Klimawandel


Mit so ein paar Millionen auf dem Konto laestert sich es durchaus komfortabel, man geht auch bei Whole Foods einkaufen, wo die Lebensmittel das Mehrfache kosten von dem "Dreck" den Nestle und Co produzieren, den sich aber einfache Menschen leisten koennen.

Die Festnahme war uebrigens vorher fest einkalkuliert, gar gewollt. Das weiss hier auch jeder, nur im latent Ami-feindlichen Deutschland reisst man da die Augen auf. Apropos Millionen: Miss Fonda dreht derzeit eine Netflix-Serie an der Westkueste und muss ihre Protest-Aktionen in Washington leider fuer eine Weile unterbrechen. Vertraege halt, so ist es nach den Regeln des Kapitalismus.

Ich habe ledigilich angemerkt, dass all dieser Schmonz von Greta bis Fonda null komma Nix zur dringend noetigen sachlichen Debatte beitraegt. Aber bitte, wenn's euch gefaellt, macht nur.
 
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Wie auch immer -"Barbarella" verhaftet man einfach nicht. Das gibt immer "schlechte Presse"
Ey! Wer ist "man"?
Selbstverständlich können Personen egal welcher Vita, ihres Bekanntheitsgrades oder aber wegen drohender Presse-Feedbacks egal welcher vermuteten Kritik bei Verletzung von Gesetzen festgenommen werden.

Was redest Du da?

Muss ich Dir stecken, dass die Protestiererin dies in Kauf genommen hat? Muss ich nicht, oder?

Ich habe ledigilich angemerkt, dass all dieser Schmonz von Greta bis Fonda null komma Nix zur dringend noetigen sachlichen Debatte beitraegt. Aber bitte, wenn's euch gefaellt, macht nur.

Ach ja?
Greta und Co. haben bisher nichts zur nötigen Klima-Debatte beigetragen? Keine Politik beeinflusst? @Grenzwelle: hat das jemand anderes getan? Wer?
 
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Ach ja?
Greta und Co. haben bisher nichts zur nötigen Klima-Debatte beigetragen? Keine Politik beeinflusst? @Grenzwelle: hat das jemand anderes getan? Wer?
Ja, wer hat was getan...

Da ist zunächst die Energiewende. Mag sein, dass sie zahlreiche Fehlanreize setzt, den Strom übermäßig teuer macht bei sinkender Versorgungssicherheit. Aber sie hat den Anteil an erneuerbarer Energie in Deutschland bereits erheblich gesteigert.

Dann wurden zahlreiche Vorschriften und Gesetze erlassen (EnEV), die das Errichten und Sanieren von Gebäuden nach energetischen Gesichtspunkten fördern und oft sogar vorschreiben.

Auf EU-Ebene gibt es Regulierungen wie die Klassifizierung von Elektrogeräten nach Energieverbrauch, Verbot von verbrauchenden Technologien, die nicht mehr dem Stand entsprechen wie Glühlampen.

Nicht zu vergessen die Steuerreform der Schröder-Regierung, die eine erhebliche Verteuerung von Kraftstoffen als ein zentrales Element hatte und den Bau von sparsamen Autos stimulierte.

All diese Massnahmen sind nicht Pillepalle, sondern haben Energieverbrauch und Wohnen sowie die Mobilität erheblich verteuert.

Die Greta-Hysterie gebar hingegen zumindest bisher nun ein Gesetzespaket, das vor allem ein Zertifiikate-Verschiebebahnhof oder auch Ablasshandel ist, mit ein paar zusätzlichen Steuern, die nicht sonderlich weh tun. Und auch das hat sicher seine Gründe. Denn die Abschaffung der Industriegesellschaft wie wir sie kennen, sollte doch gründlich überlegt sein. Wenn man das falsch macht, sind Armut, Bürgerkrieg, Hunger und Seuchen durchaus denkbar. Das meinte ich mit meinem Eingangsstatement dieser interessanten Diskussion - mit genügend Hysterie und kopflosem Handeln brauchen wir gar keine Klimakatastrophe mehr.
 
Ob mit Verlaub oder ohne, du solltest zun wiederholten Mal deinen Tonfall ueberpruefen, nur als gut gemeinter Rat. Mir ist es letztlich egal, ich denke mir mein Teil ueber Leute, die aus der Anonymitaet des Netzes heraus andere beleidigen muessen.
Bei allem Respekt, aber wer eine so allgemeine Floskel schon als Beleidigung betrachtet, muss auf einem ziemlich hohen Ross sitzen. Meinen Tonfall kannst du davon abgesehen gar nicht hören, denn eine Sprachausgabe gibt es hier soweit ich weiß noch nicht. Kurzum: Ich kann leider nichts dafür, dass du in meine Postings eine Schärfe hinein interpretierst, welche überhaupt nicht vorhanden ist. Was Beleidigungen selbst angeht, wissen wir seit ein paar Tagen dass selbst widerlichste Beschimpfungen per höchstrichterlicher Rechtssprechung keine Beleidigungen sind, auch wenn ich persönlich dieses Urteil beim besten Willen nicht nachvollziehen kann. Insofern würde ich an deiner Stelle eher überprüfen, was man zu einer vermeintlichen Beleidigung aufbläst und was man vielleicht eher gelassen hinnehmen sollte. Eines kann ich dir jedenfalls mit Sicherheit ruhigen Gewissens sagen: Nichts von dem was du offenbar als beleidigend empfindest, ist als eine solche gemeint. Warum auch? Gibt da ja keinerlei Gründe für.

Da ist zunächst die Energiewende. Mag sein, dass sie zahlreiche Fehlanreize setzt, den Strom übermäßig teuer macht bei sinkender Versorgungssicherheit.
Nun, das klingt mir doch sehr nach den üblichen Dieter-Nuhr-Argumenten... Die nicht unerheblichen Preissteigerungen in Sachen Strom haben viel mit der EEG-Umlage zu tun, welche seit etwa 2010 völlig kontraproduktiv umgestrickt wurde. Das war lange vor dem vermeintlichen Klima-Greta-Hype. Erklärungen dazu liefern heutzutage ja neuerdings nur noch Kabarettsendungen anstatt das mal anderswo zu thematisieren. Aber statt sich ernsthaft damit zu befassen, ist es ja einfacher auf die "einzuschlagen", die im Grunde nichts weiter tun als daran zu erinnern, das man ein Pariser Klimaschutzabkommen unterzeichnet hat. https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-clip-7-164.html

Die Greta-Hysterie gebar hingegen zumindest bisher nun ein Gesetzespaket, das vor allem ein Zertifiikate-Verschiebebahnhof oder auch Ablasshandel ist, mit ein paar zusätzlichen Steuern, die nicht sonderlich weh tun.
Dieses merkwürdige Gesetzespaket ist mit der heißen Nadel gestrickt, das dürfte so ziemlich allen klar sein. Auf der einen Seite eine nicht unerhebliche Reihe von zahlungskräftigen Lobbyisten im Nacken und auf der anderen Seite einen großen Teil des Volkes, welches seit den 80ern darauf drängt mehr auf den Umweltschutz zu achten. Damit wären wir dann schon wieder bei der "linksgrünversifften" Anstalt vom ZDF... https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-clip-5-160.html

die Abschaffung der Industriegesellschaft wie wir sie kennen, sollte doch gründlich überlegt sein.
Dieter Nuhr, ick hör dir trapsen... Welche Abschaffung der Industriegesellschaft? Es geht größtenteils um alternative Energieversorgung, um die es im übrigen früher oder später ohnehin gegangen wäre, denn Kohlevorkommen, Gas etc. sind bekanntlich endlich.

Wenn man das falsch macht, sind Armut, Bürgerkrieg, Hunger und Seuchen durchaus denkbar.
Da sind wir uns dann wieder einig. Die Ursache dafür sind aber nicht Greta-Hysteriker und artverwandtes, sondern eher völlig kontraproduktive politische Entscheidungen, siehe Anstalt-Sendung zum Thema Klima.
 
Die Greta-Hysterie gebar hingegen zumindest bisher nun ein Gesetzespaket, das vor allem ein Zertifiikate-Verschiebebahnhof oder auch Ablasshandel ist, mit ein paar zusätzlichen Steuern, die nicht sonderlich weh tun.
Was aber nicht die Leistung von Greta Thunberg oder der Fridays For Future-Bewegung ist.

Denn die Abschaffung der Industriegesellschaft wie wir sie kennen, sollte doch gründlich überlegt sein.
So weit sind wir noch nicht, eigentlich sogar bei weitem noch nicht. Eine Industriegesellschaft gab es auch schon zu einem Zeitpunkt, als "Klimawandel" nur eine Prognose von Greta Thunbergs Vorfahren war.

Jetzt mal abgesehen davon, daß ich persönlich mich daran störe, daß Fridays For Future keine klare Forderung formuliert hat und sich unter diesem Begriff die Gemäßigten ebenso zusammenfinden wie die Radikalen und die sprücheklopfenden Untätigen und die aus-Chic-Mitläufer: im Kern müssen wir uns nicht als Industriegesellschaft, sondern vor allem als Konsumenten die Frage stellen, wie wir mit der Natur umgehen, hier insbesondere für die Fälle Energiegewinnung (impliziert natürlich auch: mit dem Energieverbrauch) und Transport. Insofern sehe ich derzeit absolut nicht die Industriegesellschaft in Gefahr, aber ich erwarte vonseiten der Politik einige Möglichkeiten der Steuerung und ich erwarte von der Industrie die Verpflichtung, die Konsumenten in diesem Punkt zu unterstützen, meint: mehr Transparenz bezüglich der Herstellungsprozesse und -wege von Gütern/Dienstleistungen und mehr Engagement in Richtung Nachhaltigkeit. Ich glaube nicht, daß das das Ende der Industriegesellschaft zur Folge hat. Da halte ich die Passivität, die ausdrückliche Verweigerungshaltung und die Hetze vieler Leute für deutlich bedrohlicher.

Gruß
Skywise
 
Bei allem Respekt, aber wer eine so allgemeine Floskel schon als Beleidigung betrachtet, muss auf einem ziemlich hohen Ross sitzen. Meinen Tonfall kannst du davon abgesehen gar nicht hören, denn eine Sprachausgabe gibt es hier soweit ich weiß noch nicht.
Das ist der Punkt, man sitzt sich nicht gegenueber in einem textbasierten Forum. Beim gemeinsamen Bier kann der Ton haerter sein, ohne dass es Missverstaendnisse gibt.

OT: Meine deutsche Direktheit hat mir am Anfang meines Exils nicht immer zum Vorteil gereicht. In multiethnischen Teams, ueber die Welt verteilt mit hohem Anteil an elektronischer Kommunikation gibt es schnell Verstimmungen wenn der Ton zu rauh ist. Das habe ich mir abgewoehnt, auch wenn ich manchmal innerlich die Waende hochgehe, wenn zu viel unkonkret geschwafelt wird.

Nun, das klingt mir doch sehr nach den üblichen Dieter-Nuhr-Argumenten...
Ich weiss nicht, was du mir mit dem Nuhr andichten willst, ich konsumiere den kaum. Wenn Welke die Gruen-Linke Agenda unters Volk kalauert, macht Nuhr das Gegenstueck dazu. Allenfalls unterhaltsam, mehr nicht.

Kabarettisten nehmen ein paar Fakten, ignorieren andere und ruehren einen Brei an, der mit einem Gag endet. Siehe der erste Clip, den du verlinkt hast, Anstalt. Da wird ignoriert, dass der Wind zwar umsonst ist, nicht aber Erstellung und Wartung der Windkraftanlagen. Desweiteren wird ignoriert, dass der Windstrom nur billig ist, wenn der Wind auch in gegebenem Intensitäts Intervall weht. Auch ohne Stromboerse und mit Einheitspreis waere das so, es wuerde nur kaschiert.

Zum Thema Deindustrialisierung, google mal den Begriff Lastabwurf. Das passiert immer oefter, wenn der importierte Strom nicht reicht. Bestimmte Anlagen produzieren Ausschuss fuer 100.000e, wenn sie kalt laufen, andere Anlagen werden nach ein paar Stunden ohne Strom selber Schrott. Da gehen Millionen den Bach runter.

Die Vorstaende grosser Unternehmen singen das Lied von Umweltschutz und Energiewende. Ob sie aber auch so eifrig in den Standort investieren, steht auf einem anderen Blatt, das posaunen sie auch nicht aus. Wenn ich allein sehe, wie sich meine Heimatregion Frankfurt schon industrialisiert hat... Von Hoechst existiert z.B. fast nichts mehr

Davon abgesehen faengt Deindustrialisierung auch in den Koepfen an, in den Schulen. Deutsche Schueler rutschen weiter ab in der Mathematik Kompetenz im internationalen Massstab, nur als Beispiel.

Ich bin nun etwas rumgekommen in der Welt, nicht nur als Tourist. Mein Bauchgefuehl sagt mir, dass der Deutsche Weg mit viel Regulierung, Verboten und Ideologie (wieder!) der falsche ist, waehrend woanders an der Zukunft gebaut wird, beispielsweise in Asien. Und dort juckt es keinen, ob auf dem Weg dorthin ein Brikett mehr verbrannt wird. Hier in Minnesota haben wir 20% Anteil an erneuerbaren Energien, ganz ohne Gedoens (okay, hier weht auch staendig wind und es gibt massig Platz), der kWh kostet mich weniger als die Haelfte von der deutschen.
 
Die Industriegesellschaft, wie wir sie kennen, selbst mal unterstellt, sie wäre trotz all ihrer Deformationen und Auswüchse erhaltenswert, wird sich schon von selbst abschaffen. Spätestens dann nämlich, wenn die Ressourcen aufgebraucht, die Luft verpestet, die Flüsse vergiftet und die Menschen unter das Existenzminimumniveau lohngedumpt sind, hat es sich gehabt mit der Industriegesellschaft. Sie ist wie der "alte weiße Mann", von dem sie geschaffen wurde: Sie geht erst zum Arzt, wenn ihr Krebstumor unheilbar geworden ist, vorher ignoriert sie lieber und verlacht diejenigen, die regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen.
 
Das Formatradio, wie wir es kennen, selbst mal unterstellt, es wäre trotz all seiner Deformationen und Auswüchse erhaltenswert, wird sich schon von selbst abschaffen. Spätestens dann nämlich, wenn die Frequenzen aufgebraucht, die Titel getestet, die Hoerer vergrault und die Moderatoren unter das Existenzminimumniveau lohngedumpt sind, hat es sich gehabt mit dem Formatradio. Es ist wie der "alte weiße Mann", von dem es geschaffen wurde: Es geht erst zum Arzt, wenn sein Krebstumor unheilbar geworden ist, vorher ignoriert es lieber und verlacht diejenigen, die regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen.
 
Ich weiss nicht, was du mir mit dem Nuhr andichten willst,
Gar nichts. Gemeint sind damit die ziemlich billigen Allgemeinplätze des besagten Herrn, die er als Kabarett verkauft, obwohl sie gerademal Mario-Barth-Niveau haben.

Kabarettisten nehmen ein paar Fakten, ignorieren andere und ruehren einen Brei an, der mit einem Gag endet.
Das sehe ich ein wenig anders. Meistens sind diese Gags des öfteren eher die traurige Wahrheit, zumal gerade in der Anstalt die aufgetischten Angaben alle sauber recherchiert sind, was man auf deren Homepage auch alles mit Quellenangaben nachlesen kann.

Das Formatradio ... geht erst zum Arzt, wenn sein Krebstumor unheilbar geworden ist, vorher ignoriert es lieber und verlacht diejenigen, die regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen.
Das würde ich ebenfalls bestreiten, denn solange es noch Sender gibt die eben nicht jedem Trend ohne zu hinterfragen nachrennen, gibt es noch sowas wie Hoffnung.
 
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Gar nichts. Gemeint sind damit die ziemlich billigen Allgemeinplätze des besagten Herrn, die er als Kabarett verkauft, obwohl sie gerademal Mario-Barth-Niveau haben.
Mit anderen Worten, meine Argumente sind billige Allgemeinplaetze auf Mario Barth-Niveau. Dann schreib lieber wieder, ich haette einen an der Klatsche, das ist deutlich griffiger und damit verglichen ein Kompliment.

Das sehe ich ein wenig anders. Meistens sind diese Gags des öfteren eher die traurige Wahrheit, zumal gerade in der Anstalt die aufgetischten Angaben alle sauber recherchiert sind, was man auf deren Homepage auch alles mit Quellenangaben nachlesen kann.
Genau das trifft auf den verlinkten Beitrag eben nicht zu, wie ich in Barth-Manier erlaeutert habe.

Das würde ich ebenfalls bestreiten, denn solange es noch Sender gibt die eben nicht jedem Trend ohne zu hinterfragen nachrennen, gibt es noch sowas wie Hoffnung.
Anscheinend gar nicht gerafft, dass das nur eine Replik auf einen Allgemeinplatz war, den du aber offenbar - im Gegensatz zu meinen angeblichen - super findest.

Na ich finde das langsam ermuedend. Auf meine konkreten Hinweise, dass die Deindustrialisierung vielleicht mehr ist als Nuhrsches Hirngespinst, wird erst gar nicht eingegangen. Aber ich bin der Idiot auf Barth Niveau. Danke, ich bin raus.
 
Da fehlen mir dann doch ein wenig die Worte....

Mit anderen Worten, meine Argumente sind billige Allgemeinplaetze auf Mario Barth-Niveau.
Nö, das habe ich nirgendwo behauptet und erst recht nicht gemeint. Wenn du deine eigenen Aussagen mal mit dem billigen Geschwurbel von Nuhr aus seinen letzten beiden Sendungen bezüglich der Klima-Hysterie vergleichen würdest, würdest du selbst feststellen, das bei dir ganz erheblich mehr Substanz vorhanden ist. Du bist zur Differenzierung fähig. Nuhr leider augenscheinlich nicht mehr.

Genau das trifft auf den verlinkten Beitrag eben nicht zu, wie ich in Barth-Manier erlaeutert habe.
Das hast du in dem Fall eben nicht. Du hast lediglich geäußert, dass man drei Aspekte nicht weiter beleuchtet hat. Das ändert aber wenig daran, dass in dem verlinkten Video belegbare Fakten vorgetragen wurden. Davon abgesehen ging es in dem Video vorrangig um die merkwürdige Verteuerung unter anderem des Ökostroms in den letzten Jahren. Mit gelegentlicher Windstille und den Wartungskosten der Anlagen hat diese Verteuerung aber herzlich wenig zu tun.

Anscheinend gar nicht gerafft, dass das nur eine Replik auf einen Allgemeinplatz war, den du aber offenbar - im Gegensatz zu meinen angeblichen - super findest.
Das habe ich sehr wohl registriert. Es hat mich aber nicht daran gehindert, es zu kritisieren, denn es ist genau so eine wenig aussagekräftige "Blabla-Reaktion" wie von Nuhr. Deine Ausführungen zu der von dir befürchteten Deindustrialisierung, die ich so nicht teile, sind dagegen durchaus überlegenswert und beinhalten auch Denkanstösse, die man mal genauer unter die Lupe nehmen sollte.

Insgesamt sollte man vielleicht mal festhalten, dass manche nicht nur hier (womit ich jetzt ausdrücklich nicht dich persönlich meine) aus welchen Gründen auch immer, ständig mehr in die Forderungen der Fridays for Future-Leute reininterpretieren als sie tatsächlich fordern. Diese FFF sind nicht Greenpeace oder irgendwelche skurillen Ökofaschisten, die es natürlich auch gibt, keine Frage. In Berlin waren da ja erst dieser Tage solche Klimaretter-Experten zu bewundern, welche niemand braucht und deren Handeln auch nicht gerade hilfreich ist.
Seit den 70ern ist die Klimaproblematik bekannt und spätestens seit der Waldsterben-Debatte in den 80ern ist sie auch in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert worden. Was ist konkret seit dem passiert? Ein paar Dinge hast du aufgezählt, aber das ist nunmal zu wenig, wenn man die Ziele des Pariser Klimaabkommens einhalten will. Nichts anderes ist übrigens die Hauptforderung von Fridays for Future.
Wenn ich dann diese Argumente höre, das wir nur für 0,2 % des weltweiten CO2-Ausstosses verantwortlich wären, die böse Dreckschleuder China usw. ... Die Chinesen rennen uns gerade den Rang ab beim (industrialisierten) Klimawandel und wir merken es noch nicht mal. Im Jahr 2017 steckten die Chinesen nach Angaben der Deutschen Welle knapp 133 Milliarden US-Dollar in die Forschung und Entwicklung, gefolgt von Europa mit etwas über 57 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Zeitraum installierte China Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Leistung von 53 Gigawatt, was mehr als der Hälfte der im Jahr 2017 installierten weltweiten Photovoltaik-Leistung entspricht. In der Produktion von Solarzellen liegen die Chinesen inzwischen weltweit vorne. Etwa 60 Prozent aller Solarmodule wurden laut „Handelsblatt“, welches sich wiederum auf die Internationale Energieagentur beruft, im vergangenen Jahr von chinesischen Firmen produziert. Gerade die Produktion von Solarmodulen war mal ein deutsches Aushängeschild. Alle Welt diskutiert über die armen Kumpel in der Lausitz und die dann dort wegfallenden Kohle-Arbeitsplätze. Das die deutsche Politik in den vergangenen Jahren über 20.000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien in diesem Land zerstört hat, erwähnt dagegen so gut wie niemand.
Bei der Windkraft hat China laut Statista im Jahr 2017 Windkraftanlagen mit einer Leistung von über 188.000 Megawatt aufgebaut. Das ist mehr als doppelt so viel wie in den USA, die das Land mit der zweitgrößten Kapazität sind. Insgesamt 37 Prozent aller neu installierten Windkraftanlagen wurden 2017 in China gebaut.
Wenn wir dem noch lange weiter so zuschauen, werden wir tatsächlich bald eine Deindustrialisierung erleben, weil die Chinesen dann nahtlos vom Dreckschleuderland zum Vorzeige-Ökoland werden und wir dumm aus der Wäsche schauen.
 
Nö, das habe ich nirgendwo behauptet und erst recht nicht gemeint. Wenn du deine eigenen Aussagen mal mit dem billigen Geschwurbel von Nuhr aus seinen letzten beiden Sendungen bezüglich der Klima-Hysterie vergleichen würdest, würdest du selbst feststellen, das bei dir ganz erheblich mehr Substanz vorhanden ist. Du bist zur Differenzierung fähig. Nuhr leider augenscheinlich nicht mehr.
Ich gucke mir das nicht an und kann daher nichts dazu sagen. Solche Referenzen sind unglücklich und führen zu Missverständnissen.

Das hast du in dem Fall eben nicht. Du hast lediglich geäußert, dass man drei Aspekte nicht weiter beleuchtet hat. Das ändert aber wenig daran, dass in dem verlinkten Video belegbare Fakten vorgetragen wurden. Davon abgesehen ging es in dem Video vorrangig um die merkwürdige Verteuerung unter anderem des Ökostroms in den letzten Jahren. Mit gelegentlicher Windstille und den Wartungskosten der Anlagen hat diese Verteuerung aber herzlich wenig zu tun.
Aber natürlich hat es das. Weil das ganze Flauten-Defizit mit Regelenergie und Import ausgeglichen werden muss. Für den Flautenfall muss im Prinzip die gesamte Kapazität nochmals konventionell vorgehalten werden, das macht es natürlich teurer, vor allem wenn importiert werden muss. Natürlich ist es am Ende eine Subvention in Richtung Industrie, aber billiger wird der Strom für die auch nicht. Die Umlage ist ja gerade erst wieder erhöht worden, sicher nicht zum Spaß. Vielleicht einigen wir uns darauf, dass das Thema komplexer ist, als in einem vier Minuten Sketch darstellbar.

Das habe ich sehr wohl registriert. Es hat mich aber nicht daran gehindert, es zu kritisieren, denn es ist genau so eine wenig aussagekräftige "Blabla-Reaktion" wie von Nuhr. Deine Ausführungen zu der von dir befürchteten Deindustrialisierung, die ich so nicht teile, sind dagegen durchaus überlegenswert und beinhalten auch Denkanstösse, die man mal genauer unter die Lupe nehmen sollte.
Wie gesagt, lass mich mit dem Nuhr in Ruhe. Deindustrialisierung ist ein plakatives Wort. Man sollte dennoch die Tendenzen genau beobachten. Die deutsche Autoindustrie schafft sich, mit kräftiger Hilfe von Politik und Umweltverbänden gerade selber ab. Da hängt extrem viel Maschinenbau dran, indirekt auch Metallurgie und Chemie, da wird es wieder energieintensiv. Die USA haben sich in den letzten Jahrzehnten quasi deindustrialisiert, das Ergebnis ist Trump und zum Teil auch die neue Weltmacht China.

Insgesamt sollte man vielleicht mal festhalten, dass manche nicht nur hier (womit ich jetzt ausdrücklich nicht dich persönlich meine) aus welchen Gründen auch immer, ständig mehr in die Forderungen der Fridays for Future-Leute reininterpretieren als sie tatsächlich fordern. Diese FFF sind nicht Greenpeace oder irgendwelche skurillen Ökofaschisten, die es natürlich auch gibt, keine Frage. In Berlin waren da ja erst dieser Tage solche Klimaretter-Experten zu bewundern, welche niemand braucht und deren Handeln auch nicht gerade hilfreich ist.
Da bin ich voll bei dir. Aber das ist ja das Problem, sie fordern gar nichts konkretes, das meiste ist heisse Luft oder sogar grundlegend falsch. Und hier waere es schön, wenn mehr Politiker und Medien das mal so ganz klar sagen würden, wie du gerade. Stattdessen biedert man sich in peinlicher Weise dem Mumpitz an, um Profit daraus zu schlagen.

Die Chinesen rennen uns gerade den Rang ab beim (industrialisierten) Klimawandel und wir merken es noch nicht mal. Im Jahr 2017 steckten die Chinesen nach Angaben der Deutschen Welle knapp 133 Milliarden US-Dollar in die Forschung und Entwicklung, gefolgt von Europa mit etwas über 57 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Zeitraum installierte China Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Leistung von 53 Gigawatt, was mehr als der Hälfte der im Jahr 2017 installierten weltweiten Photovoltaik-Leistung entspricht. In der Produktion von Solarzellen liegen die Chinesen inzwischen weltweit vorne. Etwa 60 Prozent aller Solarmodule wurden laut „Handelsblatt“, welches sich wiederum auf die Internationale Energieagentur beruft, im vergangenen Jahr von chinesischen Firmen produziert. Gerade die Produktion von Solarmodulen war mal ein deutsches Aushängeschild. Alle Welt diskutiert über die armen Kumpel in der Lausitz und die dann dort wegfallenden Kohle-Arbeitsplätze. Das die deutsche Politik in den vergangenen Jahren über 20.000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien in diesem Land zerstört hat, erwähnt dagegen so gut wie niemand.
Bei der Windkraft hat China laut Statista im Jahr 2017 Windkraftanlagen mit einer Leistung von über 188.000 Megawatt aufgebaut. Das ist mehr als doppelt so viel wie in den USA, die das Land mit der zweitgrößten Kapazität sind. Insgesamt 37 Prozent aller neu installierten Windkraftanlagen wurden 2017 in China gebaut.
Wenn wir dem noch lange weiter so zuschauen, werden wir tatsächlich bald eine Deindustrialisierung erleben, weil die Chinesen dann nahtlos vom Dreckschleuderland zum Vorzeige-Ökoland werden und wir dumm aus der Wäsche schauen.
China und die USA haben einen Vorteil, den Deutschland nicht hat, viel Platz und China noch den weiteren der fehlenden lästigen Demokratie. Da kann man gigantische Projekte realisieren. Hier wäre Einsicht vonnöten, dass Deutschland das exakte Gegenteil ist, klein, dicht besiedelt und übersät mit Partikularinteressen. Ich glaube nicht, dass wir noch viele ertragreiche Standorte für Windkraftanlagen haben, die zudem von den Bewohnern toleriert werden. Viele bestehende Standorte sind schon unwirtschaftlich.

Die deutsche Solarindustrie war ein von der deutschen Politik vergurktes Projekt. Das ist knallharte Industrie-Massenproduktion von im Grunde simplen Gütern, teuer durch Arbeitskraft aber auch Umweltauflagen, weil sehr dreckig. Außerdem hat der chinesische Staatskapitalismus kein Problem mit massiven Subventionen wenn nötig. Eine komplette Totgeburt deutscher Politik. Hätte man es ernst gemeint, dann mit der Trumpschen Lösung - Androhen oder notfalls Durchsetzen von massiven Einfuhrzöllen. Aber das ist ja undenkbar.

Denselben Fehler will nun offenbar mit Lithiumbatterien wiederholen, ich nehme Wetten drauf an, wie es ausgeht. Da sind wir übrigens wieder beim Stichwort Deindustrialisierung.
 
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Hier muss ich einfach nochmals nachfragen, da ich bisher keine plausible Erklärung kenne, die folgendes Phänomen erklärt: Warum stehen Windkraftanlagen bei Wind massenhaft still?
Ohne jetzt eine schlaue Antwort zu googeln, vermute ich mal:

Die Anlagen brauchen einen gewissen Arbeitsbereich, zu wenig, aber auch zu viel Wind, und sie schalten ab. Das erklärt aber nicht, dass in einer Farm von etwa acht Anlagen (bei gleichem Wind) sich fünf drehen und drei nicht, wie man oft sieht.

Meine stärkere Vermutung ist, dass Wartungs- und Reparaturfälle häufiger sind, als man annimmt. Erreicht so eine Anlage den Wartungstermin oder erkennt sie einen Betriebsparameter außerhalb der Norm, schaltet sie ab. Die Wartung selbst ist ja allein aufgrund der Höhe aufwendig und nicht ganz ungefährlich, es gab da schon tragische Unfälle. Insofern kann es sicher eine Zeit dauern, bis eine Spezialfirma ein Team zur Reparatur schickt.

Noch eine Idee: Bei einer richtig schönen steifen Brise könnte der Überproduktionsfall eintreten, und man bekommt den ganzen Windstrom nicht ins Netz, schaltet daher einen Teil der Anlagen ab.

Wie gesagt, meine Vermutung. Wenn das jemand bestätigen oder meinetwegen widerlegen kann, gerne.
 
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Danke Euch beiden für Eure Hinweise. Ich werde für mich nun noch herauszufinden versuchen, welche prozentualen Größenordnungen jeweils für Stillstand maßgeblich sind. Mich irritieren nach wie vor Sätze wie: "Auch wenn es zu viel Strom gibt, können Windräder abgeschaltet werden. Denn davon würde das Netz überlastet." Kulti hat das in #66 schon angesprochen.

Dass Energieunternehmen Kappungsgrenzen haben, Strom anzukaufen, weiß ich nur vom Hörersagen. Eine Quelle für diese steile Behauptung kann ich nicht nennen. Ich erkenne jedenfalls bei Politik und Wirtschaft nicht den ausgeprägten Willen, hier und bei anderen Technologien zur Erzeugung von erneuerbaren Energien deutliche Schritte voranzukommen.
 
Dass Energieunternehmen Kappungsgrenzen haben, Strom anzukaufen, weiß ich nur vom Hörersagen. Eine Quelle für diese steile Behauptung kann ich nicht nennen. Ich erkenne jedenfalls bei Politik und Wirtschaft nicht den ausgeprägten Willen, hier und bei anderen Technologien zur Erzeugung von erneuerbaren Energien deutliche Schritte voranzukommen.
Und genau das ist eines der eigentlichen Probleme.
 
Eine sog. "Kappungsgrenze" gibts nur in Sachen Miete - hier geht es um Kapazitätsgrenzen.

Die EU hat die Bereiche Stromerzeugung und Stromnetzbetrieb aufgeteilt - und das sorgt für Verwirrung.
Im Stromhandel von Privaterzeugern ist "Einspeisemanagement" vonnöten und Pflicht,
d. h. bei Netzengpässen muss der Netzbetreiber (und der ist erster Geschäftspartner) zur Regulierung der Energieeinspeisung in der Lage sein.

Es fehlt IMHO nicht am Willen, sondern an Bürgerinformation.
 
Vielen Dank, @chapri, für Deine Informationen an mich Bürger.

Es ist IMHO nicht zu fassen, dass den Privaterzeugern von Stromnetzbetreibern das Einspeisen von Strom untersagt werden kann. Nennt sich "(ab)regeln".

Zitat aus dem verlinkten Artikel: "Um ein solches Einspeisemanagement anlagenseitig zu gewährleisten, müssen Betreiber einer PV-Anlage ihre Anlage technisch so ausstatten, dass der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann. Die PV-Anlage muss dabei die Steuerbefehle des Netzbetreibers empfangen, verarbeiten und entsprechend die Netzeinspeisung unterbrechen können. "

Hauptsache, Eon kann eigenen Strom verkaufen statt für erneuerbaren zu bezahlen. Ich dacht's mir doch.
 
Hauptsache, Eon kann eigenen Strom verkaufen statt für erneuerbaren zu bezahlen. Ich dacht's mir doch.
So einfach ist es nun auch wieder nicht.

Es liegt nunmal in der Natur der Sache, dass Wind- und Sonnenenergie in stark schwankenden Mengen anfallen, von Null (trueber Novembermorgen) bis zur maximalen nominalen Nennleistung Solar plus Wind (sonniger, stuermischer Oktobertag). Dummerweise ist es noch oft so, dass Verbrauch durch Haushalte und Gewerbe sich gerne komplementaer zum aktuellen Angebot verhaelt. Nimm einfach an, der Novembermorgen ist Montags frueh um 8 (hoher Verbrauch in Haushalten und Gewerbe) und der sonnige Oktobertag Sonntags Nachmittag (entsprechend niedriger Verbrauch).

Was soll dann passieren? Das Energienetz kann nur die Energie uebertragen, die am anderen Ende verbraucht wird. Die Stromspeicher aus Beitrag #66 sind bisher allenfalls vielversprechende Konzepte, sie sind noch nicht grosstechnisch im Einsatz (siehe Folgebetraege der Diskussion). Es ist kein boeser Wille von eon und Co, hier abzuschalten, Man haelt damit das Netz stabil und schuetzt dessen Komponenten und am Ende auch deine angeschlossenen Geraete vor Schaden.

Umgekehrt muss eon im Falle der Dunkelflaute den kompletten Bedarf konventionell decken (Speicher haben wir bisher kaum) oder irgendwo zukaufen. Aus diesem Grund sind viele Prozentwerte 'Anteil an Erneuerbaren' auch mit Vorsicht zu geniessen, denn die Erneuerbaren allein funktionieren bis auf weiteres gar nicht.

Dann kann man sich, auch als Nicht-Elekroingenieur mal vorstellen, warum so ein Stromnetz ueberhaupt stabil ist, also immer schoen 230V/50Hz an der Steckdose anliegen. Herkoemmlich sind es schlicht die Schwungmassen der Dampfturbinen in Kern- und Kohlekraftwerken mit ihrer Traegheit, die das Netz stabil halten. Windboen in Kaskaden von Windkraftanlagen oder das ploetzliche Auftauchen der Sonne hinter Wolken auf ein Solarfeld sind Gift fuer die Netzstabilitaet. Es braucht komplexe Technik und oft manuelle Handlungen, um dem entgegenzuwirken. Je kleiner der Anteil der konventionellen Energie (der Schwungmassen), umso schwieriger wird das. So kommt es dann auch dazu, dass Grossabnehmer gelegentlich gebeten oder gar gezwungen werden, ihre Verbraucher abzuschalten.
 
Es ist IMHO nicht zu fassen, dass den Privaterzeugern von Stromnetzbetreibern das Einspeisen von Strom untersagt werden kann.
Der Stromnetzbetreiber ist dafür verantwortlich, dass das Stromnetz stabil ist und jedem angeschlossenen Betrieb oder Haushalt verlässlich geliefert wird. Was glaubst Du, was passiert, wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt plötzlich jede Menge "Privaterzeuger" gleichzeitig einspeisen? Da geht die Netzsicherheit schlicht vor, und deshalb muss der Netzbetreiber abregeln können.
 
Das leuchtet in der Tat alles ein, @Grenzwelle und @Mannis Fan.

Ich resümiere, dass Netzkapazitäten, Speichermöglichkeiten und Sicherung der Netzsicherheit herkömmliche Energieerzeugung weiterhin notwendig machen.

Da bleibe ich gespannt, wie wir in Deutschland mit der Entwicklung und Verbreitung alternativer Energien in China und in sonnenreichen Wüstenstaaten, die inzwischen ebenfalls an der Entwicklung synthetischer Kraftstoffe forschen, werden mithalten können.
 
So einfach ist es nun auch wieder nicht. [...] Es ist kein boeser Wille von eon und Co, hier abzuschalten, Man haelt damit das Netz stabil und schuetzt dessen Komponenten und am Ende auch deine angeschlossenen Geraete vor Schaden.
Auch von mir ist es kein böser Wille, das Zitat von @Grenzwelle auf das absolut notwendige, noch vertretbare Maß zu reduzieren. Natürlich ist das ganze Thema viel komplizierter.

Ich hoffe, daß hier allen beteiligten Diskutanten klar ist, welche Bedeutung die möglichst exakte Einhaltung der Netzfrequenz von 50,0 Hz im internationalen Energie-Verbundsystem hat. Ein hoffentlich noch nicht komplett vergessenes Ereignis in diesem Zusammenhang hatten wir Anfang März 2018 breit in den Medien: Eine falschgehende Uhr im Backofen ist für den Normalbürger halt anschaulicher und verständlicher, als technisch hochkomplexe Systeme. Zur Erinnerung nur zwei Artikel aus dieser Zeit:

https://www.heise.de/newsticker/mel...knappheit-laesst-Uhren-nachgehen-3984126.html
https://www.nzz.ch/panorama/warum-i...-und-vielleicht-bald-vorgehen-wird-ld.1362349

Hier wurde also lange Zeit gar nix "ausgeregelt". Serbien/Kosovo haben "gezogen" und damit die Netzfrequenz vermindert. Lastabwurf, beide Länder vom Verbundnetz trennen? Wer will das (in Minuten oder Stunden) entscheiden? Welche Konsequenzen hätte das letztendlich? Möglicherweise einen kompletten Blackout in diesen Ländern. Das braucht niemand.

Anderes Beispiel:
https://www.next-kraftwerke.de/energie-blog/stromnetzfrequenz

Ich erkenne den "Stromhandel" als Störenfried bei der Einhaltung der Netzfrequenz. Die Gründe sind im Artikel ausreichend beschrieben. Und ich zitiere weiterhin:

Eine Sache ist aber ganz klar: Die Erneuerbaren waren es diesmal nicht, auch wenn der grüne Sündenbock landauf, landab erneut heftig bemeckert wird: Weder bei Wind noch bei Sonne, noch bei Biogas oder Wasserkraft waren signifikante Abweichungen von den Prognosen festzustellen.
Und nur nochmal als Hinweis: Gaskraftwerke sind "schnell regelbar", innerhalb von Minuten. Mit Methan, aus Sonnenenergie gewonnen, ist das Ganze dann auch noch "klimaneutral". Aber das will ja niemand... Niemand?


Energetische Grüße!
 
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