Klimawandel


... Also geht es nur darum, möglichst viel von diesen Potenzialen zu heben.
Inzwischen gibt es auch Speichertechnologien, die - wiederum gemessen an ihrem Potenzial - das Problem der fluktuierenden Mengen locker lösen können, nur leider sind sie noch nicht marktreif . Dies aber nicht aus technischen Gründen, sondern vor allem aus Kostengründen oder aufgrund mangelnder gesetzgeberischer Rahmenbedingungen.

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Würde man heute für Atomkraft, den Kohleabbau oder die Erdölförderung bereits eine ehrliche volkswirtschaftliche Vollkostenrechnung aufmachen, dann wären all diese Primärenergiequellen aus Rentabilitätsgründen längst aus dem Rennen. Sie beherrschen nur deshalb den Markt, weil sie massiv staatliche subventioniert sind, bzw. die von ihnen angerichteten Schäden sozialisiert und der Allgemeinheit aufgebürdet werden.
Nun muß man nur noch laut dazu sagen, daß Gewinne üblicherweise privatisiert werden. Damit ist eigentlich klar, warum die Energiewende so schwer in die Gänge kommt, bzw. die Kosten auf die Verbraucher abgewälzt werden. Aber dannn gleich wieder das Röckchen hochheben, um wie im Märchen, die Sterntaler aufzufangen....


Technisch geht viel, nur leider ist der Wirkungsgrad mitunter gering. Zu gering, um damit Geld zu verdienen. Und weil das im Kapitalismus so ist, macht es niemand.
 
@Zwerg#8
Bleiben wir beim Kapitalismus: Nimm den Marktteilnehmern (per Gesetz) ihre jetzigen Geldscheißer (Kohlekraftwerke, Atomkraftwerke) weg, dann müssen sie umsteigen auf die nächstgünstige Variante (Gaskraftwerk) - nimm das auch weg, dann bleibt nur noch regenerative Erzeugung - die dann plötzlich sogar zum Business-Modell wird.
 
Absolut!
Sehen wir ja beispielsweise an den E-Autos. Kaum trifft der Dieselskandal die Autobauer, entwickeln sie nicht zehn Jahre lang an neuen Antrieben, nein, sie ziehen - schwups - die Pläne aus der Schublade und hauen E-Autos heraus, dass es nur so schnurrt. Gefährdung der Arbeitsplätze? Sie sind es zunächst sowieso, bis ein neues Business Arbeitsplätze braucht. In Schwung käme all dies aber erst, wenn es gesetzlich gar nicht mehr anders ginge.
 
Also wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, dann hängen rund 600000 Arbeitsplätze an der deutschen Automobilindustrie, so wie wir sie kennen. Wenn sich der Aufbau eines Autos ändert, Wegfall von viel Mechanik (Getriebe), dann wackeln z.B. bei den Maschinenbauern reichlich Arbeitsplätze. Das ist bekannt und diese Firmen suchen schon seit Jahren nach neuen Betätigungsfeldern. Und klar ist auch, daß sich die Politik möglichst nicht die Finger an diesem heißen Eisen verbrennen möchte.

Und die Gaskraftwerke sollten wir besser behalten. Genauer, wir sollten noch mehr davon bauen. Natürlich nicht, um damit noch mehr Gas aus Russland zu verfeuern, sondern zunächst aus dem Grund, weil das bestehende Erdgasnetz, durch die Länge der Leitungen und dem Druck darin, schon heute Energiemengen speichert, die ausreichen Deutschland locker für Monate zu versorgen. Siehe dazu https://de.wikipedia.org/wiki/Power-to-Gas#Speicherkapazität_des_deutschen_Erdgasnetzes

Wenn man die Sache weiterdenkt, dann bietet es sich an, in unmittelbarer Nähe von Gaskraftwerken, Anlagen zu errichten, die "überschüssigen" Strom aus Wind und Sonne in Methan wandeln. Das wird sicher kommen.
 
Au weia. Wieviel Ignorieren, Schönrechnen und Nicht- Wissen Wollen bei Bauherren mitspielt, die am Ende vor Ruinen stehen, wollen wir nicht wissen. Von der finanziellen Selbstüberschätzung ganz zu schweigen. Hier ist immer individuelles Drama. Das kann ich aber doch keinesfalls mit einem Großprojekt vergleichen, bei dem angeblich Kohorten von Profis am Werk sind. Dort erwarte ich Ergebnisse und nicht in Serie böse Überraschungen.
Sicher, der Vergleich hinkt, ist aber angesichts deiner Beschreibung vielleicht doch gar nicht so schlecht.
 
Interessanter ARD-Brennpunkt von 1981 (!) von der damaligen IAA, welcher zudem offenbar auch noch eine Eurovisions-Sendung war. Die Themen der Sendung kommen mir irgendwie schwer bekannt vor...


Noch interessanter fand ich eine andernorts in diesem Forum verlinkte Seite:
https://www.achimbrueckner.de/dxradio/audio/160kbps/
Dort findet sich etwa in der Mitte ein Link zu einem Mitschnitt des Reichsrundfunks von 1936 (Eröffnung der Olympischen Spiele). Im zweiten Teil dieses Mitschnitts kommt erst das Wetter aus hamburg, dann der Kinderfunk und anschließend eine Art Wirtschaftsrückblick auf das Jahr 1935/36 (bei etwa 13 min). Bereits da geht es unter anderem um alternative Antriebsmöglichkeiten, freilich nicht aus Umwelt- sondern aus Wirtschaftsgründen. Aber bemerkenswert finde ich das trotzdem! So ganz unbegründet scheint die heutige "Klimahysterie" offenbar doch nicht zu sein.
Direktlink:
https://www.radioachim.de/dxradio/a...ssenderHamburgEroeffnungderOlympiade1936B.mp3
 
Das groß angekündigte Klimagesetz der GroKo wird abgeschwächt. Das berichten unterschiedliche Medien heute übereinstimmend.

Wozu ist diese Regierung eigentlich noch in der Lage?
 
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Nicht die "Bundesregierung" war dafür aktiv, sondern vereinzelte CDU-Fuzzis, außerdem geht es um einen Entwurf. Dieser wird garantiert im gesetzgeberischen Verfahren erneut geändert.
Sämtliche "unterschiedlichen Medien" beziehen sich auf einen einzigen Artikel - vom "Spiegel"
 
Die jetzige Bundesregierung ist zu kraftlos für den großen Wurf. GroKo steht für "großer Kompromiss" und leider nicht für "große Lösung". Da müssen zu viele Einfluss- und Lobbygruppen berücksichtigt werden, es reden zu viele mit, es geht nicht nach der Kraft der Argumente, sondern nach der Kraft der Interessen. Beide Koalitionsparteien werden sich verrechnen, denn diesmal lassen ihnen die Menschen dieses saftlose "bloß keinem wehtun" nicht mehr durchgehen. Die SPD wird unter diesen Voraussetzungen zu einer "Sonstigen" Partei und die CDU verliert ihre Hegemonie, vor allem ganz gravierend in den Großstädten. Das Ergebnis wird sein: In zwei Jahren haben wir einen grünen Bundeskanzler.
 
Wie in Österreich. Eine mögliche Koalition aus Union und Grünen. Wer hätte das gedacht? Außer ich?

Die SPD bzw. SPÖ haben in den letzten Jahren ihre zugeschnittenen Themen nicht bearbeitet. Klima und Rente wäre perfekt dafür geeignet gewesen. Aber was passiert? Nichts.
 
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Die SPD bzw. SPÖ haben in den letzten Jahren ihre zugeschnittenen Themen nicht bearbeitet. Klima und Rente wäre perfekt dafür geeignet gewesen. Aber was passiert? Nichts.
Na ja, stattdessen wurde ein Kanzler offenkundig dankbar wiedergewählt, der in den sozialen Bereichen in jüngerer Zeit nicht wirklich gut abgeschnitten hat, sondern unnötig die Daumenschrauben angezogen hat. Der, der sich von seinen eigenen früheren Projekten dankbar verabschiedet hat, um sein komplettes Ich bis zum Anschlag der FPÖ in den Hintern zu rammen, damit es mit seiner Karriere weitergeht. Was ist passiert? Zu viel. Aber reden wir nicht mehr drüber. Jetzt macht er bestimmt alles, alles besser. Er lächelt ja auch so lieb.

Gruß
Skywise
 
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In den USA wurde Jane Fonda wegen eines "Klimaprotests" am Kapitol festgenommen:
https://www.spiegel.de/panorama/leu...-bei-klima-protesten-verhaftet-a-1291246.html
Interessant fand ich den Schluss des Artikels. Die 80jährige Jane Fonda habe angekündigt, nunmehr jeden Freitag vor dem Kapitol zu demonstrieren, und zwar dagegen, wie die gewählten Politiker jene Firmen hofieren, welche unseren Planeten für ihren Profit zerstören.
 
Wow. eine alte (durch Kapitalismus) reiche weisse Frau provoziert ihre Festnahme vor dem Capitol. Wenn die Infantilisierung von Politik und oeffentlichem Diskurs in dem Tempo voranschreitet, werden wir die Klima'katastrophe' (heisst das jetzt schon) wahrscheinlich gar nicht mehr erleben, weil vorher schlimmeres passiert ist.
 
Eine noch plattere Antwort ist dir wohl nicht eingefallen? Da die Dame die Tochter von Peter Fonda ist, kann man davon ausgehen dass sie Zeit ihres Lebens reich war und nicht erst durch den "Kapitalismus" reich geworden ist. Und davon mal ganz abgesehen, hätte sie vermutlich überall auf der Welt eine recht gute Schauspielerin abgegeben.
Wenn man eine alte, gebrechliche Frau in Handschellen abführt, welche zufällig zweifache Oscar-Preisträgerin ist und unzählige weitere Filmpreise gewonnen hat und die sich davon ganz abgesehen nicht erst seit gestern für vermeintlich linke Themen einsetzt, hat mit Verlaub einen an der Klatsche. Was hätte sie tun sollen? Wegrennen? Wenn man hier was kritisieren müßte, dann wohl eher das völlig überzogene Agieren der Polizisten vor Ort.
 
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Man muss sich wundern, welche aggressiven Reflexe von manchen Leuten sofort gegen handelnde Personen zum Ausbruch kommen, und wie wenig die selben Leute sich auf das eigentliche Thema einlassen. Hat Jane Fonda vielleicht nicht recht, wenn sie beklagt, dass mächtige Firmen und Konzerne für ihren Profit unseren Planeten zerstören, und dass solche Konzerne von unseren gewählten Politikern hofiert werden? Bevor man über Jane Fonda lästert, sollte man vielleicht mal über die Bosse in den genannten Konzernen und über die sie hofierenden Politiker lästern. Aber das würde ja bedeuten, dass man sich ernsthaft mit den Themen auseinandersetzen müsste. Da ist ein bisschen Bashing aus der Hüfte schon noch einfacher ...
 
Wie auch immer -"Barbarella" verhaftet man einfach nicht. Das gibt immer "schlechte Presse" und ist auch Ausdruck der Hilflosigkeit des Systems. Und es ist ja nicht so, daß sie erst seit heute politisch engagiert ist. Stichwort: Vietnamkrieg.
 
Eine noch plattere Antwort ist dir wohl nicht eingefallen? Da die Dame die Tochter von Peter Fonda ist, kann man davon ausgehen dass sie Zeit ihres Lebens reich war und nicht erst durch den "Kapitalismus" reich geworden ist. Und davon mal ganz abgesehen, hätte sie vermutlich überall auf der Welt eine recht gute Schauspielerin abgegeben.
Wenn man eine alte, gebrechliche Frau in Handschellen abführt, welche zufällig zweifache Oscar-Preisträgerin ist und unzählige weitere Filmpreise gewonnen hat und die sich davon ganz abgesehen nicht erst seit gestern für vermeintlich linke Themen einsetzt, hat mit Verlaub einen an der Klatsche. Was hätte sie tun sollen? Wegrennen? Wenn man hier was kritisieren müßte, dann wohl eher das völlig überzogene Agieren der Polizisten vor Ort.
Ja, zu Zeiten von Peter Fonda war Hollywood ein gemeinnuetziger Verein, ich vergass.

Die alte gebrechliche Frau kannte die Regeln genau und hat sich selber instrumentalisiert. Und wenn sie hundert Oscars bekommen haette, waere sie genau so abgefuehrt worden, das ist der Unterschied in den USA, da gehen auch VW-Manager und Lehmann Bankvorstaende in den Knast. Genau so sieht das auch ein guter Teil der Oeffentlichkeit hier, she got exactly what she was asking for.

hat mit Verlaub einen an der Klatsche.
Ob mit Verlaub oder ohne, du solltest zun wiederholten Mal deinen Tonfall ueberpruefen, nur als gut gemeinter Rat. Mir ist es letztlich egal, ich denke mir mein Teil ueber Leute, die aus der Anonymitaet des Netzes heraus andere beleidigen muessen.
 
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Bevor man über Jane Fonda lästert, sollte man vielleicht mal über die Bosse in den genannten Konzernen und über die sie hofierenden Politiker lästern. Aber das würde ja bedeuten, dass man sich ernsthaft mit den Themen auseinandersetzen müsste. Da ist ein bisschen Bashing aus der Hüfte schon noch einfacher ...
Ach so, das "Laestern ueber Konzernbosse" ist eine sachliche und ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema? Na denn ...
 
Nein, das "Lästern über Konzernbosse" ist auch keine sachliche und ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema, aber es träfe Personen, die Verursacher unserer Miseren sind, und nicht Personen, die diese Miseren und ihre Verursacher anprangern. Merkst Du den Unterschied?
 
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