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Keith Flint von Prodigy ist tot


#5
Das stimmt. Aber in jedem zweiten Artikel steht etwas von seinen Depressionen und Suizidgedanken, die er in der Vergangenheit offen äußerte.
Ich fand nur obigen Satz von doglife ziemlich daneben. Sowas kann man nur schreiben, wenn man keine Ahnung hat, welches Synapsengewitter eine Depression verursachen kann. Der Einfachheit halber kann man sich das vielleicht mal vorstellen wie einen sehr starken Kopfschmerz, der nie wieder aufhört. Aber nur der Einfachheit halber.
 
#6
Ich habe ein Dutzend Artikel gelesen und nur Bemerkungen gefunden, die darauf hinweisen, dass er zu Zeiten seines (zugegebenen) Drogenabusus unter Depris litt - also länger als 10 Jahre zurück.
Er hatte übrigens gerade noch bei einer Sportveranstaltung Höchstleistung gezeigt -
vielleicht war das sein Fehler ...
Es geht mir hier wie bei Stefanie Tücking: Er sollten keine Falschmeldungen aufkommen!
 
#7
10 Jahre sind doch keine Zeit... und Depressionen verschwinden auch nicht mal einfach eben so, nur weil keine Drogen mehr genommen werden! Sie sind höchstens mal weniger präsent und warten auf den richtigen Trigger, um wieder voll zuzuschlagen.

Das mit der Höchstleistung bei einer Sportveranstaltung kann natürlich das körpereigene Gleichgewicht der Botenstoffe auch gewaltig durcheinanderbringen und jemanden mit einer depressiven Veranlagung in ein Tief ziehen...
 
#8
Na, hier kennt sich mancher scheinbar mit Depris aus...
Gegenfrage: Wer hatte noch keine Depressionen?

"10 Jahre drogenabstinent" - Wer behauptet sowas? Hat ihn derjenige die 10 Jahre über begleitet?
Meine letzte Info (unbestätigt) ist, daß er auf Rohypnol war.
Vielleicht hing das mit der Trennung von seiner Frau zusammen. Sich das Leben nehmen wegen einer Frau wäre natürlich weder schäbig noch feige. Das wäre dumm.
https://metro.co.uk/2019/03/05/keit...-death-marriage-split-left-depressed-8820355/
 
#9
Ich hab's bei SSL erfahren und war bestürtzt. Seltsam bestürtzt. "Seltsam" deshalb, weil ich persönlich den Stil von Prodigy nie wirklich mochte. Dennoch hängen an ihnen Erinnerungen an meine Spätjugend und die wiegen bekanntlich umso schwerer, je älter man wird. Der Hintergrund des Selbstmordes von Flint macht mich zusätzlich betroffen. Meine Lebensgeschichte steckt voller vielfältiger Erfahrungen mit Menschen, die dem Entschluss, lieber zu gehen, nicht weit entfernt waren.
Mein Mitgefühl gilt daher vor allem denjenigen, die heute ohnmächtig vor dem Verlust eines Menschen stehen, der ihnen viel bedeutet hat, dessen Entschluss sie aber weder mit Hoffnung, noch mit Tatkraft ändern konnten. Dazu mag ein enger Fankreis ebenso gehören wie Musikerkollegen und vor allem natürlich die Familie.

Auch wenn The Prodigy meinen Musikgeschmack nie getroffen hat, muss ich doch anerkennen, dass sie einen ganz eigenen Stil geprägt und erhalten haben. Der Respekt gebührt ihnen unabhängig von Geschmack und ohne Flint sehe ich ein Stück Musikgeschichte im Abschluss. Es war ja wohl nie so, dass irgendeine Band nach dem Verlust eines Mitgliedes die selbe blieb.

Ruh' in Frieden Keith, deinem Frieden!
 
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