Kleinere Musikrotation bei WDR 2?


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Nee, weil das Konzept eine längere Verweildauer nicht unbedingt vorsieht.
Also wenn ich bedenke wo überall das Radio tagsüber durchgegend läuft, dann lebt einer von uns in der falschen Welt...... ein Tip, ich bins nicht. Aber offenbar haben das unsere selbsternannten Radiogötter mitbekommen. Nur mal so nebenbei, damits nicht untergeht : wir zahlen dafür monatlich damit ich zu jeder Zeit und wie lange ich will Radio hören kann. Und brauch ich keine Valerie oder sonst irgendwelche Schlauberger, die an die heiligen 22 min glauben und meinen das Programm dahingehend zu zerstören.

Wenn Radio eingeschaltet wird, dann kann es nicht tot sein. Man sieht es auch an den lebhaften Diskussionen in diesem Forum. Allerdings haben die meisten Menschen einfach nicht die Zeit den ganzen Tag Radio zu hören. Damit erledigt sich das Thema "Radio als Tagesbegleiter" für viele Leute.
dem widerspreche ich, siehe oben,.
 
@FunkerVogt:
Radio ist tatsächlich nicht tot, aber "alt", und du kennst doch aus deiner Umgebung sicher auch Personen der 20er Jahrgänge des letzten Jahrhunderts, deren Langzeitgedächtnis noch funktioniert, die sich aber nicht an das kürzlich Vergangene erinnern können. Genau so geht es dem Radio. Im "normalen" Leben muss da sehr viel Liebe und Hinwendung vom Pflegepersonal bis zur Familie aufgebracht werden. Daran mangelt es jedoch beim Rundfunkpersonal; geht es inzwischen doch wirklich nur darum, dass am Monatsende das Konto wieder aufgefüllt wird. Idealismus und Liebe zu Beruf ist doch unerwünscht und an der Garderobe abzugeben.
 
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Radiokonsum findet heute nach meiner Erfahrung zu einem nicht geringen Teil mobil statt - im Auto, unterwegs per Smartphone etc... Man schalte probeweise mal die ARD - Hitnacht ein. Wer ruft an? Fast ausschließlich LKW - oder Taxifahrer, Zeitungszusteller etc. Die hören nicht nebenbei, sondern intensiv - allein schon, um wach zu bleiben.
 
Schon richtig! Und was kriegen sie zu hören? Überwiegend Musik und Boulevard News. Ausser in den Nachrichten gibt es doch keine nennenswerte politische Bericherstattung. Das kann und will ich nicht mit dem Tagesprogramm und seinen Hörern vergleichen.
 
Mag sein, aber welche Musik sollte WDR 2 sonst spielen? Eins live spielt viel Techno, DJ Musik, etwas weniger Hip Hop und deutsche Singlehitparadenmusik. WDR 4 spielt viele Oldies hauptsächlich aus den 60er und 70er Jahren und etwas deutschen Schlager. Wo bleibt da die Lücke, wenn sie nicht durch etwas aussergewöhnliche Musik gefüllt werden könnte? Denn die Musik, die unter Berücksichtigung von Eins live und WDR 4 noch übrig bleibt ist auf jeden Fall schwieriger zu konsumieren als die Musik, die WDR 2 zur Zeit sendet. Und auch oftmals länger als 4 Minuten.
Ich vergas noch WDR 5, deren (Pop)musikauswahl grösstenteils von den anderen WDR-Radiosendern abweicht.
 
Selbst wenn ich die Musikauswahl mal (wie früher gerne genannt) mit Mainstream Pop und Rock bezeichnen würde, dann gibts da genug an Bandbreite in ner vernünftigen Mischung mit aktueller Chartmusik.

Ok, die Beraterbibel hat wahrscheinlich nur eine DIN A5 Seite für das Kapitel übrig, da passen halt nur die Top40 drauf und ein wenig Rest der letzten 30 Jahre.
 
Mag sein, aber welche Musik sollte WDR 2 sonst spielen? Eins live spielt viel Techno, DJ Musik, etwas weniger Hip Hop und deutsche Singlehitparadenmusik. WDR 4 spielt viele Oldies hauptsächlich aus den 60er und 70er Jahren und etwas deutschen Schlager. Wo bleibt da die Lücke, wenn sie nicht durch etwas aussergewöhnliche Musik gefüllt werden könnte?
So klein, wie Plattenfirmen und Hitradios weis machen wollen, ist die Popmusikwelt nicht. Du gibst die Antwort auf deine Frage eigentlich schon selbst:
Ich vergas noch WDR 5, deren (Pop)musikauswahl grösstenteils von den anderen WDR-Radiosendern abweicht.
Wo findet beim WDR eine echte Abhandlung vergangener Jahrzehnte an Popmusik statt? Wo haben Joy Division ihren Platz, wo werden Kraftwerk und La Düsseldorf gespielt? Wer kümmert sich um die experimentelle Phase der Beatles? Was machen The Notwist und Wanda im WDR-Programm?
 
So klein, wie Plattenfirmen und Hitradios weis machen wollen, ist die Popmusikwelt nicht. Du gibst die Antwort auf deine Frage eigentlich schon selbst:

Wo findet beim WDR eine echte Abhandlung vergangener Jahrzehnte an Popmusik statt? Wo haben Joy Division ihren Platz, wo werden Kraftwerk und La Düsseldorf gespielt? Wer kümmert sich um die experimentelle Phase der Beatles? Was machen The Notwist und Wanda im WDR-Programm?
Es gab mal solche Specials, siehe Listings WDR2 beim Radiojunkie
 
Ich wollte damit nur ausdrücken, dass eine bessere Alternative bei WDR 2 in Punkto Musik nur schwer zu realisieren ist, da die alternative Musik schon in anderen Wellen des WDR vorhanden ist bis auf die Musik, die sich durch Länge und/oder spezielle Klangfarben kaum für einen "Massensender" wie WDR 2 eignet.
Was ist für dich bitte alternative Musik?! o_O

Übrigens schreibt man das Präteritum von vergessen hierzulande wegen des langen Vokals mit ß. :)
 
"Alternative Musik" ist für mich die Musik, die nicht in der deutschen Singlehitparade gelistet ist oder war.
Du schriebst aber diesbezüglich, dass
die alternative Musik schon in anderen Wellen des WDR vorhanden ist
Wo soll das der Fall sein? Bei 1Live bis WDR 4 wird die Musik nach strengen marktforschungstechnischen Kriterien ausgewählt. Das ist für mich nicht alternativ. Außerdem beinhaltet der Begriff für mich doch noch eine andere Konnotation als das Kriterium der Nichtkommerzialität. Für mich sind Charts etwas sehr zufälliges, was mit Massengeschmack, aber auch viel mit PR und Herdentrieb zu tun hat. Alternative Musik steht für mich auch für verschiedene Genres, die Pop mit musikalischem und lyrischem Anspruch verbinden und mit anderen Einflüssen und Stilrichtungen vermischen oder dies nicht scheuen. Radio muss vielmehr dahin kommen, dass man nicht mehr anhand rein quantitativer Aspekte auswählt, sondern auch qualitative Aspekte einbezieht und so für Überraschungsmomente im Programm sorgt.
 
Für mich sind Charts etwas sehr zufälliges, was mit Massengeschmack, aber auch viel mit PR und Herdentrieb zu tun hat.
Allerdings. Wer gute Qualitätsware nie kennengelernt hat, der ist auch mit billigst produzierter Massenware zufrieden. Ich habe den Eindruck, dass sich die Künstler früher viel mehr Mühe gegeben haben, damit Melodien und Texte harmonisch und perfekt zusammen passen. Die Melodien wurden oft noch mit echten Musikinstrumenten eingespielt und zusätzlich wurden meist noch Hu-Summerinnen im Hintergrund eingesetzt. Das kostet natürlich alles Zeit und Geld, das man sich heute einfach spart. Momentan dominieren immer gleich klingende Syntheziserklänge mit mehr oder weniger lieblos dahingerotzten weiner-/jammer-/jämmerlichen Sologesängen die Charts. Meine Musik ist das nicht, überhaupt nicht. Ich glaube auch nicht, dass das nur an meinen Alter liegt. Ich bin Anfang 40 und zähle somit voll zur Zielgruppe von WDR 2. Während mir die aktuellen Charts wenig bis überhaupt nicht zusagen, war ich oft erstaunt, welch schöne Titel Roger Handt auflegte, die ich nicht kannte, weil sie vor meiner Zeit waren aber im regulären Programm kaum bis überhaupt nicht gespielt wurden, weil sie nicht zum 150 Titel-Repertoire der best getesten 80er Jahre Hits gehören.

Noch eine Frage: Bekommen die Sender eigentlich Geld dafür, wenn sie solchen musikalischen Sondermüll wie damals WDR 2 "Sia - Clap your hands" weit über die Schmerzgrenze hinaus über einen beinahe nicht enden wollenden Zeitraum in Hot-Rotation spielen?
 
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ich kann Dir dagen das wir bald reif sind für Schmerzensgeld.
Es bringt einfach nix mehr zu kritisieren, da sich nix mehr ändern wird. Das es durch die Umstellung Kritiker geben wir, daß hat Madame schon einkalkuliert und bedtimmt jeden verklickert. Ansonsten ist die Vorgehensweise genauso wie es der Interviewpartner vom Festkomitee der größten Radiopeinlickeiten gesagt hat, die Kritiker sind völlig normal und wird es immer geben. Sie wandern ab und neue kommen hinzu.

Also, weiter gehts mit Hot Rotation und Spielen. Und wenn die Behandlung von Newsthemen weiter so oberflächlich bleibt, dann reicht es wenn man das alle 30 min. in WDR Aktuell behandelt. Dann hat man mehr Zeit für das andere geblubber.
 
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ach weisste, die Mobilfunkverträge heutzutage schmeissen mir die 3GB so hinterher..... hat z. b. den Vorteil das ich in den berühmten 22 min., die ich z. b. zur Arbeit fahre, RadioEins hören kann. Auf der Arbeit erledigt der PC den Rest und zu Hause ebenfalls, oder die SAT-Anlage.
 
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