Ich schäme mich für die ARD


Radiokult

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Da der NASA-eigene TV-Kanal schon seit 2018 zwei weltweit abrufbare Youtube-Livestreams hat, ist man bei derartigen Ereignissen dort so oder so besser aufgehoben. An den Übertragungsrechten kanns also eher nicht gelegen haben. Man hatte vermutlich vor lauter Corona das Thema schlicht nicht auf dem Schirm...


 

Zwerg#8

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Da der NASA-eigene TV-Kanal schon seit 2018 zwei weltweit abrufbare Youtube-Livestreams hat, ist man bei derartigen Ereignissen dort so oder so besser aufgehoben.
Das sehe ich auch so. Ich habe mich für den "Cleenfeed" aus dem JPL - Kontrollzentrum entschieden, denn dort labert niemand grundlos dazwischen. Im anderen Tab lief die vorausberechnete Simulation der Landung von eyes.nasa.gov mit. Mit dieser Simulation und den echten Telemetriedaten arbeitet man auch im Kontrollzentum. Mehr "sehen" die im Prinzip auch nicht. (Aufnahmen der Kameras + Ton vom Eintritt werden erst später zur Erde gefunkt.) Aber im JPL hat man noch weitere Daten: Während der letzten Minuten des Landeanflugs war im Cleenfeed mehrfach von "Heartbeat" die Rede: Perseverance lebte also nach dem Abwurf des Hitzeschilds noch. Ein gutes Zeichen - "eingreifen" hätte man sowieso nicht können.

Zugegeben, für eine längere Liveübertragung im "Ersten" ist dieses nach einem "Computerspiel" anmutente Material natürlich etwas dünn.



Edit: Den Satz "Getriebe bremsten die Geschwindigkeit weiter ab", findet man auf etlichen Sites (tagesschau, ORF). Was meinen die damit?


Die Aussage, daß zum ersten Mal Mikrofone auf dem Mars gelandet sind, ist so nicht richtig. Eine Sonde ging kaputt, bei einer anderen wurden die Mikrofone nie eingeschaltet.

 
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Hinhörer

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Edit: Den Satz "Getriebe bremsten die Geschwindigkeit weiter ab", findet man auf etlichen Sites (tagesschau, ORF). Was meinen die damit?
Man hat offenbar inzwischen bemerkt, daß das grober Unfug war. Inzwischen steht bei tagesschau.de
... ein Hitzeschild wurde abgestoßen, Bremsraketen gezündet...
Keine Ahnung, warum rocket thrusters oder rocket engines zunächst mit Getriebe übersetzt wurden. Waren Raketen-Antriebe gemeint?
 

s.matze

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Warum ist man eigentlich nicht in der Lage, mal so zu planen, dass der Zuschauer nachmittags weiß, was abends läuft oder auch was nicht läuft? EPG und Videotext nicht angepasst, vermelden das "gewohnte" Programm zur normalen Zeit, Programmtrailer im laufenden Fernsehprogramm bewerben aber alle Sendungen mit 15minütiger Verspätung - verraten aber nicht den Grund dafür. Online-Vorschau ist auch keine Hilfe, listet das ursprüngliche Programm und eine falsch bebilderte, nicht näher im Detail beschriebene Parallelsendung zur gleichen Zeit.

Die müssen doch um 14 oder 15 Uhr langsam mal wissen, was sie heute Abend bringen!
Ist das denn so schwer, wenige Stunden vor Ausstrahlung das EPG und die Homepage anzupassen?
So wird das Fernsehen zum Lotteriespiel und auch die letzten linearen Zuschauer wenden sich ab.
In NRW waren meines Wissens auch keine Wahlen gestern.
 

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Radiokult

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Wie mehrere Quellen berichten, werden ARD & ZDF wohl auch die EM 2021 nicht in UHD anbieten. Nun kann man sich streiten, ob das Verschwendung wäre. Aber der technische Fortschritt läßt sich nunmal nicht aufhalten. Auf den üblichen Ausspielwegen (Kabel, Sat, Stream) bieten ARD und ZDF nach wie vor nur die kleinste HD-Auflösung an, sprich 1280 x 720 Pixel, obwohl sich 1920 x 1080 Pixel längst als Standard-HD-Auflösung durchgesetzt hat. Damit hat der geneigte Fußball-Fan dann nur die Möglichkeit auf Magenta von der Telekom auszuweichen oder über nicht so ganz legale Umwege auf die ORF-Videothek, die das natürlich in UHD anbietet. Bei den Schweizern gibts den Fußball ebenfalls wieder in UHD, allerdings nur im Kabel. Da braucht man sich dann bei ARD und ZDF nun wirklich nicht mehr zu wundern, warum immer mehr Leute auf die Öffis schimpfen, wenn man das UHD noch nicht mal in der Mediathek gebacken bekommt. Per Geoblocking ließe sich der Rest der Welt ja theoretisch ausschließen.
 

Ralle_Köln

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Ich möchte nicht wissen, wie laut der Aufschrei wäre wenn die ARD an allen für die UHD-Bearbeitung und Ausstrahlung (linear wie on demand) notwendigen Stellen die aktuelle, noch nicht abgeschriebene und supportmäßig auch noch nicht aufgekündigte HD-Produktionstechnik rausreißen und einen mindestens gut fünfstelligen Betrag in UHD investieren würde.

„Intern“ wird allerdings durchaus in 1920x1080 produziert, warum der Endkunde linear 720p bekommt entzieht sich meiner Kenntnis.
 

Tweety

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Ich möchte nicht wissen, wie laut der Aufschrei wäre wenn die ARD an allen für die UHD-Bearbeitung und Ausstrahlung (linear wie on demand) notwendigen Stellen die aktuelle, noch nicht abgeschriebene und supportmäßig auch noch nicht aufgekündigte HD-Produktionstechnik rausreißen und einen mindestens gut fünfstelligen Betrag in UHD investieren würde.
Die Spiele werden doch eh in UHD produziert. Also wäre der Aufwand nicht so groß, wenn man das in der Mediathek abspielen würde oder auf Astra einen UHD Kanal anmieten würde. By the way, erstmal abwarten, ob die EM überhaupt wie geplant stattfinden kann und wird. Da sehe ich noch erhebliche Fragezeichen.
 
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Ralle_Köln

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Die Spiele werden doch eh in UHD produziert. Also wäre der Aufwand nicht so groß, wenn man das in der Mediathek abspielen würde oder auf Astra einen UHD Kanal anmieten würde.
Für die Mediathek würde es sicher mit weniger, aber immer noch hohem Aufwand gehen (Parallelstrukturen müssten geschaffen werden).
Und der extra-Transponder auf Astra... wie viele würden sich die Mühe machen und ihre Receiver entsprechend umprogrammieren; hier muss außerdem noch daran gedacht werden, dass alle Zuführungen UHD-tauglich sein müssten. Kosten : Nutzen?

Für das „reguläre“ Programm müssten wie gesagt sämtliche Stellen, die das Programm durchläuft UHD-tauglich gemacht werden, wo es noch nicht geschehen ist. Bildregien, Kontrollräume, Schalträume, Zuführungen etc. - inklusive entsprechender Redundanzen.
Das wird kommen, wenn es vernünftig ist.

Gibt es eigentlich eine Erhebung, wie viele Haushalte derzeit UHD wiedergeben können? Bei mir endet es daheim bei 1080p (und das reicht mir bisher auch ;) )
 

Tweety

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Es dürften ca. 30% derzeit sein. Wobei der Anteil sehr stark steigen wird, da seit einiger Zeit ja praktisch jeder neu verkaufte Fernseher UHD tauglich ist. Full HD ist doch heutzutage ein Ladenhüter und wird daher ja, außer ein paar Restposten bei den Discountern, gar nicht mehr angeboten.
Bezüglich der Mediatheken dürfte der Aufwand sehr gering sein, da ja seit einiger Zeit dort bereits Sendungen in UHD angeboten werden. Die Moderationen und Expertengespräche im Studio könnte man ja auch weiterhin nur in HD anbieten. Dafür müsste man dann nichts groß umstellen.
 
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Radiokult

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Gibt es eigentlich eine Erhebung, wie viele Haushalte derzeit UHD wiedergeben können? Bei mir endet es daheim bei 1080p
Das betrifft vielleicht deinen Fernseher. Ist das bei deinem PC, Laptop etc. auch so?

Es dürften ca. 30% derzeit sein. Wobei der Anteil sehr stark steigen wird, da seit einiger Zeit ja praktisch jeder neu verkaufte Fernseher UHD tauglich ist.
Zum einen das und zum anderen geht es hier ja eher um die Mediatheken, auf der der Zugriff überwiegend per PC/Laptop/Tablet erfolgt. Es müßte in den Player der Mediatheken lediglich noch eine UHD-Auflösung implementiert werden, falls die nicht ohnehin schon vorhanden ist, bisher aber nicht genutzt wird. Mehr isses an sich nicht. Die Auswahl der Auflösungen kann im Player ja manuell vorgenommen werden, was insbesondere bei langsamen Netz von Vorteil ist. Die Österreicher bekommen das ja schließlich auch gebacken.

Und der extra-Transponder auf Astra...

Man bräuchte nur wie angekündigt einen der SD-Transponder abschalten und gut wärs. Die Umsetzung ins Kabel funktioniert dann völlig problemlos, soweit die Gesamtdatenmenge von 50 MBit nicht überschritten wird, was wiederum nur ältere Kabelanlagen betrifft. Es gibt wohl auch schon Umsetzer, die mit mehr als 50 klar kommen.

wie viele würden sich die Mühe machen und ihre Receiver entsprechend umprogrammieren
Das halte ich für ein Scheinargument. Die Schweizer senden die UHD-Variante ausschließlich im Kabel. Da muss auch jeder bei seinem Fernseher bzw. Receiver einen Suchlauf machen, zumindest theoretisch. Bei neueren Geräten ist der sogar überflüßig, weil da sowohl Fernseher als auch Receiver im Hintergrund in regelmäßigen Abständen eigenständig Suchläufe machen und neu gefundene Programme automatisch an die Senderliste anhängen.
 

LIVE

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Es darf keine Zeitverzögerung entstehen. Das ist mir das Wichtigste. Dieses Durch-die-Schulter-ins-Knie-schießen wegen besserer Bildqualität brauche ich nicht. (Ist doch affig - und konsumgetrieben).
 

lg74

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„Intern“ wird allerdings durchaus in 1920x1080 produziert, warum der Endkunde linear 720p bekommt entzieht sich meiner Kenntnis.
Über DVB-S2/C könnte der Kunde stattdessen auch 1080i bekommen. Für 1080p50 reicht es nicht beim H.264, da wäre die Bandbreite zu groß und es gibt wohl auch Endgeräte, die dann einen Schluckauf bekommen. Die Diskussion "i gegen p" ist aber älter als die HD-Abstrahlung der Öffis. Würde mich wundern, wenn daran jetzt etwas geändert würde. Vor allem nicht wegen Sport, was als Domäne von "p" gilt.

Und der extra-Transponder auf Astra... wie viele würden sich die Mühe machen und ihre Receiver entsprechend umprogrammieren
Es machen sich ca. 7 Millionen Menschen pro Jahr den Aufwand, einen neu gekauften (UHD-)TV komplett einzurichten. Wer von Fortschritt profitieren will, muss dafür auch aktiv werden. Einen extra-Transponder bräuchte es weder bei ARD noch beim ZDF. Der neue WDR-HD-Transponder hat in der regionalisierungsfreien Zeit ca. 24 MBit/s leer:


Das reicht für einen ARD-UHD-Service, geht halt nur mal vormittags eine halbe Stunde und abends vor 20 Uhr mal nicht. Es wären sowieso für lange Zeit nur einzelne Events, die man da von beliebigen ARD-Anstalten sammeln und anbieten könnte. Dafür nähme die abgerufene Bandbreite in den Mediatheken ab - und die kostet volumenbasiert Geld.

Der Hörfunktransponder (TP 93) wäre elegant ein zweiter Kandidat: wenn man den auf DVB-S2, QPSK, 27500 kSymb/s, FEC 9/10 umstellt, sind das 49 MBit/s - perfekt auch für die Kabelnetzeinspeisung. Neben dem Hörfunk in bekanntem Standard und bekannter Qualität (Unbedingt so lassen, liebe ARD, alles andere käme einer Abschaltung gleich!) wäre dort auch noch Platz für ein UHD-Programm (durchlaufend!), wenn man SD endlich mal abschalten würde.

Beim ZDF müsste man nur ZDF neo HD mit rüber auf TP 10 nehmen und dort Statmux mit ZDF info HD, 3sat HD und KiKa HD machen. Das gäbe z.B. 12 MBit/s mittlere Bilddatenrate für 3 Sat HD, je 8 MBit/s für die ZDF-Programme und 7 MBit/s für den KiKa. Ein Blick in die Schweiz: ja, damit kann man anständige Qualität machen. Schon wäre auf TP 11 neben dem ZDF HD Platz für einen UHD-Kanal des ZDF und die Deutschlandradios. Kostet alles keinerlei Transpondermiete extra.

Gibt es eigentlich eine Erhebung, wie viele Haushalte derzeit UHD wiedergeben können?

Angeblich fast 1 Viertel:


Man bräuchte nur wie angekündigt einen der SD-Transponder abschalten und gut wärs. Die Umsetzung ins Kabel funktioniert dann völlig problemlos, soweit die Gesamtdatenmenge von 50 MBit nicht überschritten wird, was wiederum nur ältere Kabelanlagen betrifft. Es gibt wohl auch schon Umsetzer, die mit mehr als 50 klar kommen.

Umsetzer aus den vergangenen 10 Jahren kommen auch mit größeren Konstellationen klar. Sky-TP 99 hat ja auch weit über 50 MBit/s. Es muss dann aber ein Service Filtering gemacht werden, um auf die maximal ca. 50 MBit/s netto eines Kabelkanals zu kommen. Sky nutzt das geschickt aus, indem sie auf TP 99 auch 4 Services laufen haben, die aus vertragsrechtlichen Gründen nicht in Kabelnetze eingespeist werden dürfen. Filtert man diese Services raus, passt der Rest in einen Kabelkanal.

Diese Grenze ist modulationsbedingt und hat mit alten oder neuen Umsetzern recht wenig zu tun:

256 QAM arbeitet mit 8 Bit je Symbol (2^8 = 256). Die Symbolrate beträgt für TV 6900 kSymb/s. Es werden also 8 * 6900 kBit/s übertragen. Da drauf sitzt der Fehlerschutz, der immer 188 Nutzbits auf 204 Bruttobits aufbläst. Also sind es netto 188/204 * 8 Bit/Symbol * 6900 kSymbol/s = 50870 kBit/s.

Da drin muss man aber auch noch die kabelspezifischen Tabellen unterbekommen, also die NIT und die LCN, das kann teils durchaus umfangreichere "Prosa" sein. Da man auf Satellit aber auch Sat-spezifische Tabellen (eben auch die NIT beispielsweise) herumschleppt, die von den Umsetzern ohnehin entfernt werden, hat man i.d.R. den notwendigen Platz.

Das härteste, was in einem Kabelkanal geht, sind die Transponder der M7 / Kabelkiosk, über die kleinere Netzbetreiber und die PYUR ihr digitales Pay-Angebot als Whitelabel-Produkt beziehen:


Diese Transponder werden mit DVB-S2, 8PSK, 27500 kSymb/s, FEC 2/3 mit Pilot betrieben. Das ergibt ca. 53 MBit/s netto. Die sind zu groß für Kabelnetze, werden aber nicht voll ausgefahren mit Nettodaten. Hier ein Beispiel:


Die Kopfstellenumsetzer müssen die Leerdaten entfernen, genau so, wie sie die Sat-spezifischen Tabellen entfernen müssen. Dann muss das ganze auf die Kabel-Nettodatenrate aufgefüllt werden mit Leerdaten. Das ist dann ganz wenig. Ein Quad-Umsetzer eines deutschen Herstellers versagte dabei, Kabelkiosk machte also Klötzchen wegen Modulatorüberlauf. Ein Firmwareupdate half dem ab.

Das größere Problem in Kabelnetzen sind die schmalen HD-Transponder der ARD. Die haben nur ca. 42 MBit/s netto, man schleppt also bei 1:1-Übernahme in die Netze immer ca. 8 MBit/s Leerdaten herum. Da könnte man freilich was dazumuxen, aber ein richtiger Remux ist nicht für lau zu haben. Man muss u.U. die PID der Service-Komponenten dynamisch in Echtzeit umnummerieren mitsamt aller Referenzierungen darauf, weil eben beim Zusammenmuxen aus mehreren Quell-Transportströmen auch mal identische PID auftauchen können, was in einem Ziel-Mux freilich nicht geht. Man muss auch aus der EIT (Event Information Table) jedes Quell-Transportstromes die zu den verwendeten Services zugehörigen Einträge dynamisch herausziehen und in die EIT des Ziel-Muxes packen. Sonst fehlt dann bei den hinzugemuxten Programmen der EPG und die Sendungsinfos.

Bei sowas versagen einfachere Kopfstellen kleinerer Netze gerne partiell oder vollständig. "Mittelalte" Kopfstellensysteme erlauben oft schon den Empfang von DVB-S2, also auch von Transpondern >38 MBit/s und auch >50 MBit/s, haben aber keine Service-Filter, sondern nur PID-Filter. Man kann dann z.B. 5 oder 10 Elementardatenströme (Video, Audio) herausfiltern, aber nicht z.B. einen oder 2 TV-Services (was im Hintergrund das Filtern sämtlicher darauf referenzierter Datenströme, also Video, alle Audiospuren, Videotext etc. erfordern würde). Auch so kann man Platz schaffen, indem man z.B. die Videodatenströme der "zu vielen" Programme killt - diese Programme werden dann aber als Services weiterhin eingelesen und führen zu Rückfragen ("Ton kommt, aber kein Bild"). So kann mans also nicht wirklich machen.

Kopfstellensysteme, die Remultiplex detailliert und sicher können, kosten ein Schweinegeld. Da sind ruckzuck mal 50 kEUR oder 75 kEUR weg - das kann sich keine Stadtteilanlage leisten. Eine hochwertige 1:1-Umsetzung von 48 Sat-Transpondern ins Kabel (ggf. mit Service-Filterung, aber ohne Remux) kostet inkl. Erzeugung von max. 48 UKW-Programmen aus den MPEG 1 Layer II Audioservices der Sat-Transponder hingegen nur ca. 12 kEUR und passt inzwischen in 3 Pizzakartons von je 3-facher Dicke.

Mit einem Absenken des Fehlerschutzes von 2/3 auf 3/4 bei den schmalen Transpondern käme man auf knapp über 47 MBit/s netto, gewänne also 5 MBit/s je Transponder. Das wäre für die Kabelnetzumsetzung schon deutlich effizienter, aber dann wären die Besitzer von Minischüsseln sehr schnell raus, wenns mal regnet. Dennoch laufen bei Sky einer und bei HD+ zwei Transponder genau so. Irgendwie geht es also.

Es wäre deshalb viel schöner, ARD und ZDF hätten für ihre HD-Transponder auch breite Transponder angemietet. Die dann robust auf 49 MBit/s netto betreiben (was Verschwendung ist, die könnten auch 57 MBit/s), aber so wären sie perfekt für Kabelnetze.

Mit dem neuen WDR-TP und dem Hörfunktransponder nach Umstellung auf DVB-S2 hätte man aber schon mal Platz für 2 UHD-Eventkanäle der ARD verfügbar. Selbst wenn man SR Fernsehen und ARD Alpha SD weiter laufen lassen wollte, fände sich dazu Platz auf den anderen SD-Transpondern. Man muss ja nicht mehr auf beste Qualität achten, es ist ja nur die SD-Rückfallebene (die man aber wirklich mal abschalten sollte).
 
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Tweety

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Angeblich fast 1 Viertel:

Wieso angeblich? Ich hatte doch geschrieben, dass es mittlerweile wohl schon ca. 30% sind. Das sind ja die Zahlen von 2020 und inzwischen war ja schon Weihnachten und mittlerweile haben wir Mitte März. Somit wurden weitere UHD Geräte angeschafft. Die 30% decken sich auch ungefähr mit den Erfahrungen im privaten Umfeld. Somit könnte wohl schon fast jeder 3. Haushalt UHD fähiges Material darstellen.
 
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s.matze

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Die permanente Gleichschaltung der Dritten zur abendlichen Primetime ist nicht mehr zu begreifen.
Bei der Schirach-Geschichte hat man noch behauptet, das sei ein "Einzelfall".
Heute wird schon wieder das "ARD-Extra" in sämtlichen Dritten durchgeschleift.
Mittlerweile zum gefühlt 38. Mal.
Der RBB macht natürlich noch wieder sein eigenes Ding.

Traut man den Zuschauern nicht zu, bei Interesse selber ins Erste umzuschalten?
Hält man den Bürger für unmündig und dumm, nicht in der Lage das Fernsehgerät zu bedienen?
Oder soll hiermit um jeden Preis Quote gemacht werden?

Ich finde es mittlerweile einfach nur noch zum Kotzen, dass ständig auf 20 gebührenfinanzierten Kanälen das selbe Abendprogramm zur Hauptsendezeit läuft. Schön bequem, Hauptsache man muss selber nichts investieren.

Und es ist überhaupt nicht nachvollziehbar!
Jeder, der sein zuständiges Drittes empfängt, verfügt auch über die technnischne Möglichkeiten, Das Erste zu schauen!

Was soll dieser Schwachfug??

Warum kann man als Gebührenzahler nicht selbst entscheiden, ob man das blöde Extra sehen möchte oder nicht? Aufgabe der Dritten ist die Regionalberichterstattung und nicht die Parallel- und Doppelausstrahlung des ARD-Zentralprogramms!

Es ist ein Absolutes Ärgernis dass bei einem Dutzend öffentlich.-rechtlicher Programme keine programmliche Alternative angeboten wird und Abend für Abend überall das Gleiche läuft!
Wo jeder problemlos das Erste empfangen kann! Dann kann man die Dritten auch abschafffen.
 
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AgnesGerner

Gesperrter Benutzer
Ich finde es gut, wenn bei einem so national wichtigen Thema wie die Pandemie auch die Dritten Programme "gleichgeschaltet" werden. So ist doch wenigstens die Primetime der ARD wenigstens wieder einheitlich in Sachen Beginn des nachfolgenden Programms.
 

Grasdackel

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... weil sie lieber im Reisebüro in der Schlange stehen, um völlig überflüssige Reisen nach Malle zu buchen und dann wieder motzend vor den geschlossenen Bierbuden stehen.
 

Radiokult

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Es ist ein Absolutes Ärgernis dass bei einem Dutzend öffentlich.-rechtlicher Programme keine programmliche Alternative angeboten wird und Abend für Abend überall das Gleiche läuft!
Du mußt ganz schön arm dran sein, wenn du es nicht schaffst eine Viertel Stunde Zeit ohne deine Glotze zu überbrücken. Und davon abgesehen kannst du die Nummer noch hundert Mal hier schreiben, es bleibt ausreichend (ÖR-)Programm als Alternative - One, ZDF neo, ZDF info, jede Menge Content in den Mediatheken... und unzählige private Fernsehanbieter. Und von all dem abgesehen ist dein Vorwurf auch inhaltlich nicht ganz koscher. Ich kann mich nicht erinnern, dass der mdr jemals ein ARD extra übernommen hätte.
 

s.matze

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Wie wäre es wenn die Dritten ab 20:15 einfach mal pünktlich das normale Abendprogramm senden?
Das ist deren Aufgabe. Dadurch dass sowieso permanent (bei DAS um 18:45 und in der Regionalschiene ab 19:30) auf das Extra verwiesen wird, reicht es vollkommen aus, wenn das im Ersten läuft.

Am Dienstag (also gestern) laufen sowieso überall Gesundheits- und Verbrauchermagazine. Im NDR die Visite.
Das Thema kann man dort entsprechend in der regulären Sendung unterbringen und vertieft mit regionalen Vertretern der norddeutschen Gesundheitseinrichtungen vertiefen.

Aber Hauptsache man kann sich heute mit einer 11Prozent- oder 3 Mio-Quote brüsten. Darunter natürlich alle, die auf das eigentlich vorgesehene Abendprogramm warten und notgedrungen gleich hocken bleiben.

Vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, wenn ein paar mehr Leute versehentlich mitbekommen, was los ist.
Also doch Bevormundung der Bürger?
Oder sollte nicht jeder selbst entscheiden können, wie oft er sich informiert?
Und über welche Themen?
Davon dass man ständig in zig Sendungen die gleichen Worthülsen wiederholt, entsteht keine "Information". Sondern die Blase in der man lebt wird nur etwas größer.

Das allgegenwärtige Thema des ARD-Extra wurde bereits (teilweise wortgleich) dreimal zuvor thematisiert:
im Vorabendmagazin (im Fall NDR: DAS ab 18:45)
im Regionalmagazin (im Fall NDR: Hamburg-Journal etc. ab 19:30)
in der Hauptnachrichtensendung Tageschau.

Und um 21:45 oder 22 Uhr kommen ja dann sowieso wieder in den Dritten die Aktuell-Sendungen
und im Ersten die Themen des Tages in den Tagesthemen bzw. Tagesthemen Extra (Wahl).

Das Informationsgehalt dieser abendlichen Sondersendungen hält sich arg in Grenzen.
Meist wird ohnehin zu 95 Prozent alt bekanntes nochmal durchgekaut.

Wozu muss das auf 12 oder 15 Kanälen laufen? Jeder der nicht genug davon bekommen kann,
möge doch bitte die Fernbedienung bemühen und UMSCHALTEN.

Mit gleicher Begründung könnte man den Tatort am Sonntagabend auch auf allen Dritten durchschleifen.
Das wird aber auch nicht gemacht.

...was du offenbar ebenso für falsch hältst.
Wenn ich höre dass der RBB im Radio abends nicht mal mehr Geld für Wetter und Verkehr hat (Fritz/RadioEins) in einem 5 Millionen Einwohner-Markt, ja, dann halte ich es für FALSCH, allabendlich Geld für nutzlose und überflüssige Sondersendungen auszugeben, da alles was dort nochmal aufgewärmt wird bereits brühwarm in ZIBB/ Brandenburg aktuell / Abendschau / Tagesschau etc. serviert wurde.

Da diese Extras nichts Neues bringen, was nicht auch zuvor in der Tagesschau schon gemeldet wurde, ist der Mehrwert gleich Null.

Sonst wird ja auch immer auf "Mehr Informationen finden Sie unter Tagesschau.de und in der App" verwiesen.
 
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Wie wäre es wenn die Dritten ab 20:15 einfach mal pünktlich das normale Abendprogramm senden?
Das ist deren Aufgabe.
Wäre mir neu, dass es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass ab 20:15 Uhr das Abendprogramm laufen muss. Die können damit auch um 20:00, 20:10, 20:30 Uhr oder wann auch immer beginnen. Ganz flexibel. Selbst Schuld, wenn du dich 2021 immer noch auf das gute, alte TV-Heftchen verlassen tust. Naja, irgendwann wird diese Papierverschwendung sowieso abgeschafft - unwirtschaftlich.
 
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