Jazzradio hat Insolvenz beantragt


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#1
Aus dem heutigen "Tagesspiegel":
Das Jazz-Radio in Berlin wird weiterhin zu hören sein – trotz der Insolvenz, die die Jazz Radio und Verlag GmbH am 12. September beim Amtsgericht Charlottenburg beantragt hatte. Der vorläufige Insolvenzverwalter Peter Leonhardt prüfe derzeit die Möglichkeiten einer Sanierung, heißt es in einer Pressemitteilung. Es würden Investoren gesucht, zugleich werde intensiv an einer besseren Vermarktung des Privatsenders gearbeitet. Laut Media-Analyse erreicht das Radioprogramm 247 000 Hörer in Berlin. Tsp
 
#2
@ makeitso
interessante Info. Danke!

Ehrlich gesagt habe ich soetwas nach der letzten MA erwartet. Für einen ohnehin schon Reichweiten schwachen Sender ist es eben besonders hart, wenn man Hörer verliert.
 
#3
Wenn ich das lese, steigen in mir ja immer wieder heftige negative Emotionen auf. Man muss wohl befürchten, dass Musikspartensender in D chancenlos sind. Es ist bleibt ein naiver Wunsch, dass Landesmedienanstalten endlich mal bereit sind, bundesweite Frequenzen für solche Programme auszuschreiben, um sie so finanzierbar zu machen. Denn auch wenn es neue Investoren geben sollte, die Jazzradio jetzt retten, es ist ja nicht zu erwarten, dass dieser Vorgang einmalig ist bei Jazzradio. Wenn sich nicht grundlegend etwas ändert, wird es ihn immer wieder geben - bis sämtliche Investoren es endgültig leid sind...
db
 
#4
Kein Wunder! Es war ja nicht möglich bei Jazzradio jemand an die Strippe zu bekommen, wenn man Werbung schalten wollte. Auch auf der HP steht (oder stand) wie ich gerade bei sendertabelle.de gelesen habe auch nix drauf.

Wenn man sich als Kunde abmühen muß um Spots zu schalten....Erde an Jazzradio kann ich da nur sagen.
 
#5
Um Himmels Willen !

Das wäre die schlechteste Nachricht seit langem, wenn Jazzradio Berlin sich langmachen
würde. Ich hoffe, da finden sich noch risikobereite, fachkundige Investoren, gute Konzepte
und gute Leute.
Ich habe den Sender seit seinem Start 1995 auf Mittelwelle gehört, ich möchte mein
Jazzradio nicht als abgeschlossenes Sammlergebiet ins Kopfregal stellen müssen.

Radiogott, wenn es Dich gibt, hilf !
 
#8
sunshine live
Jam FM
Die FFH Gruppe
Paradiso
Rockland
Melodie

die haben sich unter anderem beworben, glaub der Rest war net so bedrohlich.
Es sind 2 Frequenzen in Stuttgart, die ausgeschrieben sind dafür.
Ich denke sunshine live wird sicher kommen. Würde mich freuen drüber.
An wen die 2. Freq. geht weiß ich nicht.
 
#9
Natürlich ist es schade, wenn ein Sender Insolvenz beantragt -
nur - vorrausgesetzt das stimmt, mit dem schlechten Werbetelefon und Marketing - ist ein Radio nur ein Wirtschaftsbetrieb. Die Schwierigkeit liegt in dem gespaltenen Zustand unserer Radioindustrie - ich muss den eventuellen-erreichbaren-(zukünftigen) Hörern etwas bieten und der Werbewirtschaft. Ich muss auch den Hörern, wie den Kunden zeigen das ich DA bin. Und diese Schwierigkeit haben alle Sender.
Von daher möchte ich wiedersprechen, das Spartenradio in D keine Chance hat - schliesslich sind die JAZZer nun schon lange auf dem Markt und weiten sich aus. Auch JAM FM ist ein Spartensender - der keine Insolvenz beantragt hat - und derer Beispiele gibt es viele.

Ich weiß, das klingt jetzt alles schlaumeierisch - ich weiß nicht ob ich das besser gemacht hätte- das führen eines solchen Kanals...
Und das die MA nicht unbedingt die Wirklichkeit wiederspiegelt wissen Radio- , PR- und Werbeleute, allesamt. Von wegen der schwachen MA.
Die Frage die man sich - werbetechnisch- stellen sollte ist - ist es besser 100 HINhörer zu haben oder 1000 Nebenbeihörer - ist es besser die "festen" 100 zu erreichen als die 1000 malhinschaltenundwegschalte-Hörer.

Aber das geht zuweit, denke ich.
Trotzallem noch ein Denkansatz - Insolvenzen hatte man schon viele in der Wirtschaft - und nicht jede führt zum Wegfall des Unternehmens.
Oft sind diese Antraege eine neue Chance
meint der oops voller Hoffnung
 
#10
sunshine live ist genauso ein spartensender nur eben für elektronische Musik und denen gehts auch net grad schlecht in D also ne pauschalisierung würd ich net vom Stapel lassen, wie das auch mein Vorgänger schrieb.
 
#11
Sollte ja auch keine Pauschalisierung sein. Ist einfach eine Befürchtung, weil einer Reihe Spartensender immer wieder nachgesagt wird, sie stünden finanziell eng da. sunshine ist da keine Ausnahme. Weil sie eben nur Landesfrequenzen besitzen und das nicht immer genug Hörer liefert, ist die Befürchtung ja auch nicht ganz unberechtigt.
Was die ausgeschriebenen Stuttgarter Frequenzen angeht, sind das ja zT die üblichen Verdächtigen (Rockland, Melodie, FFH-Gruppe, JAM). Jazz ist echter Exot, und Paradiso hatte sich doch schon auf die Frequenzen beworben, die dann KlassikRadio bekommen hat. Wollen wohl mit aller Macht nach Schwaben.
db
 
#13
@Rätsler4711:
Hast du eine Ahnung, was die an BaWü so reizvoll finden?
db

Nachtrag: Allerdings eine Richtigstellung: Paradiso hat sich bei der Neuausschreibung der BaWü-Frequenzen Anfang 2003 auf keine einzige Frequenz beworben. Paradiso hat zwar auch was mit Kirche zu tun, aber ich glaube, du verwechselst das hier gerade mit dem Überallbewerber "Christliche Medien e. V. / VISION Radio". Die haben aber nicht mit Paradiso zu tun. Guckst du auf Bewerberliste von damals.
 
#14
@beobachter
richtig beobachtet ;) sorry, hatte irgendwas noch im Kopf, war wohl nicht Paradiso.

Was an BW reizvoll ist !? ich würde sagen, es ist nicht anders als München oder so.
Die Sender Bewerben sich ja auch in anderen Hauptstätten. Ich seh darin keinen Unterschied zu Stuttgart.
Wobei die beiden neuen Freq. sollen ja glaub ich eine mit 1KW und eine mit 800?! Watt gezündet werden !?
Ich bin hier in Esslingen. Oben wo ich wohn ist alles okay, aber in der Stadt an sich unten (im Tal) forget Chart Radio und Co. nichts gibts da unten. Sogar im Auto ists ein Jammerspiel und das obwohl ich so nahe an Stuttgart bin. Echt traurig.
Auf Anfrage hieß es das der Fernsehturm ausgelastet wäre, aber warum in aller Welt verhandelt man nicht mit den Amis daß man deren Standort am Frauenkopf mit benutzt ?
Ich verstehs nicht. Man will die Programme wirklich auf Stuttgart beschränken anstatt eine breite Medienvielfalt weit auszustrahlen.
 
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