In die Charts durch Radio?


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#1
Hallo, Szene. Mal eine Frage, die mir vielleicht vor allem Musikredakteure beantworten können: Wie kommt ein Song in die Charts? Reicht es, wenn er "nur" im Radio gespielt wird, aber keiner kauft die Single? Oder müssen Singles verkauft werden?
Und dann ist noch die Frage: Wenn die Verkaufszahlen für Goldene Schallplatten ständig runter gesetzt werden (damit sie überhaupt noch einer bekommt), wie viele CDs/ Singles muß ich überhaupt verkaufen, um in die Charts zu kommen (hab' da mal was von 500 Stck. (!) gelesen)!?
 

Guess who I am

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#5
Original geschrieben von Denise
Freddy hat 1956 vom Schlager "Heimweh" über 8 Millionen verkauft und dafür EINE Goldene Schallplatte bekommen.
Ja, und? Dafür gibt es doch genau Vorgaben, ab wann eine Platte als Gold, Platin oder Doppelplatin verliehen wird. Mag ja sein, daß sich das mal geändert hat. Die Eingangsfrage bezog sich aber wohl auf die heutige Situation und weniger auf Freddy Quinn's Zeiten. Gibt es denn die Airplaycharts überhaupt noch? Früher war der Begriff ja mal eine Zeit lang in aller Munde, heute hört man da kaum noch was von. Und was nützen Airplaycharts, die dann von Schrottsendern wie bigFM etc., bedingt durch Mini-Rotationen mit Müll-Schwerpunkt, erheblich beeinflußt werden? Mir scheint diese komplette Charts-Chose ziemlich anachronistisch. Mal ehrlich - wen interessiert es heute noch, welcher Quatsch gerade auf #1 ist (außer den Verursacher)? Irgendwann habe ich mich des Interesses dafür entledigt...
 
#6
Bin deiner Meinung @Guess.
Wen interessierts wirklich?! Englische Verhältnisse, wobei ein Titel von 0 auf 1 einsteigt, die Woche darauf dann nur noch auf der 8 ist. Drei Wochen später auf der 30, und dann weg.

Abgesehen davon sind die (Verkaufs-) Charts seit 3-4 Jahren sowieso irrelevant, da wohl keiner unter 20 sich je ne CD gekauft hat (ausser ein 20er-Pack Rohlinge)....

Traurig genug, dass TV the Superstar makes....

Mein Wunsch daher:
Wenn alle Radiostationen diesen TV-Casting-Mist boykottieren würden, dann gäb´s ne realistische Chance, die Musik-Landschaft wieder "erträglicher" zu gestalten.

Aber das wird wohl immer ein Wunsch bleiben....

P.S.: Übrigens bin ich der Meinung, dass der Name "Daniel Küblböck" nie mehr im deutschen Radio erwähnt werden sollte...
 
#7
Endlich zum Thema

Soweit ich weis, bauen die ersten 50 Plätze rein auf Verkaufszahlen auf und die Plätze 51-100 mit steigender Airplay-Gewichtung. Details sind mir aber momentan abhanden gekommen, ....

Now remember, it's Radiotime
 
#8
Soweit ich weiß zählen nur noch Verkäufe bei den Dienstagslisten. Was dort anteilig mit reinzählt sind Titel die auf LP's und Kopplungen zu finden sind.
 
#9
stimmt, die Singles-Top-100 basieren seit einiger Zeit (wieder) nur auf reinen Verkäufen. Sie sind nicht verkoppelt mit den Album- und Compilation-Top-100 bzw. Top-50. Allerdings gibt es "Bereinigungs"-Regeln, die einen Titel vorzeit aus den Charts werfen, wenn er lange genung z.B. unter Platz 50 rangiert. Airplay wird nicht mehr in die Sales-Charts eingerechnet.

Airplay-Charts für aktuelle Titel gibt es nach wie vor, sie werden von media control inzwischen nur noch bis Platz 150 ermittelt. Herangezogen werden derzeit 71 Radio-Programme aus Deutschland, deren Airplays in unterschiedlicher Gewichtung nach Reichweite und Neuheitenanteil am Programm zu diesen Charts zusammen gefasst werden. Auch hier gibt es wohl "Bereinigungs"-Regeln, deren Kenntnis mir verschlossen geblieben ist...
 
#10
danke für's update ;) ich lerne jeden tag gerne dazu ;)

@airplay charts: SWR3 hatte doch mal damit beworben (zu früheren Zeiten), dass ihre Gewichtung jetzt stärker ausfällt weil sie ja Trendsetter sind ...

Now remember, it's Radiotime
 
#11
Abgesehen davon sind die (Verkaufs-) Charts seit 3-4 Jahren sowieso irrelevant, da wohl keiner unter 20 sich je ne CD gekauft hat (ausser ein 20er-Pack Rohlinge)....
Auweia, soviel Fachwissen auf einmal. Unfug wird nicht wahrer, wenn er hundert Mal wiederholt wird. :rolleyes:

Wer sich über die Charts und deren Details informieren möchte, findet Infos unter www.ifpi.de (u. a. auch die Aufteilung der Käuferschichten).

Grüße
Jingleberger
 
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