeprüft übernommen und verbreitet werden. :thumbsdown:

Wenn hier schon die Zahlen mehr als verdoppelt werden, werden Werte womöglich an anderer Stelle vielleicht halbiert?!? :rolleyes:
 
"Schließlich hängen ungefähr 2 Millionen Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Autobranche ab. Das sind gut 4 Prozent der mehr als 44 Millionen Beschäftigten in Deutschland". Schreibt die Frankfurter Allgemeine.

So gesehen gibt es sicher schlimmere Fehler.
 
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Vielen Dank, @Grasdackel für die Nennung der Quelle.

Nachdem ich, ohne jetzt zum Googeln genötigt zu sein, nachgehört habe, was Tagesschau dazu sagt, konstatiere ich:

Stefan Wolf, Vorsitzender Südwestmetall, sagt: "Es werden auch Arbeitsplätze wegfallen, [...], unqualifizierte Menschen, schlecht qualifizierte Menschen, einfache Arbeitsplätze [...] werden uns in diesem Transformationsprozess verloren gehen". Dann die Info: "Deutschlandweit gibt es mehr als 800.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie, in Baden-Württemberg allein sind es fast 500.000. Etwa jeder zehnte Arbeitsplatz hängt hier an den Autokonzernen."

Warum soll das nicht stimmen?
 
Er meint wohl, dass die großen Autohersteller eher anderswo sitzen, verkennt jedoch, dass eben auch Zulieferer in den Zahlen enthalten sind, wie z.B. Bosch mit Sitz in Stuttgart, die jedoch ALLE Autobauer beliefern.
 
Die (etwas mehr) als 800.000 bundesweit kommen schon hin.
Aber laut diverser Online-Quellen liegt die Zahl der Beschäftigten (auf Angestelltenverhältnis oder Leih/Lohn/Zeitarbeitsfirmen über Dienstleister gehe ich nicht ein, weil die Tagesschau das auch nicht tat) zwischen 223.000 und 233.000 was meiner Ansicht nach eher zutrifft.
Aber ich glaube, daran liegt der Fehler. Meine Vermutung ist, dass da die Kategorien durcheinander geraten sind. Rund 800.000 Stellen bundesweit hab ich gerade bei der VDA gefunden, mit dem Hinweis auf "Stammbelegschaften". Und hier schätzen Ökonomen, dass 1,8 Mio. Arbeitsplätze bundesweit von der Branche abhängig sind.

Online findet man die Zahl "470.000 Beschäftigte" in Baden-Württemberg oft mit dem Hinweis "direkt oder indirekt", während es hier mit den 238.000 Beschäftigten möglicherweise wieder nur die Stammbelegschaften sind.

Wenn hier schon die Zahlen mehr als verdoppelt werden, werden Werte womöglich an anderer Stelle vielleicht halbiert?!?
Interessante Vorstellung, dass Redaktionen auf die Idee kommen könnten, willkürlich eine Zahl zu verdoppeln oder zu halbieren. Über solche Fehler wie Zahlenvergleiche in unpassenden Kategorien (wenn es denn so ist), ärgert man sich als Redakteur doch selbst.
 
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verkennt jedoch, dass eben auch Zulieferer in den Zahlen enthalten sind, wie z.B. Bosch mit Sitz in Stuttgart, die jedoch ALLE Autobauer beliefern.
Dann sind es aber deutschlandweit mehr als 800.000 weil in der Grundgesamtheit, auf die sich der BW-Wert bezieht, ja offensichtlich doch einiges fehlt! Es kann die Korrelation 800.000 D zu 500.000 BW nicht stimmen!

Wie auch immer, so wie die Aussage im Korribericht enthalten ist, stimmt da irgendwas aus meiner Sicht nicht, entweder die Grundgesamtheit (bezogen auf die unterschiedlichen Tarifmodelle) oder die Zahl für Baden-Württemberg - demnach müssten ja die restlichen 300.000 sich auf die oben von mir genannten Unternehmen (VW, BMW, Audi, Opel, Halle-Leipzig usw.) verteilen, was nun wirklich schlecht sein kann.

Da kann ich mir schon eher vorstellen, dass, wie Beyme es schreibt die BW-Zahl auf alle Verträge sich bezieht während "vergessen" wurde, die Grundgesamtheit darauf hochzurechnen und diese nur Festverträge / Stammbeschäftigte enthält.

Allein wenn man darüber diskutieren bzw. genannte Zahlen noch selber recherchieren muss, weil diese, so wie sie in dem Kontext ohne nähere Erläuterung genannt werden, offensichtlich irgendeinen Denkfehler enthalten, hat die Hauptnachrichtensendung ein Glaubwürdigkeitsproblem!
 
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Ich kenne die Zahlen der Automobilindustrie nicht genau, aber sie sind mir nicht unmittelbar unplausibel. "Automobilindustrie" sind ja nicht nur die großen B2C-Marken, sondern auch die diversen B2B-Zulieferer, von denen tatsächlich viele im Ländle sitzen.

Was die Sache tatsächlich kompliziert macht, ist neben der Unterscheidung Hauptmarken/Zulieferer (und wie klassifiziert man Teileproduzenten, die nicht nur für Autos produzieren?) auch die die Unterscheidung Stammbelegschaft/Leiharbeiter. Wichtig ist hier, dass Vergleichszahlen auch jeweils die gleichen Definitionen zugrundegelegt werden und diese transparent gemacht hat. Wenn die Tagesschau hier einen Fehler gemacht hat, muss sie das Korrigieren, aber hier hätte ich gerne mehr garte Zahlen statt Mutmaßungen.

Die Kategorie "hängen insgesamt von der Industrie ab" ist hingegen eine politische Zahl, die man je nach Bedürfnis groß- oder kleinrechnen kann. Die sollten seriöse Medien, wenn überhaupt, nur mit Vorsicht benutzen. Ein Edeka in Bad Cannstatt, der zwei Drittel seiner Waren an Mercedesmitarbeiter verkauft, ist technisch betrachtet von der Existenz dieses Werks abhängig (und damit auch seine Arbeitsplätze), aber wenn Mercedes nicht wäre, würden die Leute ja trotzdem Lebensmittel kaufen. Nur nicht notwendigerweise im Industriegebiet von Bad Cannstatt.
 
Also manchmal fragt man sich dann doch, ob die bei den Öffis nicht ganz dicht sind. Da krallt sich das ZDF schon die Rechte am "Breaking Bad"-Ableger "Better call Saul". Und wann sendet man es? Ab 18.April im Nachtprogramm ab 00:45 Uhr! Also so wird das das nix, weder mit der Verjüngung des Programms noch mit der Verjüngung des Publikums. Man war ja schon bei der Originalserie "Breaking bad" so skurill und verschob deren dt. Free-TV-Premiere auf arte. Das fand dort aber immerhin noch zu einer erträglichen Uhrzeit statt (wenn ich mich recht entsinne jeweils gegen 22 Uhr). "Better call Saul" jetzt mitten in der Nacht zu senden ist einfach nur strunzdumm. Anders kann man das wirklich nicht bezeichnen!
 
Das deutsche Fernsehen hatte mit "Breaking Bad" überhaupt nichts zu tun und hat dafür nicht mal Gebühren verschwendet.
Ja nee, is klar. Frankreich kauft aus reiner Nächstenliebe die deutschen FreeTV-Rechte mit ein, incl. deutscher Synchronisierung. Träum weiter! Das dürfte zumindest gemeinsam finanziert worden sein. Das arte F sagt lediglich aus das die Franzosen federführend waren, weiter nix.
 
Das deutsche Fernsehen steckt über "ZDF Enterprises", "ZDF German Television Network" und "ARD Degeto Film" in diversesten internationalen Film- und Serien-Produktionen mit drin, vor allem so ziemlich alles was aus Skandinavien kommt. Das wäre für die kleinen Sender aus Nordeuropa alleine finanziell gar nicht zu stemmen. So wurden große Teile der Jussi Adler-Olsen-Verfilmungen über das Sonderdezernat Q in Deutschland finanziert und gedreht. Für den TV-Zuschauer gut versteckt, weil man inzwischen bei DAS ERSTE und ZDF bei sämtlichen Fiktionalstoffen den Abspann abschneidet, wo das drin steht. Dafür sind diese aber auch meist sehr, sehr gut.

Bei den Eigenproduktionen von ARD und ZDF kann mittlerweile jeder Kommissar werden, z.B. die Zirkusclowns Tschirner und Ulmen, zwei frühere MTV-Moderatoren ohne jegliches schauspielerisches Talent (wann wird Janin Reinhard-Ulmann Ermittlerin im Polizeiruf?). Oder damals Simone-Schmollmund-Thomalla. Oder Wolke Hegenbarth und Rhea Harder, die sich in 30 Jahren Serienerfahrung keinen Centimeter weiterentwickelt haben. In Kürze wird dann auch Lara Mandoki ihren eigenen Krimi bekommen, die Tochter des Dschingis-Khan-Frontmann (der kürzlich im NDR zu Gast war und überall sehr gut vernetzt ist...) !!!

Und es ist dem normalen Bürger auch nicht logisch zu erklären warum Besserverdiener wie Möhring, Schweiger, Prahl, Liefers (samt Anhang Loos) sich zusätzlich zu ihren sehr gut bezahlten Freelancer-Tätigkeiten auch am Gebührentropf künstlich ernähren lassen.

Bei Leuten wie Stephanie Stumph, Sophie Wepper oder Petra Schmidt-Schaller und deren öffentlich-rechtlichem Engagement hat sicherlich der bekannte Nachname auch überhaupt keine Rolle gespielt...Mehr als gutes Aussehen erkenne ich da leider nicht.
 
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Und es ist dem normalen Bürger auch nicht logisch zu erklären warum Besserverdiener wie Möhring, Schweiger, Prahl, Liefers (samt Anhang Loos) sich zusätzlich zu ihren sehr gut bezahlten Freelancer-Tätigkeiten auch am Gebührentropf künstlich ernähren lassen.
Der "normale" Bürger guckt aber diese Sendungen und damit sind sie auch legitim. Gerade die Tatorte mit Liefers gehören noch zu den am ehesten erträglichen.
Ansonsten machst du ganz offensichtlich mal wieder einen Denkfehler. Ein Regisseur für einen x-beliebigen Film bei den ÖRs braucht eine Besetzung und fragt bei Schauspieler X,Y oder Z an, ob jene Zeit und Lust haben. Jede Filmproduktion hat in der Regel ein festes Budget, womit die Gagen für die Schauspieler, sprich Hauptrollen, Nebenrollen etc., in der Regel feststehen bevor die Hauptakteure überhaupt zum Zuge kommen. Jene angefragten Schauspieler sagen dann halt ja oder eben nein zur Teilnahme an der Produktion. Allzuviel Spielraum für Gagenverhandlungen gibt es da nicht. Insofern ist die Formulierung "am Gebührentopf künstlich ernähren lassen" schlichter Unsinn.
 
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Also manchmal fragt man sich dann doch, ob die bei den Öffis nicht ganz dicht sind. Da krallt sich das ZDF schon die Rechte am "Breaking Bad"-Ableger "Better call Saul". Und wann sendet man es? Ab 18.April im Nachtprogramm ab 00:45 Uhr! Also so wird das das nix, weder mit der Verjüngung des Programms noch mit der Verjüngung des Publikums. Man war ja schon bei der Originalserie "Breaking bad" so skurill und verschob deren dt. Free-TV-Premiere auf arte. Das fand dort aber immerhin noch zu einer erträglichen Uhrzeit statt (wenn ich mich recht entsinne jeweils gegen 22 Uhr). "Better call Saul" jetzt mitten in der Nacht zu senden ist einfach nur strunzdumm. Anders kann man das wirklich nicht bezeichnen!
Ich finde die Serie genial, sie kriegt hier auch gute Kritiken. Schon hier nicht ganz Mainstream ist sie in Deutschland sicher erst recht nix fuer ein grosses Publikum, sehr viele Referenzen auf sehr typische US-Speziifika, etwa im Rechtssystem. Aber die Figur Saul Goodman und das Universum drumherum sind fuer US-Gegenwart-Serienfans schon sehenswert, finde ich. Warum nicht auf einem der ZDF-Spartenkanaele zur besseren Zeit?

Aber egal, es gibt das alles auf Netflix aus Abruf, in Deutschland sogar die derzeit aktuellsten Folgen mit einer Woche Verspaetung auf die US-Premiere auf AMC (dies sicher mangels anderer Rechteverwertung - siehe oben, zu US-speziell, nicht mal Sky wollte wohl). Und wer der englischen Sprache halbwegs maechtig ist, sollte sich sowieso den Originalton geben, sonst verlieren die guten Dialoge schon einen Grossteil des Reizes. Oder gibt's seit neuestem wieder Originalton auf den Oeffis?

Dieser kleine kaum nennenswerte Vorgang zeigt wieder, wie Fernsehen, auch Oeffi/TV, auf dem absteigenden Ast ist. Da hat man schon mehr als ein Dutzend Kanäle und kann nicht mal eine von der Kritik beachtete halbwegs wertvolle Serie irgendwie sinnvoll platzieren. Aber wie gesagt, echte Serienjunkies wird das nicht kratzen.
 
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Genau da landet Saul ja, auf Neo und dann trotzdem erst um 0:45. Da kann man es auch wirklich gleich bleiben lassen, weil die Ausgaben für die Senderechte reine Gebührenverschwendung sind, weil
es gibt das alles auf Netflix aus Abruf,
Oder gibt's seit neuestem wieder Originalton auf den Oeffis?
Gibt es vereinzelt wieder, sogar unverschlüsselt über Satellit und auch in der Mediathek.
Bei zdf_neo laufen derzeit "The Rookie" und diverse Spielfilme mit Originalton.
Bei ONE sind es die beiden Agatha-Christie-Serien und Doktor Who, die sowohl linear als auch online mit O-Ton angeboten werden.
 
Man hat den Eindruck, der ARD kommt die (mit eigener Sensationsberichterstattung untermauerter) Panik und Verunsicherung über die Coronagrippe sehr gelegen. Kaum ein Bundesbürger nimmt die beschlossene Erhöhung der Rundfunkgebühr zur Kenntnis. Dass die Ministerpräsidenten das ohne Widerworte durchwinken, war zu erwarten (reine Formsache), schließlich möchten diese wichtigen Leute auch weiterhin ihr Geschwafel dort zum Besten geben können. In den Privaten kommt Politik aus den Bundesländern ja nicht vor.

Im Übrigen hat man schon Anfang März (!) die für heute Abend geplante Silbereisen-Liveshow gestrichen, also lange bevor es überhaupt die Spahn-Empfehlung zur Absage von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern gab. (Erste Kommentare dazu im Netz vom 5. März, Absage-Empfehlung am 8. März: https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-spahn-rki-103.html ). Es gab also innerhalb der ARD durchaus Leute die die Konsequenzen kommen gesehen haben, während in den Nachrichten zu diesem Zeitpunkt noch Floskeln wie "Wir sind gut vorbereitet, keine Panik" verkündet wurden.

Gezeigt wird statt dessen zur besten Sendezeit auf DAS ERSTE am heutigen Samstagabend die rund dreistündige Wiederholung einer monatealten Schlager-Sendung, die am 14. November 2019 (!) aufgezeichnet und am 25. Januar gesendet wurde:

Am 14.11.2019 zeichnete Florian Silbereisen die Show „Die große Schlager- Überraschung zum Abschied“ in Leipzig auf.
https://www.mdr.de/meine-schlagerwe...gsshow-mary-roos-florian-silbereisen-100.html

Damit die Schlagerfans nicht allzu traurig sind, wird nun "Die große Schlager-Überraschung zum Abschied", eine Überraschungs-Gala für Mary Roos, gesendet. Wer beim Ansehen denkt, das kenne ich doch, hat recht. Im MDR Fernsehen lief die Show bereits am 25. Januar 2020.
https://www.mdr.de/meine-schlagerwelt/schlagerueberraschung-fuer-lovestory-100.html

Respekt - 3 Stunden lang wird der populäre Samstagabend-Sendeplatz für eine 4 Monate alte Show blockiert. Schön dass man an die "Schlagerfans" denkt. Nur haben die diese Sendung natürlich bereits im MDR gesehen dank europaweiter Empfangbarkeit über den Astra-Satelliten! Und der Rest der 82 Millionen Deutschen? Hat immerhin die Auswahl zwischen diversen Krimis.

In den Dritten und Spartenprogrammen läuft zeitgleich ab 20:15 Uhr heute:

NDR - Tatort
MDR - Tatort
RBB - Oper!
HR - Tatort
WDR - Zielfahnderkrimi
SWR - Bestatterin
BR - Kluftingerkrimi

ONE - Krotatienkrimi
ZDF - München Mord (Krimi)
3sat - Oper!

Ein Hoch für dieses Programm! Umpta Humpta, Trallala oder Mord und Totschlag am Samstagabend. Wer keine Lust auf Opernarien oder Mördersuche hat wird automatisch zum Silbereisen gejagt so dass diese Uralt-Aufzeichnung nochmal ordentlich Quote machen kann. Was denken sich nur die Verantwortlichen in den Dritten?

Dieses TV-Progamm ist keinen Pfifferling wert.
Und sicher keine 220,32 Euro im Jahr!
 
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Man hat den Eindruck, der ARD kommt die (mit eigener Sensationsberichterstattung untermauerter) Panik und Verunsicherung über die Coronagrippe sehr gelegen. Kaum ein Bundesbürger nimmt die beschlossene Erhöhung der Rundfunkgebühr zur Kenntnis. Dass die Ministerpräsidenten das ohne Widerworte durchwinken, war zu erwarten (reine Formsache), schließlich möchten diese wichtigen Leute auch weiterhin ihr Geschwafel dort zum Besten geben können.
Seit drei Jahren schreibt die KEF in ihren Bericht, dass sie eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags empfiehlt, was auch jeweils ausführlich diskutiert wurde. Ich finde das da erstaunlich, dass manche da so viel Lust an der Theorie haben, man hätte es nötig, irgendwas im Verborgenen beschließen zu müssen.
 
Seit drei Jahren schreibt die KEF in ihren Bericht, dass sie eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags empfiehlt, was auch jeweils ausführlich diskutiert wurde
Völlig richtig und sehr treffend auf den Punkt gebracht: Seit 3 Jahren wird darüber diskutiert und seit Jahresanfang wurde konkret die jetzt beschlosse Summe genannt (erste Erwähnung auf tagesschau.DE am 20. Februar!). Da hatte man also 3 Jahre lang Zeit das ganz konkret zu beschließen. Z.B. Ende 2019 als Corona noch weit weg war. Warum hat man das nicht gemacht? Warum wartet man nicht mit der Beschlussgebung bis nach dem Sommer? Ganz ehrlich: Wenn man 3 Jahre lang Zeit hatte darüber zu diskutieren, kommt es auf 3 Monate doch auch nicht mehr an.

man hätte es nötig, irgendwas im Verborgenen beschließen zu müssen.
Genauso ist es ja auch. Die Debatte darüber ist das eine, das "Durchwinken" das andere. Warum passiert das gerade jetzt? Ich habe auch nicht gehört oder gesehen dass irgendein ARD-Medium darüber berichtet hätte.

Statt dessen wird das online versteckt https://www.tagesschau.de/inland/kef-rundfunkbeitrag-105.html
unter so einer überschrift (ausgerechnet das Wort "billigen" davor, was angesichts des Bildungsstands und der Analphabetisierungsrate die Hälfte der Deutschen nicht versteht und glaubt es hat was mit "billig" zu tun).
Auch ganz schön: Vor 2 Tagen veröffentlicht und jetzt bereits "Kommentierung der Meldung beendet."

Ja, das ist wirklich eine sehr transparente Berichterstattung...
Mit Verschwörungstheorien hat das gar nichts zu tun. Die Leute sind abgelenkt und das nutzt man ganz geschickt für "nette" Gesetzesändrungen. So wie z.B. in MV das letzte Woche möglich gemachte Abhören und Überwachen von "verdächtigen" Privatpersonen auch ohne richterlichen Beschluss. Hat auch keiner Notiz von genommen...

Und um die paar Cent geht es wirklich niemandem! Es geht um den Gegenwert des Gesamtbetrags, der von immer mehr Bürgern völlig zurecht hinterfragt wird.

Da ist der Blick auf das heutige Abendprogramm im TV nur ein Beispiel von vielen. Im Radio sieht es zeitgleich nicht besser aus...
 
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@s.matze Deine Fantasie und noch mehr deine Assoziationsketten sind immer wieder amüs.... äh.. erstaunlich. Der rbb bringt heute Abend um 20.15 eine Aufzeichnung aus der Berliner Staatsoper vom Donnerstag Abend. Die Künstler spielten vor leerem Haus. Ohne das Engagement des rbb wäre die Vorstellung ausgefallen, die Künstler und Theaterleute an diesem Abend zu Hause und sehr wahrscheinlich ohne Gage geblieben. 160 000 (!!!) Leute haben den Livestream schon am Donnerstag Abend gesehen. RBB Kultur zeigt auf allen Ausspielwegen gerade ein großes Engagement für regionale (Hoch)-Kultur. Ich wünschte, es wäre auch in normalen Zeiten so intensiv. Die Dinge liegen nicht immer so, wie es auf dem ersten Blick scheint...
 
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