Ist das Journalismus - oder kann das weg?


#1
Das ist kein neuer Trend, aber mir stößt er zunehmend unangenehm auf: Onlineseiten schreiben Facebook, Twitter, Insta-Postings um und deklarieren das als Artikel... Sehr wahrscheinlich vollautomatisiert mit KI, klickbait-gerecht, billigst. Dazu das Original zu posten, und somit sichtbar zu machen, wie billig das zusammengeschustert wird, empfinde ich als Hohn. Vor allem wenn man die Jammerei über sinkende Auflagen im Printbereich im Ohr hat. https://mobil.berliner-zeitung.de/p...e-weist-unverschaemte-kundin-zurecht-32625460
 
#2
Edeka sucht also Auszubildende. Schön. Und nutzt das schlechte Benehmen einer Kundin für Werbung auf Facebook. Schön. Und die Berliner Zeitung macht einen Artikel daraus. Nicht schön. Es gibt wichtigeres als eine Schlange im Supermarkt mit unhöflichen Kunden. Das die Berliner Zeitung auch noch die Supermarkt-Kette in diesem Artikel erwähnen muss, schmeckt mir ebenfalls nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
#3
Wenn ich sehe, wie in den Print-Medien zunehmend Artikel zusammengeschustert werden und als "Qualitätsjournalismus" verkauft werden, muss ich mir über die verluderten Sitten im Online-Bereich keine Gedanken mehr machen.
 
#4
Sehr wahrscheinlich vollautomatisiert mit KI
Wenn du mit KI irgeneinen armen Teufel inkl. Volontariatsstatus meinst, dann ja.

Dazu das Original zu posten, und somit sichtbar zu machen, wie billig das zusammengeschustert wird, empfinde ich als Hohn
Kann man ganz trefflich so empfinden. Dennoch benötigt es die Auflockerung, da viele Leser mittlerweile eine Aufmerksamkeitsspanne haben, die keine fünf Sätze durchhält. Da helfen ein bisserl Klickibunti, Bilder, Videos, Facebook und Insta bestens weiter.

Vor allem wenn man die Jammerei über sinkende Auflagen im Printbereich im Ohr hat
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Weil im Print die Erlöse im Vertrieb und Verkauf wegbrechen, zudem sich die Entwicklung nicht mehr umkehren lässt, stürzt man sich mit Schaum vorm Mund auf Online. Und das treibt dort so irre Blüten, dass Clickbait das Mittel der Stunde ist. Das geht sogar so weit, dass die Redakteure gewisser Medien auf den FB-Seiten großer Discounter rumhängen und dort die Reklamationen der User zu Geschichten verwursten, mal ein besonders perfides Beispiel: https://uebermedien.de/29582/mann-f...l-bei-merkur-de-dann-wird-es-richtig-traurig/
 
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