Jedes dritte verkaufte Radiogerät in Deutschland hat inzwischen DABplus


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WilliWinzich

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Der Prozentsatz der Geräte, die DAB eingebaut haben, sagt nicht das geringste aus. Entscheidend ist, wie viele der Käufer von dieser Option Gebrauch machen. Alles andere ist Nebelkerzenwerferei und Propaganda.
Nicht ganz: Wenn diese Option nicht besteht, kann ich von ihr auch nicht Gebrauch machen. In vielen Autos besteht die Option nach wie vor NICHT.
Anders ausgedrückt in Bezug auf DAB+: Die Henne ist da, das Ausbrüten des Ei dauert noch etwas länger. Und ob die Kücken schlüpfen und gedeihen?
 

radiobino

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Der Prozentsatz der Geräte, die DAB eingebaut haben, sagt nicht das geringste aus. Entscheidend ist, wie viele der Käufer von dieser Option Gebrauch machen. Alles andere ist Nebelkerzenwerferei und Propaganda.
Propaganda hin Propaganda her, fakt ist das diejenigen die sich in meinem Bekanntenkreis ein DAB+ Radio gekauft haben auch DAB+ hören. Auch bei uns in der Arbeit läuft nur noch DAB+ , wir hören darüber Kultradio.
Ich denke dort wo DAB+ wirklichen Mehrwert bringt wird DAB+ auch genutzt.
 

pfennigfuchser

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Immer wieder die gleichen Diskussionen, welcher Übertragungsweg der bessere Weg ist. UKW hat eindeutig die Nase vorn, wenn es um die Reichweite geht, aber rauscht eben. Das gibt es bei DAB nicht, aber die Qualität ist teils schlecht und die Reichweite ist geringer. Das sind Fakten. Darüber muss man nicht diskutieren.

Erfreulich ist, dass sich DAB+ als zusätzlicher!!!!! Weg für dieRadionutzung entwickelt.
 

Inselkobi

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Immer wieder die gleichen Diskussionen, welcher Übertragungsweg der bessere Weg ist. UKW hat eindeutig die Nase vorn, wenn es um die Reichweite geht, aber rauscht eben. Das gibt es bei DAB nicht, aber die Qualität ist teils schlecht und die Reichweite ist geringer. Das sind Fakten.
Aha? Dann erklär an dieser Stelle doch bitte folgendes:
1.) Wieso gibt es bei UKW mehr Überreichweiten?
2.) Weshalb hat UKW einen höheren Dynamikbereich als DAB+ ((technisch bedingt) im derzeitigen Betrieb hier in Deutschland)?
3.) Selbst wenn bei UKW der Empfang "schlechter" sein sollte, es ist Empfang vorhanden; zu der Zeit ist bei DAB+ schon längst Stille. Was ist, abgesehen von der Rauschfreiheit, der Vorteil? Immerhin wird das Empfangsgebiet immens eingeschränkt.

Darüber muss man nicht diskutieren.
Du siehst, darüber muss sehrwohl diskutiert werden, denn offensichtlich ist die Faktenlage noch immer nicht allen ganz klar.
 

iro

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Was ist, abgesehen von der Rauschfreiheit, der Vorteil? Immerhin wird das Empfangsgebiet immens eingeschränkt.
Solange ich mich im Empfangsgebiet befinde, kann es mir doch vollkommen egal sein, daß es ggf. kleiner als das eines gleichstarken UKW-Senders ist (Gut, i.d.R. senden die UKW-Sender allerdings mit 2,5 bis 10facher Leistung verglichen mit einem DAB-Ensemble). Die wenigsten Leute haben tägliche Fahrwege von hunderten Kilometern...

1.) Wieso gibt es bei UKW mehr Überreichweiten?
(Tropospärische) Überreichweiten habe ich auf DAB eigentlich fast genau so oft wie bei UKW, allerdings oftmals ohne Audio sobald mehrere DAB-Standorte gleichzeitig empfangbar sind. Nur Überreichweiten per sporadic E habe ich bisher auf DAB noch nicht erlebt.
Oder meinst Du "Overspill" (das ist dann aber keine Überreichweite, sondern technisch bedingt, aber nicht unbedingt erwünscht. Overspill lässt sich bei DAB deutlich besser vermeiden, was zusätzliche Übertragungsmöglichkeiten im eigentlichen Sendegebiet schafft.)
 

FrankSch

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Der Prozentsatz der Geräte, die DAB eingebaut haben, sagt nicht das geringste aus. Entscheidend ist, wie viele der Käufer von dieser Option Gebrauch machen. Alles andere ist Nebelkerzenwerferei und Propaganda.

Von den Leuten die mobiles Internetradio propagieren wird auch nicht anders argumentiert. Da hört man auch nur, wie viele Millionen Smartphone es in Deutschland gibt, nicht wie viele wirklich für Netzradio genutzt werden.
 

radiobino

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Von den Leuten die mobiles Internetradio propagieren wird auch nicht anders argumentiert. Da hört man auch nur, wie viele Millionen Smartphone es in Deutschland gibt, nicht wie viele wirklich für Netzradio genutzt werden.

Anfangs hatte ich das noch gemacht, hatte aber schnell kein Spaß mehr daran nach dem ich jedesmal gedrosselt worden bin. Jetzt höre ich unterwegs nur noch mit meinen DAB+ Radio für die Jackentasche und übers Internet zu hause mit meinen WLAN-Radiogeräten.
 

pfennigfuchser

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Aha? Dann erklär an dieser Stelle doch bitte folgendes:
1.) Wieso gibt es bei UKW mehr Überreichweiten?
2.) Weshalb hat UKW einen höheren Dynamikbereich als DAB+ ((technisch bedingt) im derzeitigen Betrieb hier in Deutschland)?
3.) Selbst wenn bei UKW der Empfang "schlechter" sein sollte, es ist Empfang vorhanden; zu der Zeit ist bei DAB+ schon längst Stille. Was ist, abgesehen von der Rauschfreiheit, der Vorteil? Immerhin wird das Empfangsgebiet immens eingeschränkt.


Du siehst, darüber muss sehrwohl diskutiert werden, denn offensichtlich ist die Faktenlage noch immer nicht allen ganz klar.

Da hast Du meinen Post falsch verstanden.

Ich meinte, dass die Reichweite bei DAB geringer ist (Beispiele aus Wuppertal sind Sender aus NL, BEL, RP und Hessen. Bei der Qualität ist UKW schnell mit Rauschen unterlegt, zu hören hier in Wuppertal, aber bei DAB rauchfrei. Leider wird aber die Klangqualität schlechter, zu hören zum Beispiel bei Absolut Radio oder einigen NL-Programmen.

Ich hoffe, das ist jetzt deutlich geworden.
 

pfennigfuchser

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Solange ich mich im Empfangsgebiet befinde, kann es mir doch vollkommen egal sein, daß es ggf. kleiner als das eines gleichstarken UKW-Senders ist (Gut, i.d.R. senden die UKW-Sender allerdings mit 2,5 bis 10facher Leistung verglichen mit einem DAB-Ensemble). Die wenigsten Leute haben tägliche Fahrwege von hunderten Kilometern...


(Tropospärische) Überreichweiten habe ich auf DAB eigentlich fast genau so oft wie bei UKW, allerdings oftmals ohne Audio sobald mehrere DAB-Standorte gleichzeitig empfangbar sind. Nur Überreichweiten per sporadic E habe ich bisher auf DAB noch nicht erlebt.
Oder meinst Du "Overspill" (das ist dann aber keine Überreichweite, sondern technisch bedingt, aber nicht unbedingt erwünscht. Overspill lässt sich bei DAB deutlich besser vermeiden, was zusätzliche Übertragungsmöglichkeiten im eigentlichen Sendegebiet schafft.)

Ich will es mal so formulieren: Es gibt natürlich immer Fahrwege, die über die Grenze gehen und bei DAB recht schnell Funkstille ist. Beispiel sind die NL-Programme, wo man von Winterswijk nach Borken fährt (viele aus NL gehen gerne bei Real einkaufen) und auf DAB nichts mehr geht. Das sind aber nur rund 20 km. Hinzu kommen noch die Leute wie um Köln und Düsseldorf, die den SWR über UKW hören und dies gerne auch über DAB machen würden. Dies funktioniert aber nicht. Deswegen kann man auch nicht die Reichweite ignorieren.
 

exhörer

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Von den Leuten die mobiles Internetradio propagieren wird auch nicht anders argumentiert. Da hört man auch nur, wie viele Millionen Smartphone es in Deutschland gibt, nicht wie viele wirklich für Netzradio genutzt werden.

Wenn schon, dann müßtest Du hier mit WLAN-Radios argumentieren!

Gibt es irgendwo Zahlen, wieviele WLAN-Radios und wieviele DAB+-Radios letztes Jahr in Deutschland verkauft wurden?
 

radiobino

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Wenn schon, dann müßtest Du hier mit WLAN-Radios argumentieren!

Gibt es irgendwo Zahlen, wieviele WLAN-Radios und wieviele DAB+-Radios letztes Jahr in Deutschland verkauft wurden?

Die Frage wird wohl schwierig zu beantworten sein, da es immer mehr Radiogeräte gibt die sowohl DAB+ als auch Internet können. Mein letztes Radiogerät was ich gekauft habe ist auch so ein Kombi-Gerät. Dort nutze ich sowohl DAB+ als auch Internet.

http://www.dual.de/produkte/digitalradio/radio-station-ir-6s/
 
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wupper

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Zum Thema Überreichweiten bei DAB + kann ich folgendes sagen, Indoor geht bei mir in Wuppertal ( Nordhöhen) bei Tropo nur der Bundesmuxx und der NRW Muxx. Draußen geht bei mir fast immer mit dem Pure Move 2500 der Niederländische Privatmuxx, der Niederländische Öffentlich-Rechtliche Muxx, neuerdings der RP-Muxx, der Belgisch-Wallonische Muxx, der Belgisch-Flämische Muxx. Und eingelesen werden kann je nach Wetterlage der BR-Muxx leider ohne Audio. Bekomme über UKW hier noch nicht einmal vernünftig WDR 2 auf der 99,8 rein und Radio Wuppertal geht über UKW auch nur verrauscht obwohl ich nur 2 km von den beiden Sendemasten weg wohne. Hatte letztens bei UKW das Phänomen was wohl Tropo war das auf der 99,8 NDR 2 lief und auf der 107,4 Radio Kiepenkerl.
 

pfennigfuchser

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Hallo Wupper, Deine Beobachtungen sind sehr interessant. Welcher Kanal vom BR geht denn bei Dir? Je nach Höhenlage geht ja der eine oder andere Mux aus NL. Leider aber nicht konstant und es sind wenige Meter schon entscheidend. Auf UKW geht übrigens der NDR auf 98,8 (Kultur) sowie öfter 88,3 aus Bremen. Die sollten bei Dir funktionieren, auch BR auf 98,3 geht vielleicht bei Dir
 
Wenn schon, dann müßtest Du hier mit WLAN-Radios argumentieren!

Gibt es irgendwo Zahlen, wieviele WLAN-Radios und wieviele DAB+-Radios letztes Jahr in Deutschland verkauft wurden?


Das mit den reinen WLAN-Radios dürfte sich relativieren wenn man mit einrechnet, dass mit jedem PC, TV oder Smartphone inklusive angeschlossenen Lautsprechern Radio aus aller Welt online gestreamt und gehört werden kann.
 

WilliWinzich

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1.) Wieso gibt es bei UKW mehr Überreichweiten?
2.) Weshalb hat UKW einen höheren Dynamikbereich als DAB+ ((technisch bedingt) im derzeitigen Betrieb hier in Deutschland)?
3.) Selbst wenn bei UKW der Empfang "schlechter" sein sollte, es ist Empfang vorhanden; zu der Zeit ist bei DAB+ schon längst Stille. Was ist, abgesehen von der Rauschfreiheit, der Vorteil? Immerhin wird das Empfangsgebiet immens eingeschränkt.


Du siehst, darüber muss sehrwohl diskutiert werden, denn offensichtlich ist die Faktenlage noch immer nicht allen ganz klar.
Unstrittig ist, dass für UKW nach wie vor die deutlich höhere Geräteverbreitung spricht. Ansonsten ist die "Fakten"lage alles andere als klar. Sie hängen sehr stark auch von der persönlichen Perspektive und der individuellen Bewertung ab und eben der konkreten Situation in der jeweiligen Region.
Nehmen wir mal deine drei Punkte:
1) Überreichweiten sind für den DXer sicher eine große Freude, aber sie können auch den Empfang der örtlichen Lieblingsfunzel gänzlich unbrauchbar machen. Bei DAB+ treten Überreichweiten ähnlich häufig auf, werden nur seltener berichtet, weil DAB noch weniger genutzt. Solange sie im Guard-intervall bleiben, verbessern (stabilisieren) sie sogar den Empfang, problematisch werden seltene Extrem-Überreichweiten, die dann weit entfernte Sender auf der selben Frequenz unbrauchbar machen.
2) IMHO nur theoretisch. Praktisch sind die meisten UKW-Sender bis knapp unter den Limitter zu-komprimiert und jagen das selbe dann auch auf DAB raus. Und da macht sich die Kompression dann zusätzlich unangenehm bemerkbar. Die Masse der Hörer ist leider abgestumpft und merkt das gar nicht. Und im Selbstversuch beim Hören des Deutschlandradio merke ich diesen Unterschied nie wirklich, da immer genug andere Störgeräusche da sind, die Klangunterschiede verdecken.
3) Das hängt aber auch von den regionalen Sendeleistungen ab. In München hört der Empfang der Stadtfunzeln bald hinter der Stadtgrenze auf, wenn ich Deutschlandradio Kultur dann aber auch im Umland hören möchte, geht das außerhalb der Stadtgrenzen auf UKW auch nicht mit rauschen (Ausnahme: Richtung Augsburg). Aber mit DAB+ dank der deutlich höheren Sendeleistung vom Oly geht das ziemlich weit ins Umland. Da ist DAB+ für die bessere Reichweite in der Region ein deutlicher Mehrwert! In Berlin dagegen hätte ich mir wahrscheinlich bis heute kein einziges DAB-Gerät zugelegt, da dort das UKW-Band ausreichend vielfältig gefüllt ist, und das auch weit im Umland. Wenn die MABB DAB+ ähnlich gut fördern würde, wie die BLM in Bayern, wär da auch mehr Potential.
 
Zuletzt bearbeitet:

Maxwell

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Immer wieder die gleichen Diskussionen, welcher Übertragungsweg der bessere Weg ist. UKW hat eindeutig die Nase vorn, wenn es um die Reichweite geht, aber rauscht eben. Das gibt es bei DAB nicht, aber die Qualität ist teils schlecht und die Reichweite ist geringer. Das sind Fakten. Darüber muss man nicht diskutieren.

Sorry, aber das ist alles Nonsens! Das sind Beurteilungen eines Laien, die technisch gesehen in keinerlei Hinsicht stimmen.

Bei gleichen Senderparametern (ERP, Antennendiagramm etc.) kommt DAB immer weiter, weil die Mindestempfangsfeldstärke deutlich geringer ist. Dass man deshalb die Leistung reduziert, um Energie zu sparen, dann aber evtl. am Ende ein kleineres Versorgungsgebiet hat, steht auf einem anderen Blatt.

UKW rauscht nicht per se mehr als DAB. Was du meinst, sind die üblichen Empfangsprobleme bei einem Einträgersystem wie es UKW eben ist (Mehrwegeempfang durch Reflexionen). Dass DAB in der Praxis quasi rauschfrei ist, stimmt dagegen, weil es ein Mehrträgerverfahren ist und gegen Mehrwegeempfang großteils resistent ist.

Und DAB ist auch nicht per se qualitativ schlechter. Das hängt von den Randbedingungen ab (z. B. Bitrate). Bei einer richtigen Parametrisierung wirst du gar keinen Unterschied zu UKW (Frequenzmodulation) hören und schon dreimal nicht mit den üblichen Empfängern für 50 €.

Fakt ist aber, dass Frequenzmodulation ein alter Hut und wenig spektrumseffizient ist. Richtig geplant und umgesetzt ist DAB(+) FM (UKW) deutlich überlegen.
 

Maxwell

Benutzer
Die Parameter sind aber nicht gleich. DAB kommt auf einer höheren Frequenz. Höhere Frequenzen kommen weniger weit. Das ist Physik und stimmt in Theorie und Praxis. Außerdem ist die Dämpfung durch Bauwerke bei höheren Frequenzen größer.

Das ist vollkommen richtig, jedoch ist der Unterschied von Band 2 zu Band 3 nicht allzu groß hinsichtlich der Wellenausbreitung. Die Vorteile des digitalen Systems sind um Welten größer als dieser Nachteil. Hier sei auf DRM+ verwiesen, wo es interessante Messauswertungen der Hochschule Kaiserslautern gibt. DAB+ ist im Prinzip nichts anderes, außer dass die Netzkonzeption hier auf große SFNs und Multiplexe ausgelegt ist, was man bei DRM+ explizit umgehen möchte (wollte), um einfach die UKW-Landschaft digital abbilden zu können. Aber DRM+ spielt ja leider keine Rolle (mehr).
 
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